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Eigentlich wollte ich heute etwas über Caipiriña am Nachmittag und Diazepam im Aschenbecher schreiben, aber mir kam eine Meldung in der Taz dazwischen, die mich zum Nachdenken brachte (leider finde ich diese in der Onlineausgabe nicht, es ging um eine Solidaritätskundegebung). Sie handelte von Gazale Salame, die vor sechs Jahren, schwanger und zusammen mit der jüngsten Tochter der Familie, in die Türkei abgeschoben wurde.
Dort lebt sie in Izmir in einem Armenviertel der Stadt und ist mittlerweile depressiv geworden.
Ihrem Mann wurde sein Aufenthaltstitel entzogen, weil er angeblich im Asylantrag falsche Angaben über seine Herkunft gemacht haben soll. Aus dem anerkannten Asylberechtigten wurde ein Geduldeter. Bei Geduldeten greift die Regelung zur Familienzusammenführung aber nicht, weshalb seine Frau eben ausgewiesen wurde. Achso, sie sprach übrigens kein türkisch.
Er blieb mit zwei weiteren gemeinsamen Kindern (mittlerweile 12 und 14 Jahre alt) zurück und versucht seitdem, gemeinsam mit AnwältInnen und mit der Unterstützung verschiedener Initiativen, gegen die Abschiebung von Gazale Salame vorzugehen.
Nun wurde bewiesen, dass die Entscheidung auf Fehlinformationen basiert, was eigentlich dazu führen müsste, dass Gazale Salame umgehend wieder zurück zu ihrer Familie und den mittlerweile sechsjährigen Sohn nun endlich dem Vater und den Geschwistern vorstellen darf.
Aber es bewegt sich nichts.
Nun habe ich mich heute gefragt, wie es denn sein kann, dass …naja, nennen wir es mal ganz neutral „die Politik“… immer wieder die Familie als Wurzel alles Guten, als Fundament der Gesellschaft, oder eben einfach als besonders schützenswert bezeichnet, aber ohne mit der Wimper zu zucken eine solche Familie auseinanderreißt?
Gibt es Familien, die mehr wert sind, als andere?
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In diesem Fall wären es zwar "'umm, ab, walad" (glaub ich, wer des Arabischen mächtig ist, verbessere mich bitte), weil ja garnicht türkisch, sondern arabisch gesprochen wird. Aber da hast Du wohl recht, das spielt keine Rolle, denn es heißt ja nach wie vor nicht "Mutter, Vater, Kind"...
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Gibt es Familien, die mehr wert sind, als andere?
Nun ja, wie soll man das genau ausdrücken? Wenn sie doch weiß sind, also, weißer als andere, und dazu noch seit etwa 250 Jahren echt arisch deutschen Blutes ... dann schon. |
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"etwa 250 Jahren echt arisch deutschen Blutes"
Da kommt dann aber sowas raus: ![]() oder sowas: |
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schrieb am
09.09.2011 um 10:35
Das Bild oben finde ich interssant. Wusste noch gar nicht, dass Dr. Joseph Goebbels so grosse Hände hatte.
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schrieb am
09.09.2011 um 10:43
Die Vorurteilsforschung der letzten Jahre zeigt immer wieder, dass es ein Vorurteil ist, wenn behauptet wird, Menschen werden wegen ihrer Hautfarbe benachteiligt.
Der Grund für Ausgrenzung Unbekanntem hat etwas mit Urvertrauen und Prägung zu tun, also auch letztenendes mit Gewohnheit. Menschen werden aufgrund (afrozentrischer) Gesichtsmerkmale benachteiligt, nicht wegen der Hautfarbe. Diese Merkmale hängen logischerweise nicht unbedingt mit der Hautfarbe zusammen. Das Bias der Urteilsentscheidung aufgrund der Hautfarbe hat sich also schon lange verringert, wie diverse Studien zeigen. Ich finde, wenn man sich einem sensiblen Thema wie diesem widmet, sollte man schon genauer wissen, was man in die Welt hinaus schreibt. tinyurl.com/3p6s5ua |
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schrieb am
09.09.2011 um 10:43
Die Vorurteilsforschung der letzten Jahre zeigt immer wieder, dass es ein Vorurteil ist, wenn behauptet wird, Menschen werden wegen ihrer Hautfarbe benachteiligt.
Der Grund für Ausgrenzung Unbekanntem hat etwas mit Urvertrauen und Prägung zu tun, also auch letztenendes mit Gewohnheit. Menschen werden aufgrund (afrozentrischer) Gesichtsmerkmale benachteiligt, nicht wegen der Hautfarbe. Diese Merkmale hängen logischerweise nicht unbedingt mit der Hautfarbe zusammen. Das Bias der Urteilsentscheidung aufgrund der Hautfarbe hat sich also schon lange verringert, wie diverse Studien zeigen. Ich finde, wenn man sich einem sensiblen Thema wie diesem widmet, sollte man schon genauer wissen, was man in die Welt hinaus schreibt. tinyurl.com/3p6s5ua |
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man/frau wird nicht als nase geboren. man/frau wird dazu. Die Gründe und Faktoren dafür sind vielfältig.
Sozialisation, Erziehung und die Persönlichkeit sind wichtige Einflussfaktoren für ein solches werden. |
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"Ich finde, wenn man sich einem sensiblen Thema wie diesem widmet, sollte man schon genauer wissen, was man in die Welt hinaus schreibt. "
Und ich finde, wenn man einen Artikel kommentiert, dann sollte man dabei im Hinterkopf haben, worum es darin ging. Wo habe ich in meinem Beitrag denn gesagt, dass Gazale Salame wegen ihrer Hautfarbe abgeschoben ("Ausgegrenzt" ist wohl nicht der passende Ausdruck) wurde? Lesen Sie die Verlinkungen. Was in den Kommentaren passiert, sind oft Assoziationsketten, die nicht immer und nicht unbedingt direkt mit dem Beitragsthema zu tun haben müssen... So, was wollten Sie jetzt sagen? |
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dieser kommentar bezieht sich auf obiges video "etwa 250 Jahren echt arisch deutschen Blutes"
möchte ihnen recht geben, es ist nicht einfach beim thema zu bleiben. habe ebenfalls einen beitrag zur humanität und flüchtlingen geschrieben. www.freitag.de/community/blogs/tomach/wo-bleibt-die-humanitaet-mit-fluechtlingen-- die diskussion war auch sehr assoziativ. aber auch teilweise sehr fruchtbar. es war aufgrund der komplexität schwierig beim thema zu bleiben. weil nebendiskussionen zu anderen aspekten aufgemacht wurden und auch meinungsverschiedenheiten ausdiskutiert wurden. |
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@langweiler: ja, das ist bei so sensiblen Themen fast immer so, stimmt.
Mir ist nur wichtig, dass Kommentatoren konkretisieren, was sie mit dem was sie schreiben denn sagen wollen. Und ich frag lieber nach, bevor ich etwas falsch aufnehme (was mir öfter mal passiert). Vor allem, wenn ich in einem Kommentar für etwas kritisiert werde (was grundsätzlich total in Orndung ist), die Begründung mir dann allerdings deplaziert, weil am Thema und meinen Aussagen vorbei, vorkommt. |
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@ Zimmerfrau (09.09.2011; 10:43):
Der Grund für Ausgrenzung Unbekanntem hat etwas mit Urvertrauen und Prägung zu tun, also auch letztenendes mit Gewohnheit. Menschen werden aufgrund (afrozentrischer) Gesichtsmerkmale benachteiligt, nicht wegen der Hautfarbe. Ach so, und jemanden aufgrund (afrozentrischer) Gesichtsmerkmale/em> zu benachteiligen ist Ihrer Ansicht nach weniger rassistisch - oder, wie Sie es vielleicht benennen würden: vorurteilsgeprägt? Diese Unterscheidung kommt mir soooooo fein vor, daß sie mit bloßen Auge nicht mehr wahrnehmbar ist. Diskriminierung ist ekelhaft, egal, welche Begründungen dafür angeführt werden. Wenn Unbekanntes ausgegrenzt wird, so liegt es sicherlich nicht an dem Unbekannten selbst, sondern doch wohl vielmehr an der Unfähigkeit oder dem Unwillen der Ausgrenzenden, sich auf Unbekanntes einzulassen. Zu Ihrem Link übrigens: Wäre e vielleicht möglich, daß Afrikaner eine ganz andere Vorstellung davon habe, welche Art von Gesichtszügen vertrauenerweckend wirkt? Mir scheint, daß diese Skala nur von weißen Europäern oder Nordamerikanern erstellt worden sein kann. Ich finde, wenn man sich einem sensiblen Thema wie diesem widmet, sollte man schon genauer nachdenken, was man an an angelesenen Platitüden in die Welt hinausschreibt. |
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Witzig, mit dem Asylrecht, ist es wie mit dem Feminismus. Der KeinWortEinSternTroll kommt kurz, trollt sich wieder und...naja, mehr kann der nicht.
Keine Überraschung. Überraschend wär's, wenn es einen weltweiten Wechsel von ![]() zu ![]() gäbe. |
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schrieb am
09.09.2011 um 11:20
@luzie.fair
Warum regen Sie sich über die Besternung auf? Weiter oben steht ein Beitrag von IDA Liszt mit drei Sternen. Der Beitrag ist inhaltlich falsch, da finde ich drei Sterne sogar übertrieben. Außerdem ist es doch rechtens, wenn ein Besterner den Beitrag schlecht findet und nicht oder gering besternt - wozu gibt es denn sonst diese Möglichkeit? Davon ab verstehe ich nicht, wie man dieser Technik, die wie so manches in diesem Forum nicht so richtig funzt, so viel Aufmerksamkeit schenken kann. Was soll an diesen blöden Sternen so wichtig sein? (Ich habe anfangs hier mal einiges ausprobiert, also auch die Sternfunktion, und fand sie sehr schnell überflüssig.) Dazu ein Gedankenexperiment. Wenn irgend ein Blogger einfach nur "Nazis raus" gepostet hätte, könnte ein Stern in der Beurteilung alles Mögliche bedeuten, positiv sowie negativ. Ein Stern könnte bedeuten, dass ein beleidigter Nazi ihn vergeben hat. Es könnte aber auch bedeuten, dass ihn jemand vergeben hat, der keine Nazis mag, aber diesen Spruch einfach nur platt und menschenverachtend findet. |
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@Zimmerfrau: Der Beitrag ist nicht inhaltlich falsch, sondern bewusst überzogen.
Drei Sterne sind durch meine Aufwertung zu Stande gekommen, vorher waren zwei. Einer für merdeister und einer für IDA Liszt. "könnte ein Stern in der Beurteilung alles Mögliche bedeuten, positiv sowie negativ" Und genau deshalb finde ich es immer wieder spannend, das besternen zu erwähnen. Manchmal melden sich die Besterner dann auch. Und Sie können sich sicher sein, es gibt hier Leute (ich selber erlebe das auch immer wieder) die zeitweise vom Sternetroll verfolgt werden (meist hängt das von den Themen ab, zu denen man sich so in der letzten Zeit geäußert hat). Kaum gepostet und schwups: * So, nun will ich mich wieder dem Thema widmen. |
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www.migration-boell.de/web/diversity/48_2527.asp
Vorurteile entstehen bekanntlich durch Prägung, also das Vertrauen zu Menschen ist ausschlag gebend. Rassistisch sind nicht nur Weiße. Zu Prägung in der DDR: "Die Geschichte des modernen Rassismus reicht in das 18. Jahrhundert zurück, wo systematische Rassentheorien entwickelt wurden, auf die später die Rassenlehre des Nationalsozialismus zurückgreift und damit die Ermordung von 13 Millionen Menschen begründet. Diese Erfahrung hat wahrscheinlich die Distanz der Deutschen zum Konzept des Rassismus geschaffen. Wir assoziieren Rassismus eng mit dem Nationalsozialismus und verwenden den Begriff zurückhaltend. Umso mehr ist Rassismus geächtet oder ideologisch tabuisiert worden, wie in der DDR. Er wurde zum alleinigen Merkmal des Faschismus reduziert." |
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ok, zimmerfrau. Ich kann verstehen, dass sie diesen Bogen spannen (auch wegen der Kommentare), aber: Asylrecht. Asylrecht und (auch) die rassistische Asylgesetzgebung in Deutschland ist das allgemeine Thema. Zum einen. Zum anderen hätte ich gerne die Frage beantwortet (oder diskutiert), warum die Familie um Gazale Salame herum weniger wert zu sein scheint, als die um Hedchen Müller (oder so)...
Außerdem geht es auch um Herkunft, die Konstruktion von Nationalstaatlichkeit und Nationalität (wie aus den verlinkten Zeitungsartikel auch hervorgehen sollte). |
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schrieb am
09.09.2011 um 11:34
Warum diese Familie weniger "wert" zu sein scheint?
Gesetze werden von Menschen gemacht, genau so wie Verurteilen vor Gericht. Diese Gesetzesgebungen entstehen zu einem großen Teil aus menschlichen Vorurteilen und diese sind genau so wie bestehende Gesetze schwierig änderbar, weil Menschen eben "so ticken", wie ich es mit meinem Hinweis auf Studien aus der Vorurteilsforschung verdeutlichen wollte. In Befragungen, ob Probanden rassistisch seien, kommen natürlich andere Ergebnisse heraus als bei Versuchen, die das Unbewußte ansprechen. Genau dort liegt der Hase im Pfeffer, bewußt sind Vorurteile nicht steuerbar. Ich plädiere, dass mehr Augenmerk auf die Verbreitung solcher Studien gelegt wird um Menschen zum Nachdenken zu bewegen. Vielleicht wird es dann irgendwann möglich sein, bestehende Gesetze mehr zu hinterfragen und zu verändern. Selbst erfahrene Richter und Anwälte schneiden im Vergleich zu jungen Studenten bei Vorurteilsbildung genauso schlecht ab. Es gilt, diese Berufsgruppen besser zu beraten, was zum Teil auch gemacht wird. Wenn an einen Menschen mit hohem Einfluss die Idee einer Beratung herangetragen wird, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass er es ablehnt. Das ist (leider) ebenso "menschlich" erklärbar. |
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Hm, nur verstehe ich nicht, was hier für Vorurteile greifen sollen.
ich denke da eher an staatlichen Protektionismus. An die Abgrenzung zum Anderen, um sich seiner selbst (hier: Nation) zu versichern. Solange ich jemanden von irgendwo rausschmeißen kann, gibt es einen Raum, der mir "gehört", in dem ich das Sagen habe. Ich glaube nicht, dass man das einfach auf (unbewusste) Vorurteile herabbrechen kann (halte dieses Thema dennoch nicht für uninteressant), Asylgesetzgebung hat Methode. Und zwar eine ganz Schlimme, auf das emotionale Ausbluten von Betroffenen bedachte. |
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Artikel 6
(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung. dies gilt lange nicht für jede Familie. wie es bereits in den Kommentaren beschrieben ist. Doch auf diese Weise lässt sich immensen Druck auf die in D Verbleibenden aufbauen doch in das Land zurück zu gehen, trotz Verfolgung o.ä. |
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Ja, unter dem taz-Artikel gibt es auch einen Kommentar, der fragt, warum der Ehemann mit den verbliebenen Kindern (die ja zum Abschiebezeitpunkt acht und sechs Jahre alt waren) nicht enfach hinterher zieht. Ins Armenviertel nach Izmir. In die Türkei, ohne die Sprache zu beherrschen.
Meine Mutter würde sagen: es ist zum Mäuse melken. Es kommt ja auch nicht von ungefähr, dass sich die Bindesregierung(en) lange geweigert hat, die UN-Kinderrechtskonventionen anzuerkennen. Schließlich hätte das bedeutet, anzuerkennen, dass auch die Kinder von illegalisierten Menschen, als Menschen mit Rechten hätten anerkannt werden müssen... und so gehts dann ja auch nicht. de.wikipedia.org/wiki/Kinderrechtskonvention#Deutsche_Vorbehalte:_Ausl.C3.A4nderrecht_vor_Kinderrechtskonvention |
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huch...etwas aus der form geraten...
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bei solch einem thema kein wunder :)
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Im Nachgang zu meinem
dieausrufer.wordpress.com/2011/05/15/sundenbock-migrant-oder-die-angst-sturm-zu-ernten/ und in Ergänzung zu Ihrem Blog: Um dieses Willen werden auch Selbstverständlichkeiten wie Familienschutz ausgehebelt - auf administrativer Ebene. Deswegen finde ich die Einstellung eines -wenn auch sarkastisch gemeinten- Pics zu Führern deplatziert. Nicht sie prägen das Weltbild, sondern die ganz ordinäre Verwaltungspraxis. Und ist deswegen, im Wortsinne, unfasslich. |
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Da hat er Recht, der ed.
Allerdings, wie schon gesagt: Kommentarstränge sind oft Assoziationsketten. Im Gespräch würde man da wohl sagen: und da ergab dann ein Wort das andere. |
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Du solltest das: Gibt es Familien, die mehr Wert sind, als andere? nicht als Frage sondern als Normalität sehen die es noch nie anderst gab.
Schützenswert ist wer entweder weiß ist oder genug Leistung bringt: HUMANKAPITAL ist. Auch in Hambug wird das gerne mit "Ausländern" gemacht die 12 oder mehr Jahre hier Arbeiten und wenn diese dann keinen Job mehr haben werden sie einfach entsorgt. |
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Neee, neee. Das werde ich nicht und niemals als Normalität anerkennen.
Aber diesen ökonomischen Aspekt finde ich durchaus interessant. Immer, wenn etwas (eine Leistung, ein Recht...) für eine bestimmte Gruppe eingefordert wird, geht es einfacher, wenn einer sagt: aber ökonomisch wäre es auch von Vorteil. gestern habe ich einen Bericht über "benachteiligte" Jugendliche gesehen. Und der Experte, der den ökonomischen Nutzen von frühkindlicher Förderung angeführt hat, hatte das Schlusswort. Mit dem Argument: "weil es eben gerecht wäre" kommste heut wohl nicht mehr weit, geschweige denn ins Fernsehen. |
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Ich will nicht das du das Aktzeptierst sondern, nur siehst. Das würde einen zur Realität führen, die dann besser zu ändern wäre, weil die Wurzel oder zusammenhänge sichtbar sind und nicht in irgendwelchen Hoffnungen feststeckten.
Es funktioniert nur durch Ökonimie. Die Türkische gemeinde wenn ich das so sagen muss -bei mir heißt das Mitbürger- erwirtschaftet 60. Milliarden euro im Jahr für - in Deutschland, dass wird als gewichtiges Argument benutzt für eine Integrationsdebatte. Aber es geht nicht um die Menschen an sich. Die müssen -bevor sie eventuell einmal Menschen seien dürfen- erst beweisen das sie uns einen nutzten bringen. Diesen nutzten legen wir aber vorher erst fest. Wenn es ein anderen wäre, würde der nicht zählen. Den Artikel zu Hamburg kann ich nochmal raussuchen. Der betraf soweit ich noch weiß besonderst schawarze Mitbürgen die im Hafen arbeiten. Und wie gesagt: die je nach bedarf wieder entsorgt werden wie es eben passt. Der begriff entsorgt tut mir leid aber so läuft es. |
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"Aber es bewegt sich nichts..." obwohl die Entscheidung auf Fehlinformationen basiert. Und das ist Verschleppung. Hier in Duisburg erfahre ich oft von ähnlichen Vorfällen, nämlich das nach einem "Formfehler" die Verantwortlichen Revisionsanträge verschleppen. Ohne Rechtsanwalt kann heute kein ausländischer Antragsteller mehr bei einer Behörde auftauchen. Die entstehenden Anwaltskosten müssen dann oft auch noch von dem Erlös aus "illegaler" Arbeit gezahlt werden. Dank für das Beispiel.
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Liebe Luzieh ...
erstmal einen Gruß zum Rand des Vorgebirges. Ich stelle mir manchmal komische Fragen, doch das wissen Sie. So frage ich mich zum Beispiel, warum ein Projejkt wie SETI durchgeführt wird, besteht doch die Gefahr, dass wir tatsächlich Aliens auf uns aufmerksam machen. Doch wenn wir mit den eigenen Artgenossen so umgehen, verheißt das nichts Gutes ... aber vielleicht lieben wir das vollkommen Fremde mehr als das, was fremd war und sich jetzt als Last erweist, zumindest wenn die Mafia der beamteten Bedenkenträger sich mal selbst ans Bein pinkeln muss. Eines Anwalts - wie einer hier schrieb - bedarf es allerdings nicht: Eine Dienstaufsichtsbeschwerde tut's im Allgemeinen auch ... von ganz oben (Ministerium o.ä.) bis ganz unten (vorgesetzte Dienstbehörde), das erzeugt Aufmerksamkeit, die, wenn sie nicht aus den Personalakten verschwindet, der so genannten Karriere ein abruptes Ende setzt. Man braucht halt nur jemanden, der sich etwas auskennt und keinerlei Probleme damit hat, sich mit den unverkündeten Unkündbaren (außer silberne Löffel natürlich) anzulegen ... meist klappt das. Gruß Sir Kuni |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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