mahung

was einen halt so umtreibt

31.05.2009 | 16:55

Kritik der TITANIC-Kritik

Zur hier kürzlich erschienen TITANIC-Kritik und der daraus folgenden interessanten Diskussion, noch einige Gedanken.

Ich möchte grundsätzlich widersprechen, denn die Kritik erscheint mir undifferenziert und ich wehre mich vor allem dagegen, wenn ein Zusammenhang – sei er auch noch so lose – zwischen Mario Barth und Harald Schmidt resp. Raab konstruiert wird, der freilich kaum besteht. Beinahe infam finde ich es, wenn in diesem Zusammenhang gleich noch die TITANIC mit ab gefrühstückt wird. Nun mag es ja durchaus sein, dass ich aufgrund meines Alters nicht so genau weiß, was früher war und früher war ja bekanntlich alles besser. Nicht wahr? Allerdings kann ich mich nach beinahe sieben Jahren TITANIC-Abo und der Tatsache, dass ich seither jede Ausgabe von der ersten bis zur letzten Seite wirklich gelesen habe beim besten Willen nicht damit abfinden, wie hier z.T. pauschalisiert wurde. Da wird die Keule heraus geholt und Mainstream gebrüllt. Oder es wird bezichtigt, dass dort Witze auf Kosten anderer gemacht würden. Na was denn sonst? Satire greift an, Satire verletzt – dass ist wohl eine ihrer fundamentalen Grundlagen, wenn auch nicht die einzige. Und Witze? Lehrer-Witze, Manta-Witze, Politiker-Witze, Behinderten-Witze, Schwulen-Witze, Ostfriesen-Witze etc.

Natürlich finden Witze fast immer auf Kosten von irgendwem anders statt. Eine Minderheit, eine gesellschaftliche Gruppe wird aufs Korn genommen und wenn man so will, ausgelacht. Was ist daran so besonders? Es gibt eben gute und schlechte Witze, gute und schlechte Satire und beispielsweise gute und schlechte Politikerparodien. Was aber gut oder schlecht ist, entscheidet sicher nicht die Kulturredaktion des Freitag, welche zufällig einmal eine TITANIC-Ausgabe in die Hand bekam und andere Zeitgenossen, die vielleicht meinen, TITANIC müsste in jeder Ausgabe zum gewaltsamen Sturz der Regierung aufrufen, um nicht zum Mainstream zu gehören. Wie ich schon mehrfach an anderer Stelle erwähnt habe: Über Humor lässt sich streiten. Über was ich lache oder nicht, entspringt allein meiner Wahrnehmung, meinem Verständnis von Humor. Bei der Gelegenheit Herr Angele, wie Humorkritik geht, können Sie jeden Monat „auf der“ TITANIC in der gleichnamigen Rubrik nachlesen.

Ein Wort zu Raab

Raab ist über „Vivasion“ – also zu Zeiten, als es in Deutschland noch Musikfernsehen gab – populär geworden. Diese Sendung war über weite Strecken
gut und Raab verstand es mit seiner Gitarre oder anderweitig A, B, und C-Prominente auf die Schippe zu nehmen und machte auch vor Politikern nicht
halt (Merkel wurde nicht zuletzt durch Ihn zur „Angie“). Der Humor-Absturz Raabs begann aus meiner Sicht mit dem Format „TV-Total“, was ja eigentlich das Ziel haben sollte, den zunehmenden TV-Schwachsinn zu entlarven. Was Oliver Kalkofe recht gut gelang, mutierte bei Raab schnell zur reinen Nachverwertung. Raab wurde nur ein weiteres Glied der Verwertungskette im Privatfernsehen. Mittags und nachmittags wurde die Unterschicht zum Vergnügen Dritter aufeinander gehetzt und bei Raab durfte dann nochmal über die größten "Dummheiten“ der Dummen, über die Oberdeppen der Nation „abgelacht“ werden. Das Prinzip Raab ist tatsächlich: Die noch nicht ganz abgestürzte Mittelschicht „beölt“ sich über diejenigen, die schon ganz unten angekommen sind. Ich persönlich fand das nicht mehr lustig und ließ seither die Finger von Raab und seinen Dauerwerbesendungen. Hier sehe ich auch den Punkt erreicht, an dem sich ein Stefan Raab fundamental von einem Harald Schmidt unterscheidet. Raab schlägt hauptsächlich auf diejenigen ein, die sich nicht wehren können und holt sich billige Lacher ab. Das hat Schmidt nie getan. Seine „Opfer“ wurden veräppelt, verarscht, manchmal auch verhöhnt, aber nie in menschenverachtender Manier und nicht nur dem Selbstzweck dienend: Hauptsache ein Lacher für die Quote. „Fetti und die Unterschichtenbande“ war so ein Beispiel. Hier ging es nicht darum, Angehörige der Unterschicht wegen ihrer Mangels Geld und Bildung schlechten Ernährungsweise zu verhöhnen, sondern vor allem darum, auf ein gesellschaftliches Problem hinzuweisen, für das die sog. Unterschicht selbst am wenigsten kann. So habe ich das damals jedenfalls verstanden.

Ein Wort zu Schmidt

Ich beurteile Schmidt nicht nur nach seinen „Taten“ bei Sat 1 oder danach, was bei Schmidt & Pocher so an langweiligem geboten wurde. Ich besitze alte Kabarettprogramme auf CD, ich weiß, dass Schmidt mit Thomas Freitag und anderen Urgesteinen des politischen Kabaretts auf Tour war und zum Ensemble des Kom(m)ödchens Düsseldorf gehörte. Schmidt genoss eine solide Schauspielausbildung, versuchte dem verschnarchten Samstagabend in der ARD
als Moderator von „Verstehen Sie Spaß“ etwas mehr Schwung zu geben (freilich ohne Erfolg) und nicht zuletzt muss für eine Beurteilung Schmids ebenfalls die Sendung „Schmidteinander“ im WDR herangezogen werden. Freilich eingedenk der Tatsache, dass der eigentliche Mastermind dieser Sendung Herbert Feuerstein war und die Late-Night-Shows ohne eine Schaar von Autoren im Hintergrund nicht funktionieren könnten. Schmidt präsentiert zum Teil dass, was sich andere ausdenken, aber er präsentiert es eben routiniert, was ich manchmal witzig fand, manchmal aber auch nicht. Ich hatte auch die Möglichkeit Harald Schmidt live mit eigenem Programm zu erleben. Das hatte für mich Qualität. Wer also in Bezug auf Schmidt aussagt, dass dieser nie lustig gewesen sei, geht entweder zum Lachen in den sprichwörtlichen Keller oder ist an einer differenzierten Betrachtung nicht interessiert.

Das Letzte: Mario Barth

Barth kann nur zwei Gesichtsausdrücke, kennt nur einen Witz, den er freilich tausende Male leicht variiert und ist insgesamt gesehen, weniger intelligent als andere Protagonisten seines Metiers. Ich finde diesen Mann nicht lustig. Schon bei „NightWash“ war er der Ein-Thema-Komiker, der er heute noch ist, freilich füllt er inzwischen Stadien und darf Filme drehen (lassen). Das sagt aber weniger über Mario Barth aus als vielmehr über die Humoransprüche seines Publikums, denke ich. Allerdings bin ich nicht die Humorpolizei und jeder soll lachen, worüber er halt lachen kann. Denn wie gesagt:

Über Humor lässt sich streiten.

 
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Kommentare
M1xP1yne schrieb am 31.05.2009 um 18:28
Ihre Treue zur Titanic in Ehren, aber das besagte Heft war wirklich schwach. Ich lese die Titanic sehr gerne und halte sie in Deutschland für unabdingbar, da sie es oft mit Humor schafft, Sachverhalte auszudrücken, an denen die "humorlosen" Zeitungen scheitern. Ich glaube, der Artikel des Freitags konzentrierte sich auf diese eine, sehr schlechte Ausgabe. Der Artikel war gut geschrieben und imitierte den Stil der Titanicredaktion ziemlich genau. Es war also eine humorvolle Humorkritik.
Solange es sich also um keine Totalkritik an der Titanic oder an ihrem Konzept handelt, sondern nur einzelne Ausgaben kritisiert werden, sehe ich eigentlich keinen Sinn in einer Kritik an der Kritik.
Was die oben genannten Personen angeht, möchte ich mich einfach meiner Meinung enthalten. Denn diese wurden schon von vorne nach hinten durchdiskutiert, und wie sie schon erwähnten:
Über Humor lässt sich streiten.

Mit humorvollen Grüssen,

Max
merdeister schrieb am 31.05.2009 um 21:50
"Über Humor lässt sich streiten."

Aber wenn es doch nicht WITZIG ist...?

:-p
Matthias Dell schrieb am 04.09.2009 um 19:01
sehe den blog erst jetzt (gut ding will weile haben) und will nur noch mal m1xp1yne beipflichten: ging beim brief an die titanic nicht um komplettverdammung, sondern bezog sich im prinzip vor allem auf einen text. scheint mir wichtig, das auseinanderzuhalten
I.D.A. Liszt schrieb am 01.06.2009 um 01:23
Entschuldigung, lieber mahung, wenn ich Ihnen mit meinen Ansichten auf den Schlips getreten bin.

Zur Erklärung muss ich Ihnen sagen, daß ich sehr selten fernsehe, und daß ich sogar über lange Jahre gar kein Fersehgerät im Hause hatte.
So kam ich früher nur fast nie in den Genuß des Fernsehens.
Mag sein, daß ich daher etwas empfindlich bin. Man könnte es auch drastischer sagen: daß ich nicht so abgestumpft bin.

Sie sagen: Über Humor lässt sich streiten. Vielleicht meinen Sie das analog zu: "Über Geschmack läßt sich streiten." Korrekt ist aber: "Über Geschmack laßt sich nicht streiten." - Geschmack hat man, oder man hat ihn nicht. Mit dem Humor verhält es sich nicht anders.
Wenn Humor, einer anderen Definition entsprechend, ist, wenn man selber lacht, so hat Harald Schmidt davon nichts, jedenfalls nichts, das ich erkennen könnte.

Noch ein Wort zur 'Titanic': Ich finde es gut, daß es so eine Satirezeitschrift gibt. Deshalb muß ich die Zeitschrift noch lange nicht mögen. Mit der 'Titanic' geht es mir wie mit dem Fernsehen: Ich werfe hin und wieder einen Blick hinein (und dann schnell wieder hinaus).

Bei sich bietender Gelegenheit können wir uns ja weiter über Humor streiten.

Herzlich,
I.D.A. Liszt

mahung schrieb am 01.06.2009 um 15:42
lieber i.d.a. liszt,

sie sind mir nicht wirklich auf den schlips getreten, höchstens ein bisschen ;-) ich teile ihre meinung wonach sich über humor NICHT streiten lässt - machen wir ja gerade - weiterhin nicht und selbstverständlich und gerade auch über geschmack lässt sich natürlich trefflich streiten.

denn wer legt fest, was der gute und was der schlechte geschmack ist? eine geschmackspolizei? mag sein, dass die verweigerung eines bestimmten mediums automatisch zu besserem geschmack führt und die nutzung desselben zu schlechtem, wegen der damit verbundenen abstumpfung, aber sicher bin ich da nicht. sicher ist nur, dass der eine gegenüber dem anderen einen distinktionsgewinn erhält und dass ist doch auch schon mal etwas.

fernsehen macht - im übermaß genossen - sicher nicht schlau, aber gewählt und dosiert genossen, kann es sogar klüger machen. Man muss sich nicht unbedingt total verweigern, es gibt auch eine fernbedienung und so etwas wie medienkompetenz. darüber hinaus zeitungen, bücher, gute radioprogramme und das internet.

ihre meinung zu priol und schramm teile ich uneingeschränkt. "neues aus der anstalt" ist derzeit das beste in diesem bereich, was man sehen kann und das ausgerechnet im zdf. meistens sind auch die gäste der "anstalt" von hoher satirischer qualität, aus meiner sicht jedenfalls.

viele grüße aus dresden

mahung
Deaktivierter Nutzer schrieb am 01.06.2009 um 07:22
wie richtig frstgestellt wurde, ist harald schmidt ein "ausgebildeter" schauspieler. was alleine kein gütesiegel ist. harald schmidt "spielt " harald schmidt. und hat dadurch schlicht die distanz zu seiner eigenen tv-person verloren. ein schausieler schreibt keine texte. sondern macht das, wofür er bezahlt wird. in einem "stern"-interview konnte man nachlesen, wie schlicht gestrickt harald schmidt ist. und das erwirklich glaubt, er sei der allergrößte komiker überhaupt. ich finde ihn nicht lustig. und teile die ansicht von I.D.A. liszt.

mario barth hat eine kunstfigur erschaffen, welche er auf der bühne darstellt. im gegensatz zu harald schmidt, hat mario barth eine irre bühnenpräsenz. er ist eine "rampensau". er ist körperlich fit und aktiv. und muss seinen körper nicht hinter einem schreibtisch verstecken. ob die leute alle doof sind, weil sie über ihn lachen, weiss ich nicht. ist mir aber auch egal. besonders lustig fand ich ihn bisher nicht. aber er ist sicher lustiger als harald schmidt.

wann ich das letzt mal laut über das tv gelacht habe? bei "germany´s next top-model". als das mädchen im abendkleid auf der leiter sass. mit unrasierten beinen und achselhöhen. leider hatte das "model" auch seit wochen vergessen sich zu waschen. sie war schmutzig. ihre fuss-sohlen waren schwarz vor dreck. das fand ich lustig.

"titanic" ist gut. leider haben wir nur eine satire-zeitschrift. aber eben eine sehr gute.
merdeister schrieb am 01.06.2009 um 10:05
Da muss ich widersprechen. Es gibt auch noch den sehr guten Eulenspiegel. Der dürfte vor allem jenen Gefallen, denen die Titanic nicht so zusagt.
mahung schrieb am 01.06.2009 um 15:54
@merdemeister

bei mir war es genau umgedreht. erst habe ich regelmäßig eulenspiegel gelesen, dann eine zeit lang titanic bzw. eule parallel und habe mich dann letztlich für titanic entschieden.

damals hatten mich wohl die "jammerossiattitüde" des blattes und der etwas provinzielle stil gestört. das hatte ich damals so empfunden. seither habe ich keinen eulenspiegel mehr in der hand gehabt. aber ihrem hinweis folgend, werde ich das mal wieder tun und schauen, was aus dem guten alten eulenspiegel geworden ist.
merdeister schrieb am 01.06.2009 um 16:36
Hatte auch länger keinen mehr in der Hand, kann aber die Einschränkung nachvollziehen...
kay.kloetzer schrieb am 01.06.2009 um 09:43
Das Dilemma ist: Es gibt nur geschätzte 200 Witze auf der Welt, womöglich weniger. Und die müssen nun Jahr für Jahr, Sendung für Sendung, Tag für Tag, Vorstellung für Vorstellung, Cindy für Mario, Richling für Schramm variiert, kombiniert, aktualisiert werden. Auch die Kalauer sind so begrenzt wie die deutsche Sprache. Das ist nur noch komisch, wenn eine unverwechselbare Präsentation es trägt. Und da finde ich es nachvollziehbar, wenn Titanic, Schmidt oder Barth die Extreme suchen. Ich finde es sogar gut, weil ich so die Chance der Wahl, wiewohl der Abwahl bekommen. Interessant ist, dass wir von den Komikern oder Komödianten, den Schwerstarbeitern am Spaß-Flöz, mehr erwarten, als sie leisten können: Erbauung, Unterhaltung, Spiegelung, Erkenntnis, Absolution. Und die Hoffnung, doch nicht so ernst nehmen zu müssen, worüber wir nicht mehr lachen können. Schwierig, wirklich schwierig.
kk
Deaktivierter Nutzer schrieb am 01.06.2009 um 10:28
harald schmidt sucht kein "extrem". dazu fehlt es ihm an kreativität. auch mario barth ist kein "extremer". im gegenteil beide sind sowohl optisch, als auch auf geistiger ebene nicht wirklich was besonderes. genau das ist ja deren erfolgsgeheimnis.

die klassische rollenverteilung der "commedia dell´arte" übertragen auf die heutigen darstellers des volx-theaters / TV:
harald schmidt = "Vecchi"
mario barth = " Arlecchino"
oliver pocher = " Pagliaccio"
cindy aus marzahn = "Colombina"

Gestern beim Einkaufen an der Kasse. Sagt der Kassierer zu mir:

"Da hast du aber ein Schnäppchen gemacht!"

und guckt auf 3 Tüten Milch. Runtergesetzt weil abgelaufen.

Darauf ich zu ihm:"Ja, ich spare ja auch auf einen Porsche!"

Dann guckt er die Steckrübe an. Fragt: "Was ist das denn?"

Darauf sage ich: "Ein Schrumpfkopf!"

Niemand lacht?
I.D.A. Liszt schrieb am 01.06.2009 um 14:42
Liebe kay.kloezer,

da möchte ich Dir widersprechen. Es mag weltweit wirklich nur 200 Witze geben, doch die gibt es in allen erdenklichen Varianten. Manche davon sind einfach gut.
Und die Zahl der Kalauer in der deutschen Sprache mag auch begrenzt sein. Nun entwickelt sich die deutsche Sprache weiter, wie alle Sprachen, und vergrößert täglich ihren Wortschatz. Da muß nur jemand findig genug sein, auf neue mögliche Kalauer zu stoßen und sie darzubieten.

Darüberhinaus kommt ein Witz zustande, indem man den Hörer bzw. Leser eine Verknüpfung zwischen nicht offensichtlich zusammenhängenden Tatsachen herstellen läßt.
Die Möglichkeiten dazu sind ungezählt, würde ich sagen. Dazu darf man sich natürlich nicht an einem vorgegebenen Kanon von 200 Witzen orientieren, sondern muß es zulassen, daß Leute neue Verknüfungen herstellen.
"Witz" (ja, eben gerade auch im alten Sinne von "Geist") ist nämlich eine sehr kreativ Sache.

Abgesehen davon hast Du völlig recht, daß wir von diesen Komikern, Kabarettisten usw. meist viel zu viel erwarten. Ich bewundere Priol und Schramm für die ungeheure Leistung, die sie mit der "Anstalt" erbringen, und das Monat für Monat. Vielleicht liegt es einfach an unserem, des Publikums, Anspruchsdenken, daß die Komiker nicht mehr so recht komisch sein können. Wir wollen unterhalten usw. werden und brauchen dazu ständig den Reiz des Neuen. Dann wäre es unser eigenes Anspruchsdenken, das die Komiker 'verbraucht'.
Eigentlich eine traurige Vorstellung (der Kalauer war nicht beabsichtigt, aber er ist mir so aus der Tastatur gesprungen - siehst Du?).

Herzlich,
I.D.A. Liszt
merdeister schrieb am 01.06.2009 um 14:55
Eine Kollegin hatte für einen Patienten passierte Kost bestellt, weil der nicht kauen konnte. Als das Essen auf Station kommt, schaut sie unter den Deckel und dort liegt, eine Scheibe Weißbrot, Käse und etwas Butter. Daraufhin sagt der Zivi:
"Da ist doch nix passiert!"

Will sagen, Kalauer sind unbegrenzt vorhanden.
I.D.A. Liszt schrieb am 01.06.2009 um 15:37
Gell?
kay.kloetzer schrieb am 01.06.2009 um 20:43
Lieber I.D.A. Liszt:
Bin ich ja völlig Deiner Meinung. Auf die Variationen kommt es an aber eben auch auf die Darreichungsform. Und nur darin unterscheiden sich ja oft Cindy und Mandy und Dandy. Ich hatte mehrfach das Vergnügen, Priol und Schramm (getrennt) in kleinem Haus live zu erleben, es ist, wie's immer war, die Besten kommen aus großem Ernst, mitreißender Gedanknetiefe. Das finde ich ja nun das allergrößte: dass der Schramm oft gar nicht witzig ist, nichtmal komisch. Er hat einfach nur so unerhört frech recht! Es heißt ja, Humor sei zwar angeboren, gleichwohl an Intelligenz gebunden. Magst Du Allan Bennett, den Briten? Da habe ich Spaß! Und Busch, Valentin, Loriot, Gernhardt - damit lässt es sich doch leben.
Herzlich
kk
I.D.A. Liszt schrieb am 01.06.2009 um 21:08
Ich glaube, daß ich da geschmacklich ganz mit Dir übereinstimme.
kay.kloetzer schrieb am 01.06.2009 um 22:30
@I.D.A.Liszt ... wie ich in Deinem Blog-Pflaster lesen kann. Wundheilend! Allerdings scheint mir der Aspekt des Flüssigpflasters zur kurz zu kommen ...
I.D.A. Liszt schrieb am 01.06.2009 um 22:48
@ kay.kloetzer:
Flüssigpflaster waren bei Erlaß der Reichspflastervrordnung (1927) noch unbekannt, und leider hat der Gesetzgeber es seither versäumt, die notwendigen Erweiterungen in Angriff zu nehmen, weil das seit Gründung der BRD nicht opportun erschien.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 01.06.2009 um 23:19
@ merdeister
danke für den "eulenspiegel".
und der ist lustig?

Mein absoluter liblingskomiker hat nicht gesprochen. trotzdem gibt es tatsächlich eine aufnahme seiner stimme:
harpo marx spricht: www.youtube.com/watch?v=hi4A4qH07ys
mahung
Ende der 80er Jahre aus Halle-Neustadt zugereister Dresdner mit starker Affinität zur schönen Stadt Leipzig. Nunmehr in der (viel zu großen) Stadt Berlin gelandet. Na, mal sehen ...
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