koslowski

Was soll's?

Kommentare

portrait
27.05.2012 | 22:41 koslowski
Der Wunsch des Leitenden Redakteurs, die Emphase von Grass für die Verdienste der alten Griechen für das alte Europa und die Poesie seiner Sprache wohlwollend zu kommentieren, ist mir sympathischer als die textanalytische Pedanterie des freien Autors, der die falschen Bilder des Meisterdichter auch deswegen so gerne entlarvt, weil das Grass-Bashing sein Bedürfnis nach dem Sturz der alten Götter befriedigt. Das Blog von Michael Angele reflektiert angenehm selbstironisch das Dilemma des Kulturjournalismus zwischen der Loyalität mit einem alten Dichter, der seine politischen und literarischen Verdienste hat, und der Lust an der Skandalisierung der letzten Verse des eigensinnigen Alten. Mir gefällt das Blog, weil es der Ratlosigkeit des Autors eine originelle und selbstironische Form gibt. Ich wünsche mir trotzdem ( und bin fast sicher ), dass es bei diesem Blog nicht bleiben wird und der nächste FREITAG Texte ( oder einen Text ) präsentieren wird, der dem Bedürfnis mancher Kommentatoren hier nach Analyse der Grassschen Verse und ihrer politischen, literarischen und medialen Kontexte entsprechen wird.
portrait
25.05.2012 | 23:04 koslowski
Doch, es ist schlicht. Hier spricht ein Wicht der vom "Abschaffen" träumt, kein Klischee versäumt und sich um sein Geld sorgen tut. Er hat keine Ahnung, nur Wut.
portrait
25.05.2012 | 22:16 koslowski
O.K., du Meister der metrischen Form, dass du mit Europa so zürnst, dass es das Land der Griechen, von ihm einst über die Maßen verehrt, nun mit den Zwängen des Marktes und Sparkommissaren traktiert. Warum aber, trommelnder Dichter, vergaßest du jüngst sowohl Vernunft als auch Anstand, als vom Erstschlag du sprachst, der ausgehe bald vom Lande der Juden? Athen scheint dir nah, doch Jerusalem fern und am Arsch vorbei zu gehn.
Kommentar zu

Der Widerling

23.05.2012 | 19:40 goedzak
portrait
24.05.2012 | 13:35 koslowski
Deinem Lob der politischen Leistungen Lafontaines, von seiner Tätigkeit als Oberbürgermeister von Saarbrücken bis zu seinen Analysen der Kosten der Wiedervereinigung, der kapitalistischen Globalisieru...
portrait
24.05.2012 | 20:54 koslowski
Pardon, es ist meine Leseschwäche, in diesem Fall unterstützt durch den Mangel an Empathie für einen Mann, der im Kampf gegen den politischen Gegner (z.B. Helmut Schmidt ) nicht zimperlich war in der Wahl seiner rhetorischen Mittel ( "Helmut Schmidt spricht weiter von Pflichtgefühl, Berechenbarkeit, Machbarkeit, Standhaftigkeit. [...] Das sind Sekundärtugenden. Ganz präzis gesagt: Damit kann man auch ein KZ betreiben." ).
Kommentar zu

Der Widerling

23.05.2012 | 19:40 goedzak
portrait
24.05.2012 | 13:35 koslowski
Deinem Lob der politischen Leistungen Lafontaines, von seiner Tätigkeit als Oberbürgermeister von Saarbrücken bis zu seinen Analysen der Kosten der Wiedervereinigung, der kapitalistischen Globalisierung und der neoliberalen Modernisierung, schließe ich mich an. Er hat viele Verdienste, in vielen Kontroversen seine Standpunkte ohne Rücksicht auf seine Karriere vertreten und häufig recht gehabt. Aber ist er heute der richtige Mann an der Spitze der LINKEN? Da bin ich skeptisch, aus zwei Gründen: 1. Ich fürchte, sein Kurs der fundamentalen Opposition würde die LINKE wegen seines persönlichen Charismas vielleicht bei 5% + x stabilisieren, aber dauerhaft ins Abseits befördern - mit der Folge, dass die LINKE sich selbst immer wieder die Richtigkeit ihrer Konzepte bestätigen und ihre Wirkungslosigkeit immer wieder mit der Feindseligkeit der Umwelt erklären würde. 2. Ich fürchte, sein archaischer Politikstil ( autoritäre Führung und Einforderung von Gefolgschaft ) würde jede offene innerparteiliche Diskussion und den Dialog mit der Zivilgesellschaft erschweren - mit der Folge, dass die LINKE dem Publikum immer mehr als zur Entwicklung unfähige und selbstbezogene Organisation erschiene.
portrait
21.05.2012 | 22:07 koslowski
Als ostdeutsche Regionalpartei hat die LINKE vielleicht eine Zukunft. Aber warum sollte ein Wessi eine LINKE, die von Lafontaine geführt wird, wählen? Wer das Konzept der Reformer als "Anbiederung" a...
portrait
23.05.2012 | 20:54 koslowski
Nach den Nachrichten von heute interessiert mich die Antwort auf die Frage, warum die Position der Fraktionsvorsitzenden für Frau Wagenknecht attraktiver ist als die einer Co-Vorsitzenden.
Kommentar zu

Landmarken des Scheiterns

23.05.2012 | 03:41 archinaut
portrait
23.05.2012 | 05:39 koslowski
Wunderbarer Text, weil er so leicht, so melancholisch und eindringlich von der Unvermeidlichkeit des Scheiterns erzählt. Trotzdem gehe ich irgendwie zuversichtlich in den neuen Tag.
portrait
22.05.2012 | 23:06 koslowski
Albrecht Müller meint, dass die LINKE, wenn sie von Oskar Lafontaine nicht gerettet werden wolle, ihren Untergang verdient habe. Ich meine, dass der Rückzug Lafontaines der Partei noch einmal die Chance gibt, sich als koalitionsfähige linke Reformpartei zu profilieren und ihren Absturz in die Bedeutungslosigkeit vielleicht zu vermeiden.
portrait
21.05.2012 | 22:24 koslowski
"Schreibe klar, schlicht und wahr!" - So isses, gutes ästhetisches Programm. Und so schwer.
portrait
21.05.2012 | 22:07 koslowski
Als ostdeutsche Regionalpartei hat die LINKE vielleicht eine Zukunft. Aber warum sollte ein Wessi eine LINKE, die von Lafontaine geführt wird, wählen? Wer das Konzept der Reformer als "Anbiederung" an die SPD denunziert, sollte eine Vorstellung davon haben, welche Möglichkeiten er sieht, den eigenen Positionen politische Bedeutung zu geben.
koslowski
Von Menschen und Texten
Ort:
Bielefeld
Mitglied seit:
2 Jahre 7 Wochen
Zuletzt aktiv:
27.05.2012
Status:
Blogger
Aktivität:
Beiträge: 175
Kommentare: 1468
Logbuch
14:57
alexbln hat gerade einen Kommentar geschrieben.
14:51
freiheitsliebender hat gerade einen Blogbeitrag erstellt.
14:44
freiheitsliebender hat gerade einen Kommentar geschrieben.
14:42
Meyko hat gerade einen Kommentar geschrieben.
14:38
Wolfram Heinrich hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Augstein und Blome

portlet_Phoenix-12.png

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG