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Doch in diesem Fall ist es etwas anders. Der Junge besaß eine gefestigte Ausbildung, war erfolgreicher Tischtennisspieler, kein Außenseiter. Vielleicht wäre es besser in diesem Fall nicht nur zu mutmaßen, sondern sich einfach mal zu informieren.
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Er hatte offenbar auch kein MySpace-Profil: http://www.bildblog.de/6390/tim-k-bei-amokvz-nicht-registriert/
Aber ändert das irgendwas, außer an den Erklärungsversuchen? Ich kann verstehen, dass man nach Erklärungen für Dinge sucht, die eigentlich unvorstellbar sind. Das mag bei Häusern, die plötzlich im Erdboden versinken, auch noch funktionieren, weil es sowas wie Physik, Statik und Naturgesetze gibt. Aber ein Mensch, der ausrastet und andere tötet? Da ist es hinterher relativ egal, wie seine Kindheit war, was für Filme er gesehen und welche Schokoriegel er vielleicht gegessen hat. |
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Ich finde den Ansatz der Mutmaßung für diesen Blogeintrag gut. Alles ausschalten und sich vorzustellen was jetzt passieren wird. Das war übrigens ein durchaus stabiler mitlaufender, wenn auch eher kleiner, Strang beim Microblogging zu dem Amoklauf.
Auch die Forderung die medialen Hinterherhechler auszubremsen ist wichtig. PS: Aua. Böse, sehr böse auf den Punkt von Ahoi Polloi: "@londonleben: Ganz. Gross. http://ahoipolloi.blogger.de/stories/1357209/" #comic (via identi.ca/notice/2733869) |
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Der beste Eintrag, den ich bisher zu dem Thema gelesen habe (ohne Anpruch auf Allgemeingültigkeit).
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Dem stimme ich zu. Dabei frage ich mich. Können Medien Amok laufen?
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"Soll das heißen, die Medien sollten mal ein bis zwei Gänge runterschalten? Auf jeden Fall!"
Amen. Ich habe mich dem medialen Wahnsinn gestern auch verwehrt und mich nur in aller Kürze informiert was konkret passiert ist. Mehr relevantes gab es nicht zu berichten und um nachdenklich zu werden muss man mir keine weinenden Angehörigen vor die Kamera zerren. Das man diesen (Selbst)mördern derart viele mediale Aufmerksamkeit zukommen lässt ist mir ebenso unverständlich, als ob man nicht wüsste das sowas Trittbrettfahrer und Nachahmungstäter auf den Plan rufen kann. "Ein, zwei Gänge weniger" würden vielleicht mehr bringen als die dollsten Ballerspiel/Waffen Verbote. |
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Da muss ich leider widersprechen.
Dass die Opfer nicht namentlich bekannt werden, ist gut so. Denn würden deren Namen genannt werden, dann wären sie doppelt Opfer. Jeder kennt die "Reporter", der "BILD" Zeitung, die deren Eltern dann wochenlang belagern würden. Als Mutter oder Vater hat man genug zu leiden, wenn man sein eigenes Kind begraben muss, aber es ist mehr als nur eine Zumutung, dann auch noch ständig von sensationslüsternen Reportern verfolgt zu werden. Darüberhinaus gebietet es der Datenschutz, dass die Namen nicht genannt werden. Und so wenig Interesse es heutzutage noch am Thema Datenschutz zu geben scheint, zumindest in Fällen wie diesem scheint sich die Mehrheit wohl daran zu halten. Gott sei Dank. Und dass sich die Medien selbst zensieren sollten, ist insofern nicht ganz korrekt, da sie es längst tun. Allerdings nur bei bestimmten Themen (also nicht bei solchen wie diesem hier). Und dass Amokläufer "ausgestossene Teenager" seien, die vom Counterstrikespielen zum Killer werden, ist ein Märchen. Ja, es wird oft so dargestellt. Aber eine Sache wird nicht zur Wahrheit, nur weil man sie immer wieder wiederholt. Und ich glaube auch nicht, dass die Aussicht, nach dem eigenen Tode in die Annalen der Geschichte einzugehen, das Motiv eines Jugendlichen unseres Zeitalters und unseres Kulturkreises sein soll. Vielleicht mag das auf durchgeknallte Islamisten in Pakistan zutreffen - aber auf Kinder gebildeter Eltern in Deutschland? Nicht wirklich. |
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Ich fürchte, Sie haben mich missverstanden. Mir ging es um die posthume Prominenz des Täters, die ich für unnötig und gefährlich halte. Daraus folgt nicht, dass ich mir stattdessen wünsche, dass die Opfer ins Licht der Öffentlichkeit gezerrt werden, so wie es "Bild am Sonntag" heute tut.
Auch die Klammer mit Marilyn Manson und Counterstrike kam offenbar falsch an: Es gibt sicher viele komplizierte Gründe, die einen Menschen zum Amokläufer werden lassen, aber sobald herauskommt, dass der Täter Computer gespielt (und/oder bestimmte Musik gehört) hat, ist dieses (in der Altersgruppe weit verbreitete) Medienverhalten für die meisten Medien Begründung genug. Ihren letzten Absatz verstehe ich wiederum nicht. Glauben Sie ernsthaft, dass "Kinder gebildeter Eltern in Deutschland" nicht irrational agieren würden? Wie kommen Sie zu dieser Annahme? |
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Hallo! Lukasheinser,
hier fließt zusammen, was, wie Wasser und Öl, nicht zusammen gehört. Das Ergebnis ist medial verheerende Umweltverschmutzung an den Küsten, Stränden der Meinungskontinente unserer Einen Welt. Während Amokläufer/innen, Selbstmordattentäter/innen sich per „Urknall“ noch einmal selber eigenhändig „Mutterlos, Vaterlos“ zu einer ersehnten, wie abwesenden Welt- Wasser- Wirklichkeit des Lebens, Glaubens, Denkens, Fühlens, Strebens bringen wollen, um in dieser, kometenhaft, todbringende Energie versprühend, als ein Lichtblitz, gleich einer Lichtjahre fern explodierenden Galaxis am Firmament, auf- und unterzugehen?, gefällt sich unsere Medienwelt mit ihren herbeigeflogenen, herangekarrten Truppen von Gerüchte- , Meinungssoldaten/innen vor Ort, wie ein tonnenschwer giftend geölter Blitz, quotensicher, auflagenfördernd in wilder wie billiger Öl-Alarm- Zuruf- , statt in fundiert kostenaufwendiger Wasser- Recherche „Lebens- Salzgehalt“ Analyse. Durch die Medien Bank nehmen Sendungen „hart aber fair“, „Maybrit Illner“, „busch-ntv“, „Anne Will“ „Alarm“Alarm! vorab angekündigte Themen wie fliegende „Standby- Händler/innen“ vom Sender, um monoton, wie einfallsarm lahm trommelnd, ohne Vorab- Themen- Rückgrat, in den Gleichklang eskalierend vagabundierender Alarm- Stimmungen einzustimmen!? Arme Redaktionen samt rekrutierten Medien- Soldaten/innen, die da „Mikrophon, Kamera, Worthülsen bei Fuss“ unter ihren journalistischen Möglichkeiten per rasendem „Stand By“ Gehorsam nacheilend ihr Können recherchefern auf armmachender „Honorar- Basis“ fristen!? tschüss JP |
Ausgabe 10/10
11.03.2010
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