Die FDP, macht das mal ganz geschwind.
www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,654425,00.html
Wieder einmal profiliert sich die FDP als Vertreter derjenigen, die Steuern und Abgaben zugunsten der Wohlhabenden senken wollen. Das Geld hierfür soll natürlich wiedermal von Ottonormalverbraucher kommen.
Ich würde demja tendenziell sogar zustimmen, wenn es da nicht ein großes "Aber" geben würde.
Leider ist es ja in Deutschland so, das sehr viele Menschen gar nicht ohne ihr Auto auskommen können, sie Kilometerweit von zu Hause auf Arbeit und wieder zurückfahren müßen. Der kleine abhängig Beschäfäftigte und der kleine Selbstständige von nebenan muß ja flexibel sein. Also hat er die Wahl entweder alle paar Jahre umzuziehen und sich ein neues soziales Umfeld aufzubauen, oder halt täglich bzw. Wochenendlich Kilometer auf der Autobahn zu schruppen.
Für unsere Dienstfahrzeugbenutzer ist die Maut ja nicht das Problem, er kann sie ja als Betriebskosten wieder von der Steuer absetzen.
Nun könnte man ja sagen, sollen die doch Bus und Bahn fahren. ...
Selten so gelacht. Die Fahrpläne des ÖPNV werden mehr und mehr gekürzt, Strecken fallen weg und die Fahrpreise steigen auch jährlich. Gerade, weil der ÖPNV in den letzten Jahren immer mehr Gewinnorientiert, weil privatisiert arbeitet, ist dies unvermeidlich.
Wenn es genügend alternativen zum Auto gebe, hätte ich mit der Maut keine Probleme. Nur leider werden diese eben auch mit dem ausdrücklichen Willen der FDP immer mehr eingeschränkt.
Klientelploitik pur.
PS. Ich selber bin eher gegen dieses Autorumgekurve, besitze auch kein Auto. Die Maut würde mich wohl eher nicht treffen.
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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