Lydia Esche

Die spiegelverkehrte Anke Huber

Kommentare

Kommentar zu

Unter Journalisten

Kultur | 26.09.2010 | 02:25 Michael Angele
portrait
27.09.2010 | 17:22 Lydia Esche
Nachdem geklärt wäre was Herr Fleischhauer alles nicht wirklich ist, scheint mir nur zu fehlen, was er vor allem nicht mehr sein möchte: ein Journalist.Wenn die klassische Wechselbeziehung zwischen Amerika und Europa noch gilt,dann gehört er doch nun eher in die neue Welle der punditry, die gerade herüberschwappt.Mit der Medienmacht des Spiegel im Kreuz kann er eine Medienpersönlichkeit entwickeln, die klar erkennbar ist und ähnlich wie Broder(der allerdings, von allen Werturteilen mal abgesehen, deutlich begabter ist) für eine Palette an spezifischen Themen gut ist, falls irgendwo noch ein Stuhl in einer Diskussionsrunde frei sein sollte. Eigentlich braucht es jetzt nur noch einen 24h Nachrichtenkanal, wo die Herrschaften dann ihre eigenen Shows bekommen. Der Journalist Fleischhauer fällt in seinen Artikeln schon länger durch eine Empathielosigkeit auf, die schaudern lässt.Egal um welches Thema es sich dreht, man kann sicher sein, wer sein Fett wegbekommt und für welche Zustände er grenzenloses Verständnis zeigen wird. Man hält sich nicht mehr mit irgendwelchen Abwägungen auf, man weiss von vornherein, dass das Ergebnis der "Recherche" immer die eigene Weltsicht bestätigt.Das ist natürlich sehr praktisch um Bücher zu verkaufen und als Marke immer erkennbar zu bleiben. Der weitere Weg scheint mir vorgezeichnet, wenn man sieht welchen Einfluss auf die öffentliche Diskussion diese selbst ernannten Aussenseiter(die natürlich egal von welcher Ecke immer eint, dass sie ein regelmässiges öffentliches Forum zur Verfügung haben, wo sie ihre "Randstellung" besingen können) mittlerweile haben. Eine win-win Situation für die jeweiligen Presseorgane, mit dem kleinen Problem kosmetischer Natur, dass man alle paar Wochen ein Mediengestöber auslöst, dass die seriös arbeitenden Kollegen der Herrschaften in mühseliger Faktenarbeit wieder ordnen müssen. Als hätte das Land nicht schon genug Schwierigkeiten im Kampf mit PR, Lobby und Boulevard, müssen nun unbedingt noch einzelne "Edelfedern" zum Zirkus beitragen, statt aufklärerisch zu wirken.
Kommentar zu

„Als wäre er bei Fremden“

Politik | 17.09.2010 | 15:25 Hans-Peter Waldrich
portrait
17.09.2010 | 15:47 Lydia Esche
Woher wissen Sie diese Dinge aus dem Innenleben der Familie, wenn die Familie bisher doch geschwiegen hat? Vom Hörensagen?
Kommentar zu

Quark & Co.

Kultur | 07.09.2010 | 14:00 Magnus Klaue
portrait
09.09.2010 | 14:16 Lydia Esche
Das scheint mir recht treffend beobachtet.Allerdings würde ich sagen, dass der didaktische Überbau gerade wegen seiner Orientierung am Nutzen die Fantasie besonders einschränkt.Auch bei unterschiedlichen Formaten fällt auf, dass nur auf die eine Antwort hin gearbeitet wird.Bei den privaten Sendern ist dies oft mit product placement verbunden und es sind so Fragen aus dem Baukasten des Partysmalltalk.Bei den öffentlich Rechtlichen vielleicht sachorientierter, aber immer um ein Alltagsphänomen zu klären mit dem die lieben Kleinen sich im Bildungprotzen üben können.Diese Pseudonützlichkeit, die im wesentlichen Lernen fürs Berufs-und Privatleben nachspielen soll, macht aus der ganzen Angelegenheit etwas Neurotisches.
Kommentar zu

Wikileaks – maßlos überschätzt

04.08.2010 | 03:03 Peter Nowak
portrait
05.08.2010 | 19:35 Lydia Esche
Also ich habe ein bisschen den Eindruck, dass die Öffentlichkeitsarbeit von wikileaks einfach sehr geschickt ein Bild von sich erzeugt und auch erzeugen soll, dass aus einer ganzen Reihe von popkulturellen Versatzstücken besteht, welche für die Zielgruppe passgenau sind. Das hat von allem ein bisschen was.Von Matrix bis zu den Datenengeln aus alpha centauri, die Gatekeeper einer neuen Weltsicht geben dem Numinosen endlich ein Gesicht.Sie haben das Wort Information "wirklich" verstanden, sind supranational und mysteriös.Das hat was von einer NGO, die so cool ist wie anonymous. Das ist doch ein wunderbares öffentliches Image, mit dem man viele Spenden im Internet akquirieren und die etablierten Medien ordentlich altmodisch aussehen lassen kann. Ich finde man sollte da bei einer poltischen Beurteilung vorsichtiger sein.Der Sinnüberschuss entsteht im eigenen Kopf und ist gewollt. Das Anliegen ist doch vollkommen in Ordnung.Wer hat denn bitte etwas gegen Informationen?Wie sie einzuordnen sind, bleibt doch dem Einzelnen überlassen.Alle übermässig positiven oder alarmistischen Stimmen scheinen mir interessegeleitet.
Kommentar zu

Obama, der kalte Krieger

03.08.2010 | 08:50 Lydia Esche
portrait
03.08.2010 | 22:36 Joachim Petrick
Ganz abgesehen von der auch damals völkerrechtlich verbrecherischen Vernichtung, den Verwüstungen Hundertausender Menschen- , Tier- und Pflanzenleben durch die Atombombenabwürfe auf Hisroshima und Nag...
portrait
04.08.2010 | 12:09 Lydia Esche
@Joachim Petrick Die wirkliche Ironie ist hier, dass die Japaner ohnehin ständig auf ihre Verbrechen zurückgeworfen werden. Bei jeder politischen Initiative in der Region begegnet Ihnen das Misstrauen, das aus dieser Art der Vergangenheitsbewältigung resultiert.Also wenn diese Methode helfen würde, hätten sie sich schon aus Eigeninteresse mal bewegen müssen.Da wäre ich eher nicht ohne Hoffnung, dass Zeichen der Empathie Entwicklungen in Gang setzen können.Verzweifelt dürften ja nun eher die Opfer auf allen Seiten sein, die noch auf Zeichen der Reue zu Ihren Lebzeiten hoffen.
Kommentar zu

Obama, der kalte Krieger

03.08.2010 | 08:50 Lydia Esche
portrait
03.08.2010 | 22:36 Joachim Petrick
Ganz abgesehen von der auch damals völkerrechtlich verbrecherischen Vernichtung, den Verwüstungen Hundertausender Menschen- , Tier- und Pflanzenleben durch die Atombombenabwürfe auf Hisroshima und Nag...
portrait
03.08.2010 | 22:50 Lydia Esche
@Joachim Petrick Das ist ganz ohne Zweifel so und die Amerikaner können ja auch noch 35 Jahre warten, dann haben sie die 100 Jahre erreicht, die Korea schon auf eine japanische Entschuldigung für die Annektierung wartet.Oder man beginnt halt mal bei sich selbst.
Kommentar zu

Obama, der kalte Krieger

03.08.2010 | 08:50 Lydia Esche
portrait
03.08.2010 | 12:08 SchmidtH.
In einer Buchbesprechung im "Tagesspiegel" findet sich folgende Aussage: "Da viele der amerikanischen Gegner auf dem Schlachtfeld – Hitlers Deutschland, Japan im Pazifischen Krieg, Vietnam unter Ho ...
portrait
03.08.2010 | 14:22 Lydia Esche
@SchmidtH. Ich frage mich hier auch ganz konkret,wie der Intelektuelle Barack Obama seinen in Japan durchaus mit Hoffnung aufgenommenen Satz von der moralischen Verantwortung Amerikas eigentlich anders deuten möchte.Amerika setzt sich für eine atomwaffenfreie Welt ein, weil es kein zweites Hiroshima und Nagasaki geben soll.Aber es bleibt bei der Richtigkeit des Einsatzes gegen Japan. Also da muss man gar keine Ideologien oder Theorien bemühen,das genügt schlichtweg nicht den Gesetzen der Logik und ist dementsprechend nicht durchzuhalten. Er hatte ja einen Besuch in Hiroshima und Nagasaki in Aussicht gestellt,vielleicht wird es ja was zum 70.Jahrestag.
Kommentar zu

Meine Freundin Eva

26.07.2010 | 21:50 Lydia Esche
portrait
29.07.2010 | 07:32 hibou
aus eds blog herüberkopiert: "Spannend und lehrreich zu verfolgen ist doch auch, dass und wie (naemlich mit aehnlichen steinzeitlichen Argumenten), christliche UND islamische Websites - beide Male vo...
portrait
29.07.2010 | 10:21 Lydia Esche
Also da war ich ja in der Diskussion gar nicht darauf gekommen, dass Sie das auf mich beziehen könnten.Kann man mal sehen wie naiv ich bin.Kann allerdings auch nach Copy und Paste nicht erkennen, was man gegen derartige Geschütze in Stellung bringen kann.
Kommentar zu

Meine Freundin Eva

26.07.2010 | 21:50 Lydia Esche
portrait
29.07.2010 | 08:45 Rahab
ganz was anderes? www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/boykottaufrufe-gegen-mcfit/
portrait
29.07.2010 | 10:04 Lydia Esche
Na das ist doch mal eine angemessene Reaktion.Saubere marktwirtschaftliche Lösung ohne Streit.Clever diese Bodybuilder.
Kommentar zu

Meine Freundin Eva

26.07.2010 | 21:50 Lydia Esche
portrait
28.07.2010 | 11:36 Ehemaliger Nutzer
Habe den Artikel mit Vergnügen und Respekt gelesen ;-) Den "Respekt" brauchte ich, weil etliche Formulierungen mich innerlich aufstöhnen machten ... was mindestens ebenso viel mit meinen im Lauf des ...
portrait
28.07.2010 | 12:49 Lydia Esche
@TomGard Also wenn es Vergnügen bereitet hat, dann war man doch gern behilflich.
Lydia Esche
Wo jetzt doch wieder Mittelalter ist, kann man dann auch wieder Leumund von Beruf werden?
Mitglied seit:
2 Jahre 32 Wochen
Zuletzt aktiv:
30.03.2011
Status:
Publizistin
Aktivität:
Beiträge: 14
Kommentare: 42
Mein Projekt:
Mein Web:
Logbuch
19:26
Matto hat gerade einen Kommentar geschrieben.
19:25
freedom of speech? hat gerade einen Kommentar geschrieben.
19:21
Der König von Prussia hat gerade einen Blogbeitrag erstellt.
19:20
Uwe Theel hat gerade einen Kommentar geschrieben.
19:17
DandelionWine hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Augstein und Blome

portlet_Phoenix-12.png

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG