Kunibert Hurtig

Kein schöner Land zu dieser Zeit

13.05.2011 | 12:03

Das Bordell im Han Dan Bing Guan

Nur für Lara

„Oh, Yes, good night.“ Steven und Gerd gingen zum Aufzug.

Ich öffnete die Tür die aus dem Saunaruheraum herausführte und stand vor einem Tresen.

„Guten Abend Sir, was kann ich für sie tun?“

Am Tresen saßen einige Chinesinnen und schauten mich erwartungsvoll an. Die Älteste sah vielleicht wie 21 aus, aber möglicherweise hatte der anstrengende Dienst sie auch vorzeitig altern lassen. Aus dem Gang, der nach links in die Katakomben des Hotels führte, kam ein Chinese, nur mit Unterhose und Hemd bekleidet und schimpfte laut. Als er mich sah, drehte er sich um und verschwand wieder. Ich zog die Augenbrauen hoch und blickte den Aufseher oder Zuhälter verwundert an. Der grinste jedoch und fragte:

Lady?“ dabei zeigte er auf die vier Schönen. Es bedeutete wohl, dass ich mir eine aussuchen sollte. Hm, drei lächelten mich verlockend an. Sie standen auf damit ich ihre Figuren begutachten konnte. Alle hatten Plateauschuhe, deren Absätze sie wohl zehn Zentimeter größer machten. Ohne Schuhe war jede kleiner als ich.

Die Einundzwanzigjährige war zu grell geschminkt. Die Lippen in einem abstoßend schrillem Rot, der Lidschatten zu breit angeschmiert, nein die wollte ich nicht. Eine andere, höchstens siebzehn Jahre, hatte ihren Schopf gefärbt, es sollte wohl einmal blond werden, aber die Färbung konnte die normalerweise pechschwarze Farbe der ohnehin sehr dicken Haare der Chinesen nicht ganz überdecken und ein gelb-orange Farbton zierte den Schopf. Am Haaransatz erschien die Naturfarbe schon wieder als schwarzer Streifen. Die Dritte hatte sich, nachdem sie aufgestanden war, sofort in den hinteren Gang geflüchtet, aber ihre anmutigen Bewegungen waren mir bei ihrem Abgang aufgefallen. Sie sah auch sehr gut aus. Ich ignorierte also die verbliebene Vierte und zeigte hinter ihr her.

„Entschuldigung, aber sie scheint beschäftigt.“ Bedauerte der Aufseher und zeigte auf die Drei.

„Nein, die andere.“

Er bestand darauf, dass die Geflüchtete nicht verfügbar sei und wies auf die verbliebenen drei Mädchen. Jetzt wurde ich, immer noch nicht nüchtern nach der Sauna, bockig und verlangte die, die weggegangen war. Endlich bequemte er sich hinter seinem Tresen hervor und bedeutete mir, ihm zu folgen. Die Drei Mädchen an der Theke schauten enttäuscht, weil keine von ihnen mir zu Diensten sein konnte. Er führte mich in die Katakomben, durch ein Gewirr verschiedener Gänge und blieb schließlich vor einer geschlossenen Tür stehen, öffnete sie und  ...

Ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen. In einem vielleicht drei mal drei Meter großen Raum ohne Fenster, ohne Schmuck, nur mit einer umlaufenden hölzernen Bank an den Wänden saßen mehr als ein Dutzend blutjunger Mädchen auf dieser aufgereiht und schauten mit gelangweilten, gleichgültigen Mienen erst auf den Loddel und dann auf mich. Halbdunkel sollte die Traurigkeit verhüllen, brachte aber lediglich zustande, die Szene in ihrer ganzen Widerwärtigkeit zu beleuchten.

Die Weggelaufene war auch darunter und versuchte sich hinter zwei anderen Mädchen zu verstecken. Ein oder zwei waren sicher noch keine sechzehn Jahre, schienen auch etwas verängstigt. Einige saßen lediglich in BH und Slip herum, aber das machte nichts, der Raum war gut beheizt, sie konnten sich nicht erkälten. Der Anblick stieß mich ab, er erinnerte mich an einen arabischen Sklavenmarkt aus Filmen, in denen Frauen verkauft wurden, nur war dies kein Film. Dies war die Realität in einem sozialistischen Paradies, dessen Gesetze die Prostitution mit harten Strafen belegte, die Förderung der Prostitution in schweren Fällen auch mit dem Tode bestrafte.

Es war ein Bordell in einem staatlichen Hotel. Bei einigen Mädchen waren die Lieder halb geschlossen, vom Heroin winzige Pupillen lauerten hinter verschleierten Blicken, aus denen jede Freude der Jugend gewichen war und einem gleichgültigen Geschehenlassen Platz gemacht hatte. Die ganze Frauenverachtung,  die ganze Menschenverachtung dieses Systems enthüllte sich bei diesem Anblick.

Ich schaute an der Wand entlang, musterte jedes Mädchen vollkommen entgeistert. Der Rest des Whiskeys, den die Sauna nicht herausgetrieben hatte, wich mit einem Schlag aus meinem Kopf. Es ist schwierig solche Momente zu beschreiben. Diese blutjungen Geschöpfe hatten sich, davon ging ich aus, nicht freiwillig in diese Situation begeben.

Ich hatte davon gehört, dass in Finsterchina, in Gebieten, wo Partei und Gesetz nichts oder wenig zu sagen hatten oder mittelalterliche Umtriebe duldend geschehen ließ, Mädchen verkauft wurden, Frauen, die keinen Jungen geboren hatten, auf Grund der staatlich verordneten Ein-Kind-Ehe verstoßen, manchmal ermordet oder auch einfach in die Prostitution verkauft wurden. Ich hatte davon gehört, das weibliche Neugeborene einfach fortgeworfen wurden, ins Wasser, auf die Straße, nur um in einem zweiten „Anlauf“ vielleicht doch einen Jungen zu bekommen.

Aber all diesen Berichten hatte ich nur wenig Glauben schenken können oder sie einfach für die maßlosen Übertreibungen von Vorurteilen und Systemkritikern gehalten, wenn man Europäer überhaupt zu diesen zählen konnte. Aber bei dem sich mir bietenden Anblick war ich sicher, hier Opfer eben dieser Schilderungen vor mir zu haben.

All dieses ging mir in einem einzigen Augenblick durch den Kopf und ein maßloser Hass auf diesen dreckigen, süffisant dreinschauenden Saunaverwalter, der mich nun schief angrinste und dabei auf das zierliche Mädchen zeigte, das sich verstecken wollte, kroch mit einem seltsamen Kribbeln meinen Nacken hoch. Ich ballte die Fäuste und mein Blick musste sich in diesen Augenblicken entscheidend verändert haben.

Er winkte die Versklavte heran und als ich seine Absicht erkannte, sagte „Bu, No, no.“ Er zog die Augenbrauen hoch und setzte nun seinerseits ein verärgertes Gesicht auf. Aber ich wandte mich ab und wollte gehen. Woher waren wir gekommen? Ich konnte mich nicht mehr erinnern in dem Labyrinth. Er versuchte es noch einmal, aber wieder sagte ich „No, no“. Da zuckte er mit den Schultern. ‚Verstehe einer die Langnase, die stinkende’ mochte er denken, führte mich aber wieder zu seinem Refugium, von wo aus ich nun doch noch zur Bar zu gehen gedachte. Es war einfach zu abartig.

Der Chinese – ich erinnerte mich an das Gesicht – der kurz vorher in Unterhose und Hemd durch den Gang geschimpft hatte, stand jetzt mit Lederjacke bekleidet hinter dem Tresen und blätterte in Belegen, die vorher noch nicht dort gelegen hatten. Er war hochgewachsen, eigentlich keine besondere Erscheinung für einen Nordchinesen. Nur sein Gesicht wurde von einer Nase geziert, wie ich sie in China noch nie gesehen hatte. Sie sprang kurz unterhalb der Nasenwurzel fast waagerecht nach vorn um dann in kühnem Bogen nach einem Zentimeter abwärts abzubiegen und in schmalen Nasenflügeln zu enden. Er sog die Luft hörbar ein, wobei sich die schmalen Nasenflügel rhythmisch weiteten.

Der Zuhälter musterte ihn mit einer Mischung aus Angst und Aggression, als wäre er verunsichert, ob er ihn beschimpfen und hinter dem Tresen vertreiben oder sich devot still verhalten sollte. Aber Hakennase kam von selbst vor die Theke, schaute ihn mit belustigten Augen an und sagte etwas auf Chinesisch. Loddel – so hatte ich beschlossen ihn zu nennen - antwortete irgendetwas, aber seine Stimme vibrierte leicht, er hatte sie angehoben. Das war selten. Er schlich fast hinter seinen Tresen und setzte sich auf den Stuhl, machte den Eindruck, dass er froh war, die Theke zwischen sich und Hakennase zu haben.

Sie diskutierten oder stritten weiter, dabei legte Loddel die Belege – um solche handelte es sich offensichtlich – auf den Tresen und holte noch andere aus einer Schublade, die er nach meiner Ansicht ein wenig zu heftig aufriss. Hakennase blätterte, zeigte auf diesen und jenen, sagte etwas dazu, blätterte weiter und fragte Loddel etwas; der antwortete, zunehmend unsicherer werdend. Unvermittelt öffnete sich die Schwingtür die zur Hotelhalle führte und zwei feingliederige Chinesen traten ein.

Sie trugen teure, gut geschnittene graue Anzüge, der eine hielt einen weiteren Stapel Papier in der linken Hand, mit dem er Hakennase lächelnd zuwinkte. Auch diese wurden auf den Tisch gelegt, es hob ein eifriges Blättern und Vergleichen an, unterbrochen von kurzen, heftiger werdenden Wortwechseln zwischen Hakennase und Loddel. Das Ganze hatte bis jetzt keine fünf Minuten gedauert, aber es lag eine zunehmend aggressiver werdende Stimmung in der Luft. Sie hatten mich völlig vergessen oder es war ihnen egal, ob ich zugegen war.

Verstehen konnte ich ohnehin nichts. Plötzlich schrie Hakennase los und steckte seine rechte Hand in die Hosentasche, die von seiner langen Lederjacke verdeckt war. Loddel duckte sich im gleichen Augenblick und die vorher noch irgendwie in seinem Gesicht vorherrschende Zuversicht wich von einem Moment zum anderen offener Panik und Angst. Er sprang auf, fummelte dann an der rückwärtigen Schrankwand herum.

Dann nahm er eine der Verblendungen ab und der Blick auf ein dahinter liegendes größeres Fach wurde frei. Dem entnahm Loddel einen wohl zehn Zentimeter hohen Stapel einhundert Yüan Scheine und legte ihn auf den Tresen. Ich schätzte ab. Es waren sicher zwischen fünfundzwanzigtausend und dreißigtausend Yüan. Ein kleines Vermögen in Nordchina und sicher nicht der Ertrag aus dem Saunabetrieb. Hakennase begann im gleichen Augenblick zu lächeln, ein dreckiges, widerliches Lächeln, und sagte mit triumphierender Stimme etwas Chinesisches zu Loddel.

Es erschien mir, als würde es ‚Na, siehst du, warum nicht gleich’ heißen. Erst nahm er den halben Stapel und steckte ihn in die rechte Innentasche seiner Jacke, griff sich dann die zweite Hälfte, um ihn in die linke Tasche seiner Jacke zu stecken. Dabei drehte er sich um und sah mich. Er lächelte mir freundlich zu, sagte ‚Ni Hao’ und dieweil er das Geld in seiner Tasche verstaute, sah ich, dass seine rechte Hosentasche von einem schweren Gegenstand ausgebeult war. Von der Brusttasche seines karierten Hemdes blinkte mir ein kreisförmiges rot emailliertes Abzeichen entgegen. Vier kleine Sterne, die im Viertelkreis um einen größeren Stern angeordnet waren und am Rand andere kleine Verzierungen aufwies:

Es war ein Funktionär der kommunistischen Partei und sammelte Hurenlohn ein.

 

 

 
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Kommentare
TheHungryCow schrieb am 13.05.2011 um 14:09
Ich fürchte, ich verstehe nicht ganz. Sie wollten also eine minderjährige Prostituierte beschlafen, überlegten es sich dann aber doch noch einmal anders, nachdem sie eine ganze Ansammlung selbiger erkannten?
Kunibert Hurtig schrieb am 13.05.2011 um 15:33
TheHungryCow schrieb am 13.05.2011 um 14:09

Muuuuuuuuuuuuuuuuuhhhhhhhh
oder
Müüüüüüüüüüüüüüüüüyyyyyyyyy
auf chinesisch.

Nein, Sie haben nicht verstanden. Ich bin aus der Sauna gekommen, nachdem ich am Nachmittag in das Hotel eingezogen bin und habe einen Ausgang genommen, um den Saunabesuch zu bezahlen.

Aber wie ich sehe, sehen hier alle Kühe das gleiche Problem, ohne jemals in china aufgeschlagen zu sein. Das Problem, dass dahinter steht, verbirgt sich Ihnen, weil Sie auch nur das sehen, was innerhalb des Brettes liegt, dass Sie sich vor den Kopf genagelt haben.

Aber danke für den aufschlussreichen Kommentar.
Im übrigen standen von diesen Geschichten ca. 30 hier drin ... und es wurden fast ausschließlich die kommentiert, die sich mit Bumserei befassten und auch fast ausschließlich von Frauen, die meinten für Frauenrechte eintreten zu müssen.

Ich sag mal: ab nach China, das Maul aufreißen und den Kerlen dort mal richtig den Marsch blasen, vor allen Dingen den Parteibonzen. Und dann ... ja dann schnell laufen, zum Flugplatz natürlich, damit Sie noch rechtzeitig herauskommen und nicht verschwinden, wie derzeit Ai WeiWei ...

Alles klar? und jetzt verschonen Sie mich, bitte, mit ihren Einlassungen.
TheHungryCow schrieb am 13.05.2011 um 17:52
Diese genannten 30 "Geschichten" habe ich leider noch nicht zu Gesicht bekommen. Ich habe allerdings auf ihrem Profil den Vermerk, sie hätten bisher nur diesen einzigen Beitrag verfasst, bemerkt. Mir erschließt sich also nicht völlig, wie das ginge, darum müssen sie wohl entweder zum wiederholten Male hier angemeldet oder einer dieser notorischen Beitragentferner sein. Sollten die "Geschichten" allerdings nicht von Ihnen sein, so tut es mir selbstredend leid.
Im Übrigen habe ich diesen Beitrag nur durch Zufall entdeckt und gebe zu, ja der Titel ist mir aufgefallen. Jedoch habe ich diesen Beitrag keineswegs aufgrund der sogenannten "Bumserei", wie sie es nannten, gelesen, sondern weil mir Ihr Erzählstil zusagte.
Doch denken Sie, was Sie wollen. "Bumserei" treibt uns unteranderem.
Ich bitte Sie, nicht sofort so Beleidigend zu werden, das steht so einer Diskussion doch nicht.
Kunibert Hurtig schrieb am 14.05.2011 um 09:22
TheHungryCow schrieb am 13.05.2011 um 17:52

Das ist sehr einfach: Sie gehen auf Blog (oben neben Profil), dann suchen Sie sich einen Blog aus und können ihn dann löschen. Alle Kommentare dazu werden dann auch gelöscht.

Für den harten Ton entschuldige ich mich hiermit. Aber die Reaktionen gerade auf dieses Blog seinerzeit waren im Grunde haarsträubend. Anstatt sich der Ungeheuerlichkeit zu widmen, dass die kommunistische Partei Chinas Bordelle mittels ihrer Funktionäre unterhält, die einen Teil der Einnahmen an die Partei abführen (sonst würden die das nicht allzu lange machen), wärend der Volkskongress Prostitution bei hohen Strafen verboten hat, fällt der holden Weiblichkeit nichts anderes ein, als sich den hormonellen Aspekten dieser Schilderung zu widmen.

Es muss einfach ein ausgeprägtes Frustrationspotential angesammelt sein ... es ist, als würde man(n) auf ein Knöpfchen drücken und die Platte liefe ab und das männliche Ungeheuer wird zum Abschuss freigegeben.

Als könne die temporär anwesende Langnase an den Zuständen dort auch nur das Geringste ändern ... eher das Gegenteil: Wenn man laut werden würde oder solches oder ähnliches beklagen, wäre das eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten der VRC und würde, sofern kein Vergehen oder Verbrechen vorliegt, mit der sofortigen Ausweisung quittiert.

Also nochmal: der Ton war nicht persönlich gemeint sondern Sie können ihn als Reflex auf schon einmal Gewesenes auffassen.

Gruß Kunibert
TheHungryCow schrieb am 16.05.2011 um 21:44
Sehr geehrter Kunibert,
meine Aussage zu gelöschten Blogs sollte sich nicht, wie Sie meinten, auf das Wie sondern das Warum stürzen; da dies hier jedoch trotzallem nebensächlich ist, kann es getrost vernachlässigt werden.
Falls Sie mich, wie ich verstand, dem weiblichen Geschlecht zuschreiben, so irren Sie sich, was ich Ihnen jedoch verzeihen werde.
Zu Ihrem Beitrag an sich kann ich nur sagen, dass ich ihn mir ein weiteres Mal durchgelesen habe (mit dem Versuch, den von mir anfangs angesprochenen Teil auszublenden da er sich mir nach wie vor nicht ganz erschließt) und das Augenmerk so auf das wahre Thema legen konnte, wobei ich hierzu leider gestehen muss, dass ich mich zu China leider in keinster Weise äußern kann, da mir hierzu das Wissen über Land, Leute, Kultur und Politik im Detail fehlt.
Ich danke Ihnen jedoch trotzallem für die Öffnung meiner Augen und die Hilfestellung zum Schwenk auf die richtige Spur.

Gruß Lucas
Neobe schrieb am 14.05.2011 um 23:08
@ Kunibert

darf ich das jetzt so verstehen Sie waren in China und das ist eine persönliche Erfahrung von Ihnen? Wenn ja, dann haben Sie hier mal ein weibliches wesen was Sie nicht anschreit. Es wäre Naiv zu denken das es sowas nicht überall geben würde. Das finden Sie auch hier in der BRD. Es gibt solche und solche. ;-) (weiblichen wesen)
Kunibert Hurtig schrieb am 15.05.2011 um 11:14
Neobe schrieb am 14.05.2011 um 23:08

darf ich das jetzt so verstehen Sie waren in China und das ist eine persönliche Erfahrung von Ihnen? Wenn ja, dann haben Sie hier mal ein weibliches wesen was Sie nicht anschreit.

Ja, das verstehen Sie richtig und in zwei Jahren macht man(n) dort eine Menge Erfahrungen, die Wenigsten sind so krass und so offensichtlich wie die Geschilderte. In Südchina (Han Dan liegt ziemlich hoch im Norden), wo Wohlstand und Reichtum inzwischen Fuß fassen konnten, finden Prostitution, Korruption und andere Verbrechen nicht so offensichtlich, auf dem Präsentierteller, statt, allerdings sind die Dimensionen auch andere.

Es wäre Naiv zu denken das es sowas nicht überall geben würde. Das finden Sie auch hier in der BRD. Es gibt solche und solche. ;-) (weiblichen wesen)

Natürlich nicht, aber der Unterschied liegt eben darin, dass dieses System trotz gegenteiliger Bekenntnisse und gesetzlich strenger Reglementierungen nicht Macht genug hat, die unmenschlichen Bedingungen abzuschaffen, unter denen die Frauen dort leben müssen; wahrscheinlich sogar, weil ihre Tätigkeit stigmatisiert ist und den männlichen Unterstützern die Hand vor den A….sch gehalten wird – vorausgesetzt sie haben die Gebühren abgeführt, sonst werden die Ganoven für eine Organspende ausgesucht.
Neobe schrieb am 15.05.2011 um 11:25
@ Kunibert

Das hat wohl nichts mit Macht an sich zu tun, ich denke eher damit, dass es denn menschen egal ist. Und sie warscheinlich damit durchkommen und davon Profitieren, es gibt dort auch große problme mit z.b. behinderten Kinder diese werden auch einfach wie Müll weggeworfen. weil sie eben behindert sind und es damit eine schande für die Familie, da gitb es viele beispiel.
Vermutlich hat es aber auch noch mit dem wert, der Stellung der Frau an sich zu tun, denn Frauen diskriminierung gibt es überall auf der Welt. In Thailand ist die Kinderprostitution bekannt wird wie ich finde sehr öffentlich augelebt und auch da macht niemand etwas, weil es profitabel ist oder schlicht weg egal. Ich kann mir das anderst nicht erklären.
Kunibert Hurtig
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