Liebe Community,
ich konnte mich um die letzte Tugend nicht so recht kümmern, weil ich mich zum einen drei Tage lang auf der re:publica austoben durfte, zum anderen, weil ich mich direkt danach in den drigend erforderlichen Urlaub begab und mir dort ein Freitag-Verbot auferlegt habe – was zugegeben nicht immer ganz einfach einzuhalten ist. Womit ich mich thematisch bereits bei der nächsten Tugend befinde, der Mäßigung.
Es gibt Menschen, die sind sehr gut darin, Handlungen zu – ja, da fällt ein unangenehmes Wort – kontrollieren. Mäßigung geht für mich mit Einschränkung von Bedürfnissen und Lust auf irgendetwas einher, mit Selbstkontrolle. Wobei es ja unbestritten ist, dass es durchaus Dinge gibt, bei denen es gut tut und wichtig ist, sie in Maßen zu tun ("Die Dosis macht das Gift" ruft mir da der Kollege Windheuser gerade zu). Essen zum Beispiel. Das Konsumieren von Alkohol oder anderen Drogen. Das Treiben von Sport. Lieben. Auf Facebook abhängen. Pferdewetten. Im Auto fluchen. Popeln. Zu wenig von diesen und vielen anderen Sachen ist jedoch auch nicht angebracht.
Mir hingegen fällt bei manchen Dingen, das Maßhalten tatsächlich schwer. Oscar Wilde sah das wohl ähnlich, von ihm ist folgende Aussage überliefert: "Mäßigung ist eine verhängnisvolle Sache, denn nichts ist so erfolgreich wie der Exzess." Wobei ich einfach einmal davon ausgehen möchte, dass hier der Erfolg beim Anwender gemeint sei.
Bis zum Ende der kommenden Woche möchte ich nun also die Tugend Mäßigung zur Diskussion stellen. Ich freue mich wieder auf Gedichte, Geschichten, Denkansätze, Fotos, wasauchimmer. Wichtig ist, dass Ihr Eure Beiträge in dieser Woche mit den Tags
sieben
tugenden
mäßigung
verseht, damit sie gebündelt werden können.
Gespannt und mit lieben Grüßen,
Maike
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PS.:
Mögliche Perlen, die hier im Büro aufkamen und die ich schon mal vorwegnehme:
Die Maß ist voll.
Maß macht mobil.
Maßel tov!
Wie nennt man den Bayer noch? Maßmensch!
PPS.:
Mäßigung heißt auf Englisch unter anderem moderation : )