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Vielleicht kennen Sie solche Momente. Sie blättern an einem Sonntagmorgen, noch im Morgenrock, beim Frühstück in einer alten Zeitschrift, Ihr Blick fällt auf ein Gedicht, Sie lesen einige Verse
»Es gibt zuviel Gedichte!« - Ja,
Gleichgültigkeit ist eine Waffe
Gegen den Widerstand des Lebens. Plötzlich
Erkenn ich dich und gierig
Versuch ich in dich einzudringen, denn ich erinnre mich ganz plötzlich
Des Rattenpfiffs im Keller in der alten Mühle,
als ich ein Mädchen, das ich nicht geliebt, umarmte, damals,
Als wir noch jünger waren und nicht daran dachten,
daß die Erinnerung an die Umarmung
an fernem Ort uns einst erreichen würde.
(Aus: Heinz Czechowski, Erinnerungen an das Leben In: Freibeuter 35/1988)
… und Sie fühlen einen kleinen Schmerz, gießen Kaffee nach, greifen zur Zigarette und gerade noch rechtzeitig, bevor die Erinnerung Sie übermannt, denken Sie an Tochter, Schwiegersohn und Enkel, die heute bei Ihnen zu Mittag essen wollen und sich Ratatouille gewünscht haben.
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Schön. Ich finde, dass sehr nett, dass Du solche Gedicht-Zitate in so kleine Alltagsepidoden aus Deinem Familienleben einbindest. Hätte auch mal wieder Sehnucht nach der Arminia, oder ist das zu deprimierend für Dich? :) Sorry, Letzteres war nur ein Scherz. Ich hoffe, Du bist nicht böse? ;)
Danke schön. ;) |
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.... am fernen Ort erreicht,
vielen Dank! |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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