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G. von G. - Nachgedanken

24.04.2012 | 08:37 Wolfram Heinrich
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24.04.2012 | 14:04 Rosa Sconto
Nachsicht wegen Wotan Wahnwitz gewährt! Wobei ich bei dem Punkt Verfolgungswahn weitergehe und Verhaltensweisen die auf Erfahrungen, die wiederum nicht nur auf bürokratisch verortneter Verfolgung, U...
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24.04.2012 | 19:17 kvwupp
Nachtrag: Als Lektürehinweis zu diesem Thema: Micha Brumlik: "Kritik des Zionismus", Hamburg 2007 - insbesondere Kapitel II: "Zur Methode der Kritik" und Kapitel III: "Staatsbildender Zionismus". In beiden Kapiteln wird ein Teil der Debatte vor allem im Hinblick auf den staatsbildenden Zionismus auf knappstem Raum abgehandelt.
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G. von G. - Nachgedanken

24.04.2012 | 08:37 Wolfram Heinrich
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24.04.2012 | 14:04 Rosa Sconto
Nachsicht wegen Wotan Wahnwitz gewährt! Wobei ich bei dem Punkt Verfolgungswahn weitergehe und Verhaltensweisen die auf Erfahrungen, die wiederum nicht nur auf bürokratisch verortneter Verfolgung, U...
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24.04.2012 | 18:33 kvwupp
@Vaustein Der von Ihnen zitierte Absatz ist ohne den letzten Satz unvollständig: "Zu dem komplexen Thema der Bedeutung des jüdischen Selbstverständnis als ein Volk und/oder einer Zivilisation (Mordechai Kaplan) etc. wären allerdings noch weitere, differenziertere Ausführungen anbebracht. " Meine von Ihnen zitierten Zeilen richteten sich ausdrücklich gegen die Auffassung, dem Judentum ein Selbstverständnis als ein Volk dadurch abzusprechen, dass man - wie Shlomo Sand es macht - dahingehend argumentiert, dass allein durch die Konversionen u.a. der Chasaren aber auch anderer das Judentum nicht mehr als ein Volk/eine Nation sondern lediglich als eine Religion zu betrachten sei. Die weitere, wesentlich komplexere innerjüdische Debatte zum Selbstverständnis des Judentums als Volk, Nation und/oder Zivilisation wird davon nicht berührt.
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G. von G. - Nachgedanken

24.04.2012 | 08:37 Wolfram Heinrich
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24.04.2012 | 14:04 Rosa Sconto
Nachsicht wegen Wotan Wahnwitz gewährt! Wobei ich bei dem Punkt Verfolgungswahn weitergehe und Verhaltensweisen die auf Erfahrungen, die wiederum nicht nur auf bürokratisch verortneter Verfolgung, U...
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24.04.2012 | 16:30 kvwupp
@Rosa Sconto Es gab zweifelsohne das Chasarenreich und im 9. Jahrhundert n.d.Z. konvertierte nicht allein die chasarische Oberschicht zum Judentum, sondern die gesamte chasarische Ethnie. Nach dem Zusammenbruch des Chasarenreiches ließ sich ein Teil der Chasaren in Alexandria und im damaligen Konstantinopel nieder. Eine kleine Gruppe wanderte in der Tat bis nach Ungarn bzw. bis nach Kiew. Möglicherweise stammen auch Juden von der Krim von den Chasaren ab. Daraus abzuleiten, dass das gesamte osteuropäische Judentum von den Chasaren abstamme, ist ein wenig gewagt. Denn auch die Wanderungen der Chasaren ändern nichts an der Tatsache, dass es vor allem ashkenasische, das damalige Mittelhochdeutsch sprechende und schreibende (in hebräischen Buchstaben) Juden waren, die ab ca. 1350 n.d.Z. massenhaft ins damalige Königreich beider Nationen "Polen-Litauen" ausgewandert sind (und teilweise später dann noch weiter in slawische Gebiete auswanderten) . Die Gruppe der ursprünglich Mittelhochdeutsch sprechenden und schreibenden Ashkenasim bildete jedenfalls die breite Basis des späteren osteuropäischen Judentums. So lange Konversionen nicht durch äußere Umstände verboten waren, war es in der Antike relativ einfach, zum Judentum zu konvertieren, es existierte kein umständliches Konversionsverfahren: Bei Männern genügte die Beschneidung. Wobei anzumerken ist, dass m.W. in einigen Teilen des römischen Reiches Männer ohnehin beschnitten wurden. So lange das Judentum im römischen Reich den Status einer zugelassenen Religion hatte, gab es viele Konversionen in den Teilen des römischen Reiches, in denen Juden lebten – auch wenn z.B. Hadrian nach dem Bar-Kochba-Aufstand (132-135 n.d.Z.) Beschneidungen und das Abhalten von Gottesdiensten verbot. Es ist allerdings fraglich, ob das im gesamten römischen Reich auch in dieser Form durchgesetzt wurde. Als das Christentum im römischen Reich zur Staatsreligion wurde (380 n.d.Z) wurde im römischen Reich allerdings ein komplettes Konversionsverbot eingeführt auch durchgesetzt. Juden machten dann aus der Not des ihnen aufgezwungenen Missionsverbotes eine (durchaus auch aus ihrem Selbstverständnis heraus begründbare) Tugend. Durch eine Konversion wurde und wird ein Mensch nicht allein Mitglied der jüdischen Religionsgemeinschaft sondern zugleich ein Mitglied des jüdischen Volkes, was allerdings seine Pflichten dem Staat gegenüber, deren Staatsangehörigkeit sie oder er besitzt, in keinster Weise verändert. Um das an einem Beispiel zu erläutern: Als Juden im Jahr 212 n.d.Z. im römischen Reich die volle Staatsangehörigkeit verliehen wurde, war ein Jude - gleichgültig ob er seine Zugehörigkeit qua Geburt von einer jüdischen Mutter herleitete oder ob er konvertiert war ein römischer Bürger mit allen daraus resultierenden Rechten und Pflichten und er war zugleich ein Angehöriger des jüdischen Volkes. Wobei man unter Letzterem allerdings eher „eine von einer gemeinsamen - religiös begründeten – Ethik geprägte Gemeinschaft“ (Brumlik, 2009, S. 8) zu verstehen hat und nicht etwa ein „Volk“ im Sinne eines modernen Nationalismus. Betrachtet man diese Definition erübrigt es sich auch, nach irgendwelchen genetischen Gemeinsamkeiten zu suchen, um zu beweisen oder zu widerlegen, dass Juden ein Volk im Sinne eines modernen Nationalismus seien – diese Definition macht derartige Überlegungen von vorneherein obsolet. Zu dem komplexen Thema der Bedeutung des jüdischen Selbstverständnis als ein Volk und/oder einer Zivilisation (Mordechai Kaplan) etc. wären allerdings noch weitere, differenziertere Ausführungen anbebracht. Vgl.: Brumlik, Micha: "Kurze Geschichte Judentum", Stuttgart 2009, S. 46 f., 98 und 206. Nebenbei bemerkt: Was Juden auch machen, es ist sowieso verkehrt: Missionieren sie nicht und lassen sie kaum Konversionen zu, dann sind sie halt eine elitäre Gruppe, die sich absondert und partikularistisch und exklusiv als auserwähltes Volk niemanden bei sich aufnehmen möchte – missionieren sie aber und lassen sie einfache Konversionen zu, wie das in der Antike durchaus möglich und üblich war, dann ist es auch verkehrt, denn dann versuchen sie ja alle Menschen durch militante Mission zu Juden zu machen.
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15.04.2012 | 20:11 kvwupp
@Poor on ruhr Ich kann mich Hardob nur anschließen.
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Vergangenheit ohne Ende

Politik | 12.04.2012 | 12:05 Olivier Guez
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12.04.2012 | 18:32 kvwupp
Zu diesem vielzitierten Schlüsselsatz der Rede von Ahmedinedschad gibt es wohl verschiedene Übersetzungsmöglichkeiten - und die Übersetzung von Katajoun Amirpur muß nicht die allein möglich sein: ww...
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13.04.2012 | 20:12 kvwupp
@Bertamberg Ändert der Artikel (?) in der FR von Herrn Berger oder die Worte des Kommentares unter dem SZ-Artikel irgendetwas an den Aussagen von Herrn Ahmedinedschad oder von Herrn Hejazi (Vizechef des Generalstabes der iranischen Armee)? Es ist übrigens bezeichnend, dass Sie mit dem Begriff der "linguistischen Spitzfindigkeit" die Übersetzung von Frau Ourghi abwerten - bei Übersetzungen kommt es nun einmal auf äußerste Genauigkeit bei der Erfassung des grammatikalischen und kontextualen Sinnes an, das ist umso wichtiger, wenn es sich um ein derart heikles Thema handelt.
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kvwupp
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Logbuch
15:44
Rosa Sconto hat gerade einen Kommentar geschrieben.
15:34
poor on ruhr hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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Rosa Sconto hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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Rosa Sconto hat gerade einen Blogbeitrag erstellt.
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Sisyphos Boucher hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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