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Das bekannte Playburkart*-Magazin möchte mit »Burka-Girls« ihr Gender Marketing professionalisieren. Insiderberichten zu Folge testet das Erotik-Hochglanzmagazin Burkas als die neuen »sexy Outfits«. Ein Pilotprojekt wurde gestartet. Aber noch verschleiert das Herrenmagazin seine interne Studie über diese »Burka-Nummer«.
Das Ergebnis bei Testlesern (intern »Testwixer«): Nichts beflügelt ihre Fantasien vom »alten Knacker« bis zu den pubertierenden Jungs mehr als das »fast völlige Geizen mit den Reizen«. In dem internen Testbericht wird auf den »basic instincts« des Magazins hingewiesen: »Playboy funktioniert, weil wir Frauen auf ihre äußeren Reize reduziern.« Nikab-, Tschador und Burka-Models seien quasi ein dialektisches Ergebnis des selben Erfolgsmodells und funktioniere nach dem Prinzip »ganz oder gar nicht«. Diese Dialektik spreche nicht nur Nazis, sondern wie aktuell in Frankreich zu beobachten auch orthodoxe Kommunisten (André Gerin) an: »[weiße] Eiferer aus allen Parteien, von links außen bis zum rechten Rand, dringen nun darauf, die weit verbreitete Ablehnung der Totalverschleierung in Gesetzesform zu gießen.« Lediglich 2000 Trägerinnen eines solchen Kleidungsstücks reichten dort, um das ganze Land sexuell aufzuladen. Es gehe also längst nicht mehr nur um »Kleidung«, sondern um männliche Projektionen und »Fantasien«. »Vermutlich hätten wir ein solches Objekt selbst nie so erfinden können«, heißt es in der Studie. Diese Ressource gelte es zu nutzen. Besonders günstig wird die gesellschaftliche Polarisierung gewertet. So teile sich Frankreich in Gegner und Befürworter der Diskriminierung von Burka-Models. Pornographie lebe eben von Tabus, die erst »das abkassierbare Sprechen über die Frau« ermögliche. Die große »Anziehungskraft des Burka-Themas« wird in den Testberichten auf die vielfältigen »Sexualisierungs-Diskurse« zurückgeführt, die die parteiübergreifende »Burka-Sexualisierung« den Konsumenten biete. Die auf die Burka-Models abfahrenden Konsumenten seien so in allen gesellschaftlichen Schichten und auf allen emotionalen und intellektuellen Niveaus zu finden.
»Brandbeschleuniger für den sich zivilisiert gebenden Herren«
Bevorzugt wolle man jedoch »intellektuelle Konsumenten« ansprechen, da sich die Kombination aus anspruchsvollen Interviews und Hochglanzfotos hervorragend zur erwarteten Vorreiterrolle des Magazins auf dem »noch unumkämpften B.Erotik.Markt« eigne. Der Spiegel habe dies mit seinen »rassistischen Titelstorys« bereits auf der News-Ebene »hervorragend vorgemacht«.
Besonders die Verquickung von »Terror« und »Sex« sei der »geeignete Brandbeschleuniger für den sich zivilisiert gebenden Herren«. Interesse an diesem »B-Erotik-Trend« zeigten nach Insider-Berichten bereits die »Hardcore Seller«. Berichtet wird von einer Testperson Marke Abschiebungsbeamter, der es sich unter den Rufen »Burka, wie ätzend…« besorgt habe. Als Cumshot-Vorlage diente ihm angeblich mit Burka-Modells bebilderte Berichte von »Säure-Attentaten«. Da das »Nonnen-Thema« in der Pornoindustrie bereits »völlig ausgelutscht« sei, biete die »Schleier- und Burka-Hysterie« nun »Top Marktchancen«. Kulturwissenschaftler des Magazins erklären sich den Hype vor allem aus der »überreligiösierten Kultur des Westens«. So sei der »Virgin Mary – Code ein profitabler Effekt« für jede »Erotik-Industrie«, an dem Mann zielgerichteter anknüpfen müsse. In der Kombination mit den traditionellen »unbefleckte Empfängnis« Diskursen ließe sich die aktuelle »vermeintliche Anti-Burka-Epedemie« sprichwörtlich flüssig machen und sei »hoch brisant«. Die interne Studie trägt den Titel: »Burka—dynamite for white men«.
Lesetipps:
Sheila Mysorekar
Dienstags gibt es Tantra-Sex
Politische Satiren über Rassismus, Sex und den Neandertaler
ISBN 978-3-89771-488-5
Iman Attia (Hg.)
Orient- und IslamBilder
Interdisziplinäre Beiträge zu Orientalismus und antimuslimischem Rassismus
ISBN 978-3-89771-466-3
Anmerkung
* TM und (c) für "Playburkart", "PlayBurkArt" und weitere Versionen dieser Schreibweise liegen bei kritische masse
Dieser Beitrag wurde geschrieben von kritische masse | unrast wild.cat blog
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Da bekommt man ja ein Minarett in der Hose.
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Ooooch, neee, das tut einem ja weh, sowas. Ihr selbst seid auch Brandbeschleuniger und - ehrlich gesagt - auch an der falschen Stelle albern.
Ich stimme zu, dass die Verabschiedung von Burka-Verbots-Gesetzen ziemlich sinnlos und ablenkend ist. Ich stimme zu, dass das grenzenlose Verhüllen und die Lust, Verhüllungen zu entschleiern zwei Seiten einer Medaille sind. Aber ansonsten reißt diese Satire Gräben auf, die niemandem helfen. Die Burka und auch andere radikale Verschleierungsregeln machen - nicht immer aber meistens - aus Frauen das, was Männer in ihnen sehen wollen. Ihren Besitz, ihre Ehre. Es gehört zu den Dingen, die mir am Unbegreiflichsten sind: Die Männer aus anderen Kulturen dürfen sich in den meisten Fällen unbeanstandet kleidungsmäßig an die Gesellschaft anpassen, in der sie leben. Frauen dürfen das offensichtlich nicht, da sind die Männer dann doch sehr dagegen. Und das ist absolut Scheiße. Es wäre redlicher und hilfreicher, statt nun wieder zu entlarven, was der Einsatz von Männern gegen die Burka für Hintergründe hat, sich mal um die Frauen zu kümmern. Die sind Ihnen offensichtlich völlig wurscht und nichts als Objekte, an denen was zu beweisen ist. Die aber brauchten Hilfe, die müssten ermutigt werden, sich von Lasten zu trennen, die ihnen das Leben hier oder in Frankreich erschweren, sie müssten männlicher Kontrolle entkommen können, die Ihr ja auch nur damit legitimiert. Satire hin oder her: Es ist ein Hochmut in dieser Debatte und unmenschliche Rechthaberei. Ich verlinke mal zu einem - wie ich finde - guten Artikel von Magnus Klaue hier im Freitag. www.freitag.de/kultur/1004-feminismus- |
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Liebe @Magda, wenn Magnus Klaue und andere rassistische "Feministen" Feministen wären, dann würden sie Forderungen wie unabhängige und frei Dolmetscherinnen für alle Frauen fordern und unterstützen, sie würden für das Menschenrecht kämpfen, dass alle Frauen - egal wie sie sich kleiden - freien Zutritt zu Verkehrsmitteln und Ämtern hätten. Es geht ihnen nicht um die "Frauenrechte", es geht ihnen wie immer darum, feministische Kritik lächerlich zu machen und darum: Ihren Rassismus - schäbig in "Aufklärung" verpackt - an den weißen, deutschen, christlichen Mann zu bringen.
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schrieb am
30.01.2010 um 01:53
Geht's noch?
Da man beim Freitag ja anscheinend ungestraft andere nach Lust und Laune des Rassismus bezichtigen kann ... Ich finde dieses Geschwurbel über die angebliche Sexualisierung der Burka rassistisch. Zur Begründung: siehe den Beitrag von Magda, dem ich voll zustimme. Nur zur Erinnerung: die Burka ist nicht in Europa erfunden worden und sie ist hier auch nicht gebräuchlich. Welchem Zweck dient wohl die Burka in den Ländern, in denen sie gebräuchlich ist? Das "Prinzip »ganz oder gar nicht«" trifft da sicher zu. Soviel wie möglich verhüllen, damit die (angeblich) immer geilen Männer bloß kein Auge auf das Eigentum eines anderen Mannes werfen können. Da werden die Rechte der Frauen natürlich gar nicht verletzt. Aber wirklich schlimm ist es, wenn Frauen bei uns noch nicht überall im Burkini schwimmen gehen dürfen, mit der Burka in die Sauna oder ins Flugzeug. Furchtbar! Und übrigens: nicht jede Extrawurst, die irgendjemand fordert, ist deahalb gleich ein "Menschenrecht". Das gilt u.a. für Deine Forderung nach "unabhängigen (?) und freien Dolmetscherinnen für alle Frauen". Als nächstes kommt wahrscheinlich noch, dass Frauen, so wie in Afghanistan, in der Notaufnahme im Krankenhaus nur von Ärztinnen behandelt werden dürfen. Und Mädchen dürfen selbstverständlich nicht am Schwimmunterricht teilnehmen. Man muss sie ja vor den geilen Jungs schützen. Sonst könnten sie ihre Ehre verlieren. Alles nur zum Wohle der Frauen ... |
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ätt derDonnerstag
"Da man beim Freitag ja anscheinend ungestraft andere nach Lust und Laune des Rassismus bezichtigen kann ... Ich finde dieses Geschwurbel über die angebliche Sexualisierung der Burka rassistisch." Ja, ich mag sie auch nicht, die Kleinkarierten. |
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@derDonnerstag
Die Anti-Burkhard-Front liebt dich und alle Jesuisten! digg.com/u1M9oC Das ist unsere Videobotschaft für euch: www.kanak-tv.de/popup/weisses_ghetto.html peace, k.m. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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