Klima schützen, Wale retten, demonstrieren und meckern. Ein Ökoaktivist hat’s nicht leicht. Nachvollziehbar, wenn sich Bio-Catering in Kopenhagen als Farce entpuppt. Natürlich stamme die Verpflegung ausschließlich von regionalen Biohändlern. Dass allerdings 16.000 Liter Trinkwasser für die Herstellung von einem Kilo Rindfleisch notwendig seien war dem Kopenhagener Partyservice reichlich wurst. Man lasse sich ja auch die S-Klasse nicht nehmen. Was sollte man auch denken, wenn ein Obama aus einer vierrädrigen Steckdose kriecht, nur um am Ende doch als nicht authentisch abgewatscht zu werden. Man hat’s nicht leicht als Klimadiplomat.
Überhaupt scheint es immer noch en vogue die Schuld bei den anderen zu suchen. Die Welt ist ein Spielplatz auf dem sich so gut wie jeder ungerecht behandelt fühlt. Amerikaner, Chinesen und Rinder sind die dreckigsten Schmutzfinken der Welt und halten sich doch am allerwenigsten an Verbindlichkeiten. Denn entweder halten sich Mitemittenten auch nicht an Abkommen oder das Abkommen sei überhaupt unfair, was alle Beteiligten sofort aus sämtlicher Verantwortung entbindet. Was am Ende raus kommt dürfte wohl dem Abkommen des vorherigen Klimagipgels in Kyoto 1997 ähneln – Chinesen und Amerikaner stellen sich quer, wiedermal...
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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