Mädchenmannschaft

Mädchenmannschaft

24.08.2011 | 23:59

Verfahren eingestellt. Because he Kahn?

Im Fall Dominique Strauss-Kahn wird es keine Anklage geben, die New Yorker Staatsanwaltschaft verzichtet auf ein Verfahren. Staatsanwalt Cyrus Vance beantragte gestern in New York die Einstellung des Prozesses, und es kann damit gerechnet werden, dass dem Antrag nachgekommen wird. Die Hauptintention bei der Beantragung der Verfahrenseinstellung liegt dabei darin, dass Vance von einem "erfolglosen" Prozess gegen Strauss-Kahn ausgeht. Somit geht es hier auch mal wieder vor allem um Motivationen der beruflichen Reputation. Und: Es wird eben dann nicht zu einer Überprüfung der Vergewaltigungsvorwürfe kommen.

Großflächig pressen viele Medien derweil wieder wie auf Knopfdruck Ewiggestriges aus sich heraus: Unsägliche Leseproben gibt es etwa hier im FOCUS oder auf der ntv-Webseite. Das Ganze wird zudem nicht selten als logisch-moralische Konsequenz gedeutet: Wenn nicht mehr vom "bombensicherer Prozess" und "eindeutigen Beweisen" die Rede ist, sondern die Glaubwürdigkeit des Opfers angezweifelt wird - was im Zuge von "Rape Culture" ein ganz normaler Vorgang ist - dann sorgt man eben dafür, dass das Verfahren gestoppt wird.

Auf gar keinen Fall ist die derzeitge Sachlage zum Fall DSK ein feministischer Erfolg - absurd. So stellt es jedoch Ines Kappert in der taz dar:

"Ist das nun eine weitere Folge in der Endlosserie "Sexismus siegt immer?" Nein. Im Gegenteil. Aus feministischer Sicht ist die Geschichte ziemlich gut gelaufen. (...)

Gehen wir noch mal zurück auf Anfang: Eine Hotelangestellte, schwarz, unterprivilegiert, erstattet Anzeige gegen einen der mächtigsten Akteure in der internationalen Finanzwelt - und findet Gehör. Blitzschnell wird der Verdächtige in U-Haft genommen und mit allen in der amerikanischen Polizei üblichen Mitteln denunziert (Stichwort: Perp Walk). Weder seine Prominenz noch sein Geschlecht schützen ihn. Das klassische Szenario sieht anders aus: Frauen mit dem gleichen Anliegen werden von Polizisten verhöhnt, müssen demütigende medizinische Untersuchungen über sich ergehen lassen, ihre Anzeige versandet und ihr Ruf ist zerstört."

Dass Kappert hervorhebt, dass es ja absolut progressiv sei dass eine "Hotelangestellte, schwarz, unterprivilegiert" Anzeige erstattet und sich Gehör verschafft, zeigt eben nicht, wie fortschrittlich "wir" bzw. unsere Rechtsstaatlichkeit (Industriestaat, westliche Prägung) sind - sondern das Gegenteil. Denn am Ende wird der ganze Fall ununtersucht bleiben, die Frau wird zur Beschuldigten; warum auch immer, wie so oft.

Im kollektiven Gedächtnis wird hängen bleiben, DSK sei zu Unrecht vorverurteilt worden, obschon es nicht zu einer Klärung der Vorwürfe kommen wird. Was haben wir also? Indizien, die ununtersucht bleiben. Absolute Unklarheiten über politische Verstrickungen und Interessenslagen. Und ein neues Märchen vom "armen, privilegierten, weißen Mann", dem ganz böse mitgespielt wurde - obschon viele Indizien dem scharf widersprechen. Bereits im letzten Monat haben wir in diesem Zusammenhang auf die Anschuldigungen, die gegen die Staatsanwaltschaft erhoben werden, aufmerksam gemacht.

Sexistische, rassistische und biologistische Diskurse - salonfähig gemacht. Nicht mehr, nicht weniger. Denn Sexismus siegt immer noch.

Ein Text von Nadia@maedchenmannschaft

 
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Kommentare
j-ap schrieb am 25.08.2011 um 00:46
Ich halte diesen Beitrag aus zwei Gründen für grob unrichtig:

1. »Die Hauptintention bei der Beantragung der Verfahrenseinstellung liegt dabei darin, dass Vance von einem "erfolglosen" Prozess gegen Strauss-Kahn ausgeht. Somit geht es hier auch mal wieder vor allem um Motivationen der beruflichen Reputation.«

Vielleicht sollten Sie das nächste Mal Rat von kundiger Seite einholen, bevor Sie solche Beiträge schreiben. Dann wüßten Sie nämlich, daß das Verfahren gegen DSK nicht aus Karrieregründen der befaßten Staatsanwälte eingestellt werden sollte, sondern weil amerikanische Staatsanwälte gesetzlich verpflichtet sind, die Einstellung des Verfahrens zu betreiben, wenn im Licht der ermittelbaren Tatsachen eine Verurteilung nicht zu erwarten ist.

Deshalb würde sich die Staatsanwaltschaft übrigens auch strafbar machen (malpractice), wenn sie das anders handhabte.

2. »Und: Es wird eben dann nicht zu einer Überprüfung der Vergewaltigungsvorwürfe kommen.«

Zu dieser Überprüfung ist es schon längst gekommen! Genau die hat nämlich offensichtlich — ich war ja auch nicht dabei — ergeben, daß die Vorwürfe gegen DSK unbegründet sind und jedenfalls für eine Verurteilung nicht hinreichen.

Sie können übrigens den 25-seitigen Antrag der Staatsanwaltschaft, in dem minutiös über genau die Untersuchung der Vorwürfe, die nach Ihrer Auffassung gar nicht stattgefunden hat, Auskunft gegeben wird, selbst nachlesen, wenn Sie mögen:

Recommendation for Dismissal (pdf)
Ehemaliger Nutzer schrieb am 25.08.2011 um 01:24
Frau dankt.
Rahab schrieb am 25.08.2011 um 09:59
ach du liebe güte!

welcher stazi of all three+x sexes wird schon in eine einstellungsverfügung schreiben, dass er sie aus gründen des eigenen fortkommens verfaßt?!
und dennoch ist dies oft genug der fall.

wenn ich die 'recommandation' so lese komme ich zu dem schluß: die anklagebehörde hat sich von den verteidigungsstrategien gewaltig beeindrucken lassen. und die verteidigungsstrategien lassen sich so zusammenfassen: so benimmt sich ein echtes opfer nicht.
nu ja.
ich habe noch nie verstanden, woher andere wissen, wie sich ein echtes opfer benimmt.
Rahab schrieb am 25.08.2011 um 10:37
in dem zusammenhang sehr erhellend der gestrige taz-kommentar:
bit.ly/mU003h

der macht mal wieder klar, zu welchen bedingungen "white men save brown women from brown men" möchten.

dass Ines Kappert das schönreden möchte .... na ja, ich kann's einerseits verstehen. werde mich dem jedoch andererseits nicht anschließen!
luzieh.fair schrieb am 25.08.2011 um 10:19
Es ist ja nicht so, dass DSK jetzt erstmal Ruhe hat, wenn ich das richtig verstanden habe.
Die Journalistin, die ihm versuchte Vergewaltigung vorwirft, hatte ja schon vor Monaten gesagt, dass sie den Fall nie zur Anzeige gebracht hat, weil DSK so "mächtig" ist.

Nun hat ihr Anwalt Anzeige erstattet und auf DSK wartet in Frankreich ein neues Verfahren.

Außerdem läuft gegen den Bürgermeister von Sarcelles in diesem Zusammenhang ein Verfahren wegen versuchter Zeugenbestechung...

Ich muss mir unbedingt merken, dass ich nie im Leben irgendeine Behörde anlüge, damit mir im Falle des Falles nicht die Glaubwürdigkeit abgesprochen wird.
Wenn ich das richtig gelesen habe wurde dem unehrlichen Asylantrag das größte Gewicht beigemessen...
Ehemaliger Nutzer schrieb am 25.08.2011 um 11:18
@Mädchenmannschaft

"Die Hauptintention bei der Beantragung der Verfahrenseinstellung liegt dabei darin, dass Vance von einem "erfolglosen" Prozess gegen Strauss-Kahn ausgeht. Somit geht es hier auch mal wieder vor allem um Motivationen der beruflichen Reputation. Und: Es wird eben dann nicht zu einer Überprüfung der Vergewaltigungsvorwürfe kommen."

Ich bin alles andere als Freund der Juristen, sei es amerikanische, deutsche oder welche auch immer. Dafür gibt es jede Gründe - sowohl meine persönliche Erfahrungen mit diesem zynischen Antirechtssystem als auch was man so im Allgemeinen darüber erkennt, z.B. aus Medien oder auch von den Bekannten. Allerdings sehe ich in diesem Fall nicht, wie die Staatsanwaltschaft da groß handeln könnte. Beide Parteien haben zugegeben, dass es zum sexuellen Kontakt kam. Eine Partei behauptet, das war beidseitig freiwillig und gegen Bezahlung. Andere Partei behauptet, das war eine Vergewaltigung. Es gibt aber keine Spuren vom Gewalt/Kampf. Das ist zwar an sich selbst kein Beweis, dass es keine Gewalt gab... aber eben auch kein Beweis, dass es eine Vergewaltigung gab. Zeugen, die die Aussagen einer oder anderen Partei bestätigen könnten, findet man auch nicht. Es ist praktisch unmöglich, festzustellen, was da zwischen diesen zwei Menschen tatsächlich passierte. Es steht Aussage gegen Aussage. Was sollte die Staatsanwaltschaft tun? Einen Mann aufgrund von bloßen Aussagen einer Frau verurteilen? Zu welcher Strafe genau? Vergewaltigung ist ein Schwerdelikt, da geht nix auf Bewährung. Sie sind empört über die Staatsanwaltschaft. Was würden SIE tun, wenn Sie die Staatsanwaltschaft wären? Über mich persönlich kann ich nur eins sagen: Ich würde es in dieser Situation nicht wollen, an der Stelle der Staatsanwaltschaft zu sein.
Rahab schrieb am 25.08.2011 um 11:36
wie beschädigt muß ich sein, um zu glauben, dass frau D. schon immer davon geträumt hatte, mal von einem der mächtigen dieser erde gefickt zu werden und dann nur deshalb von vergewaltigung sprach, weil der preis nicht stimmte!?!

ja, mann stelle sich vor: "ein Mann wird aufgrund von bloßen Aussagen einer Frau verurteilt". skandal!

da finden manche es lieber völlig in ordnung, wenn eine staatsanwaltschaft/ein gericht auf die erste vergewaltigung noch eine zweite draufsetzt. das erhält wenigstens für die anständigen frauen das gefühl der rechtssicherheit. schließlich hat frau es in der hand, nicht als schlampe zu erscheinen.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 25.08.2011 um 12:03
Sag mal, hast Du sie überhaupt noch alle? Wo habe ich geschrieben, ich glaube, dass diese konkrete Frau davon geträumt hätte, von jemandem fürs Geld gefickt zu werden? Über diese konkrete Frau weiß ich nichts bzw. nicht viel. Ich habe geschrieben, dass es Aussage gegen Aussage steht und dass es für keine von den beiden Aussagen irgendwelche nennenswerte Beweise gibt. Und, ja, man, in vielen Hotels findet oft Sex nach Vereinbarung statt, und zwar freiwillig, und zwar gegen Bezahlung. Nie gehört?

Rahab, ich finde es zweifelsohne toll, wenn man sich für die Frauenrechte einsetzt, oder auch überhaupt für die Rechte der Menschen (denn nicht nur Frauenrechte sind auf dieser Welt beschädigt). Aber solche Auftritte wie Deine und überhaupt der meisten FeministInnen hier schaden nur der Bewegung, weil andauernd völlig bescheuerte Thesen und Forderungen in den Raum geworfen werden, wie etwa, man muss den Mann aufgrund von der bloßen Aussage einer Frau verurteilen, weil man ansonsten beschädigt ist, wenn man glaubt, dass es manchmal so etwas wie Sex gegen Bezahlung gibt, und zwar beiderseits freiwillig... Ihr fordert quasi ein Unrechtssystem zugunsten der Frauen, eine Sachlage, bei der Frauen überpriviligiert und übermächtig wären und bei der sie alles dürften, was Männer nicht dürfen (sollten)... und das verkauft Ihr als Kampf für die Gerechtigkeit!
Lethe schrieb am 25.08.2011 um 12:06
wie beschädigt muß ich sein, um zu glauben, dass frau D. schon immer davon geträumt hatte, mal von einem der mächtigen dieser erde gefickt zu werden und dann nur deshalb von vergewaltigung sprach, weil der preis nicht stimmte!?!

bei aller Relevanz dieser Aussage beweist sie trotzdem nicht, dass "frau D." vergewaltigt wurde

ja, mann stelle sich vor: "ein Mann wird aufgrund von bloßen Aussagen einer Frau verurteilt". skandal!

die Formulierung ist ungeschickt, gewiss. Die Sache, um die es geht, ist die Abwägung der Glaubwürdigkeit, wenn Aussage gegen Aussage steht. Da hatte "frau D." ursprünglich mal sehr viele Sympathien auf ihrer Seite, aber offenbar hat sie die ein oder andere Falschaussage zu viel abgegeben.

da finden manche es lieber völlig in ordnung, wenn eine staatsanwaltschaft/ein gericht auf die erste vergewaltigung noch eine zweite draufsetzt.

es ist schlimm, dass es Vergewaltigungen überhaupt gibt. Trotzdem muss eine Vergewaltigung nachgewiesen werden. Wenn Beschuldigungen bereits zur Verurteilung genügen, oder wenn Beweislastumkehr dazu führt, dass nur noch behauptet werden muss, öffnet sich in noch einem ganz anderen Ausmaß als bisher die Hölle auf Erden.
Rahab schrieb am 25.08.2011 um 12:27
aha, die abwägung der glaubwürdigkeit.
da kommen wir, fürchte ich bei dem raus, was Tomgard uns letzthin als Dragoml wissen ließ:
"Ein anderer Teil der Energie - und das berührt nun die Sache, die im Threadthema anklingt - ist allerdings erst rekonstruierbar, wenn man die Spaltungen der individuellen Sexualität berücksichtigt, die sekundär auf die Gender verteilt werden. Zum Beispiel die Spaltung in einen sozialen und einen asozialen Bestandteil, der wesentliches Moment der Konstruktion des "Triebes" ist und beteiligt war und noch ist, daß "Vergewaltigen" ergänzt um "willfährig werden" ein verbreiteter Modus konsensuellen geschlechtlichen Verkehres ist, dabei natürlich anknüpft an die Momente "Verführung" und "Überwältigung", die, hunderte von Millionen Jahre alt, dem Menschen aus dem tierischen Phylum überkommen sind, sie aber gesellschaftlich vollständig überformt."
( vollständig nachlesbar in www.freitag.de/community/blogs/dame-von-welt/feminists-dont-think-all-men-are-rapists-rapists-do )
und was dann übersetzt wird in: frau D. hat sich mit gesellschaftlichen überformung des tierischen phylum nach abfinden wollen, so rein gephylumsmäßig.

die eine oder andere falschaussage zu viel ist übrigens ein sehr bequemer ausweg.
deshalb hat die staatsanwaltschaft ja auch genommen.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 25.08.2011 um 12:34
@Lethe

"ja, mann stelle sich vor: "ein Mann wird aufgrund von bloßen Aussagen einer Frau verurteilt". skandal!

die Formulierung ist ungeschickt, gewiss. Die Sache, um die es geht, ist die Abwägung der Glaubwürdigkeit, wenn Aussage gegen Aussage steht. Da hatte "frau D." ursprünglich mal sehr viele Sympathien auf ihrer Seite, aber offenbar hat sie die ein oder andere Falschaussage zu viel abgegeben."


Nein, meine Formulierung ist nicht ungeschickt, sondern absolut korrekt. Ungeschickt ist es, darauf mit sinnlosen ironischen Aufschreien wie etwa "Skandal!" zu antworten, denn es bringt keinen weiter und tut nichts zur Sache. Das mit Glaubwürdigkeit ist kein Argument, denn es beweist wiederum gar nichts, dass die Frau Asylantrag gefälscht hat oder so... ich meine, der Vergewaltiger fragt ja nicht "Sag mal, hast Du vielleicht Dein Asylantrag gefälscht oder sonst welchen Mist gebaut... denn ich kann Dich nur dann vergewaltigen, wenn Du unehrlich bist... gute Frauen fasse ich prinzipiell nicht an?", ich will sagen, die Frau kann dies oder jenes in ihrem Leben falsch getan haben und trotzdem vergewaltigt werden, denn Vergewaltiger orientiert sich nicht auf die Glaubwürdigkeit des Opfers, sondern auf andere Reize (was ich jetzt wiederum nicht auf diese konkrete Frau beziehe, sondern rede im Allgemeinen)... ABER:Es steht Aussage gegen Aussage und für beide Aussagen gibt es keine Beweise.
Rahab schrieb am 25.08.2011 um 12:39
auf welche "andere Reize" orientiert sich den der-die-das vergewaltiger?
Ehemaliger Nutzer schrieb am 25.08.2011 um 12:50
Keine Ahnung, ich habe noch nicht probiert, jemanden zu vergewaltigen... wenn ich auf die Idee komme, lasse ich Dich wissen. Aber ich vermute mal so ganz spontan, dass ich mein potenzielles Opfer nicht nach Glaubwürdigkeit im Verhältnis zu Behörden überprüfen werde, sondern dass es mich wahrscheinlich etwas anderes aufregen würde...
Lethe schrieb am 25.08.2011 um 12:57
Tomgard spricht für sich, nicht für mich^^

Es gibt eine sachliche Dimension dieses ganzen Falles: Was ist zwischen den beiden in welcher Weise faktisch vorgefallen?

Die verschiedenen kursierenden Antworten auf diese Frage sind offenbar nicht rekonstruierbar, jedenfalls können die unterschiedlichen Versionen anscheinend nicht objektiv bewiesen oder widerlegt werden.

Sehr bedauerlich, aber wenn dem so ist geht es ans Eingemachte, die Einschätzung der Glaubwürdigkeit der beiden Beteiligten. Und da hat eine Partei, die sich in Widersprüche verwickelt, die schlechteren Karten, wenn die andere Seite konsistent und die Faktenlage ungesichert bleibt.

Alles weitere ist "Politik". DSK scheint ein Arschloch zu sein, es ist ihm ohne weiteres zuzutrauen, D. vergewaltigt zu haben. Es ist ihm aber auch zuzutrauen, dass er trotz seines gemutmaßt miesen Charakters klug genug ist, so einen Scheiß zu unterlassen. D. kann als Person Opfer sein und zugleich als Symbol für alle Unterdrückung aller Frauen dieser Welt herhalten. Oder sie ist eine Lügnerin. Was glauben wir denn nun, angesichts des Umstandes, dass sich nichts davon beweisen lässt?

Was wir wollen, also was unseren Absichten, Ansichten und Vorurteilen entspricht?

Oder wir geben die Frage unbeantwortet zurück?
Rahab schrieb am 25.08.2011 um 14:40
die andere seite war konsistent?
ach ne!
erst: ich war mit meiner tochter essen.
dann: da war was einvernehmliches.

wenn es konsistenz ist, während des essens mit der tochter mal eben einvernehmlich ne hotelangestellte zu vögeln, dann ... fällt mir erst mal nix mehr dazu ein.

doch, eines noch.
die frau hat auch was konsistentes.
nämlich: die arschkarte gezogen.
Lethe schrieb am 25.08.2011 um 15:18
nun, das Essen mit der Tochter ist belegt. Er hat nicht behauptet, er wäre mit dem Präsidenten zum Essen gewesen. Und ob oder ob nicht da "was einvernehmliches" war, beides steht in keinem logischen Widerspruch dazu, anschließend mit der Tochter essen gewesen zu sein. Dass er während des Essens mit der Tocher die Angestellte gevögelt hat, hat DSK nie behauptet.

Also ja: die andere Seite war konsistent in ihren Aussagen.
Rahab schrieb am 25.08.2011 um 16:00
nein, Lethe
die andere seite hat gelogen.
und erst, als es garnicht mehr anders ging, etwas eingeräumt.
was 'einvernehmliches'.
bevor die andere seite etwas eingeräumt hat, war sie mit der tochter essen. die ganze zeit.
und hatte außerdem im hotel das handy vergessen und an allen möglichen und unmöglichen stellen sperma hinterlassen (was ja mal vorkommen kann, wenn sich einer heftig einen von der palme wedelt und dann überstürzt aufbricht, um die tochter nicht warten zu lassen).

ich will damit sagen: die konsistenz der anderen seite kann genauso inkonsistent gemacht werden wie die der einen seite.

die frage ist nur, was bei welcher seite an konsistenz noch übrigbleibt, nachdem sie beide in gehöriger weise durchgenudelt wurden.

meine erfahrung sagt mir: es könnte sein, dass bei frau Diallo mehr übrigbleibt als bei DSK.

weshalb wir dann wieder vor der frage stehen, weshalb der staatsanwalt den schwanz eingezogen hat.
Lethe schrieb am 25.08.2011 um 11:50
Somit geht es hier auch mal wieder vor allem um Motivationen der beruflichen Reputation.

völlig auszuschließen ist diese Komponente wahrscheinlich nie, ob sie in diesem Fall von Bedeutung ist, wage ich zu bezweifeln - es wäre für Vance sicher ein Meilenstein seiner Karriere geworden, DSK der Verurteilung zuzuführen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er darauf verzichtet hätte, wenn er auch nur die Spur einer Chance gesehen hätte, mit der Anklage durchzukommen.

Man darf davon ausgehen, dass DSK die besten für Geld erhältlichen Anwälte der Welt zu seiner Verteidigung aufgeboten hat. Wenn eine Zeugin - und sei es das Opfer selbst - sich schon bei den Befragungen durch im Prinzip wohlwollende Staatsanwälte so in Widersprüche verstrickt, dass selbst die Staatsanwälte keine Chance auf eine konsistente Anklage sehen - um wieviel mehr darf man dann davon ausgehen, dass die gar nicht wohlwollenden Anwälte der Verteidigung die Aussagen der Zeugin der Anklage im Kreuzverhör "zerfetzt" hätten?

Gerechtigkeit und Rechtssystem gehen leider nicht immer Hand in Hand, aber deswegen ernsthaft auf Rechtsstaatlichkeit verzichten und Beweislastumkehr einfordern? Nein, sorry, da ziehe ich nicht mit.

Davon abgesehen ist DSK in den USA noch nicht fertig. Wie der Fall O.J. Simpson zeigt, kann dort in einem privatrechtlichen Folge-Verfahren noch mal völlig anders entschieden werden als in einem strafrechtlichen Verfahren.
Rahab schrieb am 25.08.2011 um 11:57
beweislastumkehr?
sind wir im zivilverfahren?
Lethe schrieb am 25.08.2011 um 12:08
ich formuliere lediglich meinen Eindruck, dass manche Feministin einer Beweislastumkehr bei Vergewaltigungsprozessen nicht abgeneigt wäre
Rahab schrieb am 25.08.2011 um 12:17
Lethe
ein ganz stinknormales jurastudium reicht aus, um zu wissen, dass der begriff beweislastumkehr hier nicht ganz passt.
weil, zumindest für deutsches recht, er ein zivilrechtlicher ist. (ich nehme mal an, das dürfte im amerikanischen ähnlich sein).

es wäre also erst mal zu klären, was damit gemeint ist.
von der feministischen seite aus ist das klar.
denn die kritisiert, dass bislang und immer noch vergewaltigte of all three+x sexes zu beweisen haben, dass sie 'unschuldig' waren/sind.

und was bedeutet 'beweislastumkehr' für die, welche diese nicht wollen?
Lethe schrieb am 25.08.2011 um 13:01
für ein schlichtes Gemüt wie mich bedeutet Beweislastumkehr, dass nicht die Anklage die Schuld des/der Beschuldigten zu beweisen hat, sondern die Verteidigung die Unschuld des/der Beschuldigten.
Rahab schrieb am 25.08.2011 um 13:23
dieser beweis wird mit der benennung des/der vergewaltigten geführt.
und ja: eigentlich muß der beschuldigte mensch den beweis führen, dass sein handeln keine vergewaltigung war. sondern irgendetwas anderes.

allerdings beißt sich das mit dem recht, zu schweigen. das ist das erste.
weshalb, das ist das zweite, üblicherweise der-die-das vergewaltigte zum eigentlich tätlichen teil gemacht wird. sei es wegen unwiderstehlicher "reize" oder sei es wegen "falschaussage".

vorläufig kommt mann da nur raus, indem vergewaltigung etc aus dem strafrecht ausgelagert und in eine art mediationsverfahren überführt wird.

weil: letztlich hat das opfer of all three+x sexes nix davon, dass der täter of all three+x sexes soundsolange 'brummt'.
Lethe schrieb am 25.08.2011 um 15:01
dieser beweis wird mit der benennung des/der vergewaltigten geführt.

hmm, also ist die Aussage einer möglicherweise vergewaltigten Frau oder eines möglicherweise vergewaltigten Mannes bereits der Beweis, dass die Aussage stimmt? Du als in der Situation überhaupt gar nicht anwesende dritte Person - z.B. als Staatsanwältin - weißt also allein aufgrund dieser Aussage bereits, dass eine Vergewaltigung tatsächlich stattgefunden hat, der möglicherweise vergewaltigte Mensch ein tatsächlich vergewaltigter Mensch ist?

Teilst du mir bitte die Adresse deiner Kristallkugel-Verkäufer mit?

und ja: eigentlich muß der beschuldigte mensch den beweis führen, dass sein handeln keine vergewaltigung war. sondern irgendetwas anderes.

okay, da verläuft die Grenze definitiver Unvereinbarkeit zwischen unseren Standpunkten. Ein Staat, in dem das Wahrheit würde, ist kein Rechtsstaat mehr, wie gering der Anspruch, ein Rechtsstaat zu sein, auch bewertet werden mag.

ich glaube, das letzte Mal war sowas in Deutschland zwischen 1933 und 1945 Wirklichkeit; da reichte oft allein schon die Anschuldigung, mit der Politik des Führers nicht einverstanden zu sein, für einen freundschaftlichen Besuch der SA oder anderer wohlmeinender Menschen

weil: letztlich hat das opfer of all three+x sexes nix davon, dass der täter of all three+x sexes soundsolange 'brummt'.

und was hätten three+y sexes lieber als "brummen"? Schwanz ab? Kopf ab? Wir können gerne wieder auf archaische Rituale zurückgreifen. Fragt sich nur, wem damit geholfen wird, denn entlang dieses Wegs werden sich nicht nur die Feministinnen militarisieren.
Rahab schrieb am 25.08.2011 um 15:23
Lethe
ich hab schon mal versucht, einen ausschnitt der problematik in dem unsäglichen blog von schwarzbart
www.freitag.de/community/blogs/schwarzbart/gegenwartsunfaehig-rechtsstaatsfeindlich-der-feminismus-hat-fertig
zu erklären.
da so:
"ich versuch es mal für den blutigen laien mit schwarzem bart zu sagen:
1. rechtsstaat ist kein zustand, sondern ein prozess -
in diesem prozess werden immer wieder neue gesetze gesetzt und alte gesetze abgesetzt -
zum einen gesetze, die irgendwelche tatbestände feststellen
zum anderen gesetze, die verfahren regeln.
so weit mal die grobe unterteilung.

2. einige prozesse der letzten zeit haben die aufmerksamkeit darauf gelenkt, dass es im sexualstrafrecht (und daran angehängt auch im privatrecht) ein paar probleme gibt -
ein problem ist der gewaltbegriff
ein anderes problem ist das verfahrensrecht, die StPO.
beide probleme werden in der öffentlichkeit als eines von lüge ./. bewiesene schuld abgehandelt.

3. die öffentliche abhandlung verkennt, dass zuweilen das einzige beweismittel für eine (strafbare) handlung 'nur' der mensch (geschlecht egal) ist, an dem sie vorgenommen wurde -
die frage, die daraus resultiert, ist die folgende:
kann ich (das gericht, der richter, der anwalt, die öffentlichkeit) einfach alles glauben, was das beweismittel mensch erzählt?
und wenn ich nicht alles glauben kann/will/soll - welche möglichkeiten habe ich, wahrheit von lüge zu trennen?

4. leider leider ist die trennung zwischen wahrheit und lüge nicht so einfach.
denn: es kann durchaus sein, dass das beweismittel mensch eine geschichte erzählt, die gleichzeitig beides ist, wahrheit+lüge.

5. Antje Schrupp (und viele andere) macht darauf aufmerksam, dass das problem der un-unterscheidbarkeit von wahrheit+lüge vor allem dann auftritt, wenn die geschichte eine beziehungsgeschichte ist. und sie macht weiter (zusammen mit vielen anderen) darauf aufmerksam, dass die StPO in ihrer gegenwärtigen verfassung zur lösung dieses problems kaum/wenige/keine hilfsmittel anbietet, nämlich das aussagepsychologische gutachten - und damit tut sich ein weiteres streitfeld auf, nämlich der schulenstreit.

6. der schulenstreit geht ungefähr so:
gutachter A sagt - wer sich selbst verletzt hat, wurde nicht vergewaltigt.
gutachter B sagt - wer sich selbst verletzt hat, hat aus scham versucht, die innerlichen spuren der vergewaltigung äußerlich zu überdecken.
dieser schulenstreit ist 'ur-alt'. zum ersten mal brach er in der BRD mit den wiedergutmachungsprozessen auf (nachzulesen bei Christian Pross, Wiedergutmachung . Der Kleinkrieg gegen die Opfer), da erklärte gutachter A "wer fröhlich guten tag sagt, kann im kz nicht gelitten haben" und gutachter B (falls einer bestellt wurde) hielt dagegen.
dieser schulenstreit hat sich fortgesetzt, u.a. auch im sexualstrafrecht. aber nicht nur da - ich persönlich hatte vor allem im asylrecht damit zu tun, denn auch da ging und geht es um die glaubwürdigkeit des beweismittels mensch. verdeckt fand/findet er beispielsweise auch bei der opferrente (stasi-unrecht) statt – es lassen sich aber mühelos weitere beispiele finden, ein blick in die ADAC-schmerzensgeld-tabelle sollte dafür genügen.

7. der blick in die ADAC-schmerzensgeld-tabelle zeigt auch, dass manchmal – nicht immer! – bei der bemessung eines schmerzensgeldes das sogenannte mit-verschulden eine rolle spielt. jeder, der schon mal einen verkehrsunfall versicherungstechnisch abwickeln lassen mußte, könnte das wissen, weil da das mit-verschulden oft in formalisierter form auftritt, als mit xy% ‚zurechenbare betriebsgefahr‘ -
diese ‚zurechenbare betriebsgefahr‘ läßt sich jedoch nicht umstandslos auf alles und jedes übertragen – und schon garnicht auf die dynamik zwischenmenschlicher beziehungen.

8. in diese wunde legt (auch) feministische theorie/feminismus den finger. aber: der weiße ring tut dies genauso, wie noch viele andere auch.
der finger gehört in diese wunde deshalb, weil der gern mal geforderte TOA (täter-opfer-ausgleich) die feststellung eines schuldhaften handelns verlangt - und in manchen bereichen, wie dem sexualisierter gewalt, ist diese feststellung eines schuldhaften handelns nur über das strafrecht zu erreichen. noch.

die frage ist, wie dies verändert werden könnte.

ps: das ganze nennt sich rechtsfortentwicklung und findet auf dieser erde statt, seit es menschen gibt."

auch im fall Diallo ./. DSK geht es bei der entscheidung, einvernehmlich (so viel hat DSK dann ja eingeräumt) oder nicht, um die frage der glaubwürdigkeit der geschädigten (so heißt das in fachsprache) und der glaubhaftigkeit ihrer aussagen um das beweismittel mensch
und um den umgang mit der person und ihren aussagen.

wie du nun allerdings von mediation auf schwanz-ab kommst, das mußt du mir erst noch erklären.
Rahab schrieb am 25.08.2011 um 16:43
und um dir dieses
"weil: letztlich hat das opfer of all three+x sexes nix davon, dass der täter of all three+x sexes soundsolange 'brummt'."
noch ausdrücklich zu erklären:

die verurteilung am ende eines strafverfahren befriedigt den strafanspruch des staates.
der als opfer betroffene mensch kann darüber natürlich auch genugtuung empfinden, aber
mehr nicht.
nicht zuletzt deshalb gibt es das sog. adhäsionsverfahren (also die in den strafprozess eingebettete klage wegen schadensersatz und schmerzensgeld).
die meisten ziehen es allerdings vor (wenn sie überhaupt eine solche klage erheben), dies getrennt und da meistens nach abschluß des strafverfahrens zu tun.
wobei, mann merke auf, es so ist, dass auch ein freispruch die klageerhebung nicht hindert.
Neobe schrieb am 25.08.2011 um 12:41
*mimimi* böse femis *mimimi*
Sonst noch was neues???
THX1138 schrieb am 25.08.2011 um 12:56
...bemerkenswerterweise wird auch nirgendwo in diesem Beitrag erwähnt, dass Frau Diallo mittlerweile eine Zivilklage gegen DSK eingereicht hat, um eine finanzielle Entschädigung auszuhandeln. Damit sinken die Erfolgsaussichten für die Staatsanwaltschaft noch einmal drastisch.

Wurde das von der Mädchenmannschaft eigentlich mit Absicht vergessen?
Rahab schrieb am 25.08.2011 um 13:13
logik?
ach, die ist grad aus!
luzieh.fair schrieb am 25.08.2011 um 13:59
Ich habe mich auch gefragt, wollte aber nicht fragen (tus nun doch), was das Eine mit dem anderen zu tun hat?

THX1138? Warum ist es bemerkenswert, dass es eine Zivilklage gibt? Was sagt es (Dir), dass es diese gibt? Was sollte es (uns) sagen, dass es diese Klage gibt?
Warum sinken jetzt die Chancen der Staatsanwatschaft? Und die Chancen worauf eigentlich?
THX1138 schrieb am 25.08.2011 um 23:20
Man(n) zieht eine aussergerichtliche Lösung vor, Luzie.

Und das sagt mir- nach allem, was bekannt ist, inkl. Details aus dem medizinischen Bericht (Verletzungen im Vaginalbereich u. a. m. bei Nafissatou Diallo)- dass beide Parteien voraussichtlich Dreck am Stecken haben, so einfach ist das. Wieviel und in welcher Form, wird sich uns allerdings nie erschliessen.

Dass sich darüber sicherlich vortrefflich streiten liesse, ist mir schon klar. Doch darauf habe ich ehrlich gestanden überhaupt keine Lust.

P.S. Zu glauben, die Zivilklage von N. Diallo sei bei der Recherche zu diesem Textlein einfach "vergessen" worden, ist schon reichlich naiv.
luzieh.fair schrieb am 26.08.2011 um 01:47
"P.S. Zu glauben, die Zivilklage von N. Diallo sei bei der Recherche zu diesem Textlein einfach "vergessen" worden, ist schon reichlich naiv"

Wer glaubt das denn?

Und seit wann ist jetzt eine Zivilklage eine "aussergerichtliche Lösung"?
THX1138 schrieb am 26.08.2011 um 07:33
Beide Parteien versuchen jenseits des Strafprozesses eine einvernehmliche Lösung zu finden. Und das auf zivilrechtlicher Ebene. Nicht grundlos, wie befürchtet werden muss.

Gut so? Oder wirst Du jetzt noch ein weiteres Haar in der Suppe finden wollen, nur weil ich im allgemeinen eine männliche Perspektive vertrete und deshalb per se nichts anderes als schlecht und böhse sein kann?

I'm not politically correct- so what?
Rahab schrieb am 26.08.2011 um 07:47
thx... die von dir eingenommene perspektive ist grad keine männliche, sondern eine ausgesprochen dämliche. eine, die verrät: von tuten und blasen keine ahnung!

aber süß, wie du versuchst, deine unkenntnis mit der aura des geheimnisvollen zu versehen und zu veredeln. dabei schrammt sie grad mal so an einer üblen nachrede vorbei.
luzieh.fair schrieb am 26.08.2011 um 11:33
@THX:
Ging das an mich?
Du findest also, dass es eine Rolle beim Bewerten der Vorgänge spielt, aus welcher (Geschlechts-)Perspektive man sie betrachtet?

Aha.

Ich muss überlesen haben, was Du eigentlich sagen willst...ich glaube das hat was damit zu tun, das Du unsachlich geworden bist.
Schade, dass Dich Fragen so provozieren, das Du sie nichtmal mehr beantwortest, sondern gleich die "Du böse Feministin Keule" zückst.

lame.

Ich frage mich, wie das in so nem Zivilprozess abläuft.
Ist das da nicht so (Achtung: Laienperspektive!), dass sich die Parteien einigen (auf einen Vergleich, oder so) können und nicht zwingend das letzte Wort von eineR RichterIn gesprochen werden muss?
Und was würde uns das sagen, THX, sollte DSK sich auf einen Vergleich einlassen, bei dem er Frau D. die Summe XY zusagt?
Der Raum für Spekulationen würde auf jeden Fall wieder größer werden.

So, worauf wolltest du nun hinaus bevor du mich beleidigt hast?
Rahab schrieb am 26.08.2011 um 12:14
um deine frage zu beantworten, wie das in einem zivilprozess läuft:
ein bißchen anders als im strafprozess.
zum ersten ist dort in aller regel die öffentlichkeit nicht massenhaft anwesend.
zum zweiten wird deshalb die (mediale) öffentlichkeit nicht besonders wild herumspekulieren, sollte sie mal - eher prophylaktisch - ausgeschlossen werden.
praktisch würde in einem solchen prozess die öffentlichkeit vermutlich nicht mehr mitbekommen als dass anträge gestellt werden und das ganze dann - entscheidung am schluß der sitzung - irgendwann weiterverhandelt wird.

im strafverfahren gilt der amtsermittlungsgrundsatz. im zivilprozess nicht, was bedeutet, dass dort die parteien (klagende wie beklagte) die 'herren des verfahrens' sind. das natürlich nach maßgabe der ZPO (dürfte in USA was vergleichbares geben).

das bedeutet letztlich,
- der maßgebliche vortrag erfolgt erst mal schriftsätzlich . also: aus welcher norm und aufgrund welcher tatsachen , welche ein deliktisches handeln darstellen, und untermauert durch dies und jenes beweismittel die klagende partei von der beklagten was - soundso viel und ggf. ins ermessen des gerichts gestellt, aber nicht unter so viel - haben will - woraufhin die beklagte partei dann anerkennt oder aber klageabweisung beantragt und dies dann ihrerseits begründet mit irgendwelchen einwendungen, die sich auf was rechtliches und/oder etwas tatsächliches beziehen können, ggf. unter gegenbeweis. So geht das dann lustig oder auch nicht eine weile hin und her. irgendwann gibt es vielleicht wieder eine verhandlung oder eine beweisaufnahme oder einen gütetermin oder das ganze in einer etwas anderen reihenfolge.
- die parteien sind mitsamt ihren prozessvertretern und dem gericht unter sich, in aller regel - und falls es zu intim wird, kann die öffentlichkeit ja ausgeschlossen werden, falls sie wirklich mal anwesend sein sollte.
- die parteien können streitig entscheiden lassen oder aber sich vergleichen, sei es von sich aus, sei es auf einen entsprechenden vorschlag des gerichts hin.

in einem fall sexualisierter gewalt ginge es zum einen um den ersatz des entstandenen schadens und zum anderen um 'schmerzensgeld'.

im fall Diallo ./. Strauss-Kahn könnte das bedeuten, dass es ihn 'billiger' gekommen wäre, sich eine sexarbeiterin zu bestellen.

was die spekulationen angeht:
nein, muß nicht sein.
jede_r jurist_in weiß, dass deliktisches handeln im sinne von § 823 BGB nicht zwingend einem delikt im strafrechtlichen sinne entspricht.
Uwe Theel schrieb am 25.08.2011 um 13:38
wenn hier schon so munter theoretisch spekuliert wird warum dann nicht richtig verschwörungstheoretisch:

Frau Diallo hat Ihren Part gespielt, DSK so zu beschädigen, dass er weder franzöischer Präsident werden kann noch weiter in der Weltbank die Ablösung des Dollars als Leitwährung betreiben kann (j-ap hat Letzeres an anderer Stelle einmal schön erklärt). Jetzt hat die Mohrin ihre Schuldigkeit getan und kann gehen. Hätte sie sich den Erwartungen ihrer Auftraggeber entsprechend etwas intelligenter, d.h. konsistenter verhalten, wäre DSK vielleicht sogar noch hinter Gitter gekommen. Aber was wäre dann im Ausgang für die Weltwirtschaft wirklich anders gewesen?

Vergewaltigungen, die welche sind sollte man an anderen Beispielen ernsthaft diskutieren.
Rahab schrieb am 25.08.2011 um 14:16
ach?
was, verdammte hacke!, ist denn eine vergewaltigung, die eine ist?

am besten erzählst du uns, wie du es richtig gemacht hast!
luzieh.fair schrieb am 25.08.2011 um 14:32
Sag mal, Uwe Theel, ich dachte bis vorm letzten Satz, dass Du ein bisschen überzogen schreiben udn es nicht ganz ernst ist.

Der letzte Satz ist am ehesten (und am freundlichsten) mit irritierend zu beschreiben.
Es ist nach Einstellung dieses Verfahrens nichts, vor allem nicht, ob es eine Vergewaltigung gab oder nicht, geklärt. Dass die Staatsanwaltschaft nach eigenem Bekunden keine Erfolgsaussichten für das Verfahren sieht, bedeutet nicht, dass DSK als zu unrecht Beschuldigter angesehen wird.
Es bedeutet doch in erster Linie, dass eine Frau, die sich hier und da im Leben Fehltritte erlaubt hat, sich nicht vergewaltigen lassen sollte.
Emma in Uniform schrieb am 25.08.2011 um 15:08
Tatsächlich ist es äußerst wahrscheinlich, dass DSK, trotz dessen etwas "weicheren Zielen" knapp jenseits der sonst meta-neoliberalen Politik der Weltbank, eben einfach das ist, was schon viele (naja) Sozialisten vor ihm waren und noch sein werden:

Ein gemeines, chauvinistisches Schwein. Oder Schimpanse?

Hier bitte:

www.derwesten.de/nachrichten/Strauss-Kahn-wie-ein-bruenftiger-Schimpanse-id4658259.html
Lethe schrieb am 25.08.2011 um 15:10
Es ist nach Einstellung dieses Verfahrens nichts, vor allem nicht, ob es eine Vergewaltigung gab oder nicht, geklärt.

eindeutig wahr. Andererseits gibt es Vergewaltigungen, bei denen es geklärt ist, dass es eine Vergewaltigung gab. Vielleicht sind diese Vergewaltigungen zur Diskussion von Vergewaltigungen besser geeignet.

Ich glaube, außer DSK ist niemand zufrieden mit diesem Ausgang. Nur spielt es keine Rolle, womit unsereins zufrieden ist, sondern nur, was nach rechtsstaatlichen Prinzipien bewiesen werden kann.
Uwe Theel schrieb am 25.08.2011 um 15:37
@ Rahab und luzih.fair

jetzt bitte nicht sich falsch aufregen.

1). War mein Kommentar natürlich hauptsächlich ironisch gemeint

2.) hat Lethe am 25.08.2011 um 15:10 mit seiner Formulierung " es (gibt) Vergewaltigungen, bei denen es geklärt ist, dass es eine Vergewaltigung gab. Vielleicht sind diese Vergewaltigungen zur Diskussion von Vergewaltigungen besser geeignet." genau meine Intention getroffen und dafür sogar noch ein Sternchen bekommen.

Ich halte nicht viel davon, an einem in jeder Weise ungeklärten Fall - vielleicht ist ja sogar meine "Verschwörungstheorie" doch wahr und Frau Diallo hat DSK im Auftrag hoppgenommen - ernsthafte Probleme zu diskutieren, wenn es bessere Empirie gibt, die man für deratige Verbrechen heranziehen kann.

Mir und sei es auch nur indirekt irgendeine Verharmlosung von Vergewaltigung zu unterstellen, sei den Nachwirkungen Deiner Grippe zugeschrieben Rahab. Da wünsche ich vollständige und schnelle Genesung.

lg
Uwe
Rahab schrieb am 25.08.2011 um 15:46
ne ne Uwe, so einfach ist das nicht.

denn wenn dein kommentar "hauptsächlich ironisch gemeint" war, dann möchte ich - rotz in nase oder nicht - wissen, was es mit dem 'nebensächlichen' auf sich hat.

form folgt inhalt - war es nicht so?
luzieh.fair schrieb am 25.08.2011 um 16:30
@Uwe Thee: zum Glück hab ich mich nicht aufgregt, also auch nicht falsch.

Ich hab ja den Ton Deines Kommentars richtig vernommen und wollte den letzten Satz geklärt haben.

Aber: in der Konsequenz bedeutet Deine Forderung doch, dass man eine (potentiell vergewaltigte) Frau einfach beiseite schieben soll und sich mit "wichtigeren" und nachgewiesenermaßen "richtigeren" Dingen befassen soll.
Dem kann und dem will ich auch garnicht zustimmen.
Es wäre schließlich nicht das erste Mal, dass DSK mit etwas davon kommt, mit dem mann eigentlich nicht davon kommen dürfte.

Was mich noch immer interessiert ist, was eine Lüge im Asylantrag so schwerwiegend macht, dass eine (potentielle) Vergewaltigung nicht weiter verfolgt wird.
Wie gesagt, dass heißt nichts anderes als: lebe redlich, sonst bekommste Du Probleme, wenn Dir jemand etwas antut.
Ich finde es ferner wichtig, sich durchaus vor Augen zu halten, wie sich die Frau gerade fühlen muss, sollte an den Vorwürfen etwas dran sein. Es wäre ja auch hier nicht das erste Mal, dass ein Vergewaltigungsopfer alleine gelassen wird, nur weil es sich nicht immer konform verhalten hat.

ps.ich hab heut noch keine Sternchen verteilt :-)
luzieh.fair schrieb am 25.08.2011 um 16:32
TheeL muss es natürlich heißen...
Uwe Theel schrieb am 25.08.2011 um 19:08
@ luzieh.fair am 25.08.2011 um 16:30 und
@ Rahab am 25.08.2011 um 15:46

Also ich will`s jetzt wirklich nicht breitreten, aber dass meine kleiner Kommentar

"in der Konsequenz bedeutet Deine Forderung doch, dass man eine (potentiell vergewaltigte) Frau einfach beiseite schieben soll und sich mit "wichtigeren" und nachgewiesenermaßen "richtigeren" Dingen befassen soll." (luzieh.fair),

soll ich das jetzt als einen Projektion von Luzieh.fair und Rahab auffassen müssen, die sich nicht an meiner Äußerung festmacht, sondern aus der abstrakt begründeten begründeten Sorge oder Angst SO (d.h. Negation oder mindestens Verharmlosung des Deliktes Vergewaltigung, "Entlastung" jeden Täters) könnte von mir konkret mit dem Problem wirklich umgegangen werden?

Spekulation über das vermeintlich Gemeinte, statt Verstehensuchen eines (meines) Textes auf seinem Boden, noch dazu, wo Rahab mich als Blogger schon eine Weile kennt, führen nicht weit.

Hier scheinen mir sowieso zwei Ebenen unzulässig von seiten meiner Kritikerinnen miteinander vermischt:

Das Elend der konkreten Vergewaltigung ist das eine, die "Sicherheit" mit der "Mächtige" vor Verfolgung durch den kapitalistischen Staat, bzw. durch die beherrschten Massen für jedes Vergehen systemisch geschützt werden/sind, das andere.

Herrschaft durch Sexismus, genauer durch Sexuelle Gewalt zu sichern ist ein wirkliches Phänomen. Allerdings erscheint es mir im Falle der Vergewaltigung von Seiten der Soldateska im Kriege, im Falle elterlicher und ehelicher Gewalt in der Familie besser erforscht und daher besser diskutierbar als am Fall des DSK, der mehr medial ausgeschlachtet, denn recherchiert wurde und von dem wir zur Zeit nur eine interessierte veröffentlichte Version kennen. Dieser Fall bedient in Form seiner bisherigen Veröffentlichung den Boulevard und den Voyerismus, ist herrschaftsstabilisierender als meine freche "Verschwörungstheorie" je sein könnte.

Mädchenmannschaft hob auf das allgemeinen politische Moment "die Mächtigen kommen davon" und typischerweise besonders immer dann, wenn sie dabei auch noch sexuelle Gewalt und diese gegenüber Frauen ausübten.

Diskutiert wird dies aber dann nicht konkret im Falle Kahn, denn das hieße ja, dass mit dem Fallenlassen der Anklage dessen Reputation wiederhergestellt sei und er hinterher da weitermachen können, wo er vorher gefallen war, man also auf dieser ebene fragte, was ist hier eigentlich politisch geschehen, oder soll jetzt geschehen gemacht werden?!

Sicher wird DSK irgendwo im Machtapparat weitermachen, aber nicht da, wo er jetzt gerade bisher wirksam war und vielleicht, Verschwörungstheorie hin, Verschwörungstheorie her, doch und noch "störte", und vielleicht hat j-ap zusätzlich recht, dass er, j-ap, gegen die Unkenntnis des Rechts bei den Blogautorinnen dessen Wirkungsmechnismens anführt, der das bürgerliche Janusgesicht von Gerechtigkeit auf der einen und Durchsetzung der Herrschaft auf der anderen Seite enthüllt. - Was wäre an all dem neu?

Die Diskussion hier im Blog wiederholt - und das ist kein Vorwurf - in Ohnmacht die bekannten Argumente gegen männliche Gewalt gegenüber Frauen im besonderen Allgemeien und staatlicher Herschaftsgewalt gegenüber Menschen im allgemeinen Allgemeinen.

Eine konkrete Diskussion, was dieser Fall politisch praktisch für Weltbank- und französisch-europäische Politik jetzt politisch bedeutete, oder dass das Schicksal der Frau Diallo wirklich ernstgenommen worden wäre - das erforderte Recherche, die kein FC-Blogger wohl leisten könnte - hat dieses Blog nicht geleistet.

Der politische Teil hätte vielleicht substantiell gleistet werden können, der konkret menschliche auf Opfer- und Täterseite bestimmt nicht.

Aus der Einsicht in dieses Dilemma, dabei gerade im Moment der Ungenügendheit, wie jeder der Blogtexte dem Schicksal der Daillo nicht nahekam hat meinen Winztext inspiriert.

Vielleicht ist er mir nicht gelungen, aber die Unterstellungen, die mir dann gemacht wurden trägt er nicht.

ut
Rahab schrieb am 25.08.2011 um 20:00
UT
"Vergewaltigungen, die welche sind sollte man an anderen Beispielen ernsthaft diskutieren."
schriebst du

nachdem du launig oder so sein sollend mal kurz eine j-ap'sche verschwörungstheorie referiert hattest.

darum ging's.
und deshalb fragte ich nach dem 'nebensächlichen' zum "hauptsächlich ironisch gemeint"en.

im übrigen kann ich dir sagen: nachdem ich die oben von vadis eingestellten recommandations durchgelesen habe, bekümmert mich das schicksal der frau Diallo sehr.
die recommandations sind nämlich zum einen recht verständlich, aber gleichzeitig hochgradig ... mindestens problematisch.
wäre ich beruflich damit befasst, würde ich sie auseinandernehmen. das allerdings bräuchte ein bißchen mehr zeit ....
denn es ginge um (ungeordnet und sicher nicht vollständig)
- den gewaltbegriff/sexualisierte gewalt
- sexualisierte gewalt in hierarchien
-sexualisierte gewalt zwischen 'weißen' und 'schwarzen'
- bewertung und verwertbarkeit der aussagen traumatisierter zeug_innen
- dasselbe bei menschen mit weder zentraleuropäischer noch us-amerikanischer sozialisation
- dasselbe noch mal bei aussagen nicht-alphabetisierter menschen
wobei ich mir erlaube, vorauszusetzen, dass eine frau aus Guinea, nach infibulation und ehe und mindestens einer geburt und nicht auszuschließenden sexuellen übergriffen durch soldaten oder andere in Guinea, überwiegend wahrscheinlich traumatisiert ist. um genau zu sein: extrem-traumatisiert. auch wenn sie friedlich und freundlich in einem NY-hotel putzt.

diesen zu berücksichtigend umständen wird das, was in den recommandations zu lesen ist, nicht gerecht.
warum nicht, kannst du hier
www.trauma-informations-zentrum.de/infos/helferinfo/Grenzen%20und%20M%F6glichkeiten%20klinischer%20Gutachten%20im%20Ausl%E4nderrecht.pdf
nachlesen.

allerdings räume ich gerne ein: so viel zeit, wie die staatsanwaltschaft vielleicht gebraucht hätte, sich trotz der von ihr angeführten inkonsistenzen davon zu überzeugen, dass sie es dennoch mit einer veritablen vergewaltigung zu tun hat, gibt es im strafverfahren nicht. leider.

allerdings kann ich mich nicht erinnern gelesen zu haben, dass sie aktuell unter zeitdruck gestanden hätte.
also bleibt die frage nach den beweggründen der staatsanwaltschaft leicht unbeantwortet.
so dass über diese beweggründe mit mindestens genauso viel recht wie über die inkonsistenzen in den aussagen der frau Diallo spekuliert werden darf.

wenn dabei im fall Diallo ./. DSK vielleicht auch nicht die wahrheit gefunden wird - immerhin könnten diese spekulationen zu einer erhöhten sensibilität für die probleme vergewaltigter menschen beitragen. das wäre ja schon mal was.
Uwe Theel schrieb am 25.08.2011 um 20:15
@ Rahab am 25.08.2011 um 20:00

Liebe Rahab,

da unterschreibe ich jedes einzelnen Wort von Dir.

Du beschreibst, besser, als ich es konnte, meine Ahnung, worum es eigentlich geht, jedenfalls gehen sollte.

lg
uwe
Tycho schrieb am 25.08.2011 um 20:33
liebe Rahab,

inwieweit kann eine durchschnittschliche Staatsanwaltschaft dies leisten? Bei Ottonormal?

But then,..this is a showcase with most possible heights and depths. Das ist der IWC Chef avec histoire en cette regarde und dann die Frau, die ebenfalls eine Geschichte hat.

Unbetrachtet dieser Tatsachen gilt die forensische Verwertbarkeit von Fakten die gnadenlos nach Möglichkeit aneinander aufgespielt werden. ^^ Wann und wie oft geht es dazu ab, der Gerechtigkeit Genüge zu tragen? Mir scheint die Rechtsprechung da eher als etwas, was stets einen Trick versucht seit Salomon.

Kahn ist demontiert und zwar gänzlich, genau wie Kachelmann und all die Ungenannten. Ob sie sühnen, wirklich sühnen ist die Frage? Oder was ist die Frage? Sollte die Frage sein, wie man den MANN per se dazu bringt, die Frau als Mann zu verstehen? Oder vice versa?
j-ap schrieb am 25.08.2011 um 20:43
Mal eine Zwischenfrage, Rahab:

Ist es nach Deiner Auffassung eigentlich überhaupt möglich, keine Vergewaltigung zu begehen, oder steht für diesen Fall halt einfach a) zuwenig Zeit und b) zuwenig Sekundärliteraturstudium zur Verfügung, um ihre Verwirklichung klopffest zu erweisen?
Rahab schrieb am 25.08.2011 um 21:11
@tycho
ich schrieb es schon weiter oben: ich halte das strafverfahren für die 'bewältigung' sexualisierter gewalt für ungeeignet.
es gilt, ein mediationsverfahren zu entwickeln.

@yussuff
aber sicher doch!
ansonsten:
mit mehr zeit und den entsprechend geschulten leuten hätte sich in dem fall sicherlich mehr herausfinden lassen als das, was die staatsanwaltschaft in ihren recommandations präsentiert.
mit dem studium von sekundärliterartur allein ist es da allerdings für juristen nicht getan. da gehört auch praxis zu. und ein starker magen.
Tycho schrieb am 25.08.2011 um 21:33
@Josef
dude, stop harassing this bitch

@Rahab
ja, Bewältigung. Durch die Strafverfolgung kann keine Aufarbeitung erfolgen. Da müsste Fachpersonal vorgeschaltet sein, ohne derlei Anspruch, free gratis, for all sexes. Fuck da redundancy. Redundancy is needed here.
j-ap schrieb am 25.08.2011 um 22:39
Stop talking like a gun-slinging, grenade-lobbing odd-job from outerspace and I'll butter her butt and call her a biscuit, dear Tycho. ;-)
Tycho schrieb am 26.08.2011 um 00:22
i'd rather be a bitch than a biscuit, but that's me.
j-ap schrieb am 26.08.2011 um 00:44
Ach steig' mir doch auf den Hut!
Tycho schrieb am 26.08.2011 um 01:56
it's not my place
j-ap schrieb am 26.08.2011 um 02:29
But it's a Homburg — dodge that!
Uwe Theel schrieb am 26.08.2011 um 23:45
@ tycho & j-ap

... may I be of any assistance, Gentlemen?

The Duel
by Eugene Field (1850-1895)

The gingham dog and the calico cat
Side by side on the table sat;
'T was half-past twelve, and (what do you think!)
Nor one nor t' other had slept a wink!
The old Dutch clock and the Chinese plate
Appeared to know as sure as fate
There was going to be a terrible spat.
(I was n't there; I simply state
What was told to me by the Chinese plate!)

The gingham dog went "Bow-wow-wow!"
And the calico cat replied "Mee-ow!"
The air was littered, an hour or so,
With bits of gingham and calico,
While the old Dutch clock in the chimney-place
Up with its hands before its face,
For it always dreaded a family row!
(Now mind: I 'm only telling you
What the old Dutch clock declares is true!)

The Chinese plate looked very blue,
And wailed, "Oh, dear! what shall we do!"
But the gingham dog and the calico cat
Wallowed this way and tumbled that,
Employing every tooth and claw
In the awfullest way you ever saw---
And, oh! how the gingham and calico flew!
(Don't fancy I exaggerate---
I got my news from the Chinese plate!)

Next morning, where the two had sat
They found no trace of dog or cat;
And some folks think unto this day
That burglars stole that pair away!
But the truth about the cat and pup
Is this: they ate each other up!
Now what do you really think of that!
(The old Dutch clock it told me so,
And that is how I came to know.)
Rahab schrieb am 26.08.2011 um 23:52
fehlt noch die nekro-mantikerin von Endor...
Uwe Theel schrieb am 27.08.2011 um 01:11
@ Rahab schrieb am 26.08.2011 um 23:52

fehlt noch die nekro-mantikerin von Endor...

Liebe Rahab,

Totenbeschwörung mit Frauen mache ich nicht öffentlich, und das Gedicht von Eugene Field ist ein Kindergedicht das ich im Geiste Peter Pans meinen hiesigen Spielkameraden tycho un j-ap anbot.

lg
uwe
Rahab schrieb am 27.08.2011 um 01:21
UT
die nekro-mantikerin ist nicht totenbeschwörung mit sondern durch eine frau.
vielleicht öfter mal bibel lesen? 1.Samuel mehr gegen ende hin, glaub ich....
na, wußt ich's doch
kulturserver-nds.de/home/leivebibel/1_samuel_52.html

schüttelspeer hat das motiv übrigens sehr schön aufgenommen.
Emma in Uniform schrieb am 25.08.2011 um 15:50
Tycho schrieb am 25.08.2011 um 20:36
übrigens Tradition en France: Francoise hatte ja ein Schätzeken, während Helmut sich noch der eigenen Familie kaum widmete. Liegt's am Essen? War Hannelore einfach vehementer und die Schärfere? Wie banal. Vielleicht ist doch das politische vom Persönlichen zu trennen, bevor es persönlich, weil politisch wird!

so fuckin' glad to read you here again, Emma
Emma in Uniform schrieb am 25.08.2011 um 16:49
Tja, schon lange Jahren sind halt "Frauen DSKs größtes Problem"...

Wie ja auch Kinder häufig das größte Problem vieler Pädophiler sind.

Und ob dieser ganze Fall sich eignet, als Beispiel, und sogar wie er sich eignet "zur Diskussion von Vergewaltigungen" und die Boulevadisierung unserer Presse hierbei,

Sonderschön, wie aus der Vergewaltigung eine 'Sex-Affäre' wird. Wie ganz zurückgelehnt spekuliert wird, warum und wie es solchen (fähigen, hach) Männern wie Strauss-Kahn immer wieder passieren kann, dass sie ihre Lust nicht in den Griff bekommen. Statt vom Vergewaltiger schwafelt der Qualitätsjournalismus lieber vom "notorischen Schwerenöter DSK", vom "Schwachpunkt Genitalbereich" und vom unvermeidlichen "Dämon Sex"!
Der leider leider "Strauss-Kahn zu verschlingen droht" .."ein so begabter Mann"..der, einem kommen gleich die Tränen .."über diese Sache da im Hotelzimmer stolpert".

Schnüff, armer Dominique. So eine Verschwörung.
eykiway schrieb am 25.08.2011 um 20:58
gelesen und herzhaft gelacht rahab top fahrenheit flop
luzieh.fair schrieb am 26.08.2011 um 01:43
Hab da noch n kleines Interview gefunden:

www.taz.de/Anwaeltin-ueber-DSK-Prozess/!76827/
Rahab schrieb am 26.08.2011 um 07:26
so bit.ly/oMVhFs
besser zu öffnen.
akb schrieb am 31.08.2011 um 08:24
>>
Tja, schon lange Jahren sind halt "Frauen DSKs größtes Problem"...

Wie ja auch Kinder häufig das größte Problem vieler Pädophiler sind.

Und ob dieser ganze Fall sich eignet, als Beispiel, und sogar wie er sich eignet "zur Diskussion von Vergewaltigungen" und die Boulevadisierung unserer Presse hierbei,

Sonderschön, wie aus der Vergewaltigung eine 'Sex-Affäre' wird. Wie ganz zurückgelehnt spekuliert wird, warum und wie es solchen (fähigen, hach) Männern wie Strauss-Kahn immer wieder passieren kann, dass sie ihre Lust nicht in den Griff bekommen. Statt vom Vergewaltiger schwafelt der Qualitätsjournalismus lieber vom "notorischen Schwerenöter DSK", vom "Schwachpunkt Genitalbereich" und vom unvermeidlichen "Dämon Sex"!
Der leider leider "Strauss-Kahn zu verschlingen droht" .."ein so begabter Mann"..der, einem kommen gleich die Tränen .."über diese Sache da im Hotelzimmer stolpert".

Schnüff, armer Dominique. So eine Verschwörung.
<<

Frage mich nach solchen und ähnlichen Kommentaren, ob unsere Rechtsaussen-Emanzen hier überhaupt noch diskursfähig sind !

Ich vermute mal "Nein" - diskursfähigen Leuten ist schliesslich klar, dass der Qualitätsjournalismus Strauss-Kahn gar nicht als Vergewaltiger darstellen darf, ohne sich der üblen Nachrede oder schlimmeren schuldig zu machen.
Mal abgesehen davon, dass zu Vorverurteilungen wohl eher gerade die Boulevard-Presse neigt - weswegen ja z.B. Schwarzer ihre Ergüsse zum Fall Kachelmann, rechtsaussen, wie sie als Feministin nunmal ist, in der Bild darstellen mußte.

Diskursfähigen Leuten ist wohl auch klar, dass Straus-Kahn wohl eher kein Problem mit Frauen hat, insofern, als die meisten mächtigen Männer sowieso vögeln können, wie sie wollen, aber eines nicht nötig haben: Frauen zu vergewaltigen. Alle Untersuchungen ergeben, dass Vergewaltiger in der Regel einen wirtschaftlichen und sozialen Status haben, der sie in den Augen von Frauen unattraktiv erscheinen läßt.

Und zum Schluss ist dieser Blogeintrag Ausdruck eines Phänomens, welches wirklich bekämpfenswert ist, wie ich finde - trotz begründeter Zurücknahme der Anklage gegen Strauss-Kahn reicht allein die Aussage einer Frau - selbst von einer offenbar notorischen Lügnerin, die Vergewaltigungsbehauptungen zur Erschleichung persönlicher Vorteile einsetzte - aus, um diesen Mann sozial erstmal ins Aus zu stellen.

Würde es mit rechten Dingen zugehen, und nicht die gesellschaftliche Ächtung durch den feministischen Boulevard ein rechtmässiges Gerichtsurteil ersetzen, wäre Strauss-Kahn weiterhin Vorsitzender des IWF und möglicher Präsidentschaftskandidat!

Teilweise kann diese gesellschaftliche Ächtung durchgesetzt werden, weil Vergewaltigung als Verbrechen völlig überhöht wird - die körperlichen und psychischen Folgen einer Vergewaltigung dürfte für die Opfer wohl in den meisten Fällen mit denen einer leichten Körperverletzung vergleichbar sein. Es gibt aber auch Fälle, wo Leute nach einem erlittenen Wohnungseinbruch länger leiden, als Frauen nach einer Vergewaltigung, die sie etwa alkoholisiert erlebt haben.

Dementsprechend stellte der Spiegel dar, dass Straus-Kahn im Falle einer Verurteilung das gewaltige Strafmass von 25 (!) Jahren Gefängnis bevorstünde - man vergleiche das mit der Strafe für eine leichte Körperverletzung !
Rahab schrieb am 31.08.2011 um 08:39
es soll auch männer geben, die ne kastration ganz locker wegstecken, während andere sich ein leben lang mit einem lädierten meniskus herumquälen...
akb schrieb am 31.08.2011 um 08:29
PS. Angesichts dieser gesellschaftlichen Überhöhung des Verbreches Vergewaltigung ist es auch kein Wunder, dass Staatsanwälte da anscheinend oft über die Stränge schlagen - einen Prominenten wg. Vergewaltigung ins Gefängnis zu bringen, dürfte der absolute Karriereknüller für einen Staatsanwalt sein.

Im Fall Strauss-Kahn hat die Staatsanwaltschaft ja noch einmal die Kurve gekriegt, was man im Fall Kachelmann wohl nicht behaupten kann.
luzieh.fair schrieb am 31.08.2011 um 10:06
"gesellschaftlichen Überhöhung des Verbreches Vergewaltigung"

Wie gedenken akb denn eine Vergewaltigung zu bewerten?
Bevor ich kotze, hätte ich gerne eine Antwort.

Aber vielleicht bist Du ja nur ein embedded Troll? Extra engagiert, um die Kommentarzahl zu erhöhen? Anders kann ich mir jedenfalls Dein widerliches Geschreibsel nicht erklären.

Geh mal in eine Beratungsstelle und sag den Frauen da, sie sollen nicht so rumnörgeln, weil andere Menschen schließlich auch Traumata haben...
akb schrieb am 31.08.2011 um 11:18
Angesichts der letzten Beiträge einer "rahab" und einer "luzieh.fair", die ja klarerweise nicht diskutieren wollen, wird mal wieder sehr schön offensichtlich, wie sehr doch solche "Vergewaltigungsverfahren" funktionalisiert werden - wären die angeblichen Vergewaltiger Kretin und Pletin, wie sie es normalerweise sind, würden die Damen sicher kein Augenmerk auf den Fall verschwenden.

So können sie sich mit Schaum vor dem Mund als Hohepriesterinnen des Feminismus gebärden, die Opfer fordern, auch wenn die Situation, in der dieses Opfer gebracht werden soll, allen Rechtsvorstellungen Hohn sprechen.

Ich persönlich finde das Gebaren und Diskussionsverhalten dieser Pseudo - Priesterinnen einfach nur lächerlich - "kastration locker wegstecken", "bevor ich kotze", "geh mal in eine Beratungsstelle" !
akb schrieb am 31.08.2011 um 11:18
Angesichts der letzten Beiträge einer "rahab" und einer "luzieh.fair", die ja klarerweise nicht diskutieren wollen, wird mal wieder sehr schön offensichtlich, wie sehr doch solche "Vergewaltigungsverfahren" funktionalisiert werden - wären die angeblichen Vergewaltiger Kretin und Pletin, wie sie es normalerweise sind, würden die Damen sicher kein Augenmerk auf den Fall verschwenden.

So können sie sich mit Schaum vor dem Mund als Hohepriesterinnen des Feminismus gebärden, die Opfer fordern, auch wenn die Situation, in der dieses Opfer gebracht werden soll, allen Rechtsvorstellungen Hohn sprechen.

Ich persönlich finde das Gebaren und Diskussionsverhalten dieser Pseudo - Priesterinnen einfach nur lächerlich - "kastration locker wegstecken", "bevor ich kotze", "geh mal in eine Beratungsstelle" !
luzieh.fair schrieb am 31.08.2011 um 11:43
bist Du dumm?

1. Jeder Mensch ist dikursfähig, denn jeder Mensch ist Teil von Diskursen und zwar verschiedenen. Diskursunfähige Menschen sind tot.
2. Was Du meinst ist vermeindliche Diskussionsunfähigkeit.
Zur Diskussionsfähigkeit gehört auch Reflexion. Zum Beispiel auch drüber, was MitdiskuTanten dazu veranlasst hat, Dich zu beleidigen.

Ich helfe Dir:

Zu dieser (Diskussionsunfähigkeit) gehört auch, auf Fragen nicht zu antworten: wie würdest Du eine Vergewaltigung denn bewerten? Gehört sie statt geächtet, in Deinen Augen bagatelliesiert?

"wären die angeblichen Vergewaltiger Kretin und Pletin"
Was soll das bedeuten?
Rahab schrieb am 31.08.2011 um 11:28
diskursfähigen leuten, akb, dürfte doch klar sein, dass dieser satz
"Diskursfähigen Leuten ist wohl auch klar, dass Straus-Kahn wohl eher kein Problem mit Frauen hat, insofern, als die meisten mächtigen Männer sowieso vögeln können, wie sie wollen, aber eines nicht nötig haben: Frauen zu vergewaltigen."
mitsamt der ihm nachfolgenden einfach nur in die tonne gehört.

oder soll frau Diallo sich glücklich schätzen, dass Dominiqe Strauss-Kahn sich dazu herabgelassen hat, ihr mal eben sein ejakulat in den hals zu drücken?
donda schrieb am 31.08.2011 um 11:32
Wenn das, was hier für Feminismus ausgegeben wird, repräsentativ sein sollte – und einiges, was ich im Netz in letzter Zeit gelesen habe, lässt mich das befürchten – dann ist der Feminismus tot. Mehr als das: Begraben und von Würmern gefressen.
akb schrieb am 31.08.2011 um 12:43
Frage mich gerade, ob es sich mal lohnen würde, das verkommene argumentative und sprachliche Niveau von Leuten wie luzieh.fair und Rahab genauer darzustellen - es ist so typisch für so viele Feministinnen, mit seinen ganzen Unterstellungen, Hirngespinsten, Fehlinterpretationen von Geschriebenem, seinen falschen Verallgemeinerungen und gewollten Ausblendungen, den Beleidigungen Andersdenkender usw. usf.

Und die Vorbilder und Anstifter für ihre "Logik" finden diese Prols ja durchaus im "intellektuellen" Feminismus.
luzieh.fair schrieb am 31.08.2011 um 12:48
:-D
Rahab schrieb am 31.08.2011 um 12:53
ja dann frag dich doch mal!
aber richtig, wenn ich bitten darf.

und dann frag dich doch gleich noch mit, woher es kommt, dass du meinst, einen notorischen lügner verteidigen zu müssen.

und nicht vergessen: biste mehr crétin oder mehr Plethi?
Magda schrieb am 31.08.2011 um 13:50
www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/das_gesetz_des_schweigens_ist_aufgehoben_1.12247438.html

Das ist sehr empfehlenswert zum Thema. Ein Interview mit der Feministin Christine Delphy.
akb schrieb am 31.08.2011 um 19:30
Ja, in der Tat, sehr empfehlenswert - man kann da studieren, wie sich eine feministische Intellektuelle und eine feministische Journalistin gegenseitig den Ball zuspielen, um beim Leser einen eindeutigen Eindruck zu schaffen - wesentliche Fragen werden gar nicht gestellt, z.B. wie die behaupteten 3 - 8 Prozent an Falschaussagen eigentlich zu den Aussagen von Experten passen, die von teilweise bis zu 50 % an Falschbeschuldigungen ausgehen, wie z.B. der Leiter eines Bundesamtes in einem Interview angab.

( Solche Hinweise werden auf Seiten wie etwa maedchenmannschaft gleich gelöscht ! )

Mit welchen erkenntnistheoretische Mitteln eigentlich diese Zahlen gewonnen wurden - immerhin behauptet die Dame ja, dass ein Großteil der freigesprochenen Beschuldigten eigentlich hätte verurteilt werden müssen; hat die Feministin Zugang zu mehr Beweismitteln als die Richter und Staatsanwälte ?

( Solche Fragen werden übrigens z.B. auf maedchenmannschaft gleich gelöscht ! )

Typisch die ambivalente Haltung zum Rechtsstaat, die sich darin ausdrückt, dass die Unschuldsvermutung ja für ganz OK befunden wid, aber dann mit sehr wahrscheinlich falschen Zahlen eine praxisgerechte Handhabung der Unschuldsvermutung gefordert wird - mit anderen Worten ihre Aufhebung.

Typisch das völlige Fehlen der Distanz zum eventuellen Opfer - kann eine alleinerziehende Mutter überhaupt so fies sein, so einen Vorwurf ungerechtfertigt zu erheben, wird uns da allen Ernstes vorgejammert !

Klar doch, Madame - auch Alleinerziehende haben manchmal soviel Hirn und kriminelle Energie, zu raffen, dass ihnen eine Falschaussage eventuell ein paar Millionen einbringen kann.

( So viel Realismus würde auf maedchenmannschaft zensiert. )

Und zuletzt auch typisch die völlige Maßlosigkeit bei der Bestrafung - klar doch, wg. zwei blauen Flecken und ein wenig Ejakulat im Mund, sowie einer Demütigung, muss jeder auch nur Beschuldigte für 25 Jahre hinter Gittern.

Wenn solche Dinge schon die "Denkerinnen" mal eben so bringen - kein Wunder, dass die Femi-Prolls hier sich geben, wie sie es tun !
Rahab schrieb am 31.08.2011 um 19:38
klar!
dieser französische mops wurde von der walküre aus Guinea gezwungen, seinen pimmel in ihren mund zu stecken. vermutlich mit vorgehaltener waffe. oder noch schlimmerem.
Phineas Freek schrieb am 31.08.2011 um 15:00
Frau Diallo könnte sich „glücklich“ schätzen, „dass DOMINIQUE STRAUSS-KAHN sich dazu herabgelassen hat“ sich Ihrer zu bemächtigen – hätte sie nach der (vorgeblichen oder wirklichen) Vergewaltigung durch einen mächtigen Freund Amerikas so gehandelt, wie sie gehandelt hat, hätte sie nicht wie jetzt wenigstens die Möglichkeit, mit ein wenig Geschick und guter Beratung ihren bisheriges trostloses Dasein den Rücken kehren zu können.
Sie wäre umgehend nach Ausschlagung einer „Abfindung“ oder schon vorher von den entsprechenden "Diensten," für immer aus „dem Verkehr gezogen“ worden.
Neobe schrieb am 31.08.2011 um 17:53
@akb

So Freundchen,

Also: die Verlängerung zwischen beiden Schultern nennt sich: Hals, auf diesem befindet sich (Theoretisch ) ein Kopf, in diesem Kopf findet sich (Theoretisch ) ein kleiner Raum, in dem -und jetzt Vorsicht- kein Vakuum ist, sondern ein Gehirn!
Ein Gehirn - und jetzt kommt das Beste - kann man/n benutzten....Theoretisch -nicht vergessen- sonst wirds schwierig... Also nochmal: das Gehirn ist wichtig!!!!

So und wenn Sie jetzt vielleicht noch ein paar Fragen zu dem Thema haben und Ihren Wasserkopf in der für Aufnahme stabilen und richtigen Position haben, dann können wir das gern mal genauer klären. Was hier jetzt nur eine kleine Körperverletztung ist oder nicht, was jetzt hier Feminismus ist oder nicht. Wir nehmen uns sämtliche Ausscheidungen von Ihnen noch einmal genauer vor. Wir werden diese dann, im Rahmen eines Lernprogramms: für Geistig-Instabile- Zurückgebliebende-Persönlichkeiten zusammen ganz langsam - damit Sie auch verstehen - und in völliger ruhe, einzeln durchgehen! Und klabustern dann auch wirklich alles noch mal schön auseinander!

So fals Sie verstanden haben geben Sie mir bescheid....
Tom Bombadil schrieb am 31.08.2011 um 21:37
@alle Vernünftigen

Eure Versuche, mit Gestalten wie akb und Konsorten zu „diskutieren“ in allen Ehren. Das kann aber nicht funktionieren. Diese Leute wollen nur provozieren; aus welchen Gründen auch immer.
Derartige Provokateure, hier exemplarisch akb (der das, für einen Maskulisten zumindest, handwerklich recht geschickt macht), arbeiten einfach per Knopfdruck. Sie wissen um die (Eure!) Knöpfe – und drücken sie einfach. Und, es funktioniert, leider. Ein wenig faschistoides Geschwätz a la

>>>akb schrieb am 31.08.2011 um 08:24
Teilweise kann diese gesellschaftliche Ächtung durchgesetzt werden, weil Vergewaltigung als Verbrechen völlig überhöht wird - die körperlichen und psychischen Folgen einer Vergewaltigung dürfte für die Opfer wohl in den meisten Fällen mit denen einer leichten Körperverletzung vergleichbar sein. Es gibt aber auch Fälle, wo Leute nach einem erlittenen Wohnungseinbruch länger leiden, als Frauen nach einer Vergewaltigung, die sie etwa alkoholisiert erlebt haben.
Dementsprechend stellte der Spiegel dar, dass Straus-Kahn im Falle einer Verurteilung das gewaltige Strafmass von 25 (!) Jahren Gefängnis bevorstünde - man vergleiche das mit der Strafe für eine leichte Körperverletzung !
<<<

und schon kommt die Reaktion. Wie beim ollen Pawlow seinem Köter.

O.K., wäre ich eine Frau, würde ich zweifellos genau so reagieren wie z.B. luzie.fair oder Neobe (ausgezeichnete Artikel übrigens; nur halt „Perlen vor die Säue“). So cool wie Magda (Danke für den Link zu Christine Delphy !) oder gar rahab (es soll auch männer geben, die ne kastration ganz locker wegstecken, während andere sich ein leben lang mit einem lädierten meniskus herumquälen... *Roflol*) bin ich weiß Gott nicht. Nur, das bringt doch alles nix! Ihr bringt solche Subjekte an den Rand des Wahnsinns, indem Ihr sie einfach ignoriert. Reagiert Ihr menschlich (wie nachlesbar), dann freuen sie sich – und weiden sich an dem, was sie als Schwäche interpretieren.

Danke übrigens an die mädchenmannschaft für den Blog. Bin mitnichten völlig Eurer Meinung, aber viel zu inkompetent, um das diskussionswürdig zu kommentieren.

Gruß
Tom

P.S.
@rahab. >>>und ja: eigentlich muß der beschuldigte mensch den beweis führen, dass sein handeln keine vergewaltigung war. sondern irgendetwas anderes.<<<
Nein und nochmal nein! Da sind wir doch wieder da, wo wir hier in Mitteleuropa vor ein paar wenigen Jahr(hunderten)en schon mal waren. Das kann's doch nicht sein. Finde ich.

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Vergewaltigungsverharmlosern eine „leichte Körperverletzung“ zuzufügen, könnte ich mir als Projekt vorstellen
Rahab schrieb am 31.08.2011 um 21:53
was meinst du eigentlich, warum ich immer wieder erkläre, dass sexualisierte gewalt im strafverfahren mit unserer heutigen StPO nicht befriedigend 'bearbeitet' werden kann?
teil-antwort: weil die geschädigten (of all three +x sexes) immer noch nach den regeln des ausgehenden mittelalters/der beginnenden neuzeit behandelt werden, nämlich dem hexenhammer.
um da rauszukommen, braucht es ein an mediation orientiertes verfahren.
Neobe schrieb am 31.08.2011 um 22:19
@ Tom

Zu dem letzten Zitat von Rahab, da muss ich leider zu stimmen. Die Frage stellt sich nach der Umsetztung. Denn gerade was Missbrauchsfälle an Kindern angeht (aber auch im allgemeinen) wird nicht einmal ein psychiologisches Gutachten eingeholt oder durchgeführt, was auch der Weiße Ring bemängelt. Dies könnte sehrwohl zur Wahrheitsfindung dienen, denn auch z.b private Sexualpraktiken geben aufschluss. Nur das vermeintliche Opfer ist zur völligen offenlegung verpflichtet. Auf beiden seiten sollte man die Unschuldsvermutung respektieren aber auch eine mögliche falschbeschuldigung.
Tom Bombadil schrieb am 31.08.2011 um 22:51
>>>was meinst du eigentlich, ...

Na, nix, weil ich eben nix davon verstehe. Und schon gar nix von unserer heutigen Strafprozessordnung.

>>>teil-antwort: weil die geschädigten (of all three +x sexes) immer noch nach den regeln des ausgehenden mittelalters/der beginnenden neuzeit behandelt werden, nämlich dem hexenhammer.

Also ehrlich. Sollten Vergewaltigungsprozesse im Jahr 2011 in diesem Land gemäß dem Malleus Maleficarum abgehandelt werden, dann geh' ich auswandern! Aufn Mars oder so.

"Wenn die Hex oben schwimmt, isse eine - und wird anschließend verbrannt; wenn se absäuft, isse keine. In beiden Fällen dode."
Na prima!

>>>um da rauszukommen, braucht es ein an mediation orientiertes verfahren.

Stimmt, Du hattest es mehrfach geschrieben, wie ich las. Verstanden habbich nix. Weil, da fehlt's einfach bei mir. Nur ahnen tu ich was; aber das is wohl zu wenig.

Daher:
Wenn Du die Cautio Criminalis des 21.Jahrhunderts diesbezüglich verfassen wollen tätest, wär' ich wohl nicht der einzige, der da mächtig dankbar für sein würde. Und, ich würd' Dich dann auch mit dem Ehrentitel „Friderieke von rahab-Spee“ auszeichnen (würdest Du mir mutmaßlich eh' um die Ohren hauen – aber, das wär's mir Wert! :-)))

Jetzt noch mal ohne Dummgequatsche meinerseits:
Wenn Du da mal einen Blog draus machen würdest, hätten massenweise Leute was zum Nachdenken. Und ich stell' mich da mal ganz vorne an.

Gruß
Tom
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Hexenhämmer sind vorn Arsch – solche abschaffen wär'n Projekt
Tom Bombadil schrieb am 31.08.2011 um 23:23
>>>Die Frage stellt sich nach der Umsetztung. Denn gerade was Missbrauchsfälle an Kindern angeht (aber auch im allgemeinen) wird nicht einmal ein psychiologisches Gutachten eingeholt oder durchgeführt, was auch der Weiße Ring bemängelt. Dies könnte sehrwohl zur Wahrheitsfindung dienen, denn auch z.b private Sexualpraktiken geben aufschluss. Nur das vermeintliche Opfer ist zur völligen offenlegung verpflichtet.<<<

Ja, natürlich, stellt sich die Frage nach der Umsetzung, Neobe! Und, persönlich könnte ich das gar nicht. Also, Missbrauchsfälle beurteilen. Ich habe jede Hochachtung vor den Juristen, die sowohl das Gesetz berücksichtigen müssen, als auch ihre Menschlichkeit nicht aus den Augen verlieren dürfen/sollten. Und wenn ich da noch die Kindermissbräuche dazu denke... dann kommt mir das kalte Grausen. Und da vergeht mir auch jedwede Witzelei.

Und, dass allein das Opfer zur Offenlegung verpflichtet ist, stößt mir natürlich ebenso auf. Daher auch meine Frage/Bitte an rahab, dieses Thema mal als Blog zu publizieren. Und wenn nicht rahab, wer dann?

>>>..denn auch z.b private Sexualpraktiken geben aufschluss....

Das versteh ich nicht. Kannst Du präzisieren?

Gruß
Tom
luzieh.fair schrieb am 31.08.2011 um 23:36
Bitte jetzt keine privaten Sexualpraktiken präzisieren...

*tschuldigung, ging nicht anders :-) *

wollt nur schreiben: hast ja Recht mit

Tom Bombadil schrieb am 31.08.2011 um 21:37

aber auch hier:
*tschuldigung, ging nicht anders*

Gute Nacht allerseits!
Tom Bombadil schrieb am 31.08.2011 um 23:50
>>>Bitte jetzt keine privaten Sexualpraktiken präzisieren...<<<

O.K. Den nehm' ich zurück...:-)))

Auch "Gute Nacht...."

Gruß
Tom

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KEINE SEXUALPRAKTIKEN IM FREITAG. (Das ist kein Projekt - das ist Wochenendhygiene: Samstach is Badetach....)
akb schrieb am 02.09.2011 um 12:12
Ein typischer Diskussionverlauf hier, exemplarisch dargestellt in 'zig Berichten von Leuten, die mit Feministen die Ehre hatten:

Gehen den etwas nachdenklicheren Feministen die Argumente aus, ziehen sie sich zurück und die Femi-Prols ( Rahab, luzieh.fair ) fangen an, Leute zu beleidigen und anzupöbeln.

Geht man darauf nicht ein, sind bald die lila Pudel des Feminismus da, werfen inflationär mit Nazivergleichen um sich für jede Frage, die sie nicht gestellt haben wollen ( a la "Ist das Bestrafungsmaß für Vergewaltigung eigentlich noch verhältnismässig" usw. usf. ), trösten den Femi-Pöbel, dass seine Pöbeleien doch verschwendete liebe Diskussionsbeiträge an Leute sind, die das nicht verdienen.

Hat dann endlich keiner mehr Bock, zu diskutieren, wird noch ein wenig Selbstbeweihräucherung betrieben - es wird sich gegenseitig bestätigt, wie alleinig kompetent man doch ist usw. usf.

Zum Schluss schläft die Diskussion dann ein, weil die Femi-Prols und Pudel dann doch eben eine Diskussion nicht am Leben erhalten können, in Ermangelung sinnvoller Fragestellungen usw.
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Wir lieben den Feminismus und notieren Dinge und Nachrichten, die fröhlich machen oder uns die Nackenhaare aufstellen.
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Logbuch
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dame.von.welt hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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heidenplejer hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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Matto hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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