Bedauerlicherweise mussten einige Dozenten aus Krankheitsgründen zur LiMA 2010 absagen. So kann Steffen Grimberg von der taz leider nicht kommen.
Dafür hat spontan die deutsche Grafikdesign- und Typografielegende Kurt Weidemann zugesagt. Er wird einen Vortrag unter dem Motto "Zeichen setzen!" halten. Datum und Zeit stehen noch nicht genau fest. Der Bundesverdienstkreuzträger (I. Klasse) hat unter anderem das corporate design für Porsche, Die Bahn und Daimler-Chrysler geschaffen. Der 1922 geborene Weidemann hat die Schriftsippe "Corporate A-S-E" im Auftrag und für Daimler-Benz als Hausschrift entworfen. Heute verwenden unter anderem die Parteien Die Linke und die FDP diese Schrift für ihre Publikationen.
Wiedemann lehrt seit 1991 an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung im Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe. Neben seiner Design-Tätigkeit schreibt Weidemann auch - so erschien 2006 sein Buch "Wo der Buchstabe das Wort führt. Ansichten über Schrift und Typographie" (Verlag Cantz). In den Texten der vergangenen Jahrzehnten kritisierte Kurt Weidemann die gegenwärtige spracherhellende und sprachverstellende Wortarmut, beschrieb die Probleme des unternehmerischen Selbstverständnisse und die Entwicklungssprünge und Verwerfungen im Berufsfeld der Designer.
Seine Sinn- und Kehrsprüche haben Generationen von Studenten und Design-Fachleuten geprägt: "Der Künstler macht was er will, der Designer will, was er macht" und "Nicht was erzählt wird reicht, sondern was erreicht wird zählt" sind allgemein bekannte Sprichwörter geworden.
Seine Zusage ist eine interessante Bereicherung für die LiMA 2010!
Ausgabe 07/12
16.02.2012
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