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Plauen/Germany , 16.April 2011
Erfolgreiche Kundgebung des „Bündnis gegen Nazis“ gegen den rechtsradikalen Aufmarsch am Jahrestag der Befreiung Plauens durch alliierte Soldaten im Jahre 1945. Zahlreiche Redner/innen demokratischer Parteien und Organisationen erhoben Ihre Stimme in teils sehr emotionalen Reden gegen Rechts.
Eröffnet wurde die zentrale friedliche Veranstaltung auf dem Albert Platz im Zentrum der Vogtländischen Metropole durch einen Friedensgottesdienstes.
Leider wurde die im Vorfeld erwartenden Teilnehmerzahlen nicht erreicht. Weniger als 700 Teilnehmer versammelten sich auf dem Albert Platz.
Foto:20plusfuture / Gesine Lötzsch nach ihrer Rede
Auch die Bundesvorsitzende der Partei „Die Linke“ Gesine Lötzsch MdB gehörte zu den Rednerinnen und betonte in ihrer emotionalen kämpferischen Rede , dass es keinen Raum für Machenschaften der rechten Szene geben darf. Von Monika Lazar MdB, Bündnis90/Die Grünen war zu vernehmen, dass die Rechtsradikalen mit allen zur Verfügung stehenden demokratischen Mitteln bekämpft werden müssen und dieses auf ein Verbot der Verfassungsfeindlichen NPD hinaus laufen müsse.
Die scheinheilige Darstellung der Regierung, man könne das nicht tun um die V-Leute nicht zu gefährden und weiterhin Zugang zu diesen Organisation zu haben, ist kein Grund wie auch von Rednern der IGM und Verdi betont wurde.
Der Plauener Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer kam ebenfalls mit einer Rede zur Kundgebung Die CDU beteiligte sich nicht am Bündnis „Nazifrei in Plauen“. Dieser Sachverhalt stieß weder bei den Kundgebungsteilnehmern noch den Veranstaltern auf Zustimmung und sorgte doch für einige Irritationen.
Für die perfekten musikalischen Zwischentöne mit kritischen Texten sorgte der Liedermacher Uwe X.
Foto:20plusfuture / Teilnehmer des “Spaziergang”
Nach Abschluss der Veranstaltung wurden die Teilnehmer aufgerufen die Mahnwachen der Plauener Kirchengemeinden zu besuchen. Vorher sollte ein erst wenige Minuten vorher genehmigter „Spaziergang“ zum Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge stattfinden. Man wollte dort nachsehen, ob alles in Ordnung sei. Leider war ein Durchkommen dorthin nicht möglich, da der genehmigte sogenannte „Trauermarsch“ der rechten Gruppierungen, was im Vorfeld auch von der jüdischen Gemeinde kritisiert wurde, über die Friedensstraße und Friedensbrücke verlief. Eine große Anzahl von Polizeikräften riegelten die Strecke ab und verweigerten den Gegendemonstranten den Zugang.
Kurz zuvor wurde bekannt, dass die Polizei kurz nach 14h teils gewaltsam gegen Blockierer vorging.
Foto:20plusfuture / Kundgebungsteilnehmer suchen nach einem Weg zur Synagoge
Als Fazit bleibt festzuhalten: Eine erfolgreiche friedliche Kundgebung gegen den rechten Aufmarsch. Bedauerlicherweise blieben viele Plauener dieser Veranstaltung fern und betrachteten diese nur aus der Ferne von ihren Fensterbänken. Solidaritätsbekundungen beim Spaziergang waren leider ebenfalls Fehlanzeige.
Es bleibt wohl noch viel zu tun, aber alle demokratisch gesinnten Kräfte, vielleicht auch beim nächsten Mal gemeinsam mit der CDU, sollten ihren Kampf gegen Unrecht, Verfolgung, Diskriminierung und Fremdenhass nicht aufgeben und diesen politisch verirrten Menschen keinen weiteren Nährboden bieten.
Der Weg des Bündnis „Nazifrei in Plauen“ muss von allen demokratischen Kräften unterstützt werden.
Artikel erschienen erstmalig bei 20plusfuture.wordpress.com
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@20plusfuture
Danke für den eingehend engagierten Bericht. Was mich besonders empört ist, dass neben der NPD insgesamt auch V- Leute in der NPD ganz nebenbei in der NPD nicht nur von Landesämtern des Verfassungsschutzes, sondern auch über das Parteifinanzierungsgesetz finanziert werden. Der Möglichkeit dabei schwarze Kassen zu bilden, ist dadurch Tür & Tor geöffnet. |
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Wir haben uns etwas schwer getan mit der Veröffentlichung, der Artikel war bereits Samstag Abend fertig. Es ist nicht auszuschliessen, dass unsere Websites attackiert werden. Im Vorwege der Demonstration wurden die zahlreich aufgehängten Plakate entweder beschädigt, beschmiert oder abgenommen und das mehrfach.
Wir denken aber, dass das Bündnis stark genug ist, sich den rechten Gruppierungen entschieden entgegen zu stellen. Jede Unterstützung des Bündnisses ist willkommen. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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