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"Nachwäsche" nannten wir es früher - ich weiß nicht, ob das heute noch so ist - wenn man Ereignisse, die im Nachgang eines wichtigen oder interessanten Ereignisses stattfinden, mit einem weiteren Bericht bedenkt.
Ich also mach jetzt hier eine Nachwäsche.
Was nehmen wir denn gleich mal für ein Genre?
Genre 1 - Nachrichtenstil
Heute trafen sich um 12:30 in der Berliner Gaststätte VIA NOVA Freitags- Blogger, um mit Vertretern der Community-Moderation einen Meinungsaustausch über die weitere Entwicklung in der Freitags-Community zu führen. Daran nahmen Amanda, Calvani, ChristianBerlin, Magda, Miauxx und Popkontext teil.
Jan Jasper Kosok berichtete über weitere Schritte, mit denen technische Handdicaps beseitigt werden sollen. Der für Anfang des nächsten Jahre geplante RELAUNCH der Community-Seiten soll auch einen Neubeginn bei der weiteren Gestaltung der Kommunikation und der Vernetzung zwischen FC und Redaktion darstellen, erklärte JJK. Das Treffen fand in einer freundschaftlichen und offenen Atmosphäre statt.
Genre 2 - Kommentar:
Ein Treffen ist immer gut.
Das Treffen zwischen Bloggern und Jan Jasper Kosok war auch gut. Seine Überlegungen zur Entwicklung eines "Social Network" rund um "der Freitag", die er als ein ein spannendes Experiment betrachtet, mit dem viele interessante Erfahrungen verbunden sind, waren ganz hoffnungsvoll und spannend.
Am Ende sei das für ihn - so erklärte er - auch eine Art "Blaupause", wie Journalismus im Internet funktionieren kann. Und da fängt die Verantwortung der gesamten "Freitag-Redaktion" an.
Wenn Durchdringung und Vermischung der beiden Sphären - Community und Redaktion - fruchtbar praktiziert werden soll, muss es anders langgehen. Gegenwärtig funktioniert z.B. die Verlinkung nur, wenn man einen persönlichen Draht zu jemandem hat.
Blogger- und Bloggerinnen-Mitsprache braucht entsprechende Instrumente zur Selbstmoderation, zur eigenen Strukturierung, zum wechselseitigen "Finden". Überhaupt die "Suchfunktionen". Da ist vieles geplant und weckt Hoffnung. Aber das ist nicht nur eine Sache der Moderatoren und der Community, sondern das ist was Neues, ein Experiment für Alle.
"Der Freitag" finanziert sich durch die Printausgabe, so lautet eine ständige Aussage. Das stimmt sicherlich. Aber die weitere Gewinnung von Abonnenten und Interessenten geschieht auch über die Internetseiten und da ist der Eindruck, den die Community macht durchaus spielentscheidend und kann zu barem Geld werden.
Viele Hoffnungen und Wünsche sind verbunden mit dem Namen RELAUNCH, der nur der "Anfang einer neuen Entwicklung" sein kann und nichts Perfektes, Endgültiges. Jan Jaspers wirkte da bei seinem Bericht wie ein Optimist mit eingebauter Bremse.
Was soll werden: Geplant ist eine gemeinsame Beratung, die Barcamp, Zusammenkunft, Bloggerkonferenz oder - von mir aus - auch Open Space oder Freitags-Thing heißen kann. Das wird sinnvoll und gut sein.
Jakob Augstein will sich darum nicht kümmern müssen, aber durchaus beteiligen, so die Botschaft. Das ist ja auch logisch.
Nicht nur die Technik, auch die Inhalte spielten eine Rolle bei unserem Gespräch. Z.B. Calvanis Feststellung, dass ein Blog ein Schnittpunkt zwischen Politik und Gesellschaft sei hatte damit zu tun. Ich selbst denke, dass das Bloggen neue Stile hervorbringt - zwischen redaktionellem Beitrag und persönlicher Schreibe - was belebend sein kann, aber nicht immer sein muss.
Jetzt bin ich am Grübeln, was ich nun mache mit all den Aussichten.
Ergebnis: Mal sehen, Weiterschreiben.
Der/die Nächste bitte!!!!
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Genre 3 - Märchen
Es war ein kalter Dienstagabend, wie ihn unsere Vorfahren so nicht gekannt haben, denn es gab Pfefferminztee. Das Licht der Sonne fiel längst auf eine andere Welt, als einige Männer, Weiber waren auch dabei, von nah und fern herbeieilten, um über Kohlhaas zu sitzen. Da entbrannten sie in eigener Sache und pochten auf ihr Recht. Weil aber die 13. Fee nicht hatte kommen können, warfen sie selbst ein halbvolles Glas um. Da wollte das Wasser gar nicht wieder aufhören die Spree hinabzufließen. Und im Brunnen lag ein Kind. Es hieß Utopie und ward von einem König gezeugt, der große Ländereien sein Eigen nannte und auch weise Narren, die er sehr gern hatte. Das Schloss des Königs war so schön, dass ihn viele seiner Königs-Kollegen darum beneideten. Und genauso schön waren auch die Narren, sehr klug noch dazu. Nun war es aber so, dass am Hofe auch Trolle durch die Treppenhäuser sprangen und in den Kammern randalierten. Da wurde es dem König zu bunt, und er wandte sich ab von seinen Weisen, zumal er sie gar nicht mehr ausmachen konnte in dem Gewühl. So ein König hat ja auch nur zwei Augen. Und sein Gefolge alle Hände voll zu tun, in Stall und Küche den Betrieb am Laufen zu halten. Zumal die Kutschen lahmten. Als der kommende Tag heranbrach, warf er sein Licht auf ein paar der tapfersten Recken und Weisen, die an der Tafel zusammengefunden hatten, den Stellmachern ihr Ohr zu schenken und der Zukunft ihr Wort. Sie vereinbarten eine Tafelrunde der Recken und Weisen, und auch den König solle der Mundschenk bedenken. Wer aber der Mundschenk sein könnte, ob ein Recke oder Weiser, darüber einigten sie sich nicht, und auch nicht darüber, wie voll die Gläser sein sollten, die den Zaubertrank bergen. Ob die Recken in den Kammern und die Weisen in den Sälen zueinander finden sollten - sie wussten es nicht. Das lag daran, dass sie sich kaum gegenseitig besucht hatten bislang. Als längst alle ihrer Wege gegangen waren, glaubte der König seinen Geldbeutel verloren und schaute noch einmal nach unter der Tafel. Da entdeckte er einen Schuh, einen linken. Seitdem reitet er durchs Land, hinterdrein die Kutschen, und sucht nach dem Fuß, an den der Schuh wohl passt. |
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Sehr schön liebe kay.kloetzer.
Aber das war eine andere Vorstellung. Da war ich ja nicht. Ich war dort, wo es nett war und vorwärts geht. Da lagen keine Kinder in Brunnen rum. Hingegen gabs schönen Kaffee und Canelloni mit Gorgonzola-Sauce. Ich habe schon gelesen, dass der kalte Abend einen Pfefferminztee erforderlich machte - und überhaupt, dass irgendwie und irgendwas ....aber das war gestern. Husch, husch ...voran, voran... Beste Grüße (Warst Du gestern auch da?) |
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nee, war ich nicht (zwei fahrten in einer woche schöpfen das budget dann doch aus). leider, dachte ich vorher. naja, denke ich jetzt. da schien das heute ersprießlicher zu sein (wobei sich die ersprießlichkeit an sich, wie gesagt, mir noch nicht ganz erschließt. redaktion ist redaktion und community eben community. ich schätze beides und kann die frustration bei uns nachvollziehen, aber sie hat doch mit uns zu tun, nicht mit der redaktion. was mich ärgert, sind beliebige redaktionstexte. in der community ärgert mich vor allem der verlust der leichtigkeit. und genau die sehe ich noch mehr gefährdet, wenn es eine wie auch immer gestaltete vermischung gibt. missgunst wird uns auffressen.)
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Liebe Kay,
ich stimme zu. Bis auf die "beliebigen Redaktionstexte", da solltest Du klarer werden. Ich vermute, Du meinst nicht solche Provokatiönchenstückchen wie die gelegentlichen Versuche von M. Klaue, denen meist "ironisch gemeint!" nachgereicht wird. Die zur Zeit pausierende Leichtigkeit in der Community war wie ein Boulevard, auf dem wir uns tummelten. Wir sollten uns ermuntern, da wieder hinzugehen. Dann kehrt auch Magdas Mut aus dem Urlaub zurück. Danke Magda. |
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Hallo kay,
"eine wie auch immer gestaltete vermischung" von redaktion und community + "der verlust der leichtigkeit" - "missgunst wird uns auffressen". Genau aus dem Grund habe ich an anderer(n) Stelle(n) die Werkstatt ins Spiel gebracht. Gemeint ist beispielsweise die Werkstatt eines Architekturbüros, in der auch Modelle erstellt werden. Meiner Meinung nach ist der Werkstatt-Ansatz im Redaktion-Community-Bereich der vielversprechende Ansatz. Nicht die Community-Artikel glatthobeln, sondern den Werkstattgeruch, die Unebenheiten, den Prozess in den Mittelpunkt rücken. In einem experimentellen Umfeld ist die alleinige Ausrichtung auf Perfektion tödlich. Was aber nicht grundlegende technische Mängel (wie unmöglich lange Ladezeiten) entschuldigt. Die Werkstatt ist der Kreativbereich, vergleichbar der Küche. Hier werden die besten Ideen entwickelt, ausprobiert, verworfen, verbessert. In der Werkstatt findet man sie alle, egal ob Chef oder Auszubildende, Blogger oder Publzisten. Nirgendwo ist die Laune so gut, die Luft so produktiv. Wenn, dann funktioniert in solch einem Umfeld die "Vermischung" von Redaktion und Community, ohne Verlust der Leichtigkeit. Das ist meine Überzeugung, basierend auf Erfahrung. |
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@ kay - "redaktion ist redaktion und community eben community."
Es gibt schon allerlei Überlegungen, das - im Netz - ein bisschen aufzutröseln. Mir gefällt der Gedanke. Missgunst - ich nenne das eher falscher Ehrgeiz - ist nicht leichtigkeitsfördernd, da hast Du Recht. |
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Leichtigkeit ist das Eine, aber ich kriege mein Müdigkeitsmotto nicht aus dem Profil, das ist nicht so "leicht". Ich habe das schon mindestens fünf Mal probiert, aber es geht nicht.
Und nach dem, was Jan Jasper über dieses knirschende Portal gesagt hat, wundert mich das nicht mehr und ich maule da jetzt auch nicht rum, weil ich das nicht ändern kann. |
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"Wenn, dann funktioniert in solch einem Umfeld die "Vermischung" von Redaktion und Community, ohne Verlust der Leichtigkeit. Das ist meine Überzeugung, basierend auf Erfahrung."
Welcher Erfahrung, wo und wie? Sag doch mal an. Oder dreh ein "Erfahrungsvideo" dazu. :_)) |
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Meinung teile ich, aber gegen Missgunst und Feindschaft lässt sich leichter angehen, als gegen Dummheit und Überheblichkeit, wenngleich alles von Übel wäre.
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danke, madga, für nachricht und kommentar! (bei uns heißt esheute "nachdreh" statt "nachwäsche") mir ist das zwar alles in der absicht noch etwas unklar, aber es ist schon wichtig zu wissen, was nu war. kann es sein, dass relaunch so etwas ist wie warten auf godot?
liebe grüße |
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"Es war nu", dass sich Jan Jasper sehr viel Zeit genommen hat für die Bloggerinnen und Blogger. Er hat ne Hoffnung damit verbunden und wir waren darum auch positiv gestimmt.
Deshalb habe ich meine Berichterstattung unpolemisch gestaltet. Abwarten, Tee trinken. |
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"Es war nu", dass sich Jan Jasper sehr viel Zeit genommen hat für die Bloggerinnen und Blogger. Er hat ne Hoffnung damit verbunden und wir waren darum auch positiv gestimmt.
Deshalb habe ich meine Berichterstattung unpolemisch gestaltet. Abwarten, Tee trinken. Liebe Grüße zerück |
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natürlich. auch maike hank tut viel. und denken wir an die tatort-debatten bei dell. wo es sich anbietet, gibt es doch die verknüpfungen.
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und manchmal versetze ich mich in die (vermutliche) stimmungslage der redakteure, deren texte vier, acht kommentare haben. und nicht schlechter sind als blogs mit 50 kommentaren. dass das nicht unmittelbar aufgeschlossen macht, kann ich auch verstehen.
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Na, ich denke eher, die sind froh, wenn sie nicht solche Anstürme erleben.
:-)) |
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@ Magda
Danke - mehr ist um die Uhrzeit nicht mehr drin. Von ganzem Herzen eine gute Nacht Helena |
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Danke liebe Magda,
ich muß auch noch ein wenig nachdenken. lg ut |
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Danke Magda
das Du hier den Beweis gebracht hast, daß das Momentum nicht raus ist und alles eben etwas Vorbereitung braucht. Und wenn die Tafelrunde dann am 2. Tag ausgeglichener war ist das schon mal ein guter Start, also weiter, & denk nicht nicht an Charakterschwächen... @ kay Godot existiert doch gar nicht, - aber wem sage ich das. |
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@Rosa Sconto
"Godot existiert doch gar nicht, - aber wem sage ich das." - ich sehe hier eine variante: könnte existieren, bringt aber nicht die erlösung |
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Magda,
Wer sind den nun die vier Teilnehmer, die sich um das Bar camp kümmern sollen? Hat jemand die beiden Monster-Blogs zum Thema zusammengestoppelt und nach Vorschlägen durchsucht? Wie waren den die Kleist-Utopien? Grüße Christoph Leusch |
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"Wie waren den die Kleist-Utopien?" - eine gute frage! wobei magda ja nicht sein konnte bei dem kleist-camp. leider, sonst hätten wir das schon lesen können.
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Sie wissen zu Kleist auch nischt?
Grüße Christoph Leusch |
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Erste Frage hat sich erledigt. Denn Christian Berlin hat gerade die Namen im langen Blog zum Thema angegeben: Christian Berlin, ich, Popkontext und Calvani.
C.L Zweite Frage, danke Frau Kloetzer. C.L. |
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"Wer sind den nun die vier Teilnehmer, die sich um das Bar camp kümmern"
Tja, also - die Arbeit machen dann andere. Soviel "Leichtigkeit" muss sein. :-)) Ich mach den "Seibel" von der Truppe. |
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Das Gespräch über Kleist fand in einem eiskalten Bretterverschlag namens 'Tronkaburg', einem temporären Spielort des Kleist-Festivals, statt. Die Gesprächspartner Augstein und Kittler saßen in ihre Mäntel gehüllt auf dem Podium. Kittler redete über Kleist, Augstein gab Stich-, manchmal Widerworte und flocht Scherze ein. Meine Erwartung eines üblichen Germanistengesprächs wurde angenehm enttäuscht. Es war eine unterhaltsame, leichte, doch geistreiche Plauderei über Kleist, sein Werk und seine Zeit, in das zu meiner Freude alle möglichen Verweise auf Technik-, Mentalitäts- und überhaupt Kulturgeschichte eingeflochten waren. Bis ich dann aber aufgab, den Saal verließ, um mir einen weiteren Pfeffi-Tee zu besorgen, weil die Kälte inzwischen kurz vor dem Einbruch in meine Harnwege war, hörte ich allerdings nichts zum Thema 'Utopie'.
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Ja, Dank für die Nachlese (kann man auch so sagen, oder?).
"Aber die weitere Gewinnung von Abonnenten und Interessenten geschieht auch über die Internetseiten und da ist der Eindruck, den die Community macht durchaus spielentscheidend und kann zu barem Geld werden." Das stimmt wohl; zumal, behaupte ich, der überwiegende Zustrom neuer Freitag-Leser über das Internet kommt. Insofern ist ein Mitgestalten-Können durch die Bloggenden, das über das Texteinwerfen hinausgeht, wichtig. Also auch die Verantwortung für den eigenen Blog zu übernehmen. Mir - wie auch mit Sicherheit vielen anderen - liegt auch der Freitag an sich noch am Herzen. Es sollte also auch eine gewisse Koinzidenz zwischen Bloginhalten und dem Profil der Zeitung erkennbar sein. Wenn den Bloggenden mehr Kontrolle und damit Verantwortung für das Geschehen rund um ihre Beiträge zukommt, kann sich auch ein gewisses Qualitätslevel (wieder) einstellen. Das Wichtigste ist die Haltung des Einzelnen. Die Individualität im Sinne einer Ergänzung des Redaktionellen ("neue Stile hervorbringt - zwischen redaktionellem Beitrag und persönlicher Schreibe") wird dabei erhalten bleiben. |
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Liebe Mgada,
Du betest nicht mehr eilige, gar heilige Freitag Andachten, willst was machen, bereitest neue Beete, bereitest Rabatte, denn Magda war und ist nicht aus Pankower Watte Pappe. Danke! tschüss Jochen |
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Lieber Joachim Petrick,
am 16.11.2011 um 23:52 gelang Dir ein Beitrag von jener Leichtigkeit, die Kay aus meiner Sicht begründet gefährdet sieht. |
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Lieber weinsztein ,
Danke für die schönen Blumen, ich kann sie gut brauchen. tschüss JP siehe: www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/der-freitag--salon-hamburg-startet-am-291111-- 17.11.2011 | 02:08 Der Freitag- Salon Hamburg startet am 29/11/11 "der freitag" community wirmüssenreden occupy freitag_salon_hamburg VOM REDEN ZUM HANDELN IST MANCHMAL NUR EIN KLEINER SCHRITT. Liebe Freitag- Community, am Dienstag, den 29. November 2011, findet um 19.00 Uhr der erste Freitag Salon in Hamburg statt. Anregungen, Unterstützungsangebote greife ich, vin nah und fern, gerne auf. |
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@Joachim Petrick
Noch stehe ich hier ungläubig und staune. Fragen über Fragen tun sich auf. Wenn das ganze "Occupy Freitag Salon" heißt, muss JA ja nicht kommen, und er muss keine prominenten oder kompetenten Talkgäste mitbringen. Aber wer kommt denn da außer Dir? Ich jedenfalls nicht. * LG Christian * Eine Ausladung genügt. |
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@ChristianBerlin
"Noch stehe ich hier ungläubig und staune. Fragen über Fragen tun sich auf. Wenn das ganze "Occupy Freitag Salon" heißt, muss JA ja nicht kommen, und er muss keine prominenten oder kompetenten Talkgäste mitbringen. Aber wer kommt denn da außer Dir?" Noch nicht direkt geladen, um in Deinem militanten Bild zu bleiben, gibst Du Dich, Deinen letzten Schuss? verschiessend, ausgeladen. Das klingt nach dem klassischen Fall von Triebabfuhr!, oder der Hammer Geschichte von Paul Watslawick!, oder? Warum? Auch Du kannst in dem Freitag Salon Hamburg Blog Vorschläge machen, Anregungen geben, Initiativen ergreifen, aufgreifen, Zustimmung bekunden.. Das ganze steht nicht in Konkurrenz zum Freitag Salon in Berlin, sondern ist bei mir aus dem Gefühl enstanden, dass sich in Sachen "der Freitag" zuviel verwuselt auf Berlin zentriert. Es Zeit wird, über den Tellerrand des Raumschiffs Berlins hinauszuschauen. Wer da kommt, soll sich erst noch zeigen "Wenn das ganze "Occupy Freitag Salon" heißt, muss JA ja nicht kommen, und er muss keine prominenten oder kompetenten Talkgäste mitbringen." Wen, oder was, nennst Du kompetente Talkgäste? In diesen Zeiten des "Occupy auf dem Weg zum Piraten Enter" gilt es auch anderen Gelegenheit zu geben, Kompetenzen zu vertiefen oder überhaupt erst auszubilden. "Ich jedenfalls nicht. *" * Eine Ausladung genügt." Zustimmung, gar Ermutigung, klingt anders. Das klingt nach Krawall gebürstet. Schreibst Du nur für den Einen, der Du heute bist, oder auch für alle anderen, die Du heute nicht, aber spätestens Morgen. Übermorgen wieder bist? . Es scheint, Du sitzt da auf einem latent larvierenden Ärger gegen mich?, wenn ja, warum, weshalb, auf jeden Fall aber "Raus damit"! tschüss Jochen |
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@ChristianBerlin
"Noch stehe ich hier ungläubig und staune. " Warum das?, das Thema war Teil meines www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/wir-muessen-reden 11.11.2011 | 11:12 WIR MÜSSEN REDEN "der freitag" community wir müssen reden WIR MÜSSEN REDEN Hattest Du nach Deinem letzten Schuss keinen Sinn mehr, die Vorschläge und Anregungen Deiner Nebenpartner/innen wenigstens zu lesen? Maike Hank hat nicht nur gelesen, sondern auch eine Anwort gegeben. siehe: www.freitag.de/community/blogs/jan-jasper-kosok/wir-muessen-reden 11.11.2011 | 13:55 Wir müssen reden! wirmüssenreden unter Kommentaren: Maike Hanks Kommentar auf meinen Vorschlag: Maike Hank schrieb am 11.11.2011 um 17:07 Lieber Joachim Petrick, den Salon wöchentlich in unterschiedlichen Städten zu veranstalten, ist ein derzeit nicht zu bewältigendes Pensum, denn jeder Salon will gut vorbereitet werden - aber vielleicht ist es ja wirklich einmal möglich, ab und an einen Salon in einer anderen Stadt zu veranstalten. Und wäre es nicht sinnvoller, Blogger zu bestimmten Themen zu einzuladen, denn per Losverfahren? Nicht alle kennen sich schließlich bei allem gut aus : ) Liebe Grüße Maike |
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"in der community ärgert mich vor allem der verlust der leichtigkeit." schreibt kay.klotzer, damit trifft sie genau den richtige Nerv bei mir.
"Lieber Meister Rowohlt, liebe Herren Verleger! Macht unsre Bücher billiger! Macht unsre Bücher billiger! Macht unsre Bücher billiger!" war der Appell von Tucholsky, unserem Verleger möchte man zurufen : "Freitag, mach uns das Bloggen leicht!" Die angekündigten Things will ich nach Möglichkeit gerne verfolgen, nicht zuletzt, um auch mal ein paar Gesichter hinter den Nicks zu erkennen..... Danke für Deine Schilderung! Mit herzlichen Grüßen archie |
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Liebe Magda - Danke für den Bericht! Stimmt in etwa mit meinem Eidruck überein.
"Geplant ist eine gemeinsame Beratung, die Barcamp, Zusammenkunft, Bloggerkonferenz oder - von mir aus - auch Open Space oder Freitags-Thing heißen kann. Das wird sinnvoll und gut sein." Na, nicht ganz. Weil man dann nämlich die Finanzierung entweder auf die Blogger oder den Freitag schieben kann. Und mE. ist zumindets die Raummiete und die Medientechnik und andere anfallende Kosten für die Veranstaltung selbst Sache des Freitag. Augstein sieht das offenbar derzeit noch anders und bietet nur Ausfallgeld an - soweit ich es verstanden habe. "Ich selbst denke, dass das Bloggen neue Stile hervorbringt - zwischen redaktionellem Beitrag und persönlicher Schreibe - was belebend sein kann, aber nicht immer sein muss." Das interessiert ja z.B. die Freitags-Leute auch. Zum Schreiben mit all seinen Aspekten in dem Kontext muss es unbedingt einen Workshop auf dem geben, was ich persönlich jetzt "Feedback-Konferenz" getauft habe. |
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auch Danke Magda, hast von mir gestern schon ***** bekommen.
lG. |
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Nu ja , gerne. Übrigens jetzt habe ich endlich meinen Profiltext geändert - allerdings ins Alberne. Und...ich glaube, es lag an mir, dass es nich ging.
LG M |
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Ganz ehrlich, hier ist es momentan immer eine Mischung aus beidem. Will sagen, es könnte auch einfach viel leichter sein.
LG JJK |
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liebe magda, danke für deinen report.
"Geplant ist eine gemeinsame Beratung, die Barcamp, Zusammenkunft, Bloggerkonferenz oder - von mir aus - auch Open Space oder Freitags-Thing heißen kann. Das wird sinnvoll und gut sein." frage mich bloß, warum sieben leutchen durch die halbe republik reisen sollen, um dinge zu besprechen, die im internet etwas schneller und auch unkomplizierter und billiger und bequemer zu haben sein sollten. fehlt die leichtigkeit, so schlicht zu denken? treffen werden durchs internet nicht ganz überflüssig, aber wesentlich eingeschränkt auf justierungen im unmittelbaren austausch. |
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Für Deine Idee eine Glosse zu schreiben, bin ich durchaus empfänglich, vorausgesetzt alle bekommen ihr Fett weg, also Aktivisten und Pessimisten, Blogger und Redaktion etc.
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@ ich - es gibt keine "gerechten" Glossen. Diese Tatsache muss man durch erhöhte Selbstverarschung kompensieren. :-))
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Ich, lieber "Ich", sage zu dem bisher Berichteten dieser Aktion "Wir müssen reden", lieber nichts mehr.
Über die ganzen Vorgänge würde ich ein großes weißes Tuch decken, darunter weiter werkeln und dann, endlich mit Auswertung der beiden Mammut-Threads, weiter machen. Wo kein Fett, sondern nur Wassersuppe ist, kann auch keiner was schmieren. - Eine Glosse, warum nicht auch das noch, ja, aber dann am Besten zur Selbstbefriedigung. -Nicht einmal ein paar Fettaugen schwimmen obenauf, nur viel Häme und gegenseitige Unterstellungen klingen überall durch. Grüße Christoph Leusch |
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schrieb am
17.11.2011 um 12:19
@Magd (& Columbus)
Ich bin ein großer Freund des sich selbst auf die Schippe nehmen, zumal man in meinem Fall - du kennst mich ja Magda - nicht so schwer daran zu tragen hat. |
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schrieb am
17.11.2011 um 14:31
Die "Magd" bitte ich zu entschuldigen.
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ad Leichtigkeit:
Es gibt die Leichtigkeit, die herrührt davon, dass der Gegenstand schlicht hohl ist, und dann gibt es die Leichtigkeit, von der Kleist in seinem Essay "Über das Marionettentheater" handelt. Die erst genannte Leichtigkeit sollte man vermissen lassen dürfen und, so vorgefunden, kritisieren dürfen. Die zweite ist ein anzustrebendes Ziel, das verfehlt nicht unbedingt zum Diktum "Zu wenig Leichtigkeit" führen sollte. Nicht jeder ist ein Kleist, aber deswegen nicht schon hohl und abzutun. |
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Als Euer Treffen begann, saß ich schon im IC und trank den dritten oder vierten Pfeffi-Tee dieser irgendwie seltsamen Reise. Seltsam finde ich sie jetzt nach dem Lesen der verbalisierten Enttäuschungen von ChristianBerlin, weil mir klar wurde, wie verschieden man das alles erleben kann.
So herb getrogen kann man sich eigentlich nur fühlen, wenn man 'irgendwie' illusionäre Erwartungen hatte. - Meine Erwartungen waren in dem einen Punkt gering (mehr oder weniger eine Wiederholung der Relaunch-Verheißungen), in dem anderen (angenehme und interessante Gespräche mit FClern und Redakteuren) deutlich höher. Im ersten Fall wurden sie übertroffen, im zweiten erfüllt. Prima Bilanz, finde ich. Mein Hauptproblem, wie ich das jetzt reflektiere, und was ich auch mit der "Bleiwüste" artikulieren wollte, war: Es war nichts mehr zu SEHEN, was auf eine Weiterentwicklung des Verhältnisses von Com- und Redaktionsteil des 'Freitag' deutete. Indizien der gegenseitigen Wahrnehmung fehlten, übrigens in beide Richtungen, wie ich u.a. jetzt verstanden habe. Das sieht nun nach den 'dezentralen', unorganisierten, spontanen, für CB so enttäuschenden Gesprächen unter Kneipenlärmbedingungen mit Jakob Augstein, Michael Angele und vor allem mit JJK und Maike Hank schon ein wenig anders aus. Calvani, Popkontext und Co. haben, das möchte ich ausdrücklich anerkennen, mehr gemacht, als einen kritischen Blogtext einzustellen, sie haben Aktivitäten angestoßen. Von JJK und Co. ist das positiv aufgenommen worden und hat ihrerseits schon zu Aktivitäten geführt. Alles weitere, 'Bar Camp' etwa oder dgl., sollte meiner Meinung nach so informell wie möglich entstehen und stattfinden. Also keine Gremienbildung, Wahlen o.dgl.m... Einige machen es einfach, andere machen mit, wieder andere nicht, fertig. Wer glaubt, seine schlechte Laune oder was sonst noch für Gefühle in Form von Hohn, Bezichtigungen, Anpinkeleien usw. hier öffentlich abreagieren zu müssen, soll das tun. Obwohl es nicht zu verhindern ist, kann es doch ignoriert werden. |
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Danke, goedzak! Das sehe ich ganz genau so...
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Ich lese erleichtert, Du hattest auch noch mehr als nur einen mühsam erstandenen Pfefferminztee.
"Das sieht nun nach den 'dezentralen', unorganisierten, spontanen, für CB so enttäuschenden Gesprächen unter Kneipenlärmbedingungen mit Jakob Augstein, Michael Angele und vor allem mit JJK und Maike Hank schon ein wenig anders aus." Ja, und im Kneipengespräch mit JJK wurde das durchaus nochmal vertieft. Ich war auch erstaunt, dass das so einen Frust generiert hat. Gestern aber war Christian doch schon ganz optimistisch. |
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schrieb am
17.11.2011 um 18:01
@goedzak
Du sprichst mir aus dem Herzen, d. h. genau so sehe ich das auch, wenn auch mit weniger Pfefferminztee. |
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Kann ich auch nur so unterschreiben...es steht und fällt einiges mit dem, was man realistisch erwartet...ich fand den Abend auch nicht so gut, wie er hätte im Idealfall sein können (aus diversen Gründen), aber trotzdem als Anfang völlig ok. Es gab nicht ein Gespräch, in das alle eingebunden waren, weil es einfach zu laut war, zudem war Jakob Augstein - wie wir vorher wußten - auf dem Sprung und eigentlich mit Kleist beschäftigt. Aber es gab viele weiterführende Einzelgespräche. Das beurteile ich genauso positiv wie goedzak oder auch Michael Angele und ich denke mal auch Maike und Jan, obwohl die ja noch am nächsten dran sind, allgemein.
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@ all
Es freut mich, dass jetzt weder alles auseinanderläuft, noch nur nach Organisation, gar Zentralisation ruft, sondern das Projekt geöffnet - nicht: offen - bleibt. Als nicht Dabeigewesener fällt es mir im Augenblick schwer, zu kommentieren. Ich hoffe es werden sich lösbare Aufgaben finden. Liebe Grüße Uwe Theel |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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