Alle vier Jahre finden in China sogenannte Nationale Meisterschaften statt, die dann sehr viele Sportarten und Disziplinen umfassen - quasi innerchinesische olympische Spiele, übrigens inklusive eines Fackellaufs durch mehrere Landesteile. Statt aller Herren Länder treten hier die chinesischen Provinzen gegeneinander an. Diese Wettkämpfe sind in vielen Sportarten die wichtigsten neben den Olympischen Spielen selbst - oft wichtiger als etwa Weltmeisterschaften. Hier geht es um Ruhm, Medienaufmerksamkeit und ziemlich viel Geld - hauptsächlich staatliche Fördergelder, deren Verteilung vom Erfolg abhängt.
Nun ist China nicht nur im Sport sondern auch auf dem Gebiet der Dopingmittelherstellung weltweit führend. Entsprechend umfangreich sind die Dopingtests während der Meisterschaften, in der Vergangenheit allerdings mit eher unspektakulären Ergebnissen.
Dieses Jahr allerdings gibt es einen handfesten Skandal: Die Siegerin über die Leichtathletik-Königsdisziplin, 100m Sprint, wurde positiv auf Testosteron getestet (z.B. www.rp-online.de/public/kompakt/sport/774532/Chinas-Sprinterin-Jing-gedopt.html).
Insgesamt will der chinesische Antidopingverband mehr als 2000 Tests durchführen.
Ausgabe 07/12
16.02.2012
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