Kretschmann bei der CDU. Gemeinsames Lachen über aufmüpfige Bürger.
Ich muß schon anerkennen, es hat sich etwas geändert im Ländle seit der Regierungsbeteiligung der Grünen. Neuerdings wird viel mehr Toleranz g e ü b t gegenüber Schwachen und Minderheiten. Gegenüber dem Juchtenkäfer, Flesermäusen und gegenüber einer aufmüpfigen Bürgerschaft.
Uns Kretschi machte eine gute Figur beim Neujahrsempfang desWirtschaftsrats der CDU in der Stuttgarter Daimler-Niederlassung. So steht's zu lesen im Blättle "Familienunternehmer News" vom 18. Januar 2012.
"Er bekannte sich zu einem engen Austausch mit der Wirtschaft und versicherte den anwesenden Unternehmern : 'Meine Tür steht immer offen für Sie.' "
Na, wenn seine Türe immer offen steht, in Erwartung netter Unternehmer-Besuche, daß sich da nicht mal ein paar nette, aber ungebetene S21-Gegener hineinmogeln ...
Was sonst während Kretschis Auftritt bei der CDU genau besprochen wurde, bleibt leider weitenteils unklar, da Süddeutsche Zeitung und die Familienunternehmer-News Aussagen teilweise unterschiedlich wiedergeben :
Laut Unternehmer-Blättle sprach Kretschi z.B. von der "dramatisch unterfinanzierten Verkehrs-Infrastruktur". ( Ob er wohl S21 damit gemeint hat ? ) In der Wiedergabe der SZ allerdings ist 'Der Straßenbau im Südwesten [...] dramatisch unterfinanziert.'
Wie auch immer, fröhliche Einigkeit scheint jedenfalls beim Umgang mit einer gelegentlich etwas aufmüpfigen Bürgerschaft zu bestehen :
"Die aufmüpfige Bürgerschaft
In der anschließenden moderierten Diskussion zwischen Kretschmann und Lauk ging es unter anderem um die Themen Bürgerbeteiligung, Infrastruktur, E-Mobility und Bildung. Beifall und viele Lacher hatte Kretschmann, als er sagte: „Es geht um die Frage, wie gehe ich mit einer aufmüpfigen Bürgerschaft um und setze trotzdem meine Ziele um?“ Die Bürger seien keine Nein-Sager, sagte der Ministerpräsident. „Wenn wir die, die wir gewinnen wollen, als Nein-Sager denunzieren, erreichen wir nichts.“ Auch die Gegner von Stuttgart 21 seien für etwas gewesen, für etwas anderes als den Tiefbahnhof.
Bei Wein, Saft und kalt-warmem Bufett wurde nach der Diskussionsrunde angeregt weiterdiskutiert."
www.sueddeutsche.de/w5F38c/422668/Kretschmann-erklaert-seine-Verkehrspolitik.html
Äh, war was ?
Ähm, könnte es sein, daß K. einfach ein Riesen-Arschloch ist ?
So viele Schuhe, wie ich werfen möchte, habe ich im ganzen Leben nicht besessen ...