luggi

go raw now

25.03.2010 | 20:41

Nachrichten vom 25. Maerz 2010 (vor...vorgestern)

Berlin: Preise, Preise, Preise. Es klingt wie eine immerwährende Preisverleihung für Printmedien. Auf der Erfolgsspur ist der derFreitag. Schon wieder gibt es einen Preis. Es ist der "Leadaward", einer der begehrtesten(?) Preise für  Freitagszeitungen. Herzlichen Glückwunsch und einen Sonderurlaub für das Redaktionsteam. Außer JA, der erholt sich in seiner Frau ihren Garten. The link.

twitter.com/derfreitag

Hohenwulsch: Das in Sachsen-Anhalt beheimatete Institut für Virenforschung, AITIE, warnt vor einem gefährlichen Internetvirus. Es stuft das Gefährdungspotenzial als besonders hoch ein. Aktiviert wird das Virus unter 2 Bedingungen; am 1. April 2010 und wenn in der Adresszeile jedes Browsers das Wort "Freitag" eingegeben wird. Das Institut warnt alle Internet-User, am 1. April 2010 die Website des derFreitag zu besuchen. Es kommt zu irreparablen Schäden bei Hard- und Software. Wie die IT-Abteilung des derFreitag bestätigte, können infizierte Rechner an die Adresse "www.freitag.de" geschickt werden. Nicht betroffen sind Rechner der Commodore- und Atari-Klasse.

Berlin: Die Verbraucherorganisation Manager-Test überprüfte in den letzten 3 Monaten die Qualität deutscher Spitzenmanager. Beschönigend kann das Ergebnis nur als katastrophal benannt werden. Einige gute Werte erreichten 36% der Manager bei den Kriterien Bestechung und Versagen. Darauf angesprochen entgegnete Bundeskanzlerin A. Merkel, ihr sei es auch schwer gefallen, ihr Beratergremium aus der Industrie zusammenzunieten.

Wien: Entsetzt zeigte sich der kabarettistische österreichische Bekannte Georg Kreisler, dass er in der Wochenzeitschrift derFreitag für lebendig erklärt werden musste. Dem voraus gegangen war ein außergerichtlicher Disput unter Teilnahme am Schicksal des Taubenvergifters. Kreisler erklärte dazu, er hätte es als erster wissen müssen, dass er tot ist. Er kann es sich nur durch einen Hörfehler erklären. Statt "dotiert" hörte wohl jemand "tot hier". Angesprochen auf sein Verhältnis zur Wochzeitschrift derFreitag meinte er, ihn interessiere besonders die Diskussion zu Sex im Alter.

Sport-London-Frankfurt/M.(nwA-kühn): Der Minister für Jugend und Sport wird morgen (tomorrow) nach England fliegen, um das Wembley-Tor von 1966 zu rächen. Diese Information entstammt freilich unheimlichen Quellen. Der DFB erklärte, das erfolge ohne Absprache. Man behalte sich rechtliche Konsequenzen vor. Die Bundesregierung twitterte, dass sie die Sportart Fußball nicht kenne und diese auch nicht auf dem Entwicklungsplan stehe.

Berlin: Den Deutschen bereiten seit Jahren die steigenden Gesundheitskosten krampfartige Kopfschmerzen. Schuld sind, wie es wissenschaftliche Forschungen bestätigten, genetische Defekte. Das Gesundheitsministerium beauftragte deshalb das pharmazeutische Unternehmen Ka-oH Tropfen G.m.b.H. mit der Herstellung eines entsprechenden Arzneimittels. Minister Dr. P. Rösler meinte, die ersten Erprobungen zeigten, dass es keine Nebenwirkungen gibt, er habe es schließlich bei sich selbst ausprobiert. Sein medizinisches Umfeld bestätigte die Erkenntnis, denn es sei sehr viel ruhiger um den Gesundheitsminister geworden. Es wurde auch eine Empfehlung an einen gewissen Herrn Söder herausgegeben.

München: Seehofer zum Rücktritt gezwungen. Das bayrische Ministerpruswamt bestätigte soeben, dass MP Seehofer zum Rücktritt gezwungen wurde. Seine Ehegattin sagte zu der der ganzen Problematik, dass sie es nicht aushalte, dass ihr Gatte ohne Bremsen in der Politik rumgeistert. Deshalb hat sie ihm ein Fahrrad mit Rücktrittbremse gekauft. Horst Seehofer freute sich nicht über das neue Vehikel. Er behalte sich vor, seine Geisterfahrzeuge selbst zu bestimmen.

Berlin, Hegelplatz(nwA-kühn): Die Vorgänge zur weiteren Profilierung des derFreitag sind abgeschlossen. Ab 1. April 2010 erscheint die Wochenzeitschrift unter dem Titel derDienstag, aber am Mittwoch. Wenn das mal kein Fortschritt ist.

Zum Wetter: Leider liegen uns augenblicklich keine Wettermeldungen vor. Ursache sind justiziable Vorgänge, die wir nicht beeinflussen können. (...psst...unser Wettermann sitzt in U-Haft; wegen Vergewaltigung->da haben sich die Justizbehörden vom Namen des Herrn Kachelmann leiten lassen)(nwA-Lee) Nach Informationen einer elektronischen Brieftaube von Herrn Kachelmann können wir mit Wetter rechnen. Berlin: +18° Celsius, Frisur und Kachelmann sitzen immer noch.

 
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Kommentare
Deaktivierter Nutzer schrieb am 25.03.2010 um 20:53
Sport: Der Minister für Jugend und Sport wird morgen (tomorrow) nach England fliegen, um das Wembley-Tor zu rächen. Diese Information entstammt freilich unheimlichen Quellen.
Lee Berthine schrieb am 26.03.2010 um 12:05
+++Jörg Kachelmann ist es gelungen aus der U-Haft eine email nach draußen zu schmuggeln, in der er Temperaturen und Vorhersagen für das Wetter in Deutschland preisgibt. Ganz heißer Stoff...+++

Hier ein Auszug+++Berlin 18° Frisur sitzt, nachts Wind von vorn mit Graupeln+++Holt mich hier raus, ich bin ein Frosch+++

@ luggi

Beim Lesen der Nachrichten habe ich einen dermaßenen Kopfweh-Anfall bekommen, dass ich froh wäre, was von den Ka oH Tropfen zu bekommen!!!
Deaktivierter Nutzer schrieb am 26.03.2010 um 13:31
BLÖD: Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern!
Die veraltete Schlagzeile "Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern" wird abgelöst durch den Aufmacher "Nicht ist so alt wie der Blogbeitrag von vorgestern!" Der Rat der Pressediktatoren einigte sich gestern auf diese Sprachregelung und empfahl, sie rücksichtslos alle zwei Tage zu gebrauchen. Damit bekommt diese Überschrift das Potential zum Top 1 der Kioskerzeugnisse.
luggi schrieb am 26.03.2010 um 17:47
Hab eure Ifos freibleibend eingearbeitet (nwA); danke für die Kollaboration.
kay.kloetzer schrieb am 26.03.2010 um 22:17
Mich hat spontan die Kreisler-Meldung erheitert (die anderen dann auch) - bis ich mitbekam, dass er ja hier wirklich neulich totgesagt wurde. Oje.
Darum auch hier das Zitat aus seinem neuen Gedichtband "Zufällig in San Francisco": "Wer ein Gedicht schreibt,darf nicht sterben, denn er muß seine Gedichte immer weiter verbessern." So. Das sollte wirken.
herzlich
kk
luggi schrieb am 26.03.2010 um 23:33
Jetzt weiß ich endlich, warum der Kühn, also der Rainer Kühn hier so unendlich viele Gedichte schreibt. Der will einfach nicht krepieren. Der will seine haiku noch zu Balladen verbessern, oder zu Epen, oder zu Sagas. Das ist doch furchtbar.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 29.03.2010 um 21:53
vertippt, luggi, ru: fruchtbar.
luggi schrieb am 29.03.2010 um 21:55
ok. ich als Fruchtliebhaber (ohne Gedanken hinterher) liebe jede Frucht-Bar ;)
lausemädchen schrieb am 29.03.2010 um 22:05
mangos und ananas auf dein haupt
ChristianBerlin schrieb am 29.03.2010 um 21:29
Etwas verspätet schließe ich mich den Glückwünschen für den Freitag an, obwohl ich nicht weiß, ob dieser leads award zu den üblichen Medienpreisen gehört, die sich Stifter und Juroren für gewöhnlich selbst nach Turnus- und Proporz-Prinzip verleihen.

JA ist ja als Miteigentümer durch den Spiegel bei Stiftern wie Juroren vertreten, ähnlich wie DuMont das vor einem Jahr war, als ein anderer bedeutsamer Preis an seine FR ging (was den Hoffnungsträger der Berliner Zeitung aber nicht vom Rationalisieren abhalten sollte, wie wir heute wissen).

Verdient haben wir bei Freitag.de den vergoldeten Online-leads-award aber in jedem Fall, wenn nicht wir, wer dann? Wie dieses Blog beweist, liefern wir hier deutschlandweit einmalige Nachrichten, die man anderweitig vergeblich sucht.
luggi schrieb am 29.03.2010 um 21:39
Ja ja, mein lieber Christian, die Wege des Herrn...um mal eine Floskel zu benutzen. Der Freitag und die Comm hat mehr verdient als diesen Preis. Leadaward übersetz ich mal mit Bleipreis; also, ich wäre dann schon irritiert. Mein Ziel wäre Futureaward of Web, wenn es geht 2.0. Vielleicht kann JA diesen Preis in's Leben rufen und sich daran messen lassen.

Viele Grüße von einem wirklich Ungläubigen in und aus Bayern. Jetzt erspare ich mir aber weitere Bemerkungen.
luggi schrieb am 29.03.2010 um 21:42
sry, wollte "Unglaublichem" schreiben. Lass ich beides gelten.
ChristianBerlin schrieb am 29.03.2010 um 22:29
Danke, lieber luggi, kann gut verstehen, wenn man jenseits des Weißwurstäquators nur glauben mag, woran man glauben will, womöglich nicht mal mehr an den futureaward 2.0. Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie mal war (Karl Valentin). Unglaublich...
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