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Blogbeiträge

27.01.2010 | 13:30 Lago

Big in China: Flieg nicht zu hoch ...

Während Badminton and Tischtennis gewissermaßen traditionelle chinesische Sportarten sind, hat sich Tennis als staatlich geförderte Sportart erst mit der Etablierung einer chinesischen Mittelschicht, nach der ökonomischen Öffnung durc... >> mehr
03.01.2010 | 19:30 Lago

Wachstum ist Freiheit, Glück ist Kommunismus ...

Meint FAZler Rainer Hank im DLF: www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1095813 Ich kommentiere es, sobald ich wieder bei Worten bin ... "Eine Welt, die die Grenzen des Wachstums erreicht hatte, sah sich überraschend schnell konfrontiert mit de... >> mehr
05.11.2009 | 22:37 Lago

Die atomare Gesellschaft, Prolog

Qualitätsmanagement (QM) ist eine moderne Erfindung. Sie kann nicht zu den großartigen Errungenschaften gezählt werden, welche den Menschen besondere Begeisterung abzuringen in der Lage wäre. Denn tatsächlich ist QM eine Krücke, ... >> mehr
26.10.2009 | 11:12 Lago

Schweigen ist Gold?

Alle vier Jahre finden in China sogenannte Nationale Meisterschaften statt, die dann sehr viele Sportarten und Disziplinen umfassen - quasi innerchinesische olympische Spiele, übrigens inklusive eines Fackellaufs durch mehrere Landesteile. Statt aller Her... >> mehr
21.10.2009 | 12:50 Lago

Ein Kanal für China

Es waren einmal - vor langer Zeit - sieben Könige, die führten Krieg gegeneinander. Mal die einen gegen die anderen, mal umgekehrt. Das Land war karg und Wasser war kostbar und die Flüsse wurden als Götter verehrt. Nach einem verheerenden ... >> mehr
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Kommentare

Kommentar zu

Der Tiger springt noch immer

Politik | 12.03.2010 | 14:10 Michael R. Krätke
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14.03.2010 | 21:39 mh
deutschland hat den titel exportweltmeister schon länger abgegeben... auf monatsbasis noch viel eher, als man es durch eine simple suchmaschinenrecherche rausfinden könnte. für das reale defizit chin...
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15.03.2010 | 13:54 Lago
"Durch die steigende Arbeitslosigkeit und sinkende Kaufkraft wird "Made in China" auch in naher Zukunft weiterhin Boden gut machen." ... bzw. durch Made in Vietnam und Made in India ersetzt werden, wenn die Lohnkosten in China weiter so steigen. Glücklicherweise ist wenigstens Indien ein demokratisches Land, ich schätze mal die Arbeitslosen sind froh, wenn ihnen Demokraten und keine Kommunisten mehr die Arbeitsplätze wegnehmen. "Die funktionierenden Modelle wollen viele Nichteuropäer ja ebenfalls nicht übernehmen. Weil die haben oft was mit ekliger Umverteilung oder Sozialversicherung zu tun." Welche erfolgreichen, funktionierenden Modelle der Sozialversicherung gibt es denn im Westen? Die Rentenversicherung wird seit Jahrzehnten täglich beerdigt - und das auch ohne das chinesische Problem der Ein-Kind-Politik und hohen Inflation. Eine allgemeine Krankenversicherung gilt im wichtigsten westlichen Land als Kochrezept des Teufels und die paritätische deutsche KV wird gerade abgeschafft. Tatsächlich wäre eine Sozialversicherung vergleichbar mit der deutschen in China schlichter Blödsinn, außer natürlich von dem Standpunkt, dass nach dem Zusammenbruch aller Entwicklungsländer die Arbeitslosigkeit in Deutschland endlich sinken könnte. Hier liegt die Krux u.a. darin, dass China kein Rechtsstaat ist - das chinesische Rechtssystem in kodifizierter Form basierte auf dem preußischen und war und ist völlig realitätsfremd. Das chinesische Recht geht den meisten Chinesen völlig am Arsch vorbei, hier dominiert die gesellschaftliche Norm. Das deutsche Sozialversicherungssystem basiert aber darauf, dass die gesellschaftlich dominierende Struktur die Rechtsstruktur ist. Deshalb empfindet kaum ein deutscher Jugendlicher etwas dabei, seine Eltern auf Herausgabe des Kindergeldes zu verklagen. Ohne dieses Selbstverständnis - und die daraus resultierende Notwendigkeit eines Wohlfahrtsstaates - bringt ein fundamentloses Sozialrecht nichts als Probleme. Tatsächlich befindet sich die Gesellschaft in China ja im Umbau in Richtung einer individualistischeren und rechtsbasierteren ("der Bruch der 80er"), der funktionierende Umbau ist aber einerseits Bedingung und macht andererseits die Einführung eines flächendeckenden Sozialversicherungssystems notwendig.
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Der Tiger springt noch immer

Politik | 12.03.2010 | 14:10 Michael R. Krätke
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14.03.2010 | 21:39 mh
deutschland hat den titel exportweltmeister schon länger abgegeben... auf monatsbasis noch viel eher, als man es durch eine simple suchmaschinenrecherche rausfinden könnte. für das reale defizit chin...
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15.03.2010 | 02:02 Lago
"Pro-China ist überhaupt nichts schlimmes, wenn man es kenntlich macht. Nur dann ist es halt kein ausgewogener und differenzierter Artikel mehr." Ich weiß nicht, ob nur anti-chinesische Artikel ausgewogen und differenziert sein können. Bzw. ob es nur anti- oder pro-chinesische Artikel geben kann. Warum ist es legitim, "nicht-dichtome" Artikel über z.B. Brasilien zu schreiben, nicht aber über China? "Er ist in absoluten Zahlen leicht rückläufig (Krise), relativ zu den meisten anderen Ländern nimmt er zu." Den Satz verstehe ich nicht. Der Anteil der USA am chinesischen Export war schon lange vor der Krise rückläufig. Bis der Export in den asien-pazifischen Raum den in die EU überholt, wird zugegebenermaßen noch eine Menge dreckiges Wasser den Gelben Fluss herunterfließen, aber die Tendenz ist deutlich (die Dynamik wird dabei vor allen abhängig sein von den politischen Problemen bei der Etablierung der CAFTA etc.). Von "leicht rückgängig während der Krise" kann übrigens keine Rede sein, zeitweise brach der Export in die USA um 50% ein, nur wurde dies eben durch Exporte in den CAFTA-Raum teilweise kompensiert. "Was meinst du eigentlich mit Wirtschaftskolonial?" Es gibt eine Form der linken etatistischen Politikvorstellung, die sich sehr stark an der europäischen Geschichte der Arbeiterbewegung orientieren und etwas unglücklich mit deren Scheitern in der Moderne. Unter diesem Standpunkt glorifizieren sie die Opfer der verschiedenen europäischen Aufklärungen und erachten die Haltung vieler Nichteuropäer als undankbar - weil diese die in Europa gescheiterten Modelle nicht übernehmen wollen oder aber weil sie sie übernehmen. Ich nenne das "kolonial", weil es von derselben historischen Überheblichkeit gespeist wird wie die Haltung der Kolonialmächte. Jahnke ist ein prototypisches Beispiel für diese Geisteshaltung. Er ist ein sehr kluger und gebildeter Mensch, der viel Mühe und Arbeit investiert und dessen wirtschafts-innenpolitische Artikel sehr lesenswert sind, umso weiter er sich allerdings von Deutschland entfernt, desto stärker dominiert die Agenda die Realität.
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Der Tiger springt noch immer

Politik | 12.03.2010 | 14:10 Michael R. Krätke
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14.03.2010 | 21:07 Pankefuchs
Pro China scheint ja was Schreckliches zu sein! Langsam sollten sich viele mal davon verabschieden, dass wir Deutschen nicht mehr die Herrscher der Welt sind. Deutschland wird von der eigenen Regierun...
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14.03.2010 | 23:45 Lago
"für das reale defizit chinas gibt es nut schätzwerte. die vorsichtigen schätzungen liegen bei 60-80% des BIPs. da helfen auch keine überschüsse." Als worst case Schätzung wurden sogar 87% genannt und an Hand dessen der Zusammenbruch der chin. Volkswirtschaft binnen zwei Jahren vorhergesagt. 87% ist übrigens nun zufällig genau der Wert, den die USA im letzten Jahr erreichten. "dass ein crash an den chinesichen börsen ein lokales ereignis sein soll ist ebenfalls falsch. wer den markt die letzten jahre beobachtet hat, wird feststellen könnnen, dass die trends an den chinesischen börsen gesetzt wurden." Ich habe zufällig genau das getan und muss dir widersprechen. Es gab eine Korrelation zwischen der Hongkonger und den internationalen Börsen, aus der Shenzhener oder Shanghaier Börse irgendwelche Entwicklungen vorherzusagen blieb mir bisher noch verwehrt. "komischerweise werden die ja schon veröffentlicht, ehe die provinzen ihre offziellen zahlen nach peking gemeldet haben. was ein paar monate später geschieht." Das ist natürlich richtig und gilt für die Zahlen der meisten Volkswirtschaften. So sind etwa die "offiziellen" BIP-Jahreszahlen der USA üblicherweise Schätzungen, die lediglich auf den Zahlen von 6 Monaten und einer Interpolation weiterer 6 Monate basieren. Genau wie in China werden realistischere Zahlen erst nach etwa 18 Monaten veröffentlicht. Dabei scheinen die Chinesen besser in der langfristigen Bilanzfälschung zu sein, denn hier werden die vorläufigen Schätzungen üblicherweise nach oben korrigiert, und das nun schon seit Jahrzehnten (und zumindest seit 10 Jahren wird daraus der Schluss gezogen, dass China analog zur Sowjetunion vor dem Zusammenbruch steht, weil die Zahlenfälschung ja mittlerweile so weit von der Realität entfernt sein muss ...). "ebenso interessant ist, dass die klugen rohstoffkäufe chinas kein weitsichtiges staatliches engagement sind sondern vielmehr von spekulanten getrieben wurde" Absolut richtig. Mit der Besonderheit, dass dies keine rein Gewinn-orientierte Spekulation, sondern eine Art von Panikreaktion auf die unabwendbare Problematik der USD-Überschüsse, welche wiederum durch die Währungsmanipulation zwangsläufig sind, entstanden.
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Der Tiger springt noch immer

Politik | 12.03.2010 | 14:10 Michael R. Krätke
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14.03.2010 | 17:08 Calvin
Der Artikel ist vor allem in wichtigen Passagen schlicht "falsch". Ein Professor der "politischen ökonomie" (wobei das attribut politisch die Ökonomie wohl abwertet) sollte sehr wohl die Bedeutung ein...
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14.03.2010 | 17:23 Lago
"Fast ein Fünftel des US-Importgüter-Marktes gehört heute den Chinesen, die Hälfte des US-Außenhandelsdefizits resultiert aus dem Chinahandel. Diese Ausbeute ist nur zum kleineren Teil einer künstlich unterbewerteten Währung zu verdanken." Diesen Satz kann man auf unterschiedliche Weise lesen. Ich glaube, außer Wen Jiabao bestreitet niemand, dass der RMB deutlich unterbewertet ist. Die Frage ist nun nur, inwiefern diese Unterbewertung quantitativ ursächlich für die Handelsbilanz ist. Das Problem ist hierbei: Die Unterbewertung des Yuan ist völlig "legal", denn China macht das im Prinzip nicht anders als Japan oder früher der D-Mark-Raum. Ganz so einseitig, wie du den WTO-Standpunkt formulierst, ist dieser übrigens nicht: Einigen der Klagen von Seiten Chinas gegen US-Strafzölle wurde von Seiten der WTO stattgegeben. Ganz so dumm wie es die "linken Wirtschaftskolonialen" wie etwa Jahnke darstellen ist das "kapitalistische" China-Engagement übrigens durchaus nicht. Derzeit wächst der chinesische Binnenmarkt und -import deutlich stärker als der Export. Der Export in "den Westen" ist sogar leicht rückläufig.
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Der Tiger springt noch immer

Politik | 12.03.2010 | 14:10 Michael R. Krätke
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12.03.2010 | 21:57 Calvin
Bravo, Das hätte das chinesische Außenministerium nicht schöner schreiben können!
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14.03.2010 | 14:46 Lago
Der Ton im Anfangsansatz ist nicht besonders distanziert, das stimmt. Allerdings ist der Artikel an sich extrem sachlich und analytisch sehr genau - insofern würde er auch kaum von offizieller chinesischer Seite stammen können. Ihm "fehlt" natürlich die typische Skepsis, die sonst durchgängig in Artikeln über die chinesische Wirtschaft mitzuschwingen hat. ("China in der Inflationsfalle" z.B. geisterte gerade durch die US-amerikanische Presse, weil die Inflation ein Jahreshoch von 2.7% erreichte - und damit den gleichen Wert der Inflation in den USA, nur bei deutlich höherem Wirtschaftswachstum.)
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Politikarena

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Lago 14.05.2009 | 23:23

Als überzeugter Stimmenungültigmacher bin ich dennoch Realist genug, um zu wissen: Nein, sinnvoll ist das nicht. Egal ob die Wahlbeteiligung bei 20% liegt, oder 9% der Stimmen ungültig wären, beides würde niemanden groß stören (es gibt "demokratisch gewählte und legitimierte" Repräsentanten mit genau solchen Wahlergebnissen).

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02:04
Cassandra hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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Anette Lack hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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simpel hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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Bela hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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