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"Die Zukunft wird nicht dem Kapitalismus, sondern dem Sozialismus gehören."
Lange hats gedauert, könnte man meinen. Aber die Befreiung und Integration der unter kapitalistischer Knute gehaltenen Genossen im Westen konnte nicht von heute auf morgen geschehen. Wie ein Taucher, der lange in der Tiefe permanentem, hohem Druck ausgeliefert ist - sich so sehr daran gewöhnt hat, dass er dies für normal hält - braucht eine langsame Dekompression und Aklimatisierung.
Deshalb auch die etwas ungewöhnliche Art der Befreiung. Wir alle erinnern uns, welch große gesellschaftliche und psychologische Opfer die Sklavenbefreiung in den Vereinigten Staaten forderte und bis heute fordert. Nach der Niederlage der Konföderation brannte sich den Südstaatlern diese militärische Schmach als langwierige und gesellschaftsbedrohende Opferhaltung ein, die ein konstruktives Zusammenleben kaum möglich machte - den gesellschaftlichen Fortschritt, welchen diese scheinbare Niederlage mit sich brachte, konnten die eigentlich Befreiten daher gar nicht wahrnehmen.
Den Einwohnern der kapitalistischen Besatzungszonen (KBZ) musste deshalb ein einfacherer Weg zur Freiheit geöffnet werden: Übernehmen ohne einzunehmen. Sehr aufwendig wurde daraufhin von den sozialistischen Geheimdiensten ein Schläfer aufgebaut, welcher dem mutigen Plan der Befreiung die Bahn brechen sollte.
Allerdings brauchte man eine Organisation, welche einerseits gegenüber dem nicht-sozialistischen Ausland unverdächtig schien, andererseits aber genügend unter Kontrolle stand. Hier verfiel man auf jene archaische Einrichtung des abendländischen Opportunismus, welche dem Kapital wie dem Sozialismus beidermaßen affin ist: der Kirche.
In ihrem Umfeld wurde eine kleine Gruppe - die "Danaer" - aufgebaut. Man kontrollierte die Infrastruktur der kirchlichen Einrichtungen weitestgehend, weil die meisten Führungskräfte für das Ministerium arbeiteten. Sodann wurde - man blieb ganz am Homerischen Vorbild - eine Seuche und der politische Rückzug vorgetäuscht. Die von den Danaern ausgebildeten Schläferzellen bildeten nun aus den Kirchen heraus eine scheinbare Oppositionsbewegung, welche natürlich nur dazu diente, eben jenen Leichengeruch zu erzeugen, welcher die Kapitalisten anzulocken in der Lage sein würde.
Die bereits Jahrzehnte vorher von der Stasi infiltrierte Springer-Presse musste nun nur noch das unfreie Volk davon zu überzeugen, den stinkenden Fisch zu schlucken. Die Cassandra-Rufer wurden schnell mundtot gemacht - bereits zu diesem frühen Zeitpunkt spielten die Danaer auf der Klaviatur des Kapitalismus mit beeindruckender Virtuosität.
Sodann musste der mühsame und langwierige Prozess der Umerziehung erfolgen. Zunächst wurden die sogenannten "politischen Parteien" der neuen Bezirke durch eine Zwangseingliederung unter Kontrolle gebracht. Die Wirtschaft wurde unter das Primat des Staates gestellt und zur Devisenbeschaffung verpflichtet.
Da der Prozess sich leider aufgrund konterrevolutionärer Elemente deutlich verzögerte, mussten die Danaer schließlich die eigene Schläferin "Erika" aktivieren. Sie bildete eine sozialistische Einheitsregierung, modernisierte die Staatssicherheit, begann, wichtige Wirtschaftssektoren zu verstaatlichen und ging gegen die sich immer weiter ausbreitenden konterrevolutionären Gammler und Saboteure vor.
Nun, zum 60. Jahrestag der DDR, können wir als Zwischenfazit sagen: Der Sozialismus ist auf einem guten Weg.
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Damit ist doch fast alles gesagt, auch "zum 60. Jahrestag der DDR, können wir als Zwischenfazit sagen: Der Sozialismus ist auf einem guten Weg." Der Witz vom Taucher ist bekannt: gluck-gluck, weg war er.Glück gehabt.
Gruß BW |
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>Sehr aufwendig wurde daraufhin von den sozialistischen Geheimdiensten ein Schläfer aufgebaut, welcher dem mutigen Plan der Befreiung die Bahn brechen sollte.<
Nu, gugge mol do: d'r Hardmud Mähtorn wor ooch en informäller Midorbääder d'r Stootssischerhäd!!! |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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