Lethe

Über alles und nichts

Blogbeiträge

23.02.2010 | 16:54 Lethe

ein Glas zu viel

Dumm, dumm, dumm. Was war nur in die Frau gefahren? Sie muss gewusst haben, dass sie, ausgerechnet sie - der Dorn im Auge der katholischen Kirche und mittlerweile auch in den Augen vieler kriegs-, pardon, friedenssicherungslüsterner Politiker - sich keine... >> mehr
04.12.2009 | 13:25 Lethe

Herausforderung 1

  Es begab sich aber zur Zeit Jederzeit im Lande Überall , daß die kleine Tochter glücklicher Eltern, ein achtjähriges Mädchen von frischem Gemüt und wundersamer Gestalt, von einem Schinder ergriffen und in ein Versteck ver... >> mehr
03.12.2009 | 11:39 Lethe

... wie ich meinen Onkologen vorübergehend ruhig stellen kann

  vor anderthalb Jahren, in der Nacht vom 21. zum 22. April 2008, starb in der Krebsabteilung des Universitätsklinikums Freiburg mein bester Freund. Nach etwa 10 Monaten intensivsten Leidens zwischen dem ersten Auftreten von Blutspuren im Husten und... >> mehr
02.12.2009 | 15:43 Lethe

... zu alt

Ich bin zu alt für dieses Leben. Oder täuschen mich meine Erinnerungen? Gewiss, es gab auch früher schon Hausierer, unerbetene Staubsaugervertreter und wandernde Teppichverkäufer, die an der Haustür Waren - im Geschäft für 1... >> mehr
>> mehr

Kommentare

Kommentar zu

Es geht nicht ohne

Kultur | 24.02.2010 | 16:17 Guy Dammann
portrait
25.02.2010 | 11:39 hump van weyden
"Die Wissenschaft kann nicht erklären, warum wir Musik so schätzen" - aber ich: Musik und Dichtkunst entsprechen noch am ehsten dem, was Cassirer sich unter einer "symbolischen Form" (des Geistes) vo...
portrait
25.02.2010 | 12:27 Lethe
wenn man sich anschaut was einem seit dem Ende des zweiten Weltkriegs und vermehrt in den letzten 30 Jahren als "Musik" zugemutet wird, dann ist das heute schon gegeben^^ aber es gibt glücklicherweise noch die wirkliche Musik der Alten. Solange es Menschen gibt und die Bildung vorhanden ist, wird Bach gehört werden
Kommentar zu

ein Glas zu viel

23.02.2010 | 16:54 Lethe
portrait
25.02.2010 | 11:15 Lethe
mit der Art ihres Rücktritt hat sie sich meinen Respekt verdient. Ganz nebenbei: Otto Wiesheu ist nach einer langen erfolgreichen Karriere in Politik und Industrie 2009 friedlich in den "wohlverdienten Ruhestand" getreten. So unterschiedlich sind Menschen.
portrait
25.02.2010 | 11:07 Lethe
im Grunde sehe ich überhaupt keinen sachlichen Zusammenhang zwischen dieser alkoholisierten Autofahrt und ihrer Eignung zur Bischöfin oder EKD-Vorsitzender. Der Fehler ist ein politischer Fehler, sie hat als Person im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit ihren politischen Gegnern Munition geliefert, und diese Munition wäre ohne den Rücktritt, mit dem sie sich meinen Respekt verdient hat, im Rahmen einer Schmutzkampagne auf´s Wirkungsvollste und Schäbigste eingesetzt worden. Irgendwann wäre sie dabei als Mensch und als Politikerin - sorry, Bischöfe sind für mich nichts anderes als Politiker mit Religionshintergrund^^- beschädigt worden. Das hat sie in einer überzeugenden Weise abgewendet. "Theologisch muss sie deshalb neu nachdenken. Die Frage ist, ob der Vorfall das Symptom eines falschen Weges oder verborgener Abgründe ist, in ihrer eigenen Seele oder der des Protestantismus." Christian, zeige mir einen Menschen ohne Abgründe und ich zeige dir ein Alien. Die Frage ist nie, ob da Abgründe sind, sondern nur, wie mit diesen umgegangen wird. Das Glas zuviel taugt da m.E. überhaupt nicht als Beleg für eine besondere Gefahrdung. Schau dir lieber die Abgründe an, die in unserer Gesellschaft angelegt sind, die Bösartigkeit unserer neuen sozialen Strukturen, das Hinwegsehen über Privilegiensysteme, die Durchkommerzialisierung auch noch der intimsten Bereiche des Privaten. Mit Billigung und aufgrund des Wollens unserer politischen und industriellen Führungselite. Mit all ihren bösartigen sozialen Folgen. Selbst wenn Frau Käßmann bei ihrer Alkoholfahrt einen Menschen getötet hätte, wäre das immer noch nur eine persönliche Katastrophe zweier Menschen gewesen. Die wahren Abgründe wären davon noch nicht mal tangiert worden.
Kommentar zu

Gott wird ein Auge zudrücken

Kultur | 24.02.2010 | 13:00 Axel Brüggemann
portrait
24.02.2010 | 14:40 Lethe
ich bezweifele, dass der religiöse Ansatz im Umgang mit derartigen Situationen die gesellschaftlichen Realitäten im Auge hat. Es geht überhaupt nicht darum, wie Frau Käßmanns Tun moralisch einzuschätzen ist, das interessiert, wenn überhaupt, tatsächlich nur ein paar Religiöse; es geht ausschließlich darum, wozu es verwendet werden kann, von ihren gesellschaftlichen und politischen Gegnern verwendet werden kann, wohlgemerkt.
Kommentar zu

Käßmann endlich glaubwürdig

23.02.2010 | 19:20 kopfkompass
portrait
24.02.2010 | 13:04 Lethe
die moralische Dimension dieser Geschichte ist mir völlig gleichgültig, die Käßmann soll trinken, rauchen oder Drogen nehmen, wie immer ihr behagt, das ist ihre Angelegenheit und sie wird wie alle Menschen mit den Konsequenzen ihres Tuns und Lassens leben müssen. Sie ist aber außer Privatperson, Bischöfin und Vorsitzende der EKD noch etwas gewesen, nämlich eine Chance und ein Dorn im Auge. Beides wurde ihr von sehr mächtigen gesellschaftlichen und politischen Gegnern ziemlich übel genommen. Sie musste also wissen, dass sie unter Beobachtung steht. Ihre Gegner werden zu schätzen wissen, was sie ihnen mit dieser alkoholisierten Fahrt angeboten hat. Und damit ist es sehr wahrscheinlich, dass die Chance, Frauen in kirchlichen Spitzenämtern zu etablieren für´s erste verspielt ist. Menschlich daher kein Vorwurf. Politisch: so eine Idiotin.
>> mehr

Politikarena

Antworten

Lethe 22.02.2010 | 11:46

"sozialfaschistisch" erscheint mir gegenüber "rechtspopulistisch" der weniger euphemistische Ausdruck zu sein; inhaltlich dürfte damit gegenüber "neoliberal" aber wenig gewonnen zu sein. Vielleicht sollte man sich einmal daran erinnern, dass es neben dem emotionalen Faschismus à la SA/SS schon immer den - zumindest dem Anschein nach - hyperintellektuellen Faschismus à la deutsche Großindustrielle gab. Nichts anderes, übertragen auf heutige Verhältnisse, propagiert Westerwelle mit seinen zutiefst inhumanen, zynischen Bemerkungen. Hartz IVer als Industrie- und Kommunalsklaven, darauf läuft es hinaus.

Woche 6/2010 Am 09.02.2010 | 12:13 fragte Jan Jasper Kosok

Ist der Spruch aus Karlsruhe das Ende von Hartz IV?

Lethe 11.02.2010 | 15:27

das Ende von Hartz IV scheint eingeläutet, denn man wird in Politikerkreisen höchstwahrscheinlich pietätvoll genug sein, das Folgekonstrukt anders zu benennen, schließlich ist der alte Name mit gar zu üblen Konnotationen belastet. Allerdings wird die Pietät für jene nicht mehr reichen, die danach vom Folgekonstrukt leben müssen.

Lethe
... endlich ausschlafen
Mitglied seit:
27.11.2009
Zuletzt aktiv:
25.02.2010
Status:
Blogger
Aktivität:
Beiträge: 4
Kommentare: 173
Logbuch
00:16
Carl Gibson hat gerade einen Kommentar geschrieben.
00:15
68er hat gerade einen Blogbeitrag erstellt.
00:10
Rainer Kühn hat gerade einen Kommentar geschrieben.
00:06
leeelah hat gerade einen Kommentar geschrieben.
00:01
seriousguy47 hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Fussballarena/Wahlkampfarena (community)
MIssbrauchsdebatte

portlet_missbrauch.png

Aktuelle Ausgabe bestellen
Freiwillige vor!

Ausgabe 11/10
18.03.2010

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 2.90 €

>> bestellen

probeabo260x120.jpg

Lethes Netzwerk
Schreiber
Leser

Buch der Woche

11bdw.png

WKA_Powerradio

WKA_portlet_powerradio.png

Freitag unterstuetzt

portlet_polit_camp01.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG