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max frisch hatte in homo faber den postmodernen menschen einmal ungefähr so beschrieben: er braucht morgens seine zeitung und ansonsten guten sex.
daran wird sich so schnell wohl nix ändern. p.s.: einen quellennachweis für das halbwegs erinnerte zitat kann ich leider mittels hyperlink ins www nicht bieten. das buch steht aber hübsch in meinem schrank, die textstelle habe ich dort irgendwo und irgendwann einmal ganz blau markiert. |
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A) Natürlich ist die Zeitung nicht tot. Ausdrücklich: Mir gefallen die Fallbeispiele sehr gut!
B) Die Revolution ist ja nicht das Auslöschen der Zeitung, sondern der Wandel der Medienklandschaft. C) Dass lukasheinser oder meinereiner im Internet völlig fragmentiert Meinung verteilen kann ist etwas völlig Anderes als der 'Schwarz auf Weiß' Effekt. Aber ~1.000 Leser/Tag auf meinem digitalen Lokalmedium (Sankt-Georg.Info) zu haben bewegt eben lokal auch mehr als Viele meinen. Speziell wenn die klassischen Medien aus Angst vor den Anzeigenkunden in dieser harten Zeit klassische und kritische lokale Themen, z.B. Entmietung von Immobilen, nicht mit der Kohlenzange anfassen mögen. |
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Natürlich ist "Print" nicht tot. Weil "Print" ungefähr so präzise ist wie "das Internet". Die Frage ist: Welcher Teil von "Print" wird künftig überleben? Und da sieht es bei Tagszeitungen eben schlechter aus, als bei einer Wochenzeitung oder vielen Magazinen.
Es gibt eine weitere Ebene: Nicht nur die Leser entscheiden über die Zukunft von "Print". Viel wichtiger, weil einen höheren Teil des Umsatzes vertretend, sind die Anzeigenkunden. Und die passen ihre Werbeschaltungen nun mal dem Medienverhalten an. Das aber verschiebt sich durch das Internet. Die Frage "Ist Print tot?" muss also ergänzt werden um "Ist das Geschäftsmodell Print tot?" Und was online betrifft: Vielleicht fällt Dein Name nicht so auf, weil Du so lange Texte ohne Absatz schreibst ;-) |
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Gedruckte Nachrichtenblätter, halbvoll mit anderthalb Tage alten Agenturmeldungen, werden sicher keine großen Chancen haben. Andererseits frage ich mich, was Menschen sonst an Bord von Flugzeugen lesen sollten.
Das Thomas-Bernhard-eske kommt vom Editor, nicht von mir. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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