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Zu dem Film, den ich gestern abend 21.45 auf 3sat gesehen habe, hatte ich gerade eben meine Eindrücke ausführlich geschildert.
Dann auch speichern gedrückt - und das blog war weg.
Nächstes Mal doch lieber vorher als Datei schreiben.
Ich hoffe, der Film wird noch mal wiederholt, denn er ist wirklich gut gemacht, ohne Tränendrüse und Moralapostel. Er kommt sogar aus, ohne die Gwendolin alias Kay zu zeigen, nicht mal auf Fotos.
Dennoch ist sie in dieser Dokumentation sehr präsent, Tagebucheinträge von ihr werden gesprochen.
Ihr Umfeld kommt zu Wort.
"Wenn mir unfreiwillig oder freiwillig etwas zustoßen sollte, möchte ich, Gwendolin, genannt Kay, dass etwas mit den Sachen passiert, die ich erzählt und aufgeschrieben habe." Am 20. September 2001 nimmt sich Kay-Gwendolin das Leben.
Zuletzt befreit mich doch der Tod
Anschauen!!!
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Missbrauch in der Familie ist ein Tabu-Thema, das in seiner Relevanz noch weit über den sexuellen Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche hinausgeht.
Das Thema ist vielschichtig - es gibt unterschiedliche Gewalt gegen Kinder, Ehe-und Lebenspartner, Delikte, die nie zur Anzeige kommen, bis hinein in interkulturelle Aspekte. Die aktuelle ( gerade erfolgte) Verhaftung des populären Wetterfroschs Kachelmann wegen angeblicher Vergewaltigung der langjährigen Freundin wird vielleicht mehr Aufmersamkeit auf das Gesamtthema "Gewalt in Familie und Gesellschaft" lenken. In der Regel trifft es Wehrlose, Abhängige. Eine Gesellschaft, die nicht in der Lage ist, solche Missstände zu thematisieren und kritisch aufzuarbeiten, ist zutiefst heuchlerisch - oder, wenn man einen zur Zeit etwas strafazierten Begriff bemühen will: hochgradig dekadent. Carl Gibson |
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@ Carl Gibson
Genau, darum geht es ja auch in diesem Film. Er zeigt überdeutlich, wie ratlos, hilflos und zum Teil sogar "bewusstlos" die eigenen Verwandten, das nähere Umfeld vor der Situation steht, die auch in diesem Fall sehr verdeckt stattfand. Es ist nicht unbedingt Heuchelei, wenn die Dinge nicht thematisiert werden können, sondern wirklich Überforderung und Unwissenheit!!! Aber genau darin liegt auch eine Chance. Durch Information, durch Solidarität, durch Hilfe. |
Ausgabe 07/12
16.02.2012
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