Empfehlung der Woche

Frieden – Wie geht das?

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Klaus von Dohnanyi, Erich Vad

Hardcover, gebunden

160 Seiten

22 €

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Meine Frau weint

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Angela Schanelec

Drama

Deutschland, Frankreich 2026

93 Minuten
ab dem 11. Juni im Kino!

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Dass die Bäume noch kahl sind und damit etwas Strenges, Wesentliches ausstrahlen, gefällt mir Das Bild entstand in diesem blaukalten, lapidaren Sonnenlicht.

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Ich war frohgemut- denn wenn ich vorsichtig sei und Schmerzmittel nähme, könne ich ruhig ein bisschen spazieren gehen, hatte mir die Ärztin geraten. Das habe ich getan und bin vom Pankower Rathaus aus - die Wollankstraße entlang gegangen. Die endete früher im Nichts - an der Mauer und war dadurch immer menschenleer. Jetzt ist sie der Übergang zwischen Pankow und dem Wedding.

Ganz am Anfang findet man das Pankower Brotmuseum, das ich noch nie besucht habe. Aber es ist historisch und stilvoll und sieht so aus wie auf dem Bilde.

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Ich bin kein "Sehmensch", denn was ich sehe, ist mir immer weniger wichtig, als was mir durch den Kopf geht. Beim Anblick der Steegerstraße, die gleich nach der S-Bahn-Brücke in die Wollankstraße mündet, ging mir - nein nicht Ingrid Steeger - sondern ein Triebtäter durch den Kopf. In dieser Straße wohnte noch bis in die Mitte der sechziger Jahre die Witwe des S-Bahn Mörders, der 1941 in Plötzensee hingerichteten Paul Ogorzow. Auf dessen Konto gehen über 30 Morde und Vergewaltigungen.

www.stadtschnellbahn-berlin.de/geschichte/personen/ogorzow/index.php

Warum mir sowas im Sinne bleibt, weiß ich nicht, aber es ist so. Ich habe es in dem Buch von Horst Bosetzky "Wie ein Tier" gelesen. Es gibt eine Fülle von Literatur zu diesem Fall.

An der Wollankstraße liegt der Friedhof der St. Elisabeth-Gemeinde. Meine Karfreitagsgedanken gingen zu einer Begegnung, die fast 10 Jahre zurück liegt. Da trat vor dem Friedhof ein Mann auf mich zu. Ich dachte erst, er will mich etwas fragen, aber er tat mir kund: "Wissen Sie, ich hadere mit meinem Gott". Er hörte sich an, wie einer aus dem ehemaligen Jugoslawien. Wir redeten eine Weile, aber ich habe vergessen, was ich ihm antwortete oder sagte. Meine Sorge war, dass er weiter mit mir reden will und mir dann nichts mehr einfällt. Vor allem nicht zu Gott. Kurzerhand mir bleibt er im Gedächtnis, weil ich mich damals herausgeredet habe. Hier erinnerte ich mich an eine prima Möglichkeit, sich sachkundig zu machen, die ich kürzlich direkt in Pankow gefunden hatte.

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Das bietet ein religiöses Zentrum an. Da hätte man das alles zur Sprache bringen können. Aber es war ohnehin dafür zu spät.

Ich ging weiter zu einem nahegelegenen S-Bahnhof und freute mich sehr, dass mir nichts wehtat, obwohl ich durchaus fühlte, was mir wehtun würde, wenn ich die Tabletten nicht genommen hätte, aber es tat halt nicht weh. Gesundbrunnen heißt der S-Bahnhof, der mir sogar aus meiner Kinderzeit noch ein Begriff ist. Gesundbrunnen lag in der französischen Besatzungszone. Und hier holte meine Mutter immer mal kleine Spendenpakete ab, denn der Vater meines Bruders war Franzose. Meiner nicht, der ist aus dem Elsass und wollte überhaupt nichts von mir wissen. Das also fällt mir bei Gesundbrunnen ein. Nicht immer, aber immer mal wieder. Ich stieg dort in die S-Bahn und freute mich auf dem Heimweg von unserer Bahn-Station an den gelben Blüten, die nun doch keinen Zweifel mehr daran ließen, dass die Natur sich Bahn bricht.

https://lh5.googleusercontent.com/-qarnFiOa4dQ/T37DAy8HaqI/AAAAAAAAD5U/blrVwwelhW0/s400/Gelber%2520Strauch.jpg6. April 2012
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