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Der Wurm steckt im System, sagt mancher. Unter den Bloggern gibt es Zweifler.
Hinter den Fassaden geschieht merkwürdiges. Christianberlin sprach darüber und mehr. Das Ratingsystem ist so eine Einrichtung. Sie funktioniert - zweifellos. Aber tickt es so, wie es gedacht war?
Am Anfang ist die Bewertung, die ein Leser einmalig vergeben kann. Wenn ich es aber genau besehe, ist es kein übliches System. Fünft Sterne hat es, und es stellt sehr hohe Ansprüche - auch an den Leser. Im Gegensatz zu üblichen Foren steht hier für allein nur zwei Sterne der Anspruch "lesenswert". Also nix mit einer Skala von "ganz doof" bis "superb". Am untersten Ende der Skala steht "ok". Also sind hier Bewertungen als solche grundsätzlich positiv zu meinen. Das hat sich m.E. überhaupt noch nicht eingeprägt. Es wird auch Niemandem erklärt, auch nicht durch einen kleinen Text im PopUp bei Aufruf der Ratingfunktion - Verwechslung vorprogrammiert.
Zudem macht es der Freitag den Nutzern, welche mal eben die Artikel einer Woche bewerten wollen, nicht leicht. Grundsätzlich sollte man ja auch, und muß man hier auch jeden Artikel aufrufen, um ihn dann bewerten zu können. Da ich selbst weder willens noch in der Lage bin, ALLES zu lesen, um nichts zu verpassen, was anspruchsvoll im Sinne des Ratings wäre, habe ich schon lange aufgegeben.
Leider fehlt eine mögliche Auflistung zu Artikeln der Schreiber, welche man als Favorit "verfolgt" bzw. abonniert hat. Dies wäre praktisch und würde vermeiden, daß sich der Nutzer auf der Suche nach dem Guten interessant klingende Titel vor das Auge setzt, aber dann - auf diesem Wege auch immer wieder eine Reihe von Belanglosigkeiten oder Tiraden über sich ergehen lassen muß. Ich persönlich neige in solchen Fällen, ein 1-Stern-Minimum zu vergeben. Dies aber ist nach dem Ratingsystem schon viel zu hoch gegriffen, denn das, was nicht gefällt, kann nicht "ok" sein.
Sowohl ein Autor, der nur sein Langweilpotential loswerden will als auch ein Schreiber, der mit Ausgrenzungsvokabular glänzt - beide stehen besser da. Oder, da wir gerade von Methoden reden - Endlosfolgen von Kommentaren können ein Thema puschen, das keinen interessiert. So und auch so - beide können sich, so sie sich was darauf einbilden, selber 5 Sterne geben. Autoren, die ständig und "Gut" schreiben, sind da schon lange abgehängt.
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Hallo Manstruator,
die Probleme des Bewertungssystem sind uns bekannt und es wird in seiner bisherigen Form überarbeitet. Die Überlegungen gehen auch in die Richtung es für User, die nicht eingeloggt sind, nutzbar zu machen. Die Skala geht übrigens nur in die positive Richtung, da wir uns von unseren Lesern eine Begründung wünschen, wenn sie einen Artikel nicht gut finden. Damit aber auch die Autoren, die "gut" schreiben, aber wenig Diskussionen hervorrufen, besser sichtbar werden, soll es bald eine Übersicht zu "meist gelesen" geben. Daran, dass über den Namen eines Autors gleich all seine Artikel aufrufbar sind, arbeiten wir auch. Viele Grüße Tessa |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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