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In Amsterdam sollen Burka-Trägerinnen künftig kein Arbeitslosengeld bekommen, wenn ihnen wegen ihrer Burka Jobs verweigert werden. Dies berichtete gestern taz.de. Die Politiker der beiden regierenden Parteien begrüßten den Vorschlag; die rechtsliberale Volkspartei für Freiheit und Demokratie ging noch einen Schritt weiter und forderte, dass Burka-Tragen in der Öffentlichkeit generell zu verbieten.
Vom Bild der liberalen und weltoffenen Niederlande bleibt damit langsam nicht mehr viel. Statt sich ganz klar gegen Diskriminierung jeder Art auszusprechen wird der Eindruck erweckt, einige Formen der Diskriminierung seien ok, sogar angebracht und die Opfer selber schuld. Wer so denkt, öffnet die Tür für mehr: Heute nur die Burka, morgen Körpergeruch, übermorgen nervige Angewohnheiten?
Jedem sei seine Meinung über die Burka unbenommen, die Menschenrechte gelten aber auch für ihre Trägerinnen. Mit solchen Aktionen berauben wir sie darüber hinaus dessen, was wir sonst überall einfordern: Respekt. So wird nur erreicht, dass die Betroffenen sich immer mehr wie Bürgerinnen zweiter Klasse fühlen, denen man zwangsweise seinen eigenen, vermeintlich besseren, Lebensstil überstülpen will. Freiheitliche Gesellschaften gehen anders mit ihren Mitgliedern um.
Am schlimmsten wird es wieder einmal den Verletzlichsten gehen: Frauen, denen die Burka von ihrer Familie oder Umfeld vorgeschrieben wird. Bisher fangen die sozialen Sicherungssysteme die Diskrimierung auf. Wer ihnen die Unterstützung verwehrt macht sie noch abhängiger von den Umständen, aus denen man sie laut der eigenen Rhetorik befreien will, und macht es ihnen gleichzeitig unmöglich, ihre Situation selbstständig zu verbessern.
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Danke, hatte schon schlimmstes bei dem Titel befürchtet. Aber Sie haben das Thema doch sehr schön und differenziert bearbeitet. Das ist dieser Tage leider keine Selbstverständlichkeit mehr.
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Während des Textes habe ich mich gefragt, wer seine Frau eine Burka tragen und sie dann arbeiten gehen lässt.
Ich kenne mich da nun nicht aus, doch handelt es sich nicht eher um ein theoretisches Problem? Ansonsten kann ich mich meinem Vorkommentator nur anschließen. |
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nein. um ein politisches.
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@ Rahab
Eine kleine Erläuterung wäre doch sehr hilfreich... @ merdeister Kann sein das ich mich täusche, aber es mag durchaus Frauen geben, die dieses Ding freiwillig tragen. Im Laufe der Jahrhunderte haben die Leute schon die "komischsten" Sachen im Namen der Religion gemacht, einiges (Kasteiung, Fasten, Verstümmelung) auch mit dem eigenen Körper. Dagegen ist die Burka fast schon lächerlich. Demzufolge sollten Sie nicht immer davon ausgehen, dass die Vollverschleierte das unfreiwillig macht. Wobei man das natürlich nie ausschließen kann. |
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@M (sorry - aber diese "kz-nummern" mag ich nicht gern schreiben)
ich dachte, es sei klar, was politisch ist. dass ich das jetzt auch noch erklären muß, und dann auch noch nem bild von mann, das hätte ich nicht gedacht. jedenfalls nicht im jahr 2009 nach der geburtvonSiewissenschon! |
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@ Rahab
1. Sie können statt der "kz-nummer" (!) auch Max schreiben. 2. Nein, ich weiß nicht, wer. Ich weiß auch immer noch nicht, was Sie sagen wollten. Aber es ist nicht das erste Mal, das sich hier ein "Weibsbild" unverständlich ausdrückt. 3. Also nochmal: Was wollen Sie uns damit sagen? MAchen Sie es doch einfach direkt! |
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schrieb am
03.10.2009 um 16:48
@ merdeister & @ M1xP1yne
Zitat aus dem Text: "Die Politiker der beiden regierenden Parteien begrüßten den Vorschlag; die rechtsliberale Volkspartei für Freiheit und Demokratie ging noch einen Schritt weiter und forderte, dass Burka-Tragen in der Öffentlichkeit generell zu verbieten." Wenn es darum geht Frauen arbeiten zu lassen sind deren Männer in unseren europäischen Gesellschaften gern "toleranter" denen das Geldverdienen zu überlassen. Das ist schon ein Fortschritt: Im Sudan habe ich gesehen wie Fraen 5 km zu einem Wasserloch laufen, bei 40° C und dann 5 km zurück mit 20 kg Wasser auf dem Kopf. Die Kerle haben in der selben Zeit vor dem Zelt gesessen, gequatscht und ihre Messer geschliffen. |
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@Max
dieser vorschlag aus amsterdam stellt ein politisches problem dar - kein theoretisches. wie auch ansonsten die burka oder andere zwangsformen von segregation nach geschlechtsmerkmalen, hautfarben, bildungsabschlüssen etc kein theoretisches problem sind, sondern je politische. die niederländischen vorschläger verstehen ihren vorschlag ja auch als einen arbeitsmarkt- und sozial- und integrationspolitischen. und ich tue nichts anderes, als genau dies beim wort zu nehmen. was ist daran so schwer zu verstehen? |
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Guter Blog!
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24.05.2012
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