Der Soziologe Dr. Gerhard Amendt – kürzlich sehr monothematisch diskutierender . Teilnehmer der WZB-Debatte - hierund hier - ist in der Vergangenheit u.a. auch mit der Forderung aufgefallen, die „Frauenhäuser“ abzuschaffen. Sie seien Orte des Frauenhasses und manövrierten Frauen in die Opferrolle.
Er plädierte dafür, statt der Frauenhäuser lieber Familienhäuser einzurichten, weil Gewalt immer mit beiden Partnern zu tun habe. Das kann in manchen Fällen so sein, ändert aber nichts an der Notwendigkeit, zuerst einmal den von Gewalt Bedrohten und vor allem auch ihren Kindern eine Möglichkeit zum Schutz zu bieten.
Die Vermischung von Therapieangebot mit der Möglichkeit zu Rückzug und Schutz vor weiterer Gewalt, kann verhängnisvoll sein.
Dass Frauen oft mit einem eigenen Schuldgefühl auf erlebte Gewalt reagieren, ist bekannt. Dass Frauen selbst oft glauben, es sei besser, zum Partner zurückzukehren und mit ihm gemeinsam die erlittene Gewalt durchzuarbeiten, ist ebenfalls oft beschrieben.
Eine Todesanzeige macht dies deutlich.
Hier der Link zum entsprechenden Beitrag.
Dass Amendt mit seinen Theorien die Begleitmusik für Mittelkürzungen im Bereich der Frauenhaus-Finanzierung machte, ist ein Nebeneffekt, der nicht unerwähnt bleiben sollte.