Lukasz Szopa

Blog von Lukasz Szopa

Blogbeiträge

08.02.2012 | 11:24 Lukasz Szopa

Wenn Demokratie geil ist!

  In regelmäßigen Abständen und immer wieder kehrenden Texten wird von „Demokratiemüdigkeit“ oder gar „Demokratieverdruß“ berichtet. Und leider stimmt oft nicht nur dieses Gefühl und diese Beobachtu... >> mehr
26.01.2012 | 14:20 Lukasz Szopa

Schlecker: Mit Wachstumsdogma in die Pleite

  Schlecker und seine Tochterfirmen sind pleite. Traurig traurig. Für den Unternehmer Anton Schlecker, der in sein Lebenswerk sowohl am Anfang, wie am Ende der Geschichte des gescheiterten Unternehmens nicht wenig eigenes Vermögen hineinsteckte... >> mehr
25.01.2012 | 10:24 Lukasz Szopa

E. Eppler über die Haushaltspolitik der EU-Länder (SZ, 23.01.2012)

Ich würde gerne diesen Artikel hier teilen, da meiner Meinung nach die Problematik der Haushalte der EU-Länder sehr gut und sachlich angegangen wird, ohne dass es ein emotionalles "Schuldenbremse"-Bashing ist. Eppler verneint gar nicht die Notwendigk... >> mehr
18.01.2012 | 09:57 Lukasz Szopa

Zeit für die Herabstufung der Rating-Agenturen

  Standard & Poor hat nun auch den EFSF-Rettungsfonds herabgestuft, als ob es nicht genügt hätte sich am vorigen Freitag kurz nach Börsenschluß höchst unbeliebt zu machen, indem in einem Zug die Bonitätsnoten mehrerer E... >> mehr
11.01.2012 | 11:11 Lukasz Szopa

3000 Tote zum Frühstück

Ein typischer Wochenend-Vormittag: Nach dem Frühstück setze ich mich aufs Sofa, nehme die Tageszeitung, dazu ein zweiter Aufguss Kaffee. Und finde im Politik-Teil einen kurzen Bericht über ein Massaker im Südsudan, angeblich über 3000... >> mehr
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Kommentare

Kommentar zu

Mensch und Gesellschaft - Teil III

07.02.2012 | 03:14 Der Querulant
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07.02.2012 | 11:50 Lukasz Szopa
Ich lese Ihre Beiträge gerne und schätze sie sehr - erlauben Sie dennoch einen wirtschaftlichen kritischen Kommentar (auch wenn wir hier in Einzelheiten reingehen und weg von dem Thema "Gesellschaft")...
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08.02.2012 | 10:08 Lukasz Szopa
Bei meiner Anmerkung zu Steuerprogression war mir natürlich klar, dass das derzeitige Steuersystem keineswegs progressiv ist. Da wir aber von Zukunftsideen reden, bezog sich mein Wunsch nach echter Steuerprogression auch auf Ihr Steuermodell - der Grund dafür waren eben mehrere "economy of scale"-Effekte, die meiner Meinung nach gedämpft werden sollten. Was die "Sondersteuern" angeht - vielleicht haben Sie recht, und man sollte sie alle abschaffen, von KFz über MwSt etc. Weniger Bürokratie, und der Staat kann dann eher durch Gesetze oder durch gezielte Förderungen gewünschte Entwicklungen in der Gesellschaft anstossen (Umweltfreundlichkeit, Energiesparsamkeit, Gesundheit, etc.) Ad "Börsenumsatzsteuer": Da liegen Sie aus meiner Sicht etwas falsch. Es stimmt, GB hat eine "Börsenumsatzsteuer". Doch diese umfasst leider nur die an der Londoner Börse (und sonst nirgends) getätigten Börsengeschäfte, meist Kauf/Verkauf gewöhlicher Aktien. In der Tat wird aber von Banken, Versicherungen, Hedgefonds der Großteil der Finanzgeschäfte (Aktien, Devisenspekulationen, Derivate, Optionsgeschäfte, Kreditausfallsversicherungen, Staatsanleihen) ausserhalb dieser Börsen getätigt - und somit weder versteuert, noch irgenwie kontrolliert. Es ist quasi ein riesiger, legaler, "Schwarzmarkt der Finanzindustrie". Was leider stimmt, dass die dt. Pläne zu einer "Finanztransaktionssteuer" lächerlich sind. Offen bleibt aber auch die Frage nach der Besteuerung von Vermögen. Sie reden vor allem von einer Einkommenssteuer. Wie Sie richtig bemerken, können niedrige und mittlere Einkommen kaum was sparen, während die höheren Einkommen nur einen Bruchteil verkonsumieren können. Diesen Effekt hätten wir selbst bei der von Ihnen vorgeschlagen, "echten" proportionallen Steuer - und selbst bei der von mir vorgeschlagenen Progression. Somit summieren sich über die Zeit die Vermögen der "Reicheren", und die "Vermögensschere" (wie auch die "economy of scale"-Effekte!) wächst weiterhin.
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07.02.2012 | 12:07 Lukasz Szopa
Ihre Frage gilt nicht nur für "Den Freitag", sondern genauso gut für z.B. "Junge Freiheit" oder alle anderen Medien (auch Print), Blogs und Foren - also alle "Orte", wo Ideen präsentiert werden und wo diskuttiert wird. 1. Die erste Frage ist, wieviel Menschen werden als Leser (Zuhörer, Ideen- und Kritik-Empfänger) erreicht. Das wäre messbar. 2. Die zweite ist, wieviel bleibt bei den erreichten Lesern "hängen", also - wie Sie fragen - in wie weit Beiträge das Bewußtsein und Wissen beeinflussen können. Das ist leider nicht direkt messbar. 3. Angenommen, die Ideen erreichen eine "kritische Masse": Was kann diese "Masse" dann tun? Teils kann es das Wahlverhalten in einer Demokratie beeinflussen (man wählt vielleicht die "weniger etablierten" Parteien/Kandidaten - ob "Die Grünen", "Die Linke", "Die Piraten", bei anderen Medien eher rechtskonservative Gruppierungen (früher Schill-Partei, Pro-Köln, Republikaner - bis hin zu neonazistischen NPD). Da bin ich mir sicher, dass auch "kleine Medien" wie "Freitag" oder "Junge Freiheit" einen Einfluss haben können. Solcher Einfluss kann sich dann auch in anderen Formen bemerkbar machen: Teilnahme an Demos, Leserbriefe an "Mainstream"-Medien, Petitionen, Volksbegehren, bis hin zu radikalen Taten (ob Kunst-Happening oder Terroranschlag...) So gesehen - glaube ich insgesamt schon, daß es Sinn macht, die Meinungen auszutauschen und zu beeinflussen, und denke nicht, dass solche Medien ein reiner "Selbstbeweiherungsritus" sind. Eine andere Frage wäre interessant - siehe die o.g. Punkte (Ideen - Empfänger - Aktionen): In wie weit VERÄNDERN sich die Proportionen? Was ich meine: Was hilft es, wenn die Leserschaft des "Freitags" in x Jahren von 10000 auf 50000 steigt, wenn in der gleichen Zeit das Publikum der "Bild" um 500000 gestiegen ist?... Natürlich, man kann ja hoffen, dass die "Bild"-Leser eher passiv bleiben, während "Freitag"-Leser eher zu Aktionisten oder "Opinion-Leader" (Multiplikator-Effekt) werden.
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07.02.2012 | 11:50 Lukasz Szopa
Ich lese Ihre Beiträge gerne und schätze sie sehr - erlauben Sie dennoch einen wirtschaftlichen kritischen Kommentar (auch wenn wir hier in Einzelheiten reingehen und weg von dem Thema "Gesellschaft"). Sie schreiben: "Sämtliche Steuern, Abgaben und Beiträge sind abzuschaffen und durch eine einzige prozentual gleich hohe Steuer auf alle Einkommen zu ersetzen." Das bedeutet eine (hohe) Flat-Tax. Abgesehen von rechten/linken Bewertung dieses Steuermodells gibt es einen Grund der für eine unproportionalle Besteuerung, dieser ist fast schon statistisch/mathematisch: Je mehr ein Einzelner an Einkommen/Vermögen hat, desto mehr - unproportional mehr! - nutzt ihm die Gesellschaft, die vorhandenen Strukturen (Sicherheit, Infrastruktur, Bildungsstand, Umweltstandards). Es ist wie bei Oligopolen: Eine Firma mit 80% Marktanteil kontrolliert (und zieht daraus Vorteile) mehr als 80% des Marktes, eine Firma mit 2% Marktanteil hat dagegen weniger als 2% Einfluss und Vorteile. Genauso ist es bei Vermögen, Anlagen, Sparguthaben, ähnlich bei Nutzung der vorhandenen Güter (Strassen, Internet, Sicherheit). Anderes Beispiel: Jemand mit 1 Mio. Vermögen erhält einen niedrigeren Kredit-Zinssatz für 100.000, als jd. mit 100.000 Vermögen für einen 10.000 Kredit usw. Das alles spricht für eine progressive Besteuetung - schon alleine mathematisch, selbst wenn wir die Frage des sozialen Ausgleichs weglassen. Zweitens: Manche Steuerarten dienen in der Gesellschaft nicht nur den Einnahmen, sondern auch der Steuerung (daher "Steuer"). D.h. die Höhe und die Änderung des Steuersatzes soll etwas fördern oder verhindern. Beispiele sind Steuern auf Alkohol & Tabak, auf Energieträger, Kfz, ebenso eine Tobin-Steuer (Finanztransaktionssteuer) oder die MwSt.
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07.02.2012 | 10:46 Lukasz Szopa
Ihr Beispiel mit dem Kopfschmerzmittel ist nicht ganz richtig, meiner Meinung nach. Die Industrie darf gerne nach neuen Kopfschmerzmitteln forschen - und dann solche finden, die eben besser & günstiger sind! Das sollte vom Gesundheitssystem so gefördert werden, dass eben nur bessere Medikamente bezahlt werden.
Kommentar zu

Vom Unglücklichsein im Wachstum

06.02.2012 | 05:41 menschenzeitung
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07.02.2012 | 10:41 Lukasz Szopa
Toller Beitrag, danke. Ein Gedanke dazu: Stellen wir uns vor, wir werden plötzlich ins Jahr 1978 zeitversetzt, in Deutschland. Wirtschaftsstatistisch ein "Negativwachstum" von wahrscheinlich einigen zig Prozenten!!! Wären wir dann aber tatsächlich weniger glücklich als heute (selbst angenommen, es gäbe seit den 1980ern keine wachsende Einkommensschere)? Wozu also das Wachstum? Ich will zwar die Propaganda der Wirtschaft und das politische Dogma vom "Wachstumsnotwendigkeit" nicht leugnen noch verteidigen - doch jeder Einzelne von uns darf sich da auch nicht ganz rausnehmen, egal ob wir bewusst auch nach dem Wachstum (Einkommen, Konsum) streben, oder uns von der Industrie & Politik dahingehend manipulieren lassen und ließen. Jeder Konsumverzicht und jede Überstunde weniger ist ein Akt in die andere Richtung. Und viele - vor allem in Deutschland - könnten sich das leisten!
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Lukasz Szopa
Geb. 1973 in Tychy, Polen. Studium der Int. Betriebswirtschaft an Uni Wien. Schriftsteller (Lyrik, Prosa), Übersetzer (polnisch <-> südslawisch), Informatiker.
Ort:
Berlin
Mitglied seit:
2 Jahre 48 Wochen
Zuletzt aktiv:
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