Mädchenmannschaft

Mädchenmannschaft

10.07.2010 | 13:04

“Sorry Mädels”

Frauen hassen Fußball. Oder den Bezahlsender Sky. Oder die Tatsache, dass ihre männlichen Partner Fuߟball gucken. Eins ist jedoch klar: Alle Frauen finden es gleichermaßen zum Kreischen, Fluchen, Ausrasten. So zumindest scheint die Grundannahme der Macher_innen folgenden Werbefilms vom Bezahlsender Sky zu sein, der sich damit rühmt, das “beste Fernsehen” zu bieten. Sexismus Galore mit einem kräftigen Schuss Hysterie.

Langweiliger Sexismus reproduziert sich in kleinen Filmchen anscheinend so gut, das Sky noch ordentlich nachlegte: In einem Werbefilm haut eine Frau ihrem männlichen Begleiter die Tasche in den Bauch, damit dieser die ach-so-verlockende Werbung des Senders nicht sehen kann (nein, es ist nicht lustig, wenn eine Frau einem Typen Schmerzen zufügt). In einem anderen Video isst eine Frau die Werbeanzeige von Sky lieber auf, bevor diese einem Mann in die Hände fallen könnte.

Selbst die BILD rüttelte da einst mehr an langweiligen Stereotypen.

Dieser Eintrag wurde ebenfalls auf mädchenmannschaft.net veröffentlicht.

 
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Kommentare
Ehemaliger Nutzer schrieb am 10.07.2010 um 13:17
"einem Typen"

Typischer Stereotyp, Mädels.
jayne schrieb am 10.07.2010 um 13:24
typische reaktion eines typen, junge junge ...
Ehemaliger Nutzer schrieb am 10.07.2010 um 13:39
Aber doch weniger typisch als deine.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 10.07.2010 um 13:48
also, vom typ her bin ich eher untypisch
Magda Albrecht schrieb am 10.07.2010 um 17:02
Was für ein Stereotyp repräsentiert denn "der Typ"?

Und wie ich schon bei der Mädchenmannschaft schrieb:

“Typ” ist in meinem sozialen Umfeld nicht negativ konnotiert; wir haben sogar eine weibliche Form kreiirt: “Typin”. Aber naja, wenn’s sonst nichts zu meckern gibt – so kann man auch gut vom Thema ablenken.
Magda schrieb am 10.07.2010 um 17:25
Na, Magda, Sie sind vielleicht ne Typin. Wie fühlt sich das beim Schreiben so von gleichem Namen noch zu gleichem Namen. Lustig, lustig.
:-))

Der Begriff "typisch" ist mir noch in Erinnerung in Zusammenhang mit ideologischen Verdikten aus einer anderen Zeit. Da verurteilte man bestimmte Filmhandlungen, Charaktere oder Theaterstücke als "nicht typisch" für unsere Menschen. Und damit war deren Vor- oder Aufführung sehr fraglich.

In einem Russenfilm sagte der Direktor mit ernster Miene, als er eine Parodie ansah: "Genossen, das ist nicht typisch". Damit wars erledigt.

So ändern sich die Begriffsinhalte
Ehemaliger Nutzer schrieb am 10.07.2010 um 20:27
Oho, sogar...

Na dann schreib das doch auch genau so typisch:
`Nein, es ist nicht lustig, wenn eine Typin einem Typen Schmerzen zufügt.

Aber wie zu hören, sind die bipolaren Sprachregelungen dank Feminismus eh so gut wie Geschichte:

www.freitag.de/community/blogs/gerosteiner/ich-bins-dein-elter#comment-144821

Insofern ist Typ/Typin adäquat zu ersetzen.
Magda Albrecht schrieb am 11.07.2010 um 17:19
"Ein Typ" ist nicht gleich "typisch". Deshalb verstehe ich diesen Einwand hier auch nicht.
silent_marc schrieb am 10.07.2010 um 21:55
Als ehemaliger Werber kann ich ja verstehen, dass es niemanden aufgefallen ist...aber im Grunde ist dieser Spot von der Idee her geklaut....denn schon der Schuhversand "zalando.de" arbeitet mit der stereotypischen Klischee-Kiste...nur dass diesmal die Frau ein Suchtverhalten an den Tag legt...und wie kann es anders sein...als es sich dann natürlich um Schuhe handeln muss ;)
Platter geht es nicht...hier der Link zum Vergleich:

www.youtube.com/watch?v=vEUfrLQIPNM

Beide Spots agieren, wie ich finde, sehr pauschal...als ob alle Männer Fussballsüchtig sein oder alle Frauen süchtig nach Schuhen. Werbung rührt halt immer an der Oberfläche...und da helfen billige Klischees halt ;)
engl schrieb am 11.07.2010 um 09:36
doch, ist mir aufgefallen. und noch mehr, ist ja auch ganz einfach, das mit der werbung. ->bit.ly/bUeeH7
Ehemaliger Nutzer schrieb am 11.07.2010 um 08:35
"Was für ein Stereotyp repräsentiert denn "der Typ"?"

Die lapidare Bezeichnung von Männern als "Typen" repräsentiert den Stereotyp, Magda, im vorliegenden Fall durch dich.
Das hast du ja auch sogleich erkannt und mit der Typin-Schnurre zu entschärfen versucht.
Passt aber alles in allem zu den Typinnen bei maedchenmannschaft.
Magda Albrecht schrieb am 11.07.2010 um 17:17
"Die lapidare Bezeichnung von Männern als "Typen" repräsentiert den Stereotyp, Magda, im vorliegenden Fall durch dich."

Gibt es auch ein Argument in diesem Satz?

Stereotypes Aburteilen schaffst du aber noch ganz gut, hier:

"Passt aber alles in allem zu den Typinnen bei maedchenmannschaft."

Wenn man nicht zum Thema diskutieren möchte, muss man halt mit solchen Dingen ablenken. Langweilig.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 11.07.2010 um 20:04
Stereotypes Aburteilen schaffst du aber noch ganz gut, hier:

"Passt aber alles in allem zu den Typinnen bei maedchenmannschaft."

So? Erklär das mal, wo doch "Typ" nicht negativ konnotiert ist.
Du, Magda, musst schon deinen Anspruch bzgl. stereotypen Sexismus in Wort und Bild an deinen eigenen Worten messen lassen. Genau darum ging`s – nicht mehr und nicht weniger.

Sonst gibt`s zum Thema nicht viel zu diskutieren.
Werbung ist größtenteils Mist – so what?
Wenn ich nur an die Werbung für "Eine für alle - Frauen können`s besser" denke ... Übel sexistisch!
Ihr ward da ja anderer Meinung, oder gar keiner Meinung?
poor on ruhr schrieb am 11.07.2010 um 13:08
Guter Blog von Mädchenmannschaft.
Auch als Mann haben sich mir bei diesem TV-Spot die Nackenhaare gekräuselt.
Wir sollen über alles lachen, dabei sind solche Spots eigentlich nur richtig sozial unintelligent und auch sonst dumm.

Natürlich kann am über die feinen Unterschiede zwischen den Geschlechtern schmunzeln,. dass sollte aber nicht so sein , dass es so brachial und dumm und vor allem auf Kosten des Anderen geschieht!
poor on ruhr schrieb am 11.07.2010 um 13:08
Guter Blog von Mädchenmannschaft.
Auch als Mann haben sich mir bei diesem TV-Spot die Nackenhaare gekräuselt.
Wir sollen über alles lachen, dabei sind solche Spots eigentlich nur richtig sozial unintelligent und auch sonst dumm.

Natürlich kann am über die feinen Unterschiede zwischen den Geschlechtern schmunzeln,. dass sollte aber nicht so sein , dass es so brachial und dumm und vor allem auf Kosten des Anderen geschieht!
ed2murrow schrieb am 11.07.2010 um 20:12
Also, ich kenne Typen nicht nur aus Jugendzeiten, sondern auch als das, was man in Druckereien (auch in Schreibmaschinen) verwendete: Buchstaben oder sonstige Symbole, gegossen, fertig zum Setzen. Sowas zu sein, aus einem Guß, mit klarer Kante und Aussage, ist der schlechteste Vergleich nicht :) Gilt auch für Typin, selbst wenn ich Mädel vorziehe: Das hat nichts mit BDM zu tun, sondern mit dem Umstand, dass man damit einer Frau in meiner Altersklasse, sozusagen kurz vor gut und böse, noch wirklich ein Lächeln aufs wunderschöne Gesicht zaubern kann.
Danke Mädchenmannschaft, Ihr seid in Ordnung, so als Nachwuchs :o)
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