Populistisches schwarz-gelbes Wahlkampfgetöse. "Schäuble und Westerwelle zögern bei den Griechenlandhilfen" hört man Ruhr Rhein, Rhein raus. (1)
Warum ist eindeutig. Die Herren wissen, dass diese Hilfen bei der deutschen Wählerschaft nicht gut ankommen. Also einfach mal zögern, obwohl die Entscheidung für Hilfen längst gefallen ist.
Der Spiegelfechter, Jens Berger beschreibt in der Telepolis eine zutreffende Analyse und weist auf das eigentliche Problem hin. Das Verhältnis (oder Missverhältnis) der Überschussländer und der Defizitländer im Euroraum.
... "Deutschland hat über Jahre hinweg seine Wettbewerbsfähigkeit um den Preis von Dumpinglöhnen und einer Drosselung der Binnennachfrage gestärkt, während andere Staaten ihren Bürgern eine Teilhabe am Aufschwung der Wirtschaft gewährt und damit ihre Konkurrenzfähigkeit geschwächt haben. Heute sitzt mit Deutschland ein wirtschaftlicher Gigant im Zentrum der Eurozone, der seine Waren auf Kredit an seine Nachbarn verkauft. Außenhandelsüberschüsse lassen sich nur dann realisieren, wenn ein anderes Land Außenhandelsdefizite aufweist..."Quelle Telepolis
Darauf habe ich auch schon einmal im Ruhrpottforum hingewiesen. Ein User zweifelte daran, dass der durch Hartz 4 geschaffene Niedriglohnsektor etwas mit Griechenlands Probleme zu tun hat.
--------------------------------------------------------------------------------
(1) Quellen:
www.finanzzeug.de/archives/schaeuble-griechenlandhilfe-koennte-immer-noch-verweigert-werden-13188
www.tagesschau.de/wirtschaft/griechenland544.html
www.die-newsblogger.de/griechenland-hilfen-stabilitat-des-euro-ist-nationale-aufgabe-107148
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
keine Versandkosten
kein Aufpreis
Einzelpreis: 3.60 €
>> bestellen