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Zitat der Bundesministerin Ilse Aigner am 25.3.2011
"Als Reaktion auf die Reaktorkatastrophe in Japan hat die Europäische Union ihre Sicherheitsmaßnahmen vorsorglich weiter erhöht. Künftig dürfen Lebensmittel aus den betroffenen japanischen Regionen nur noch in Deutschland eingeführt werden, wenn sie in Japan streng kontrolliert und zertifiziert wurden. Bereits vor der Verladung muss sichergestellt sein, dass die Waren keinerlei erhöhte Strahlenbelastung aufweisen."
Wie gestern bekannt wurde, hat die EU im Rahmen einer Eilverordnung die Grenzwerte für Lebensmittel aus Japan seit Samstag teils drastisch angehoben. Das Umweltinstitut München und auch Foodwatch haben diese Entscheidung stark kritisiert. Das Bundesverbraucherministerium schweigt bislang dazu.
Bundesministerium als auch EU bekräftigen, dass in Europa z.Zt. kein Sorge über belastete japanische Lebensmittel besteht.
Bislang galten folgende Grenzwerte: Cäsium-134 und Cäsium-137 max. 600 Bcq/KG als zulässig. Diese Obergrenzen wurden am Samstag teils bis zum 20-fachen ( 12500 Bcq/KG für bestimmte japanische Produkte) angehoben.
Diese neue Verordung ist einfach als skandalös zu betrachten, da sie still und heimlich in Kraft trat. Wenn keine Gefahr für Lebensmittel besteht, wie seitens der EU und des zuständigen Bundesministerium beteuert wird, warum werden die Grenzwerte teils drastisch angehoben? Diese EU-Verordnung stellt eine eklatante Verletzung der Verbraucherinteressen in Europa dar. Es wird wieder versucht die Verbraucher zu täuschen um ihnen wichtige Informationen vorzuenthalten und die vermutliche Wahrheit zu verschleiern. Anders ist diese Eilverordnung nicht zu interpretieren.
Folgende Werte galten für Lebensmittel und -importe ( lt. EU-Verordnung 733/2008):
370 Bcq/KG für Säuglingsnahrung und Milchprodukte
600 Bcq/KG übrige Nahrungsmittel
Neue Grenzwerte (lt.Eilverordnung 297/2011 in Kraft seit 27.März 2011) für Produkte aus den betroffenen Regionen in Japan:
400 Bcq/KG für Säuglingsnahrung
1000 Bcq/KG für Milchprodukte
1250 Bcq/KG für andere Nahrungsmittel
12.500 Bcq/KG für Fischoel und Gewürze
Die EU bezieht sich bei der Anhebung der Grenzwerte auf die EU-Verordnung 3954/1987. Danach können die Maximalgrenzen im Falle eines "Atomaren Notstandes" für die zulässige radioaktive Belastung von Lebensmitteln angehoben werden, um einer Nahrungsmittelknappheit vorzubeugen. "Diese Regelung jetzt in Kraft zu setzen, ist absurd, denn es gibt in Europa keinen nuklearen Notstand und erst recht keine Nahrungsmittelknappheit. Importe aus Japan spielen für die Versorgungssicherheit der europäischen Bürger überhaupt keine Rolle", sagten Thilo Bode und Christina Hacker.
Link zur EU-Eilverordnung vom 26.3.2011 > eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do
(Quellen: Umweltinstitut, foodwatch, EU-Eilverordnung)
Artikel erschienen bei 20plusfuture.wordpress.com
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Verstehe ich nicht... ein Land hat gerade eine globale Katastrophe erlebt, viele Menschen haben alles verloren und sind ggf. verletzt, also können sich momentan nicht selbst versorgen und müssen versorgt werden... dabei sind zahlreiche Firmen und Geschäften genau so wie Wohnhäuser kaputt und können nicht produzieren. Und dann werden Lebensmittel EXPORTIERT?
Das mit Milchprodukten ist irgendwie eine Lachnummer... machen die europäische Kühe Streik oder sind sie gerade aufm Urlaub? Dass die Grenzwerte angehoben werden... na ja, von mir aus, solange die Verantwortliche jeden Tag das Zeug nachweisbar selber fressen und auch die besagte Babynahrung ihren Babys geben... aber eben nachweisbar. Ach um Himmels Willen, Japan tut mir verdammt Leid... was wird jetzt aus dem Land... mit so einer Bestrahlung... das ist doch nicht mehr zu beseitigen, die Folgeerscheinungen werden sich über Generationen ziehen... |
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Wer kommt mit, Sushi essen?
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schrieb am
30.03.2011 um 12:24
Nunu... Sushi gehört keineswegs zum Alltagskost... und zu Babynahrung oder Milchprodukten schon sowieso nicht. Abgesehen davon kann man Sushi vor Ort ohne japanische Produkte herstellen... man kriegt sie auch woanders hin.
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@20plusfuture
Vielen Dank übrigens für Informationen... man bekommt selbst ja nicht alles mit. Ich frage so gar nicht, woher Sie solches Insider-Wissen haben... ;) nur zu, nur zu... wir machen hier FreitagLeaks oder so. Na ja, gut, das Zeug wurde ohnehin veröffentlicht, wie es aus Ihrem Link folgt, aber wer von "normalen" Bürgern würde schon auf solche Links und solche Informationen kommen, wenn es keine Hinweise gibt... um diese Infos wird ja nicht so laut geworben wie z.B. um die BILD-Zeitung. :) |
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Liebe Lara! Wenn ich dann etwas zur Aufklärung in der Sache beitragen konnte, freut es mich.
Leider verfüge ich persönlich nicht über unbegrenzte Zeit, um hier noch mehr Artikel zu veröffentlichen. Sehr gerne würde ich es tun. Informationen über schnöde Lebensmittelgrenzwerte sind anderseits nicht so der Renner, wie auch an den abgegebenen Kommentaren zu erkennen ist. Die tradionellen Medien werden sich allenfalls am Rande mit wenigen Sätzen mit der Thematik auseinandersetzen. Wir Verbraucher sollen möglichst nicht schlau gemacht werden, denn dumme Menschen lassen sich leichter händeln. Herzliche Grüsse, Hardy |
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Danke, kurze Netzrecherche ergab, auch noch jenen Fakt:
Der Umgang der EU-Kommission mit einer möglichen radioaktiven Verseuchung von Lebensmitteln aus Japan stößt jedoch noch in einem weiteren Punkt auf Kritik: „Die EU erlaubt den Import radioaktiv belasteter Lebensmittel, die in Japan selbst nicht mehr zum Verzehr zugelassen wären, da in Japan deutlich strengere Grenzwerte gelten", bemängelte die Chefin der Grünen-Fraktion im Europaparlament, Rebecca Harms, heute in Brüssel. Quelle: www.aerzteblatt.de/nachrichten/45289/EU-Kommission_Strahlungsgrenzwerte_fuer_Produkte_aus_Japan_unveraendert.htm |
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@ullrich länzsch
Vielen Dank für die Ergänzung. Ich werde an dem Thema dranbleiben und hier ggfls. weitere Nachträge eingeben. |
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@ullrich länztsch
Vielen Dank für die Ergänzung. Ich werde an dem Thema dranbleiben und hier ggfls. weitere Nachträge eingeben. |
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