Lena

Blog von Lena

24.08.2011 | 11:41

Öldrama in der Nordsee

 

Mitte August erreichten uns erneut Nachrichten über ein Leck an einer Bohrinsel. Wir werden uns alle an das Leck am Golf von Mexiko im vergangenen Jahr erinnern. Es sind Unmengen Öl über Wochen hinweg in das Meer geströmt ohne, dass der betreffende Konzern in der Lage war das Leck zu schließen. Nach einiger Zeit gelang es den vermeidlichen Experten das Leck zu stopfen und die ungewollte Ölquelle abzubinden.  Nun ist vor der schottischen Küste eine Förderplattform undicht und der Konzern Shell kämpft seit Tagen gegen die ausströmenden Mengen des schwarzen Goldes an.

 

Zu Beginn der Katastrophe spielte Shell die Situation herunter und gab bekannt, dass es sich um kein bedeutendes Leck handelt und man mit Hilfe eines ferngesteuerten U-Bootes das Leck zumachen möchte. Umweltorganisationen kritisieren die Ölförderung in der Nordsee, da diese immer schwieriger und gefährlicher für die Küstengemeinden werden.  Nach einigen erfolglosen Tagen geb der Konzern bekannt, dass es ein zweites Leck gab. Shell gab bekannt, dass mehr als 200 Tonnen Öl ins Meer geströmt sind und Experten gingen davon aus, dass es die schlimmste Ölkatastrophe in der Nordsee seit guten 10 Jahren ist.

 

Eine gute Woche später erreichte uns die Nachricht, dass das Ölleck gestopft werden konnte. Taucher konnten das die beschädigte Leitung mit einem Ventil reparieren. Die Austrittsmenge wurde auf rund 600 Tonnen Öl nach oben korrigiert. Der Ölfilm auf dem Wasser wird vermutlich nicht die schottische oder eine andere Küste erreichen. Dennoch befinden sich diese ungeheuren Massen von Öl in unserer Nordsee.  Experten warnen vor einer verfrühten Hoffnung bezüglich des geschlossenen Lecks, es muss abgewartet werden ob die Reparaturmaßnahmen auch halten. 

 

Um einen Vergleich anzuführen aus dem mexikanischen Ölleck sind 800 Millionen Liter Öl ins Meer geflossen, in der Nordsee sind es ca 600 Millionen Liter. Shell halte wohl Chemikalien bereit um den Ölteppich im Notfall aufzulösen. Doch damit ist auch keinem geholfen! Entweder ist das schädigende Öl im Meer oder die hochgiftigen Chemikalien, die in der Lange sind das dickflüssige Öl aufzulösen. Alle Umweltschützer schreien auf, das ist eine Katastrophe für die Vögel und Meerestiere.

 

Sollten wir nicht aus den letzten zwei Desastern gelernt haben und endlich ernsthaft über alternative Energien nachdenken? Wir machen uns absichtlich und bewusst mit dem Einsatz solcher Energiemöglichkeiten kaputt und spielen mit unserer Natur. Sollte damit nicht Schluss sein oder ist die Erdölgewinnung doch eine gute Alternative?

 
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