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Ziemlich interessant fand ich, dass sich ein Anwohner, der direkt neben der Unglücksstelle wohnt, einen neuen Twitter-Account angelegt hat, und dort auch lauter Bilder von seinem Balkon postet:
http://twitter.com/SamZidat Dieses Bewußtsein, dass Twitter anscheinend das Medium ist, um während solcher Ereignisse live davon zu berichten, scheint seit dem Hudson-Unglück sozusagen "gelernt" zu sein. |
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Am besten waren wohl diejenigen informiert, die gestern abend auf die ganze Breaking-News-Soße verzichtet haben, und heute morgen stattdessen zur Zeitung griffen. Weg glaubt, News 24/7 sei die höchste Stufe der Information, hängt einer Chimäre an. Information braucht Recherche, und Recherche braucht Zeit.
Deshalb kann ich den Reflex, big news --> Glotze an, nur bedingt nachvollziehen. Wenn es etwas berichtenswertes gibt, so schadet es nicht, wenn man es erst nach ein paar Stunden, dafür aber thematisch kontextiert erfährt. Der Mehrwert der Nachrichtensender aber, nämlich Reportern beim vielsagenden Auch-keine-Ahnung-haben zuzuschauen, ist vernachlässigbar. |
Ausgabe 11/10
18.03.2010
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