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Sehr früh am Morgen aufgestanden, Kaffee gekocht und die Zeitungen gelesen
geduscht, Brötchen gekauft und den Tisch gedeckt
beim Frühstück mit meiner Frau darüber nachgedacht, was wir am Mittwoch Mrs H. ( 92) zum Tod ihrer Tochter ( 70, Lungenkrebs ) sagen könnten (ohne Ergebnis)
mit der Lieblingscousine in P. telefoniert: leidet stark an Arthrose, freut sich auf dritte Enkelin, sollen sie unbedingt mal wieder besuchen, zur Zeit tolle Ausstellung in Marbach: „Ich liebe dich“ - Liebesbriefe deutscher Dichter
mit meiner Frau nach O. gefahren: Sonne, guter Espresso, „Sämtliche Gedichte“ von Tomas Tranströmer gekauft, stoße beim Bättern auf dieses Haiku: Die Sonne steht tief jetzt./ Unsre Schatten sind Riesen./ Bald ist alles Schatten.
im Dom von O.: erstaunlich karg, fast leer, in der viertletzten Bank eine murmelnde Frau, Ausstellung über die „Märtyrer von Lübeck“ ( drei katholische Priester, ein evangelischer Pfarrer, alle 1943 unter dem Fallbeil gestorben )
zurück nach B.: treffen uns mit den Enkeln vorm Kino und sehen „Dreiviertelmond“ mit dem fränkischen Taxifahrer Hartmut Mackowiak ( der große Elmar Wepper ) und Hayat, einer kleinen Türkin – eine bittersüße, optimistische Geschichte, die mir Tränen in die Augen treibt ( was ich vor den anderen erfolgreich verberge )
anschließend gemeinsames Essen in der Pizzeria, auch Töchter und Schwiegersöhne, beste Laune und Pläne für’s nächste Jahr
nach Hause: rufe alle zurück, die mir gratulieren wollten, langes Gespräch mit Bruder über sein Glück mit K. und seine Sorgen um seinen Arbeitsplatz
dann Rotwein mit meiner Frau: nehmen uns vor, morgen in den Alben nach Bildern von Mrs.H. und ihrer Tochter zu suchen, die wir mit nach Birmingham nehmen könnten, vielleicht Erinnerungen und Trost.
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Herzlichen Glückwunsch....
...... auf dass die Schatten nicht Riesen werden! archie |
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Gückwunsch!
und à propos 67: Sommer Siemundsechzig. Peter Rühmkorf VON MIR - ZU EUCH - FÜR UNS Auf-auf meine bettlägerigen Gespenster, meine abgestandene Windhose! Dieses gewaltige Zeitalter des Verfalls kann man doch nicht unberufen an sich vorbeirauschen lassen - E n t w e d e r d a s S c h i c k s a l h a n d e l t o d e r d u s e l b e r ! Hier wo sich so manches schon bei bloßem Hinsehn zersetzt, noch Niveau gehalten? Soweit kommt's! Da wolln wir doch lieber noch mal ein paar neue Maßstäbe anlegen. Eine Stimme, meine Herrschaften, eine Stimme! Müssen wir denn alles wieder alleine machen? noch am Grabesrand den Deckel hoch und das rote Tuch rausgezogen?! O wir wenigen Engel, die wir die Welt hier beflügeln. Sich den Kopf zergrübeln auch ne Leistung - Aber du kriegst ja nichts raus. Wo waren wir stehen geblieben, damals, Sommer Siemundsechzig? Nein, ich will weg von hier und zwar: wie dieser Kugelschreiber, wenn er auf den Rest geht, nochmal richtig loskleckst, werd ich ungebremst auslaufen wie verrückt und offen hinschmieren: Richtig, i ch r e d v o n m i r , z u e u c h , f ü r u n s . |
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Herzlichen Glückwunsch auch von mir!
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koslowski,
Herzlichen Glückwunsch nachträglich :) ![]() |
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Gratuliere auch sehr gerne nachträglich, wenn ich das Blog richtig verstanden habe. ;)
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Ich danke allen für die freundlichen Grüße.
@archinaut: Ich gebe mir Mühe, nach vorn und dem Morgenrot entgegen zu schauen,gelingt manchmal auch ganz gut. @born2bmild: Ein wunderbares Gedicht hat du für mich aus deinem Fundus guter Texte geholt. "O wir wenigen Engel, die wir die Welt hier beflügeln." - Genau so ist es ;)) @streifzug: Dein Gruß freut mich besonders - keep on blogging und auf die nächsten Differenzen! |
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Na ja, nicht ganz der Jahreszeit gemäß - fiel mir eben auf...
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Lieber Koslowski, auch ich hatte gestern, am 24.Oktober, Geburtstag, herzlichen Glückwunsch uns beiden nachträglich. Meiner sah so aus: Morgens spät aufgestandenen. Lange gefrühstückt, mit Mann und Freundin. Die besten Croissants Frankreichs mit Milchkaffee. Danach Picknicksachen gepackt für den Ausflug auf die Ile d'Oléron. Als wir ankamen, regnete es in Strömen, Windböen heulten und tobten und wir stellten uns dem ein paar Minuten entgegen, um dann in's Auto zu flüchten und dort im Angesicht der riesigen Wellen mein Geburtstagspicknick zu essen: Schinken, Baguette, Tomaten, Ziegenkäse, Kekse,Tee. Dann zurück, eingekauft für's Abendessen und der Tag klang aus am Kaminfeuer mit Wachteln und einem guten Wein und richtig spannenden Gesprächen und die waren das schönste Geschenk.
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Ich danke dir, Novalis. Geburtstag auf der Ile d'Oleron - da könnte ich neidisch werden. Herzliche Glückwünsche von Skorpion zu Skorpion!
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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