"sozialfaschistisch" erscheint mir gegenüber "rechtspopulistisch" der weniger euphemistische Ausdruck zu sein; inhaltlich dürfte damit gegenüber "neoliberal" aber wenig gewonnen zu sein. Vielleicht sollte man sich einmal daran erinnern, dass es neben dem emotionalen Faschismus à la SA/SS schon immer den - zumindest dem Anschein nach - hyperintellektuellen Faschismus à la deutsche Großindustrielle gab. Nichts anderes, übertragen auf heutige Verhältnisse, propagiert Westerwelle mit seinen zutiefst inhumanen, zynischen Bemerkungen. Hartz IVer als Industrie- und Kommunalsklaven, darauf läuft es hinaus.
permalinkdas Ende von Hartz IV scheint eingeläutet, denn man wird in Politikerkreisen höchstwahrscheinlich pietätvoll genug sein, das Folgekonstrukt anders zu benennen, schließlich ist der alte Name mit gar zu üblen Konnotationen belastet. Allerdings wird die Pietät für jene nicht mehr reichen, die danach vom Folgekonstrukt leben müssen.
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Ausgabe 11/10
18.03.2010
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