Es gibt ja Tage, an denen geht sowieso alles gut. Das ist aber ein voller Glücksfall und selten. Halbwegs ein Glücksfall ist es, wenn man wenigstens einen Ausgleich für erlittene Unbill erhält.
Die Unbill war gleich früh und am Berliner Kaiserdamm abzuholen. Ein erster Termin wieder für eine langwierige Zahnsache. Ist eben so und ist eben gemein. Ein bisschen getröstet durch die Tatsache, dass ich den Doktor bei der letzten Extraktion sanft, geduldig und freundlich gefunden und der Schmerz sich in Grenzen gehalten hatte, ging ich durch Charlottenburg spazieren.
Bis zum Zoologischen Garten bin ich gekommen. Prima Stadtwanderwetter war das morgens noch. Dann fuhr ich mit der S-Bahn weiter. Am Bahnhof Friedrichsstraße entschloss ich mich, doch noch am Bode-Museum vorbei zu gehen, um die Schlange vor der Ausstellung "Gesichter der Renaissance" zu besichtigen. Sie war endlos – die Schlange. „Zwei Stunden“ murmelte es in ihr. Ich ging weiter, ich musste sowieso nach Hause.
Aber auf der Brücke über die Spree ging es lustig zu. Dort saß eine Puppe – geführt von Puppenspielern – und die machte allerlei Scherze für die unten durchfahrenden Ausflugsdampfer. Puppentheater auf der Straße. Ich fotografierte ein wenig und dafür gabs ein Foto mit der Gruppe. Das also war der Ausgleich für die heute erlittene Unbill.
Hier sind die Beweise:
Kasperei auf der Brücke
Angebahnte Bekanntschaft https://lh3.googleusercontent.com/-8PJFpuBmp_8/To81sRnm20I/AAAAAAAACsg/MB0HsAC3_X8/s400/Ich%252520mit%252520Puppe%2525202.jpg
Ein Souvenir