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Heute kommen fast alle Minister zusammen, um über die von Philipp Rösler geplante Gesundheitsreform zu beraten. Im Brennpunkt steht die Kopfpauschale, die besagt, dass alle Versicherten einheitlich 29 Euro bezahlen - arm und reich. Die erforderlichen Aufstockungen muss Jeder und Jede selbst aufbringen. Wer das nicht kann muss Zuschüsse vom Staat beantragen. Das wird erneut nichts anderes bedeuten, als ein bürokratisches Antragswesen, gekoppelt mit erzwungener Offenlegung der eigenen Verhältnisse usw.
Es gibt eine Organisation von Ärzten, die sich vehement gegen diese Pläne wenden. www.vdaeae.de/index.php?option=com_frontpage&Itemid=1 Sie haben eine Pressemitteilung veröffentlicht:
"Unmittelbar vor Start der Regierungskommission zur Gesundheitsreform hält Gesundheitsminister Rösler, trotz aller Proteste, an seinen Plänen zur schrittweisen Einführung einer einkommensunabhängigen Kopfpauschale – im Moment wird an 29 Euro anstelle der 0,9 Prozentpunkte, die alleine die Arbeitnehmer bezahlen, gedacht – zur Finanzierung des Gesundheitswesens fest. Diese Art der Finanzierung ist unsozial, da sie die Schwachen mehr belastet als die Starken, und der angekündigte Steuerausgleich darüber hinaus auch nicht finanzierbar ist. Als Kollege wurde Dr. Rösler von der Ärzteschaft mit Vorschusslorbeeren bedacht und ist seit langem der erste Gesundheitsminister, auf den die offizielle Ärzteschaft ohne Mistrauen zugeht. Nicht zuletzt deshalb, weil sie sich von einem Kollegen den Erhalt ihrer Privilegien erhofft.
Um zu zeigen, dass es auch Ärztinnen und Ärzte gibt, die mit den unsozialen Plänen des Ministers nicht einverstanden sind, rufen die Erstunterzeichner des Aufrufes „Ärzte gegen Dr.Röslers Rezepte – Für ein solidarisches Gesundheitswesen" ihre ärztlichen Kolleginnen und Kollegen zum öffentlichen Protest gegen die Politik des Gesundheitsministers auf.
Die gesammelten Unterschriften werden Herrn Minister Dr. Rösler anlässlich des Deutschen Ärztetages in Dresden (11.-14. Mai 2010) überreicht werden."
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wenn der gesundheitsminister ein arzt ist, heißt das nicht, nun werde die gesundheit ernst genommen. den arztkittel musste der mann ausziehen, als er den hohen hut des ministers aufgesetzt bekam. wenn aber ein politiker etwas anpackt, ist das ergebnis meist vorhersagbar. die partei, die partei ...
und dann auch noch: die koalition, die koalition ... nicht zuletzt: die klientel, die klientel ... |
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Ich habe gestern die Nachricht vernommen, was Rösler im hinteren Gefechtsabschnitt, während das Feuer Westerwelles ihn deckt, plant. - Letztlich die ewig falsch-gleiche Mehrwertsteuer für alle: heißt: bezahlen tun die, die eh wenig bis nichts übrig haben.
Ich sage da mal: Gesundheit, Herr Rösler! |
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Hallo, ich weiß gar nicht warum sich alle aufregen wenn jetzt jenes kommt, was vor den Whlen versprochen wurde. Alle zahlen den gleichen Beitrag klingt doch gut, natürlich sind manche Gleicher, aber so ist nun mal das Leben. Und gut für das Selbstbewußtsein ist das auch, wenn der Pförtner und der Hauptbuchhalter den gleichen Beitrag bezahlen. Oder der Rentner und der Minister. Da ist man doch gleich wieder wer. Und das sind doch nicht mal 30€ im Monat, und dafür kriegt man dann 0,9% mehr vom Brutto. Ab mehr als 3200,- Brutto im Monat macht man dann sogar Plus und wenn doch jemand weniger verdienen sollte? Selbst schuld, kann ja niemand was dafür, das derjenige kein Leistungsträger werden wollte.
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Danke für die Anmerkungen.
"wenn der gesundheitsminister ein arzt ist, heißt das nicht, nun werde die gesundheit ernst genommen." Er nimmt sie schon ernst der Rösler, das will ich mal unterstellen. Aber andere Ärzte nehmen sie eben anders ernst. Mir war nebenher auch wichtig, diesen Verband mal vorzustellen. Es gibt auch Ärzte, die sich engagieren. @ Rainer Kühn - so ist es. @ nuntius - "Alle zahlen den gleichen Beitrag klingt doch gut, natürlich sind manche Gleicher, aber so ist nun mal das Leben." Na, dann ist ja gut, wenn Du das sagst. :-)) |
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Hallo Magda, so aus dem Zusammenhang gerissen klingt das schon etwas krass, aber ich hatte eigentlich gehofft im gesamten Text etwas Sarkamus und Resignation darzustellen. Naja mal wieder die eigenen Fähigkeiten überschätzt.
Aber mal etwas klarer formuliert. Das jetzige Kassensystem ist leider nicht mehr in der Lage die Profitgier und Selbstbedienung der krankenkassen, des medizinischen Systems, der krankenhauskonzerne, der Apotheken, des Staates, der Kommunen und der Pharmaindustrie zu befriedigen. Damit wäre jedes System überfordert. Das Wahlsystem der BRD hat gesichert, das eine geringe Zahl von Wählern, und die große Zahl von Nichtwählern, die jetzige Koalition an die Macht kam. Diese löst ihre Wahlversprechen ein. Wer nicht richtig zugehört hat kann ich auch nicht ändern. |
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"Das jetzige Kassensystem ist leider nicht mehr in der Lage die Profitgier und Selbstbedienung der krankenkassen, des medizinischen Systems, der krankenhauskonzerne, der Apotheken, des Staates, der Kommunen und der Pharmaindustrie zu befriedigen."
Das ist hart, aber so ist es sicher. Alle melken die Kassen und nun muss man eine neue Melkmaschine einsetzen. "aber ich hatte eigentlich gehofft im gesamten Text etwas Sarkamus und Resignation darzustellen. Naja mal wieder die eigenen Fähigkeiten überschätzt." Ach, ich ahnte schon, dass Du es satirisch meinst. Es geht auch nicht so sehr um Fähigkeiten, sondern mehr um ein Gefühl, wann etwas ins Satirische "kippt". Bei Dir - wenn man Dich dabei nicht sieht - könnte man auch denken, ein hochnäsiger FDP-Schnösel redet. Gesprochen wäre das vielleicht auch deutlicher gewesen. Oder Du hättest noch etwas mehr übertreiben sollen. :-)) Gruß Magda |
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Danke für den aufklärenden Blogs. Ma sagt, dass jedes Volk die Regierung bekommt, die es verdient hat, aber für uns gilt das doch nicht, fragt ein ängstlicher ruhrrot?
Herzliche Grüße ruhrrot |
Ausgabe 07/12
16.02.2012
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