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Es ist so verdammt schade, dass man in diesen Zeiten der "coolness" und als gebildeter Mensch, für den man sich hält, weder ordinär werden, gar seinem Zorn stärkere Worte als "das kann ich nicht nachvollziehen" verleihen, noch jemanden am nicht vorhandenen Schlips nehmen und nach draußen bitten darf. Aber schön, sich vorzustellen, dies alles wäre möglich.
Denn dann würde ich die Herren Mixa, Walter (mit der rosefarbenen Antenne zum Herrn auf dem Kopf) und Wolf (von der Notkeralm) mit den allerschönsten Beschimpfungen überziehen. Mixa, würde ich sagen, Mixa Du olle "Jungfer" im Dienste des Herrn. Du sagst bei Sandra Maischberger, ein bisschen lebtest Du schon im Paradies Das kann ich mir vorstellen, wenn man keine existenziellen Sorgen hat und mit der Behauptung, man sei "berufen", alle Ungewissheiten des Lebens beim HERRN und der hoffentlich gut kochenden HAUSHÄLTERIN abgeben kann.
Dafür darf man dann anderen Leuten erklären, man sei für das Leben, wenn man gefragt wird, ob es richtig ist, eine Neunjährige zu exkommunizieren, weil sie die Zwillinge, die durch eine Vergewaltigung zustande kamen, abtreiben ließ. Und man darf ein bisschen über die eigene Askese kokettieren, zum Beispiel auf eine gute Zigarre verzichten, an die man sich nach dem schmackhaften Abendbrot gewöhnt hat.
Oder wie ist das mit Dir Wolf, Notker, Du schlaubergerischer Neoliberalismus-Apologet mit der Verachtung von Gleichheit. Wie ist das mit Deiner Behauptung, die Menschen seien befangen "im Käfig der Bequemlichkeit", weil sie die Hartz IV Regelsätze zu niedrig finden.
Wie steht's mit Deiner herrschaftskompatiblen Kanzelverkündigung via "Stern":
"Es gibt gute Zeiten und weniger gute Zeiten. So ist das Leben. Es gibt kein Grundrecht auf Wohlstand, so wie wir ihn seit Jahrzehnten gewohnt sind."
Punktum. So einfach ist das alles, wenn man weiß: "Ich brauche nichts, ich habe ja alles", weil andere für einen sorgen.
Du liest der Finanzwelt die Leviten, sagst Du, aber im Prinzip bist Du doch auch nur ein machthungriger Manager des Herrn mit Deiner Gier, in den Medien rumzuquatschen.
Ihr seid alle gut versorgt. Wenn Ihr eine Krise habt, dann höchstens jene durch kurzfristige Nichtbeachtung entstehende Glaubenskrise (Ich glaube, man hört nicht mehr auf uns). Pfui Teufel auf Euch mit Eurer Eitelkeit, Eurem Hochmut und der verdrucksten Sexualität, in deren Tradition auch dieser Jünger der vorehelichen Enthaltsamkeit stand, der Euch da sekundierte bei Eurem weltfremden Geblase.
Herr Fliege, Ihr Unwille war deutlich zu spüren, aber auch Sie sind ein Medienmensch, und eine Schlägerei geht nicht. ich sehe es ja ein. Aber, warum eigentlich nicht?
Frau Kallwass: Warum haben nicht wenigstens Sie dem Mixa eine geknallt. Aber mit Wucht, sonst nimmt der das als Heilige Handlung, wie bei der Firmung.
Ich weiß, das ist kulturlos und unzivilisiert, aber das macht nichts, ich schreibe es ja auch nur auf.
Die Decke der Zivilisation sei dünn, sagt man. Gestern hatte ich kurz mal den Wunsch, ich könnte sie abstreifen. Nachts habe ich dann geträumt, ich spiele Egoshooter gegen Mixa und Wolf, das hat geholfen.
Am Morgen nach
Sandra Maischberger:„Glaube statt Gier – kommt die religiöse Wende“ gestern gegen 23 Uhr
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Neid macht hässlich, auch da, böse Magda, wo man mit der eigenen Derbheit und Vulgarität ironisch herumkokettiert. Es ist so einfach, auf den ganz anderen Menschen herumzuprügeln, weil man sich überlegen dünkt, auch geiler und "verfickter", versteht sich, wie man in Hollywood gern sagt.
Hier im Freitag-alt und neu- rennst du eh nur weit offene Türen ein damit. Hinter der heroischen Verprüglermaske steckt eine frustrierte Seele, die keinen Himmel kennt und drum auch nie von ihm träumen kann. Bischof Mixa, Du magst ihn verspotten wegen seiner Jungfräulichkeit, bis Du an deinen Lachsalven erstickst, ist gegen dich ein glücklicher, feinerer Mensch. Über Frau Maischberger freilich, Magda, über diese neobiberale Pflanze des sozialdemokratsichen Stumpfsinns werden wir uns stillschweigend sofort einig. Ansonsten hat mich Deine Prügelpolemik nicht angetörnt. Im Gegenteil. Quenzel |
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Hallo Quenzel,
Bischof Mixa ist ganz gewiss glücklicher als ich. Da bin ich mit Dir einer Meinung. Die sind glücklich und zufrieden solche Leute, vor allem mit sich selbst. Beste Grüße noch bin ich nicht erstickt |
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Ich empfinde quenzels Kommentar nun auch nicht gerade "feiner" oder "schöner" als Magdas Beitrag. Und sein Angebiedere am Schluß macht ihn auch nicht besser. Von seinem männlichen Abgetörntsein mal ganz zu schweigen.
Liebe Magda, ich habe von der Sendung nur die letzten paar Minuten mitbekommen, und obwohl ich den Himmel kenne und von ihm träume und zumindest von daher nicht frustationsverdächtig bin, allein die paar Minuten haben mir gereicht. Deine Reaktion finde ich mehr als verständlich. Mich frustriert eher, daß in der Außenwahrnehmung solche Leute dann das Bild von Glaube und Kirche prägen. |
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Hallo Titta,
Danke, man freut sich ja, wenn jemand genauso fühlt. Übrigens: ich bin auch durchaus nicht ohne Glauben, bin der Wurzel nach auch noch katholisch, hatte lange Zeit auch Kontakte zu kritischen Katholiken, die genau so leiden, wenn sie einen Mixa oder Wolf reden hören. Also von daher bin ich auch nicht so verbittert, wie der Herr Quenzel denkt. Aber der hat sich jetzt auch wieder für was anderes revanchiert. Es laufen ja manchmal so Sachen. Nehme ich auch nicht so krumm. Ich hatte einfach auch grimmigen Spaß beim Schreiben. Das ist doch was. Gruß Magda |
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Hallo Magda,
dass der „Altersstarrsinn“ solche herrlichen Stilblüten der Empörung, wie die Ihren, treibt, macht mich Hoffnung schwanger. Bischof Mixa gehört an den verbalen Pranger, nur der schützt ihn vor dem geistigen Anger! ( s. mein Kommentar www.freitag.de/community/blogs/cartagena/-das-tragen-von-kutten-schraenkt-das-denkvermoegen-ein ) Bischof Mixa fand es, sich brüstend, voll daneben, ein vergewaltigtes achtjähriges Kind zu exkommunizieren, weil dass ja noch nicht strafmündig sei, aber, dass die Eltern dieses gepeinigten Mädchens im Komplott mit dem Arzt, der die Abtreibung mit der Indikation „Notfall“ eingeleitet, exkommuniziert wurden, fand Bischof Mixa vom Grundsatz her richtig wichtig. Merkwürdig, dass im freitag.de zu diesem Thema und Fall Bischof Mixa als Dauergast von Sandra Maischberger, meist im Beisein von Fürstin Gloria von Tunix & Taxis, bisher durchweg die Kommentare, außer dem Ihren und dem meinen, so wenig an Inhalt interesssiert, sich in Formalien, Tugenden, Untugenden, Eitelkeiten ergötzend, entladen? Woran mag das liegen?, an ökumenisch fundamentalen Strömungen, trotz aller Protestantismus Bereitschaft, es sich nicht mit den Algläubigen im Vatikan und seinem Personal auf Erden nicht zu verscherzen?, oder, weil Landesbischof Wolfgang Huber, wie Landesbischöfin Margot Käßmann u. a. auch einen Mercedes der S- Klasse mit Dienstwagenprivileg für sich, mit sich fahren lassen? Mich würde eher die Beantwortung der Frage interessieren, an die sich Sandra Maischberger nur halbherzig getraut, ob und warum der Vatikanstaat profan eine Steueroase wie andere ist, gegen die bereits Bruder Dr. Martin Luther im Wege seiner Recherchen über die Praktiken und öknomischen Folgen des Finanzinstrumentes „Ablassbrief“ auf die deutsche wie europäische Landschaft per 95 Thesen an der Schloss- Tor zu Wittenberg öffentlich per “Wanted!“ Aufrufen ermittelte? ff Teil II |
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Teil II
Warum Kirchen aller Farben, voran der Vatikanstaat über großes Vermögen ihrer Gläubgen treuhänderisch verfügend, keine Mikro- Kredite an Projekt aller Art in ihren lokalen Gemeinden, lokalen Wirtschaft vergeben?, stattdessen, wie im Fall der Landeskirche Oldenburg/Niedersachsen Vermögensteile in Lehmann Brother Derivaten verzockten? Warum der Vatikansstaat wie die USA, der Iraque, Afghanistan, Sudan den Internationalen Strafgerichtshof in den Haag nicht anerkennen? Auch 1870 gab es im Wege der Nachbearbeitung des Dritten Vatikanischen Konzils eine Exkommunikation von Altkatholiken durch den Papst, weil die Altkatholiken sich der Durchsetzung der Unfehlbarkeitserklärung des Papstes ex cathedra fundamental verweigerten. Diesen Altkatholiken, mit Bischofssitz in Utrecht, verstellt.Papst Benedikt XVI, der mit den trendy Lederslippern, anders als der Pius- Bruderschaft, bis heute jede Aussicht auf Rückkehr in den Schoß der Römisch- Katholischen Kirche. Übrigens fand ich die bekennende Atheistin Frau Kallwass in der Runde erfreulich nüchtern, wo andere sich süchtig ins Menscheln flüchteten, wenn es um Faktenlagen ging! tschüss JP |
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Macht Glaube wie Ungalube gierig, auf das eine wie das andere?!
Brauchen wir trockene Gläubige wie trockene Arbeitssüchtige, Alkoholiker/innen? Fragen über Fragen? Hallo Magda!, warum soll eigentlich Bischof Mixa nicht widerfahren, was mir ansatzlos täglich widerfahren kann, wenn meine Gattin, selbstverständlich grundlos, ruft: “Jochen! Da hast du dir aber gerade eben wieder ordentlich was an die Ohren verdient und zwar auf klügste Weise. Gute Reise für meine geistigen Backpfeifen, die bereits in Arbeit für die Nachbesprechung zu dir unterwegs. Wo ist mein Time Planer!“ Gute Nacht tschüss JP |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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