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25.02.2011 | 14:40

Misiks LiMA-Vortrag: Sprache für einen "neuen ethischen Block"

Robert Misik gilt als einer der einflussreichsten Publizisten Österreichs. Am Sonntag, 13. März wird der bekannteste Linke der Alpenrepublik um 11 Uhr einen Vortrag auf derRobert Misik in Wien diesjährigen LiMA halten. Thema des Referats ist "Grenzenlos: Braucht die Progressive eine neue Sprache". Anfang des Jahres hat der Österreicher bereits Jahresauftaktklausur der Bundes-SPD die Parteispitze der Bundes-SPD zu trainieren. Die Lokalpresse meinte, Misik wolle "die SPD nach links ziehen". Thema war auch dort das Fehlen einer einheitlichen progressiven Sprache.

Sein Vortrag auf der LiMA 2011 beschäftigt sich mit dem Kommunikationsproblem im progressiven Milieu, welches sich nicht nur auf die sozialdemokratischen Parteien, sondern auch darüber hinaus erstreckt. Über die Sozialdemokratie hinaus können auch die "radikaleren Linksparteien" mit ihren oft leeren halbstarken Worthülsen und ihrer toten Klassenkampfrhetorik aus den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts ihre Inhalte nicht odnungsgemäß transportieren. Ebenso ergeht es den Gewerkschaften mit ihrem Funktionärs-Sprech oder anderen 
Linksintellektuellenmilieus, für manche NGOs und antirassistische Aktivistengruppen mit ihren aseptischen, hermetischen Wortgirlanden, die ohne Begriffe wie »Multitude«, »Biopolitik« und »radikale Intervention« nicht auskommen. Um die verschiedenen Gruppen zusammenzuführen und einen "neuen ethischen Block" bedarf es laut Misik einer progressiven Sprache - ein wichtiger Punkt auf einer Konferenz, die sich Linke Medienakademie nennt.

Der 45-Jährige schreibt regelmäßig Artikel für die taz sowie für die österreichischen Zeitschriften profil und Falter. Besonders bekannt ist sein Videoblog auf der Homepage des Standard, der viertgrößten Tageszeitung Österreichs. Für dieses Format erhielt der freie Autor Misik den Preis "Journalist des Jahres" in der Kategorie Online der Zeitschrift "Der Österreichische Journalist". Darüber wurde Misik 1999 und 2000 mit dem Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch und 2009 den Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik ausgezeichnet.

 
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