mahung

was einen halt so umtreibt

Kommentare

Kommentar zu

Hier riecht’s nach Gauck

17.02.2012 | 14:35 Jacob Jung
portrait
18.02.2012 | 16:35 mahung
koslowski schrieb am 17.02.2012 um 20:46 "Gauck? War 2010 der bessere Kandidat, hat sich inzwischen aber disqualifiziert, als er in Salzburg als Festredner für den ausgeladenen Jan Ziegler einsprang und den Erwartungen der Sponsoren voll entsprach." War er das wirklich? Hätte man nicht auch damals schon all das wissen können (müssen!), was Gauck ausmacht, warum dieser stramme Konservative nie und nimmer ein Kandidat von Grünen und SPD hätte sein dürfen - geschweige denn der Linken. Schön, dass Koslowski dies inzwischen auch kapiert hat. Obwohl auch damals alles klar auf dem Tisch lag und in vielen Beiträgen besprochen wurde. Z.B. hier: www.freitag.de/community/blogs/mahung/die-gauck-schmonzette-findet-quaelend-ihr-ende--zeit-wurde-es Koslowski wird sich ggf. noch erinnern. Auch an seine erhellenden Kommentare ... Ob Gauck nun wirklich noch infrage (Merkel) kommt, bleibt abzuwarten. Das der aber noch immer BuPrä der Herzen ist, ist ziemlich sicher - wenn auch die Medien wieder einsteigen ohnehin. Bei mehreren kurzen Gesprächen am Arbeitsplatz wurde mir leider wieder klar, wie weit verbreitet das Nichtwissen im Falle Gauck - also seiner politisch-ideologischen Agenda - und auch seinem nicht enden wollenden (könnenden?) persönlichen kaltem Krieg im Kopf. Im Gegenteil. Man hält den Gauck für irgendwie liberal und gar für einen Bürgerrechtler und überparteilich. Die Stichworte: neoliberal, Kriegsbefürworter, Sarrazin-Lober, Occupy-Gegner und Sozialabbauer etc. sorgten für staunendes Kopfschütteln. Man könnte mehr wissen, wenn man nur wollte ... Dennoch: Gauck wird es auch diesmal nicht und ich denke, dass selbst der nicht gerade uneitele Gauck sich nicht nochmals einer solchen Schmonzette stellen würde ... Wer es wird ist unwichtig. Brauchen wir einen Ersatzmonarchen wirklich? Und wenn, wofür? Lasst dieses Amt ruhen, in Friede und für immer.
Kommentar zu

Ich war gegen Gauck!

Kultur | 01.02.2012 | 18:00 Clemens Meyer
portrait
01.02.2012 | 23:29 mahung
Ich bin leider keiner von den Schriftstellern und/oder Intellektuellen, welche überhaupt für einen Unterstützerbrief für den Bundespräsidentschaftskandidaten Gauck, den ich im Übrigen natürlich weder als Intellektuellen noch als Pfarrer schätze, angefragt wurden. Vielmehr musste ich an mich halten, an dem durchsichtigen Gauckhype nicht ganz und gar zu verzweifeln - Wulff war die bessere Wahl, weil er die Obsoletheit dieses Amtes besser verkörpert, als es ein Gauck je gekonnt hätte. Den Gauck braucht kein Mensch, den Wulff höchstens noch die Kanzlerin. Ich jedenfalls war auch gegen Gauck: www.freitag.de/community/blogs/mahung/die-gauck-schmonzette-findet-quaelend-ihr-ende--zeit-wurde-es
portrait
27.01.2012 | 00:11 mahung
Naja, einfach schade. Der Freitag ohne Ihre Artikel ... diese werden mir fehlen. Grüße und viel Spaß mit dem Neuen - was immer es auch sei ...
Kommentar zu

Mann des Jahres 2012: Georg Schramm

03.01.2012 | 12:25 schlesinger
portrait
06.01.2012 | 08:40 merdeister
Hallo Schlesinger, der Text und Schramm wurden bereits von anderen Kommentatoren gelobt, zurecht wie ich finde. Allerdings bin ich beim Lesen über etwas gestolpert, was mich doch stutzig macht. "Sch...
portrait
07.01.2012 | 16:37 mahung
Vielleicht wollte der Autor herausstellen, welche prominenten Talknudeln wir neben Jauch, Beckmann, Kerner etc. eben z.Z. gefühlt am meisten bzw. am prominentesten zu "ertragen" haben: Maischberger, Illner, Will bzw. früher Frau Christiansen. Ich denke Schlesinger wollte hier keine Gender-Diskussion vom Zaun brechen.
Kommentar zu

Mann des Jahres 2012: Georg Schramm

03.01.2012 | 12:25 schlesinger
portrait
03.01.2012 | 14:21 brefcourte
Ihr wisst fei schon, dass der seine Texte nicht selber schreibt .
portrait
07.01.2012 | 16:24 mahung
Hab ich mir doch gedacht! Wissen tuen Sie also Nichts - aber erst mal einen Satz rauskloppen. Nicht sehr glaubwürdig. Georg Schramm sagt im Interview (siehe hadies link weiter oben), dass er für sein Bühnenprogramm mit einem Regisseur zusammenarbeitet - mehr nicht.
Kommentar zu

Wulff-Jetzt wird die Causa heiss…

04.01.2012 | 09:39 menschenzeitung
portrait
04.01.2012 | 13:41 mahung
"Denn alleine die Reisefreiheit und nur die DM sind es ganz sicher nicht gewesen, warum so viele der DDR den Rücken kehrten und alles zurückliessen, was ihnen lieb und teuer war, und wofür sie nicht zuletzt die Freiheit sondern auch das eigene Leben, und das ihrer Familien riskierten …" Ein bisschen zu pathetisch. Letzteres Ihrer Aussage traf höchstens auf zwei bis vier Prozent der DDR-Bürger zu. Dem großen Rest ging es wohl eher um eben jene D-Mark und nun ja, auch um Reisefreiheit. Ich beziehe mich hier hauptsächlich auf die Demonstranten bzw. Flüchtlinge der unmittelbaren Umbruchszeit. Die "Wir sind das Volk"-Rufe wurden schnell rar. "Wir sind ein Volk"-Rufe und Deutschlandfahnen + "Wir-sind-wieder-wer-Attitüde" waren schnell dominant. Der emanzipatorische, freiheilliche und letztlich reformierende intelektuelle Ansatz der in meinen Augen echten Bürgerrechtler (von denen auch schnell keiner mehr etwas zu sagen hatte, weil es auch keiner mehr hören wollte) wich recht schnell dem dumpfen Einheitsbrei Kohlscher Prägung, gepaart mit nationalistischen Grundtönen. Was zu Lengsfeld zu sagen wäre, hat Nietzsche 2011 ja schon auf den Punkt gebracht. Lengsfeld hat sich im demokratischen Sinn unglaubwürdig gemacht. Wäre sie aus Protest bei den Grünen ausgetreten, hätte das begründet und wäre erstmal für eine Weile von der Bildfläche verschwunden und hätte sich dann erstmal demokratischen Wahlen gestellt, wäre es o.k. gewesen. Ich kann mich irren, aber ich erinnere es so, dass sie mehr oder weniger übergelaufen ist und so auf undemokratische, weil nicht so gewählte Weise, die Mehrheit im Landtag veränderte. Lengsfeld ist in meiner subjektiven Wahrnehmung eine Opportunistin geworden, aber eine vor der ich ob ihrer echten Widerstandsarbeit zu DDR-Zeiten (Sie hat sich, wie wenige, tatsächlich existenzbedrohend engagiert und in Gefahr gebracht) nach wie vor Respekt habe. Das Sie aber im Gegensatz zu anderen DDR-Opositionellen, letztlich schlicht den Kapitalismus auf dem Gebiet der DDR zu restaurieren half, anstatt die Chance eines echten deutsch-deutschen Neuanfanges wenigstens zu versuchen, werfe ich ihr und einigen anderen ehem. Bürgerrechtlern vor.
portrait
03.01.2012 | 16:33 mahung
"Mann, das wär was: Schramm als Regierungssprecher unter Peer Steinbrück, der in der wöchentlichen Berliner Runde einen laschen Journalisten anherrscht “Wenn Sie mir keine vernünftige Frage stellen, beantworte ich Ihnen auch keine!” Großartig!, wie Schramm rufen würde." Ich finde Ihren Text über Schramm gut, aber ist es nicht gerade die "Steinbrück-Sozialdemokratie", die eben im eigentlichen Sinne keine mehr ist, welche von Schramm unter anderem mit Hilfe einer seiner Figuren, ständig auf´s Korn genommen wird. Sagt nicht eine seiner Figuren ständig jenen Satz, wonach die Sozialdemokratie die Krankenschwester am Krankenbett des Kapitalismus sei - ausgerechnet Schramm als Regierungssprecher eines Mannes wie Peer Steinbrück? Ich glaube gerade die AGENDA-SPD ist dem Schramm ein Graus und Steinbrück ist einer ihrer prominentesten Vertreter.
Kommentar zu

Mann des Jahres 2012: Georg Schramm

03.01.2012 | 12:25 schlesinger
portrait
03.01.2012 | 14:21 brefcourte
Ihr wisst fei schon, dass der seine Texte nicht selber schreibt .
portrait
03.01.2012 | 16:22 mahung
Ne, wußten "wir" fei net. Wer war es denn dann? Ist Schramm gar der schlimmere Guttenberg? Haben wir hier gar einen ernsthaften Kabarett-Plagiatsskandal, welcher die leidige Causa Wulff weit in den Schatten zu stellen in der Lage wäre. Hat vielleicht sogar Wulff die Texte geschrieben - und hat Schramm schon bei BILD (oder bei Ihnen) angerufen, um die Veröffentlichung der harten Fakten zu verhindern? Ich habe hier ein Buch. Da steht drauf, dass es von einem gewissen Georg Schramm verfasst worden sein soll. Keine Co-Autoren sind genannt. Wer, so frage ich, hat es dann geschrieben? Sanftleben? Dombrowski? Olaf Schubert - oder gar Westerwelle? Lassen Sie "uns" bitte nicht länger im Ungewissen! Wenn Sie was wissen, dann raus damit. Wer schreibt die Texte des Georg Schramm, wenn nicht er selbst -SIE?
Kommentar zu

Ein Teil vom Wir

Kultur | 30.12.2011 | 10:13 Matthias Dell
portrait
01.01.2012 | 17:20 Magda
Dass es - nicht sehr groß - auch eine Neonazi-Szene gab, war bekannt, aber nicht, dass darüber reflektiert wurde. Von denen hat die Staatsmacht wenig befürchtet. Eher von den Gruppierungen, die die D...
portrait
01.01.2012 | 18:05 mahung
Ja. Wahrscheinlich. Aber klügere Leute wurden wenigstens Punk ;-)) Ein guter Film zu diesem Thema: Führer EX de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BChrer_Ex Ein Film der mich damals beinahe physisch berührt hat. Jedenfalls weit weg von der "Good-bye-Lenin-Sonnenallee-Romantik", die auch nicht schlecht war, aber eben nicht so tief ging. "er ist anders als all die andern und er will auch anders sein er ist anders als all die andern doch er fühlt sich so sehr allein" Sandow
Kommentar zu

Ein Teil vom Wir

Kultur | 30.12.2011 | 10:13 Matthias Dell
portrait
01.01.2012 | 17:13 mahung
Hallo Herr Dell, ein gesundes Neues Jahr und vielen Dank für diesen Artikel. War mir nicht bewusst, dass solche Filme zu DDR-Zeiten entstehen durften. Zumal zum Thema Nazis. Die gab es ja offiziell n...
portrait
01.01.2012 | 17:53 mahung
Ja. Noch ein wenig verkatert von gestern. aber sonst, alles gut. "Es gab z.B. eine Gruppe im Leipziger 'Zentralinstitut für Jugendforschung', die sich mit den Fascho-Skins beschäftigte. Die Leute tourten auch mit Vorträgen durch's Land." Das wusste ich auch nicht. Danke für den Hinweis und schöne Neujahrsgrüße!
mahung
Ende der 80er Jahre aus Halle-Neustadt zugereister Dresdner mit starker Affinität zur schönen Stadt Leipzig. Nunmehr in der (viel zu großen) Stadt Berlin gelandet. Na, mal sehen ...
Ort:
Berlin
Mitglied seit:
3 Jahre 13 Wochen
Zuletzt aktiv:
18.02.2012
Status:
Blogger
Aktivität:
Beiträge: 39
Kommentare: 704
Logbuch
07:14
doimlinque hat gerade einen Blogbeitrag erstellt.
07:03
lothar.ackermann hat gerade einen Kommentar geschrieben.
06:33
lothar.ackermann hat gerade einen Kommentar geschrieben.
06:21
heidenplejer hat gerade einen Kommentar geschrieben.
06:11
heidenplejer hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Augstein und Blome

portlet_Phoenix-12.png

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG