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FDP-Bundestagsfraktion
z. H. Herrn Dr. Guido Westerwelle
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Initiativbewerbung zum Zwecke der Beendigung meines Zustands leistungslosen Wohlstands
Sehr geehrter Herr Dr. Guido Westerwelle,
mit großem Interesse habe ich die jüngsten Diskussionen, welche Sie in Sorge um unsere Republik mit der Ihnen eigenen Klugheit, Zurückhaltung bzw. Ihrem außergewöhnlichen diplomatischen Geschick, im Sinne des Gemeinwohls angestoßen haben, verfolgt.
Nach erfolgreichem Abschluss einer Hochschulausbildung habe ich bisher in den
unterschiedlichsten Berufsfeldern wertvolle Erfahrungen sammeln können und kann deshalb auf eine mittlerweile achtjährige Berufserfahrung zurückblicken, in welcher ich als gut ausgebildeter Leistungsträger einiges an Leistung getragen hatte. Weil ich im Dienstleistungsbereich tätig war, bestimmten sich die täglichen Arbeitszeiten weniger nach den vereinbarten Tagesarbeitsstunden, sondern nach dem jeweiligen Bedarf. Da ich als Arbeitnehmer mit starker Identifikation für meinen Arbeitgeber resp. im Sinne der oft ungeduldigen Kunden eine starke Serviceorientierung an den Tag legte, waren Überstunden und Mehrarbeit mir weniger Last denn Lust.
Unglücklicherweise und aufgrund einer ohne jede Vorwarnung über das Land und die Welt hereinbrechenden Finanz- und Wirtschaftskrise für die, nebenbei bemerkt, schließlich niemand etwas konnte, am wenigsten Sie Herr Westerwelle, da Sie zum damaligen Zeitpunkt erfolgreich Oppositionspolitik betrieben und nicht regierten, verlor ich meine Arbeit. Zunächst begab ich mich in die Obhut der für mich verantwortlichen Agentur für Arbeit. Als Empfänger von Arbeitslosengeld I ist man per Definitionem ein weithin ehrbares Mitglied der Gesellschaft, sofern man versucht ist, den vorübergehenden Zustand der Arbeitssuche schnellstmöglich und eigeninitiativ zu beenden. Dies tat ich selbstredend sofort. Meine persönliche Arbeitsvermittlerin ließ mich innerhalb des Jahres in Arbeitslosengeld I ganze zweimal zu sich vor. Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung, wie es hieß. Immerhin und auch zur Entlastung der Arbeitslosenstatistik von meiner Person durfte ich an einer Maßnahme bei einem privaten Arbeitsvermittler teilnehmen – ungefragt. Dieses private Arbeitsvermittlungs- und Zeitarbeitsunternehmen tat mit mir zusammen exakt das Gleiche, was auch schon in der Agentur für Arbeit mit mir unternommen wurde. Profiling, Überprüfung der aktuellen Bewerbungsunterlagen und zwei persönliche Gespräche bei unterschiedlichen Mitarbeiterinnen. Der einzige Unterschied zur Arbeitsvermittlerin der Agentur für Arbeit war – Arbeitsvermittler ist kein geschützter Beruf – dass die freundlichen Mitarbeiterinnen des privaten Vermittlungsunternehmens im eigentlichen Sinne keine Ahnung von Arbeitsvermittlung hatten, sondern ursprünglich aus ganz anderen Berufen kamen. Was mich auch gleich dazu veranlasste, mich bei diesem Unternehmen als Arbeitsvermittler zu bewerben. Leider ohne Erfolg. Hinterher fiel mir erst auf, dass neben dem Chef, nur gut aussehende und mehrheitlich junge Frauen für die private Vermittlungsagentur arbeiteten. Das war sicher nur ein Zufall. Jedenfalls war ich dem steuerzahlenden und stets hart arbeitenden Mittelstand unseres Landes sehr dankbar, dass er für diese Art der effizienten, weil privaten und ebenso zielgenauen Vermittlungstätigkeit mit seinen sauer erarbeiteten Steuergroschen gerade gestanden war. Er schuf und sichert somit Arbeitsplätze in der freien Wirtschaft. Freilich in diesem Fall nicht für mich.
Meine Eigenbemühungen jenseits der professionellen und staatlichen Vermittlungstätigkeiten können als vorbildlich gelten. Ich scheute mich dabei nicht, auch um Arbeitsplätze zu werben, welche deutlich unterhalb meiner Qualifikation, fernab von meiner Partnerin, meinen Freunden bzw. der Familie lagen. Von einer der Ausbildung adäquaten Bezahlung ganz zu schweigen. Die Anzahl der versendeten Bewerbungen stieg stetig, während die Zahl der von der Agentur für Arbeit innerhalb des Jahres versandten sogenannten Vermittlungsvorschläge übers Jahr bei null blieb.
Das Jahr ging also ins Land, der Sommer wallte in den Herbst hinüber und außer Bewerbungen schreiben und einer geringfügigen Beschäftigung, welche pünktlich mit Beginn der Weihnachtszeit auslief bzw. ehrenamtlichem Engagement nachzugehen, passierte sonst nicht viel. Unweigerlich änderte sich mein Aggregatszustand. Vom ehrbaren Mitglied der Gesellschaft ohne Arbeit, wechselte ich in den Kreis derjenigen Zeitgenossen, welche bereits im Zustand eines dekadenten, leistungslosen Wohlstandes verharrten. Gewissermaßen zu Weihnachten bekam ich diesen überaus komfortablen Zustand nun auch geschenkt. Neben der üppigen Grundsicherung von 359 € im Monat erhalte ich nun leistungslos noch Nebenkosten, Miete und einen befristeten prozentualen Zuschlag aus vormaligem Arbeitslosengeld I Bezug, also genau 801,21 €. Damit bin ich unter den Empfängern von Arbeitslosengeld II noch der Einäugige unter den Blinden – ein Wohlhabender gewissermaßen. Zumal noch einiges an Geld auf dem Konto war, was ich aufgrund der großzügigen Regelung zum Schonvermögen (Lebensjahre des Empfängers mal 150 €) sogar behalten durfte. Die 250 € pro Lebensjahr, welche immer und immer wieder durch die Medien geistern gelten ausschließlich und nur für Gelder, die explizit der Altersvorsorge dienen, etwa ein Riester-Rentenvertrag. Selbstredend und selbstverständlich gingen und gehen meine Bemühungen zur Arbeitsaufnahme unvermindert und in oben beschriebener Art weiter.
Gleich zu Beginn des neuen Jahres fand ich mich in einer Maßnahme wieder, welche hier in der Gegend als Joberprobung bezeichnet wird und einem 1-Euro-Job gleichkommt. Für einen Monat durfte ich mich sozusagen bewähren und der Welt beweisen, dass ich elementare Dinge, wie pünktlich, sauber und nüchtern am Arbeitsplatz erscheinen, dort meine Arbeit verrichten (so viel war es auch nicht) und freundlich sein, noch nicht verlernt hatte. Auch das ich es noch schaffte, ganze fünf Stunden am Stück die Arbeit durchzuhalten. Zur Maßnahme gehörte auch ein Bildungsteil, in welchem ich abermals lernte, wie man seine Bewerbungen richtig schreibt bzw. vielmehr, wie viele unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema auf dem deutschen Bewerbertrainingsmarkt sonst noch existieren. Erkenntnis: Wie man es macht, macht man es falsch.
In meinem Kurs befanden sich keine Ungelernten. Dafür ein Philosoph, ein Lehrer, ein Bankkaufmann, zwei Buchhalter, ein Maurer, eine Lebensmittelfachverkäuferin, zwei Bauingenieure, ein Werbefachmann, ein CNC-Fräser, ein Aufzugsmonteur, ein IT-Spezialist und ein schon etwas in die Jahre gekommener Musiker (Bassist) und zwei Migranten, an deren berufliche Qualifikationen ich mich leider nicht mehr genau erinnern kann. Eine ganze Klasse voller ehemals ehrbarer Leute, die es sich wie auch ich, inzwischen in der sozialen Hängematte bequem gemacht haben. Im Unterrichtsraum flirrte ein Hauch spätrömischer Dekadenz, welcher mich, beinahe hypnotisch, derart einnahm, dass ich dem wohligen Gefühl, auf ewig in diesem Zustand zu verharren, kaum trotzen konnte.
Zum Glück, wie ich heute sagen muss, geehrter Herr Doktor Westerwelle, weckten mich Ihre schonungslos ehrlichen, ja nachdrücklich schroffen Worte infolge des schändlichen Urteils vom 09.02.2010 aus Karlsruhe rechtzeitig auf. Während ich Dienstagmorgen gegen 10:30 Uhr träge und von zunehmender geistiger und körperlicher Faulheit beschlichen meiner Bettstatt, dem Corpus Delicti des immer dekadenter werdenden Wohllebens entstieg, wähnte mich zunächst Freude. Freude von der ich heute weiß, dass sie falsch war. Darüber jauchzend und frohlockend, dass mein wahrscheinlich selbstgewähltes leistungsloses Schlaraffenleben künftig noch üppiger gepampert werden würde als bisher, verließ ich taumelnd die Schlafstatt.
Dank Ihres selbstlosen Eintretens für die Entrechteten dieses Landes, schafften Sie es aber binnen weniger Tage, den Tenor des Schandurteils umzudrehen. Auch mir wurde klar, dass ein sozialistisches Lockern der Sozialschraube ungerecht und perfide ist, dass mein Leben nicht so ganz und gar leistungslos gelebt werden darf – auf Kosten der schweigenden Mehrheit. Wer nicht arbeitet soll auch nicht essen und Leistung muss sich endlich wieder lohnen! Das, lieber Herr Westerwelle, habe ich nunmehr verinnerlicht und möchte Sie hiermit untertänigst bitten, mein mir täglich unerträglicher werdendes Verharren in leistungsloser Nutzlosigkeit, endlich beenden zu helfen. Ich erhoffe mir mit Hilfe Ihrer Reputation und Ihren Kontakten eine Chance, an meine an sich erfolgreiche Berufskarriere von einst, anknüpfen zu können. Leider ist es mir in meiner derzeitigen Situation nicht möglich, Ihre Motivation mich zu unterstützen, wie normalerweise üblich, über Spendenmittel positiv zu beeinflussen. Die ARGE werde ich dazu aber noch befragen. Vielleicht könnte ich ja eine kleine Parteispende an Ihre FDP, als Wiedereingliederungshilfe deklarieren lassen. Um mich endlich los zu werden, könnte ich mir vorstellen, dass mein Fallmanager hier Kreativität walten lässt.
Ich pflege – wenn ich arbeite - eine selbstständige, zielstrebige Arbeitsweise, bin zuverlässig und konnte meine Teamfähigkeit stets unter Beweis stellen. Zudem bin ich belastbar, flexibel, kommunikationsstark und verantwortungsbewusst. Des Weiteren besitze ich die Fähigkeit, mich schnell und gründlich in neue Themenfelder einzuarbeiten. Gute schriftliche Kommunikation und rhetorische Kompetenz gehören ebenso zu meinen Stärken (Kommasetzung können Sie mir allerdings noch ein bisschen beibringen). Meine Kreativität und Ideenreichtum sowie mein versierter Umgang mit dem MS Office Paket bzw. anderen gängigen EDV-Anwendungen, kamen mir während meines beruflichen Werdeganges stets zu Gute.
Ich freue mich auf ein Vorstellungsgespräch, bei welchem ich Ihnen die Motivation für diese Initiativbewerbung eingehender begründen möchte. Bezüglich meiner Lohnvorstellungen bin ich weitgehend flexibel. Das von Ihnen zu Recht und immer wieder in den Raum geworfene sogenannte Lohnabstandsgebot soll aber auch meine Richtschnur sein. Ihrem Motto folgend, wonach derjenige der arbeitet immer mehr haben muss, als derjenige welcher nicht arbeitet, würde ich ein Gehalt nicht unter 1200 € Netto ansetzen. Mit Sicherheit könnte ich auch ein Gehalt akzeptieren, welches meinen beruflichen Qualifikationen entspricht – dies ist aber nicht Bedingung. Zwar weiß ich, dass die Angehörigen der Klientel, für die Sie normalerweise arbeiten bzw. die meisten Ihrer Parteifreunde für ein Gehalt, wie von mir vorgeschlagen, des Abends nicht einmal den Wecker stellen würden, aber Herr Westerwelle, ich weiß andererseits natürlich auch um meine Position im freien Spiel der Marktkräfte bzw. Marktlöhne. Insofern nichts für ungut. Im Voraus vielen Dank für Ihre Mühe.
Mit freundlichen Grüßen
Mahung, Blogger des Freitag und derzeit (noch) leistungslos im Wohlstand verharrend.
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Du bist einfach zu intelligent für einen Job in der Mitte. Ein Bewerbungsschreiben muss kurz und knackig sein. Welcher Personaler soll denn einen halben Roman lesen? Und verstehen? Auch musst du durchblicken lassen, dass du bei der Wahl der Krankenversicherung eine richtige Entscheidung getroffen hast und dass du neben Herrn Dr. Westerwelle noch andere Freiheitsdemokraten kennst. Und wie sieht es mit Englisch aus? Der Herr Außenminister legt sehr viel Wert auf für einen Job qualifizierende Englischkenntnisse. Es ist Deutschland hier.
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Hat das ganze Bewerbertraining wieder nicht gefruchtet. Mist. Aber Luggi, ich dachte immer Westerwelle wer der einzig verbliebene Freiheitskämpfer bzw. Freiheitsdemokrat in diesem unseren Lande? Ratlos.
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Naja mahung, er giltet seit seiner Bemerkung: "Hier sehen sie die Freiheitsstatuette der Bundesrepublik..." vor dem versammelten vorfassenachtlichen Publikum im Freireichstag als frei von jeglichen Beschränkungen. Weil, die Freiheitsstatue in New York ist innen hohl, Herr Westerwelle ist in seinen Ansprüchen und Reden mehr als das.
Westerwelle ist Außenminister, warum soll er für deine Freiheit in diesem "unserem" Land kämpfen? Er kämpft doch schon entschieden gegen Hartz IV! |
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Freiheit ist also immer (nur noch) die Freiheit der Besserverdienenden?
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Jau, je freier desto besser und je besser desto freier lässt sich profitieren.
Ich denk da immer an das Zitat: “Kapital”, sagt der Quarterly Reviewer, “flieht Tumult und Streit und ist ängstlicher Natur. Das ist sehr wahr, aber doch nicht die ganze Wahrheit. Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens. Wenn Tumult und Streit Profit bringen, wird es sie beide encouragieren. Beweis: Schmuggel und Sklavenhandel.” (T.J. Dunning, l.c.p. 35, 36.) Und von diesen Profitfesseln will es sich befreien; -> und wir sollten es daran hindern. Wir Menschen haben etwas besseres verdient als diese Besserverdienenden. Sicher. luggi, auch unter der Erde kann Freiheit bodenlos sein |
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"Und von diesen Profitfesseln will es sich befreien; -> und wir sollten es daran hindern. Wir Menschen haben etwas besseres verdient als diese Besserverdienenden. Sicher."
Ganz genau und Danke für das Zitat. Habe es, freilich ohne Deine freundliche Genehmigung vorher einzuholen, in meine Zitatesammlung aufgenommen. Aber beim Zitate sammeln ist sich jeder selbst der Nächste ;-)) |
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Danke!
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Von der Sorte sollte man Westerwelle jeden Tag ein paar Tausend schicken, bis er sich entschuldigt.
Super geschrieben, danke. |
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überleg es Dir noch einmal, diesen herrn als arbeitgeber - aber: "leistung muß sich wieder lohnen" ...
Ein schöner, scharfer text jedenfalls, dank dafür. |
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Du weißt ja jayne, als Hartzi muss ich jede sich bietende Arbeit annehmen - auch wenn Sie eine echte Zumutung wäre. Also, wenn der Guido mich wirklich nähme, dann müsste ich wohl für die Quartalsassozialen von der Westerwelle-FDP meine von Sozialtransfer gebauchpinselte Haut zum Markte tragen. Die Gefahr ist aber nicht hoch. Ich denke der Guido kann mit meiner politischen Einstellung nichts anfangen.
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Satire ist schon hohe Kunst.
Mich erfreut diese, weil ich das Verhalten der AA grade bei der Vermittlung von Akademikern aus eigener Erfahrung nur als Nullnummer einstufen kann - mein sogenannter Arbeitsvermittler, obschon nach eigener Aussage seit 20 Jahren in dieser Anstalt tätig, kannte nicht einmal meine Berufsbezeichnung. |
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Ja, ich kenne die Problematik ebenfalls aus eigener Erfahrung.
Ich hab mir diesen exzellenten Blogeintrag gleich mehrfach durchgelesen - der süße Nektar der Satire lockt mich halt immer wieder an :) |
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vielen dank für die blumen, ach was sag ich, das ganze blumenbeet :-)
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Moin Mahung,
mich würde vor allem einmal interessieren, wie sich der Übergang von einem Aggregatzustand zum anderen anfühlt. Kriegt man bei diesem Übergang Kopfschmerzen, gibt es äußere Veränderungen (zB wie bei Kafka "Die Verwandlung")? Wie schläft man so, wenn man am Abend als unschuldig in Not geratener Leistungsträger entschlummert und am nächsten Morgen als spätrömisch-dekadenter Asozialer wieder aufwacht? |
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"Wie schläft man so, wenn man am Abend als unschuldig in Not geratener Leistungsträger entschlummert und am nächsten Morgen als spätrömisch-dekadenter Asozialer wieder aufwacht?"
Na, man schläft gar nicht. Wer nicht arbeitet soll auch nicht schlafen! Hat das nicht der Westerwelle auch schon mal gesagt ... und überhaupt, wieso "unschuldig"? |
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Genial!
Frage mich immer noch, woher das kommt, dass die meisten denken, wer arbeitslos ist, strenge sich nicht genügend an angesichts dieser Zustände: "Januar 2010: 3,62 Millionen Arbeitslose aber nur 457.000 offene Stellen bit.ly/cyB4vr" (heute getwittert von @juttarund) Bin deshalb zu dem Ergebnis gekommen, dass man dem nur mit Humor begegnen kann, sonst müsste ich viel zu viel weinen. Hier mein Versuch: www.freitag.de/community/blogs/mueslikind/volksverhetzung-durch-volksvertreter-oder-sabrinas-verschwoerung |
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Super, klasse, weiter so!
Ich will jetzt auch nicht mehr länger ein dekadenter Römer sein, will ein Leistungsträger werden wie unser aller Vorbild Guido, genannt "die Pompadour". Da soll mir Deine Bewerbung Mahnung und Ansporn in Einem sein. Nie wieder werde ich dem primitiven Trieb zur Faulheit nachgeben, niemals wieder in ketzerischer Weise den Sinn von Profitmaximierung und Shareholder-Value anzweifeln. Es geht schließlich um die Zukunft, um das Wohl der der gesamten Aktienheit, eine Bürde, die der größte deutsche Außenminister aller Zeiten wahrlich nicht alleine stemmen kann. Hat wieder was gelernt, cf |
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Man lernt nie aus :-)
der Größte deutsche Außenminister aller Zeiten. GrödAaZ? |
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Oh, danke für den Hinweis.
Viele Grüße, Mahung |
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Tessa, gibt es für die blogger eine Möglichkeit, die Zahl der Leser festzustellen? Kenne ich aus meinem anderen blog - finde ich immer ganz gut, wenn man weiß, was auf Interesse stößt und was man sich auch hätte schenken können ;-).
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Ausgabe 06/12
09.02.2012
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