Marius Siemen

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Blogbeiträge

26.01.2011 | 20:21 Marius Siemen

Die Geißel der Indifferenz

Der etwas pathetisch anmutende Titel beschreibt ein Phänomen, dessen ich mir beim Zeitungslesen und im Alltag mehr und mehr bewusst wurde. Beginnen wir mit den Reaktionen auf Thilo Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“, das 2010 ganz... >> mehr

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Die Geißel der Indifferenz

26.01.2011 | 20:21 Marius Siemen
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01.02.2011 | 12:27 Marius Siemen
@ebertus: Soweit ich weiß, konnte Herr Sarrazin in seiner Tätigkeit im Jahr 2007 den ersten Haushaltsüberschuss in der Geschichte des Landes Berlin präsentieren. Zu den Vorwürfen, er hätte an der Bildung gespart oder zumindest sparen wollen, bleibt nur zu sagen, dass die Ergebnisse der PISA-Studie gleich (schlecht) geblieben sind, obwohl bei einer Amtszeit von 2002 bis 2007 gravierende Fehler heute definitiv offensichtlich werden müssten. Einen Haushaltsüberschuss von 80 Millionen € halte ich trotz aller Umstände für eine Leistung, die es zu würdigen oder zumindest zu respektieren gilt.
Kommentar zu

Die Geißel der Indifferenz

26.01.2011 | 20:21 Marius Siemen
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28.01.2011 | 14:26 Marius Siemen
Hallo, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, meinen Blog zu lesen. Bitte verzeihen Sie, dass meine Antwort auf Ihre Kommentare ein bisschen auf sich warten ließ. Den Vorwurf von ebertus und ut ich würde mit meinem Text den status quo verteidigen und die Interessen der sogenannten Eliten vertreten, weise ich entschieden von mir. Prinzipiell befürworte ich ich Plebiszite, aber bei der Betrachtung großer Teile der deutschen Bevölkerung kommen mir Zweifel. Die Begründung ist keine gnädige Haltung von oben herab, sondern speist sich aus meinen Beobachtungen des deutschen Alltags. Ein paar Beispiele: Während meines Zivildienstes in der Pflege eines Krankenhauses wurde in der Pause von einigen Schwestern auf das übelste über ihre Vorgesetzte. Auf die Frage eines neuen angestellten Kollegen, ob der Betriebsrat nicht der Pflegedienstleitung das Problem näher bringen könnte, wussten sie keine Antwort, es fiel auch die Frage, was genau der Betriebsrat überhaupt sei. Auf der anderen Seite hat kurz nach dem Ausbruch der Finanzkrise eine Partei das beste Wahlergebnis ihrer Geschichte eingefahren, die zuvor die Finanzmärkte noch weniger regulieren wollte und noch immer die Steuern senken will. Eine weitere Tatsache, die mich zu dieser Aussage gebracht hat, sind meine Erlebnisse in meiner fränkischen Heimat. Ich komme aus der Nähe von Erlangen, aber zehn Kilometer von Erlangen entfernt beginnt auf den Dörfern definitiv die viel zitierte "No-go-Area". Das mag ja ein Unwort sein, aber wenn man am Wochenende hier im Umland unterwegs sind, sieht man in jedem Dorf vor der jeweiligen Ortskneipe wie sich glatzentragende Neonazis mit betrunkenen Dorfjugendlichen mischen und dann gemeinsam Naziparolen grölen. Ein sehr guter Freund von mir, der offen zu seiner Mitliedschaft in einer Subkultur steht, hat das Pech in einem solchen Dorf zu wohnen und muss teilweise andere Wege zur Bushaltestelle nehmen u.ä.. All das lässt mich zweifeln, ob mehr politische Partizipation ermöglicht werden sollte. Wie Sie, ebertus, als aufmerksamer Leser aber sicher bemerkt haben, habe ich diese Aussage mit einer Zeitangabe verbunden, ich begrenze sie damit auf das jetzt und heute. Wenn ich die "Attitüde" und die Absichten hätte, die Sie mir unterstellen, würde ich dann nicht die Medien meiden und stattdessen meine Energie in etwas-um es mit Ihren Worten zu sagen- staatstragenderes investieren, um meinen elitären Status zu festigen? Warum sollte ich dann einen Blog schreiben, zumal in einem Forum, dass von Herrn Augstein mal als "irgendwie links" betitelt wurde? Wie Sie richtig vermuten oder irgendwie erfahren haben, bin ich noch nicht sehr erfahren, deswegen ist es schmeichelnd zu hören, an die sog. Qualitätsmedien zu erinnern. Ich glaube, aber vor allem, dass diese Medien, nehmen wir mal die FAZ als Beispiel nur besser sind, als Sie zugeben wollen. Herr Petrick, meine Informationen über Herrn Hessels Buch und dessen Inhalt waren scheinbar unzureichend. Anscheinend zielen aber sein Aufruf "Empört euch!" und mein Vorschlag "Informiert euch!" weitestgehend auf das selbe ab. Ich freue mich auf die weitere Diskussion und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!
Marius Siemen
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