Missbrauchsfälle an Obhutsabhängigen kindern... Jugendlichen.
Aus den Medien war jüngste Zeit (2 Jahre etwa) zu erfahren, dass es einige Fälle von Missbrauch im sexuellen und Intimbereich gegeben haben soll. Scheinbar gab es sie wirklich. Und diese Tatsache hat mich schon reichlich bewegt - auch, weil ich selbst einmal von solchen Intimsphären-Störungen (also im Allgemeinsprachgebraucht Missbrauch) betroffen war. bei mir waren es aber keine Lehrer oder Erzieher, sondern Jugendliche, die sich scheinbar einen Spaß mit mir machten.
Nachdem ich mich mit der Psychologie der traumatischen Belastungen habe beschäftigt und viel zeit mit der Thematik der Pädagogik habe verbracht, weil mich auch vieles aus meiner Kindheit heute derart absurd vorkommt und die Situationen sich zwischen meiner Erinnerung und den eigenen Beobachtungen in anderen Familien so manches Mal vollständig unterschiedliche Verhältnisse aufzeigten.
Die Missbrauchsfälle sind tragisch und unvereinbar mit dem Recht des Kindes, seine Intimsphäre gewahrt und gesichert zu wissen und haben. Der Eingriff in diese sei eine besondere Beschädigung der Persönlichkeit des betroffenen Kindes. Nämlich ist der Eingriff entgegen den Willen... und ohne Zustimmung des Kindes und ohne überhaupt eine Idee von Intimsphäre zu haben, ein Verbrechen am Kind (respektive Menschen) und sollte unbedingt unterbleiben. Der Übergriff in die Intimsphäre eines Kindes - zumal auch eines, welches in der Obhut von Pflege und Erziehungseinrichtung sich befindet und also keinerlei familiärer beziehungen zu den Menschen dort hat, sondern in der Definition allen dort anwesenden Fremd ist, stellt in dieser Konfiguration eine dem Kindentgegen seines Willens gerichtete Handlung (aufgrund der Unwissenheit über die vielen Faktoren der Intimsphäre und der Erlebnisse dabei) und kann also nicht als Notwendig oder erwünscht erklärt werden. Auch keine "eindeutigen" zeichen des Kindes kann es geben. Denn normalerweise sei dieses dazu entwicklungsbedingt nicht fähig. Wie es dazu kommt, dass es dazu fähig sei, ist eine ganz andere Frage, die ich weiter unten noch anspreche.
Die Folgen solcher Übergriffe auf die dem Kind/Jugendlichen eigene und als allein dem Kinde verfügbaren Rechtsraum (bereich der Unantatsbarkeit um die Persönlichkeit) zu bezeichnenden Verletzungen der Intimsphäre haben eine Art verhalten zur sexualität zur folge, die sich so manches mal als gestörte verhaltensmuster angesehen werden. Dabei kann eine Art A-sozialität entstehen, die aus dem Missverhältnis der Sehnsucht nach Nähe und der Ablehnung nach Nähe entsteht. Die Ambivalenz solcher Widersprüchlichen Gefühlsextreme kann von einem normalempfindenden Menschen nicht nachvollzogen werden. Sie ist paradox und faktisch unlösbar. Die daraus entstehenden Probleme in der Zukunft sind enorm und aufgrund der in der modernen Gesellschaft herrschenden Zeitnot und ununterbrochenen Lebenswege nicht aufzuholen und schon gar nicht wieder au s der welt zu schaffen. Die Entwicklung der Persönlichkeit hat sich aufgrund der Erlebnisse und der daraufhin wahrscheinlich nicht entsprechend verarbeiteten Fragestellungen und inneren Konflikte derart verzögert und unsymmetrisch entwickelt, dass solch ein Zustand eigendlich ein ganzes Leben nicht mehr zu ersetzen ist. Die verlorene Zeit und die damit auch einhergehende unsymmetrische Entwicklung der Persönlichkeit kann man also geradezu als Folter und Determinierung fürs Leben des betroffenen ansehen. Einmal derart misshandelt und das leben geht damit einen völlig anderen Weg, als es sich entwickeln würde, wenn es unangetastet verliefe. Die spätere Bindungs- und Integrationsfähigkeit ist im Kern der Vorraussetzungen gestört. vertrauen zu Mitmenschen, zu Freunden, Partnern ist jeweils auf sehr niedriegnm Niveau nur möglich. Andernfalls sei es eine völlige Hingabe mit anderen negativen Folgen. Es besteht also die Gefahr des Rückzugs aus der Gesellschaft oder der unselbstständigen hingabe und in der Folge die Unfähigkeit der Eigenverantwortung in der Welt.
Abgesehen der beschädigung der Intimsphäre in Fom von sexuellen Missbrauch ist/sind alle Übergriffe und Anfeindungen einem Kind gegenüber eine Form der Entwicklungssstörung und Behinderung. es sind Störungen in Form von psychologischen Faktoren denkbar, welche ähnliche Folgen haben können und meist werden. Etwa die Deprivatisierung, Hospitalisierung, eine von früh an praktizierte unmöglichkeit der entwicklung der Persönlichkeit ... und weitere Arten von Missbräuchen an Schutzbefohlenen. In jedem Fall entsteht dadurch eine Art Unfähigkeit in der späteren Lebensweise und eine Integrationsunmöglichkeit, weil Erfahrungen mit Mitmenschen diese Art der gesellschaftlichen Teilhabe erschwert und teilweise gar unmöglich machen.
Und jettzt zu einer besonderen These.
Durch die Traumatisierung kann man einem Menschen (vor allem eben im Sinne von Sexualerziehung den männlichen) dazu bringen, sexuelle verhaltensweisen besonders zurückhaltend und passiv zu vollstrecken, wenn im Zweifel überhaupt. Und nun will ich also erklären, dass die Missbrauchsfälle keine aus persönlichen sexuellen Vorlieben der Erzieher gewesen ist, sondern eine Methode der Sexualerziehung. Diese zielt darauf ab und nimmt in Kauf, dass sich die in ihrer Intimsphäre verletzten und also traumatisierten kleinen Jungs als Männer mit einem entsprechendem Hemmungsverhalten in eine sexuelle Praxis begeben - und diese in aller Regel äußerst passiv und nehmend auf Angebot nur vollziehen. Dieses Ziel sei deshalb vielleicht ein erwünschtes, weil eine gegenteilige Erfahrung scheinbar aus den Extremen Vorfällen eine derartige Erziehungspraxis für nötig erachteten. Und wenn es den Eltern nicht gelingt, dass sie ihren Nachkommen die nötige verhaltensweisen selbst beizubringen ermögen, dann sei es gar eine der effizientesten Methoden von dritten Personen diese Erziehungsleistung am Kinde zu erbringen. Alle Missbrauchsfälle, die jemals öffentlich als "Missbrauch" angepprangert wurden, möge man in dieserm Szenario betrachten, um vielleicht eine weitere Begründung für die Vorfälle zu erhalten.
Dass dies aber nicht öffentlich anerkannt wird, sei eine Folge der anderweitig doch so viel beschworene Freiheit des Individuums und sein Recht der Persönlichkeitsentfaltung, der ein besprochener Missbrauch natürlich vollständig entgegen spricht und also eine Ideologieverletzung entspricht, die nicht mehr zu erklären ist, ausser man zeigt die hintergründige Zielsetzung in ihrer ganzen Bandbreite auf. Das aber wäre wie gesagt noch immer kein Grund, die Intimsphären der Kinder zu beschädigen. Auch würde dann deutlich, wie sehr Traumatisierungen ein leben beeinflussen werden/können. Und die Hintergründe ausserhalb der sexuellen Thematik sien damit wahrscheinlich auch kaum vermittelbar. Denn es handelt sich bei der Determinierung der Persönlichkeit um Faktoren, die einem radikalen Auswahlprozess gleichen. Die frühzeitige Persönlichkeitsentwicklungstörung durch beschädigung der Intimsphäre ist also ein Mittel der Konditionierung und Druckmittel für die Zukunft - da es bei Wissen um ein solches trauma kein Problem darstellt, dieses wieder zu aktivieren. Ausserdem begleitet es dem betroffenen eh das ganze Leben lang, sobald der sich in einer beziehung / Partnerschaft eben dieser Intimsphäre offenbaren wird. Die eigendlichen Erlebnisse müssen nicht emhr in Erinnerung sein, aber die konditionierten Folgeerscheinungen sind Maßgebend für das verhalten.
Ich erkläre also die Missbrauchsfälle als eine vorsätzliche Beschädigung der Intimsphäre von Kindern und Jugendlichen in Abhängigenverhältnissen. Auf gut Deutsch also: Folter.
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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