lebowski

Glücklich arbeitslos

14.02.2012 | 11:37

Zeitraub

Wenn man nun die gesamte »Zeit« zusammenfaßt, die in allen Sphären unmittelbar oder mittelbar dem goldenen Kalb der Warenproduktion und Tauschwirtschaft geopfert wird, kommt man sicher gut und gerne auf 80 Prozent. Niemals zuvor hat sich der homo sapiens einen derartigen »Zeitaufwand« geleistet, um in den Genuß der Resultate seiner Arbeit zu kommen, und niemals war er dabei so nahe an der völligen Zerstörung seiner Psyche, Physis und natürlichen Umgebung. Die Marktwirtschaft gleicht einer gigantischen »Zeitraubmaschinerie«, die von Arbeitsameisen in Schwung gehalten wird, deren Arbeits- und Leistungsstolz sich vor diesem Hintergrund als lebensgefährliche Dummheit entpuppt. Wer sich zur Tauschwirtschaft bekennt, bekennt sich zu diesem monumentalen Wahnsinn, der seiner Logik nach nur im allgemeinen Exitus enden kann.

 

Gaston Valdivia auf Streifzüge

 
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lebowski
Seit einigen Jahren muss ich mich zwangsläufig mit dem von Hannah Arendt analysierten Ende der Arbeitsgesellschaft befassen. Was ist schlimmer bzw. schöner: Arbeit zu haben oder arbeitslos zu sein?
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