Gestern - Illner im ZDF:
DIE VERWULFFTE REPUBLIK
Wie nah dürfen sich Wirtschaft und Politik kommen?
Das Thema wäre geignet gewesen, Wulff endlich mal als das zu betrachten, was er eigentlich ist: Nämlich als ein winziges Eiskristall an der Spitze des Eisberges.
Ziel verfehlt. Es ging doch nur wieder um Wulff. Wen wunderts, wenn man den Finanzminister Niedersachsens Möllring, Rossmann als einen -wie er selber sagte- Siez-Freund Wulffs und den Stern-Journalisten Tillack einlädt, der in den letzten Wochen vermutlich nichts anderes macht als "Wulff". Nur Lafontaine schafft es gerade mal, von der Privatisierung der Rentenversicherung an Maschmaier zu reden.
Wann redet endlich mal jemand über das, was die Lobbyisten sagen: Es sei alles erlaubt, was nicht strafbar ist. Wann thematisiert außer "Monitor" mal die verdeckten Parteispenden: Bis zu 500.000 Euro Standmiete insgesamt zahlen Konzerne pro Bundesparteitag an Standmieten. Da frag ich mich doch glatt, warum es nicht noch viel öfter Bundesparteitage gibt.
Offensichtlich gehen Magazinsendungen wie "Monitor" im Zeitalter des Fernseh-Polit-Talks allen am Arsch vorbei.
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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