Im Programm vom "Parteifreien Bündnis SÖS Stuttgart Ökologisch Sozial" zur Kommunalwahl in Stuttgart am 7. Juni werden unter mehreren Punkten unsere Positionen zu Bildung und Kultur benannt.
Wir verlangen beispielsweise „Kostenlose Museumsbesuche für Nichtverdiener“. Was ist aber mit Geringverdienern, oder auch mit besser Verdienenden? Ist Kultur nicht ein Allgemeingut und sollte für jeden kostenlos zugänglich sein? An einer Stelle fordern wir die Lern- und Lehrmittelfreiheit an Stuttgarter Schulen, aber was ist mit den Kosten für ein Mittagessen oder den Schulausflug, gehören sie nicht genauso zum Schulalltag? Eine zentrale Aufgabe für die Stuttgarter Schulen sehen wir im Ausbau zu Ganztagesschulen, aber wie kann in so ein Konzept die hervorragende Arbeit der Vereine miteinbezogen werden?
Genau mit diesen Fragen und Zweifeln beschäftigen wir uns jede Woche bei SÖS Stuttgart. Wir haben keine vordefinierten Lösungen sondern Ansätze, die sich in langen Diskussionen entwickeln. Diese führen zu einem internen Konsens. Wir möchten aber schon lange einen Schritt weiter gehen. Denn es ist unbefriedigend, Politik und Ideen nur intern zu entwickeln. Wir möchten dieses Diskussionsprozess öffnen und bitten alle Demokratinnen und Demokraten, beim Thema Kultur und Bildung mitzudiskutieren.
Wir verlagern die im SÖS-Aktiven-Kreis eröffnete Diskussion zu Bildung und Kultur auf unsere Homepage. Unter dem Kapitel „Programm“ wird es für jeden möglich sein, die eigene Meinung zu diesem Thema zu äußern. Wir werden Ihre Beiträge bündeln, um daraus ein zufriedenstellendes Programm für die Arbeit von SÖS Stuttgart im kommenden Gemeinderat zu erstellen. Das ganze online und für jeden sichtbar. Dieses Projekt wird auch auf unseren Seiten bei facebook.de und meinvz.de gestartet.
Dieses Kultur-Experiment, das wir gemeinsam mit Ihnen starten wollen, ersetzt natürlich nicht unser klares Bekenntnis, dass für uns Kultur und Bildung zur Hauptaufgabe der städtischen Daseinsvorsorge gehört (siehe SÖS-Themenblatt: „Daseinsvorsorge und Handlungsfähigkeit“), aber wir wollen Sie in unsere Überlegungen mit einbeziehen!
Beteiligen sich viele Stuttgarterinnen und Stuttgarter, dann werden wir
dieses Vorgehen auch bei weiteren Themenpunkten durchführen. Denn
SÖS möchte nicht, wie für Parteien üblich, im eigenen Kreis entscheiden
sondern mit allen Stuttgarterinnen und Stuttgartern zu einer Lösung
gelangen. Das unterscheidet uns von allen Parteien. Helfen Sie uns dabei!
Wir freuen uns über Ihre Ideen und Kritik!
Wir fragen alle Demokratinnen und Demokraten:
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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