LiMA-Blog

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11.03.2010 | 22:33

LiMA Auftakt – Eine Bilanz

Erster Tag der siebenten LiMA 2010, Donnerstag

Von Vi Vien Baldauf

Es ist knackig kalt am Donnerstag, dem Auftakttag der 7. Linken Medienakademie (LiMA). Etwas knackig war auch für die ankommenden Gäste, Dozenten und Pressevertreter die Frage: Wo muss ich nun hin? Denn die vielen Bezeichnungen von Gebäuden, Aufgängen, Etagen und Räumen des Campusgeländes der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin-Schöneweide haben es in sich.

LiMA-Besucher finden überall Platz (Foto: Janina Gutermann)Nicht selten fanden die Teilnehmer erst nach einigen verwunderten Blicken in andere Veranstaltungen ihre eigene. Nicht zuletzt hing das damit zusammen, dass die Programmhefte erst gegen Mittag aus der Druckerei gekommen sind. Wer bis dahin noch keinen Internetzugang hatte, musste sich erst einmal durchfragen. Doch das war kein Problem, denn auskunftsfreudigen Menschen begegnet man hier überall.

Neben den Subkonferenzen für die Gewerkschaften (LiMAunioncamp), Campusmedien (LiMAcampus) und digitale Medienmacher (LiMAdigital) gab es auch schon einige Workshops. Leider waren diese mitunter sehr spärlich besucht, wie die Schreibwerkstatt von den Machern der Online-Publikation Berliner Gazette. Dort fand sich zum Beispiel nur ein einziger Teilnehmer. Heinz Wagner, Geschäftsführer des Trägervereins der LiMA, bedauert, dass es einige Startschwierigkeiten gegeben hat. Mit fröstelnder Stimme und einem heißen taz-Kaffee vom Tazpressomobil vor dem Anmeldebüro ist er dennoch zuversichtlich, dass morgen alles wie am Schnürchen klappt. Etwa 150 von über 700 Teilnehmern saßen bereits in Podiumsdiskussionen, Vorträgen, Filmvorführungen und Schreibwerkstädten. Wagner: „Die meisten müssen heute noch arbeiten, außerdem beginnt das große LiMA-Programm erst morgen.“

Ein bisschen LiMA-Atmosphäre war jedoch heute schon zu spüren. Hinter offenen Türen sammeln sich Zeitungen, Brötchen, leere Kaffeebecher und Apfelgriebse zwischen Laptops, Kabeln und Handys. In den Fluren wird im Stehen, Sitzen und Kauern diskutiert, nachgedacht, gegoogelt – und fleißig geschrieben.

Foto: Janina Gutermann

 
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Kommentare
Nouveau Cologne schrieb am 12.03.2010 um 13:31
"ist er dennoch zuversichtlich, dass morgen alles wie am Schnürchen klappt."

Hat es leider nicht.

Auch am Freitag haben es die Veranstalter nicht geschafft, aktuell über das LiMA-Programm zu informieren. Ob die Workshops am Samstag um 10 h (online) oder um 11 h (Programmheft) beginnen, wissen auch die Mitarbeiter nicht. Von anderen Veranstaltungen erfährt der Teilnehmer nur mit Investigativrecherchen, ob sie überhaupt stattfinden. Änderungen zum Programmheft erfährt man nur per Zufall, das Programm auf der Homepage wird nicht aktualisiert, weil man kein Pentabarf-Update durchführen kann oder darf.

Liebe LiMAisten, da geht noch was ;)
LiMA-Blog schrieb am 12.03.2010 um 16:39
Wo war denn genau das Problem? Das gedruckte Programm ist aus Pentabarf gespeist - wir konnten keine grundsätzlichen Diskrepanzen finden.

Mitarbeiter gibt es hier gar nicht - wir sind nur Ehrenamtliche und Praktikanten...
Nouveau Cologne schrieb am 12.03.2010 um 18:59
Mitarbeiter war unabhängig vom Sozialversicherungsstatus gemeint… Neben unterschiedlichen Programmzeiten und Raumangaben: Im Onlineprogramm z.B. weiterhin: die ausgefallenen Veranstaltungen von Netzpolitik, ein ausgefallener Workshop über Pressearbeit, ein ausgefallener Workshop über PR-Desaster, ein vermutlich ausfallendes Seminar zu strategischer Öffentlichkeitsarbeit.

Änderungen sind ja normal, das Problem ist, dass man sie nur mit komparatistischem Vorgehen aus dem Abgleich von Onlineversion, Printversion, Befragung und Aushängen erahnen kann.
insomnia schrieb am 16.03.2010 um 14:01
"Änderungen sind ja normal, das Problem ist, dass man sie nur mit komparatistischem Vorgehen aus dem Abgleich von Onlineversion, Printversion, Befragung und Aushängen erahnen kann."

Kann ich nur bestätigen und erhöhe um eins. Die Veranstaltung "Pflöcke setzen in Europa" z.B. fiel zwar nicht aus, aber es war dennoch äußerst skurril.

Wer suchet, der findet. Aber ob man die eine Person (die die Referenten fand, mit denen nach einem freien Raum suchen musste, weil der geplante plötzlich vergeben war, mehrfach wechseln musste aufgrund anderer Veranstaltungen, geschlossene Cafeterien vorfand und im Endeffekt im Café unterkam) als Publikum bezeichnen kann, ist fraglich...
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