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Meint FAZler Rainer Hank im DLF:
www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1095813
Ich kommentiere es, sobald ich wieder bei Worten bin ...
"Eine Welt, die die Grenzen des Wachstums erreicht hatte, sah sich überraschend schnell konfrontiert mit den unerwünschten Effekten der Wachstumsverweigerung: dem abrupten Ende der Zivilisation."
Hank löst hier in einem Nebensatz eine der großen Fragen der Geschichte: Das römische Reich zerfiel wegen volkschädlicher Konsumverweigerung. Dieser Mann ist offensichlich ein Genie. Ganz subtil weist er uns natürlich auch darauf hin, was uns blüht, wenn wir auch nur daran denken, das Wachstumsparadigma in Frage zu stellen ...
"Seit dem 5. Jahrhundert schrumpfte der Wohlstand dramatisch. Den Beweis dafür liefern Bohrungen im Grönlandeis. Dort lässt sich das Maß atmosphärischer Umweltverschmutzung früherer Jahrhunderte präzise nachweisen. Dabei zeigt sich: Der römischen Antike quantitativ vergleichbare Emissionen wurden erst wieder im 16. Jahrhundert erreicht, als sich der Frühkapitalismus in Europa auszubreiten begann."
Wohlstand, ein ebenfalls in den Sozialwissenschaften (inkl. den Wirtschaftswissenschaften) ein in seinem Inhalt umstrittener Begriff, wird hier von Hank endlich handhabbar gemacht: Wohlstand ist als Emissionsniveau in Eisbohrkernen zu messen.
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"An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen!"
Sind Worte auch Hülsenfrüchte? Ergeben Blähungen, Abwinde? |
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Rainer Hank. Immer wenn der im Presseclub aufgetreten ist, gab anschließend Beschwerden wegen dessen lächelnder Arroganz. Und - er ist ja auch nicht blöde - man muss erst immer diese ganzen schiefen Argumente auseinandertröseln. Furchtbar
Vor Jahren hatte er das Ende der Gleichheit beim Wickel, ein richtiges Mietmaul, wie die "Nachdenkseiten" sowas nennen. |
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Original Hank "Wir leben länger, und wenn wir krank werden, gibt es Ärzte und Medizin, die sich darum bemühen, dass der Verlust an Lebensqualität sich im Rahmen hält. Mehr noch: Wir reisen, wohin wir wollen. Wir essen beim Italiener, beim Japaner oder beim Hessen. Und wir wohnen in hübsch wärmegedämmten Häuschen im Grünen. Wachstumserfolge sind Freiheitsgewinne."
Da kann man rauslesen, wessen Freiheit der meint. Die anderen müssen dann halt sehen, was ihnen das Wachstum bringt. |
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Ich sehe das eher wie die Stoiker: Wer nach mehr dem Materiellen durstet, wird eher arm als reich, da er als Reicher Angst & Kummer wegen seines Besitzes hat, als Armer - Trauer und/oder Neid spürt. Die Kapitalismus-Ideologen propagieren und betören uns mit "Geld", das ein Mittel zur Freiheit oder gar Selbstverwirklichung und Glück werden soll ("Wir essen beim Japaner"), während die Linke im Verteilen des materiellen Vermögens den Mittel zur Freiheit (oder "Befreiung"?) und Glückseligkeit predigt.
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Ausgabe 07/12
16.02.2012
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