lukasheinser

Blog von lukasheinser

06.02.2009 | 15:49

Die Deutsche Bahn geht in die Eisen

So schnell kann's gehen: Am Mittwoch noch hatte die Deutsche Bahn AG versucht, Markus Beckedahl, der in seinem Blog ein internes Bahn-Memo zur Bespitzelungs-Affäre veröffentlicht hatte, mittels Abmahnung ruhig zu stellen, jetzt hat die Bahn gegenüber dem Blogger Mathias Schindler verkündet, nicht weiter gegen Beckedahl vorzugehen.

Bemerkenswert sind mindestens zwei Sachen, die Schindler zusammenfasst:

Man habe die Abmahnung als ein Mittel erachtet, um dieses Memo aus dem Netz zu bekommen. Dieser Versuch ist ja nun offensichtlich gescheitert.

Nun ist Naivität vielleicht mitunter ganz rührend, bei riesigen, staatseigenen Konzernen aber doch irgendwie völlig fehl am Platze.

Es wird keine gesonderte Mitteilung an die Presse zu diesem Thema geben, auch Markus Beckedahl wird nicht direkt darüber informiert werden, dass die Bahn ihn in dieser Sache nicht mehr behelligen wird.

Das ist natürlich besonders freundlich: Erst die Welle machen und dann möglichst unauffällig (na ja, so unauffällig, wie die Bahn in der ganzen Nummer agiert) den Rückzug antreten.

Als Beobachter wird man das Gefühl nicht los, dass die vielen verspäteten Regionalexpresse das geringste Problem der Deutschen Bahn sind.
 
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Kommentare
Jens schrieb am 08.02.2009 um 12:52
Das Gravierende ist jedoch meiner Meinung nach eher, dass die Bahn immer noch glaubt rechtmäßig gehandelt zu haben. Eigentlich müsste netzpolitik.org jetzt eine negative Feststellungsklage gegen die Bahn anstrengen.
lukasheinser schrieb am 08.02.2009 um 15:52
Wer wirklich glaubt, im Recht zu sein, könnte einer juristischen Auseinandersetzung ja entspannt entgegenblicken - wer dabei einem Irrglauben aufsitzt, könnte sich dabei natürlich um so mehr blamieren (s.a. DFB ./. Weinreich).
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