Marco Bülow

bülow blogt

08.06.2011 | 21:36

Erklärung zur Atom- und Energiedebatte


Diese Erklärung habe ich nicht nur verfasst, weil ich der atompolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion für Atomenergie bin, sondern auch weil mich dieses Thema seit 25 Jahren mehr als alle anderen geprägt hat. Ich bin als Jugendlicher wegen der Katastrophe in Tschernobyl politisch aktiv geworden und seitdem engagiere ich mich für eine Energiewende und für die erneuerbaren Alternativen zur Atompolitik.


Trotz des Fortschritts zu den vorherigen Positionen von Union und FDP habe ich schwere Bedenken, den Vorlagen der Regierung zu folgen. Ich halte die Vorschläge von Union und FDP zum Atomausstieg und zur Energiepolitik für nicht akzeptabel und kann meiner Fraktion daher nicht empfehlen, diesen zu zustimmen, wenn es keine deutlichen Nachbesserungen gibt. Ich habe deshalb einen Brandbrief an meine Kollegen geschrieben.

Wer zustimmt muss für die dilettantischen Ausstiegspläne die Verantwortung übernhemen. Die SPD hat mit ihrer klaren Position in der Atompolitik bei der Bevölkerung nicht so punkten können wie die Grünen. Mit einer Unterstützung der Regierungspolitik könnte sie aber noch weiter an Zustimmung verlieren. Die politische Situation heute kann man nicht mit der Lage vor Fukushima vergleichen und wir sollten Konsequenzen aus den Debatten der letzten Monate ziehen.

Warum die Plänen der Regierung zum Atomausstieg fehlerhaft und unzureichend sind

- Eine Zustimmung würde die undemokratische übereilte Vorgehensweise der Regierung, die wir immer wieder harsch kritisiert haben, nachträglich legitimieren. Diese will - wie bei der Laufzeitverlängerung vor einigen Monaten - die Gesetze im Schweinsgalopp, ohne angemessene Beteiligung des Parlamentes durchpeitschen. Es wurden unlegitimierte Kommissionen eingerichtet, die den Einfluss des gewählten Parlaments aushebeln, und deren Vorgaben die Beratung und Debatte in den Fachausschüssen ersetzt haben. Dies ist nicht nur undemokratisch, es führt zwangsläufig auch zu vielen handwerklichen Fehlern, die das Vorhaben im Nachhinein belasten und die durch eine sorgfältige Debatte und ausreichend Zeit verhindert werden könnten.

 

- Es haben genügend angesehene Fachexperten aufgezeigt, dass ein Ausstieg in ca. fünf Jahren möglich ist, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden, ohne ökonomische Nachteile zu befürchten, ohne zusätzlichen Atomstrom - wie immer behauptet wird - importieren zu müssen. So hat beispielsweise die Universität Flensburg nachgewiesen, dass der Spotpreis für Strom trotz der derzeit abgeschalteten AKW nicht angestiegen ist und dass wir keinen zusätzlichen Strom bspw. aus Tschechien importieren mussten.  Beides wurde vorher immer wieder heraufbeschworen, ist aber nicht eingetroffen. Die Spanne zwischen 5 und 10 Jahren zeigt, dass der Ausstieg zumindest noch verzögert werden soll.

 

- Die Versorgungssicherheit ist selbst jetzt nicht gefährdet, obwohl neben den sieben wegen des Moratoriums abgeschalteten AKW noch weitere Reaktoren vom Netz gegangen sind. Zwischenzeitlich waren nur noch vier AKW am Netz – also weniger als nach den Plänen der Regierung selbst 2020 noch laufen sollen. Warum also ein beschleunigter Ausstieg nicht machbar ist, wird niemanden zu erklären sein.

 

- Die Pläne der Regierung liegen nicht sehr nahe am ehemaligen Ausstiegsbeschluss von Rot-Grün. Beispielsweise soll Grafenrheinfeld jetzt statt 2016 (Rot-Grün) erst 2021, Gundremmingen C + B statt 2015/2016 erst 2021 vom Netz. Hier geht es also nicht nur um ein oder zwei Jahre. Allerdings muss erwähnt werden, dass es bei unserem Ausstiegsbeschluss unter bestimmten Vorausstetzungen möglich war Reststrommengen zu übertragen und es deshalb keinen fixen Ausstiegtermin gab.

 

- Selbst die Ethikkommission empfiehlt einen schnelleren Ausstieg, weil sie möchte, dass die AKW stufenweise abgeschaltet werden. So würde zwar auch das letzte AKW erst 2021 vom Netz gehen. Es würden aber nicht bis zu sechs Reaktoren bis 2021/22 laufen, sondern die meisten schon vorher abgeschaltet werden. Die von den Ministerpräsidenten eingeforderte sogenannte „Treppe“ entschärft sie Situation, ist aber unzureichend, weil auch dann nur drei weitere Reaktoren bis 2021 vom Netz gehen und sechs Reaktoren noch 10 Jahre in Betrieb blieben. ·

 

- Es gibt viele ungeklärte Fragen. Wer beispielsweise den Betrieb der AKW beenden will, muss eine juristisch wasserdichte Begründung haben. Die fehlt aber. Der Bericht der Reaktorsicherheitskommission, der deutlich macht, welche AKW besonders ungesichert sind, findet keine Berücksichtigung in der Beschlussvorlage, weil einige besonders gefährdete AKW noch bis Ende 2021 laufen sollen. Es besteht deshalb die Gefahr, dass eine Klage der Betreiber erfolgreich sein könnte und deshalb AKW doch länger laufen dürften oder hohe Entschädigungen vom Bund bezahlt werden müssen.  

 

- Die Situation damals, als wir einen Kompromiss mit den Atomkonzernen schlossen, ist nicht mit der heutigen Lage vergleichbar. Damals war nicht klar wie schnell die Erneuerbaren Energien sich entwickeln. Wir wollten einen einvernehmlichen Kompromiss mit den Atomkonzernen, den diese einseitig aufgekündigt haben. In der Bevölkerung gibt es mittlerweile eine deutliche Mehrheit für einen beschleunigten Ausstieg. Der öffentliche Druck ist so stark, dass die Union zu weiteren Zugeständnissen bereit wäre. Solche erhalten wir aber nur, falls wir auch bereit wären, notfalls gegen die Regierungsvorlage zu stimmen.

 

- Falls wir zustimmen, muss uns bewusst sein, dass wir bis zur letzten Abschaltung für alle weiteren Vorkommnisse, Diskussionen und Proteste mit in der Verantwortung/Kritik stehen. Dies darf keine Zustimmung prinzipiell verhindern, sollte aber bedacht werden, weil wir dann auch für die schlechte handwerkliche Ausarbeitung der Regierungspläne verantwortlich gemacht werden.

 

Fürt eine Zustimmung gelten vor allem vier Voraussetzungen:

1. Es gibt keine Pläne (Staatsvertrag, o. ä.) die den Ausstieg unwiderruflich festlegen. Mit einer entsprechenden Mehrheit können Union und FDP (die sich schon jetzt vom Ausstieg distanziert) jederzeit eine erneute Kehrtwende vollziehen und den Laufzeiten erneut verlängern.

2.     Der Ausstieg muss so gestaltet werden , dass er rechtssicher ist und eventuelle Klagen der Betreiber wirkungslos bleiben. Dies ist bisher nicht der Fall. Die Zeitpunkte für die Abschaltungen der AKW sind teilweise willkürlich gewählt, sie berücksichtigen nicht die Ergebnisse der Reaktor-Sicherheits-Kommission und bieten ein Einfallstor für Klagen, die zu hohen Entschädigungen führen könnte. 

3.     Auch wenn eine Ausstiegsdatum für jedes AKW festgelegt wird, kann dies nicht zu Abstrichen bei der Sicherheit führen, denn sechs AKW sollen immerhin noch etwa 10 Jahre laufen. Wir schließen uns der Forderung der SPD-BT-Fraktion an, endlich ein Kerntechnischen Regelwerk einzusetzen und eine unabhängige und umfassendere Sicherheitsüberprüfung zu veranlassen. 

4.     Es darf keine Revisionsklausel geben, die eine  Verlängerung der Laufzeit ermöglicht. Allerdings fordern wir für das Jahr 2016 oder 2017 eine Überprüfung an, die feststellen soll, ob der Ausstieg für die letzten sechs AKW beschleunigt werden kann.



Es geht aber nicht nur um den Atomausstieg, sondern eben gleichzeitig auch um die Energiewende. Wir stellen also gerade die Weichen in der Energiepolitik neu. Jetzt müssten vor allem die Erneuerbaren Energien gefördert werden. Dies sehen die bisherigen Pläne aber keineswegs vor. Nur die Offshore-Windanlagen können mit einer Mehrförderung rechnen, während Windanlagen an Land und erneut die Fotovoltaikbranche sogar mit Einbußen rechnen müssen. Dafür kommen so kontraproduktive Vorschläge wie der Güllebonus wieder ins Spiel. Diese Vorschläge sind ganz sicher nicht zustimmungsfähig.


Es gibt also zahlreiche Gründe, warum die SPD den Plänen der Regierung ihre Zustimmung verweigern sollte. Es gibt viele erdrückende Argumente, unsere Ablehnung der Öffentlichkeit zu erklären. Es gibt dagegen nur wenige Gründe, der Regierung entgegenzukommen. Selbst wenn die Panikmache mit der fehlenden Versorgungssicherheit doch ernst zu nehmender ist, als uns alle aktuellen Daten aufzeigen, müssen wir sie immer dem gesamten Gefährdungsgrad jedes einzelnen alten Atommeilers gegenüberstellen. Es dürfte doch wohl klar sein, welche Sicherheit uns dann wichtiger sein sollte. Genau deshalb ist jedes Jahr früheren Ausstiegs so wichtig.


Energiepolitik und die Energiewende gehören zu den wichtigsten Themenfelder der Zukunft und wer glaubt, dass nach der Sommerpause die politische Diskussion darüber beendet ist, irrt sich gewaltig. Auch ohne Fukushima würde uns nicht nur das Thema Atom immer häufiger und dringender beschäftigen.

 
Senden Bookmarken Drucken
Kommentare
Joachim Petrick schrieb am 09.06.2011 um 02:02
Hallo Marco Bülow,

Danke für Ihre differenziert mutige wie klare Ansage in einem, medienpolitisch einlullend, aufbereiteten bunten Blätterwald des prekären Überschwangs:
"Wir kennen keine partein mehr, wir wollen doch alle den sofortigen Atomausstieg, aber...!

Ihre Stimme zeigt den Mut, der jetzt politisch Not tut, den die schwarzgelbe Bundesregierung nicht nur vermissen läßt, sondern mit ihrem Ausstieg aus dem Atomkonsens der rotgrünen Bundesregierung aus dem Jahre 2001 mit der Atomindustrie an der Gardrobe der AKW- Betreiber im Oktober 2010, hinterlegt, vergessen hat und bis heute noch nicht einmal vemißt, geschweige denn eine Suchmeldung aufgegeben hat.

Das politisch wie juristisch Verheerende ist dabei, egal wie jetzt der Atomausstieg geregelt wird, die AKW- Betreiber sind durch die schwarzgelbe Haselnuss von Bundesregierung in den Vorteil versetzt, jederzeit, anders als bei dem Atomausstiegskonsens vom Jahre 2001, jederzet nach Belieben und immer wieder neu, AKW für AKW, zu Lasten des Steuerzahlers, klagen zu können.

Außer die Bundesregierung gerät durch öffentlichen Protest dermaßen unter Druck, dass sie den AKW- Betreibern nicht nur die vorbehaltlich vorläufige Genehmigung für ihre AKWs gesetzlich verdeutlicht, sondern die Genehmigung, mit eindeutigen Fristen versehen, grundlegend entzieht, u. a. , weil die Errichtung von Endlagern für die Entsorgung des zivilen wie militärischen Atom- Müll weiter unabsehbar, national wie international, unverantwortlich außer Plan steht..

tschüss
JP

siehe:

www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/akws-sind-sonderwirtschaftsgebiete-mit-vorlaeufiger-genehmigung

08.06.2011 | 01:27
AKWs sind Sonderwirtschaftsgebiete mit vorläufiger Genehmigung
akws sonderwirtschaftsgebiet hartaberfair endlager atomausstiegsgesetz atomkonsens sonderrechte rwe eon vattenfall enbw

AKWs sind Sonderwirtschaftsgebiete mit außergesetzlichem Status und Sonderrechten und nur vorbehaltlich vorläufig genehmigt.
Marco Bülow schrieb am 09.06.2011 um 09:27
Ja - AKW sind in vielen Dingen mit unglaublichen Sondergenehmigungen ausgestattet. Jede Pommesbude muss sich an alle möglichen Vorschriften halten und angemessene Versicherungssummen bezahlen.

vg
Joachim Petrick schrieb am 09.06.2011 um 12:46
@Marco Bülow

Während die Risiken und Restrisiken von Pommesbuden versicherbar sind, sind es die Risiken und Restrisiken von
AKWs erklärtermaßen durch die Deutsche un globale Versicherungswirtschaft nicht.

Aufschlussreich, wie jetzt die EHEC- Erreger, Endemie zur Epedemie mutiert, spektakulär skandalisierend über Talk- Shows durch die Medien im Bunde mit amtlichen Stellen des Bundes von Bundesländern, Schlagzeile für Schlagzeile produzierend, ins öffentliche Bewußstsein gehoben werden, um der Debatte über das schwarzgelbe Atomausstiegsgesetz im Deutschen Bundestag öffentliche Aufmerksamkeit zu entziehen?

Es scheint, dass Sie in der SPD- Fraktion in der Sache des Atomausstiegsgesetzes beherzt für ein Minderheitsvotum stimmen?,
wie kommts?

tschüss
JP
Joachim Petrick schrieb am 09.06.2011 um 14:37
siehe meine aktualisierte Blog- Ausgabe:

www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/das-mutlose-schwarzgelbe-atomausstiegsgesetz

09.06.2011 | 14:19
Das mutlose schwarzgelbe Atomausstiegsgesetz
entsorgung akws sonderwirtschaftsgebiet hartaberfair endlager atomausstiegsgesetz atomkonsens sonderrechte rwe eon vattenfall enbw

AKWs sind Sonderwirtschaftszonen mit vorbehaltlich vorläufiger Genehmigung
Marco Bülow schrieb am 10.06.2011 um 00:20
Ich bin durch Tschernobyl zur Poltik gekommen - von beginnn an wollte ich die Alternativen fördern und aus der Atomkraft raus. Da reicht mir der Spatz in der Hand nicht. Es gibt zu viele Einfallstore bei dem Gesetz, die mich sehr bedenklich stimmen.

vg Marco
claudia schrieb am 09.06.2011 um 15:00
>>Es geht aber nicht nur um den Atomausstieg, sondern eben gleichzeitig auch um die Energiewende...<<
Und da sind viele Fragen offen.

Muss bei gleichbleibend hohem oder wachsendem Verbrauch an Elektroenergie jedes Kernreaktor- und Kohlegrosskraftwerk durch vergleichbar grosse Anlagen mit anderer Primärenergie ersetzt werden?

Haben wir ein ungenutztes Einsparpotential?
Stichworte hierzu: Niedervoltschalter und "stand by" bei Millionen elektronischen Geräten

Können Rohstoffkreisläufe ausgebaut werden? Weniger Energieverbrauch durch ständige Gewinnung von neuen Rohstoffen -"Abfall ist Rohstoff"?

Industrieprodukte: Wie weit kann die aufgeblähte Wegwerfproduktion durch die Herstellung von haltbaren ("langlebigen") Produkten ersetzt werden?

Grundsatzfrage: Wieviel Material- und Energieumsatz braucht der Mensch für Lebenszufriedenheit ohne suggesstive Produktwerbung?

Je länger wir diesen Fragen ausweichen, um so grösser wird das Energie- und Rohstoffproblem werden.

---
>>Nur die Offshore-Windanlagen können mit einer Mehrförderung rechnen,...<<
Bei Windgrosskraftwerken ("Windpark") gab es zu viele Klagen wegen des Geräuschpegels. Deswegen wird bei neuen gigantomanischen Windkraftplänen die sauteure "offshore-Lösung" bevorzugt. Das Geld dafür wird mit phantasievollen Preiserhöhungen eingezogen.
Bei den früher mal installierten dezentralen Windrädern an der Ortsperipherie gab es das Problem offenbar nicht. Aber kommunale Kleinanlagen produzieren zwar Strom, aber keine private Kapitalrendite. Da scheint mir das Problem liegen.
Ausserdem ist Windkraft mit einem bislang ungelösten Problem behaftet: Sie produziert weder Grundlast noch Spitzenlast, sondern rein wetterabhängig. Noch sehr viel weniger kalkulierbar als Solarzellen. Zwar wird immer wieder mal zaghaft angedeutet, dass Ausbau der Windkraft natürlich eine hohe Speicherkapazität im Netz voraussetzt.
Aber mit der Aussage allein ist die noch nicht da. Die bekannte Speichertechnik "Pumpspeicherwerk" wird, teils recht unsachlich, verpönt. Was dann?

---
>>Fotovoltaikbranche<<
Sicher, auf jedem Dach jedes öffentlichen Gebäudes könnten ja Solarzellen installiert sein.
Aber: Die Gesamtenergiebilanz von Solarzellen aus Reinsilizium ist nicht gerade prickelnd. Sie brauchen lange, bis den Energieverbrauch der Herstellung ausgeglichen haben.
Als Lösung werden zur Zeit "Hochleistungssolarzellen" aus Galliumarsenid (GaAS) propagiert. Im Gegensatz zu Silizium ist Galliumarsenid aber hochgiftig. Wenn mit der Verbreitung von GaAs nicht gleichzeitig die Infrastuktur eines zuverlässig geschlossenen Kreislaufes mitgeplant wird, werden wir irgendwann wieder mal vor einem Problem stehen.

Diese und noch einige Fragen mehr scheinen mir in der „Abschalten, egal wie“-Hektik doch sehr unterzugehen…

---
Und noch ein finanzieller Aspekt:
Für die Einführung der Kernkraft haben die Steuerzahler einst eine Menge Geld hingeblättert. Die versprochene Belohnung: "Energie im Überfluss und fast umsonst" blieb aus. (Sie wäre auch mit mehr AKWn ausgeblieben, nur wären dann eben die Entsorgungskosten höher)
Es ist den Bürgern nicht zumutbar, für einen Umstieg auf andere Primärenergiearten schon wieder als "Investor ohne Dividende" missbraucht zu werden.
Marco Bülow schrieb am 10.06.2011 um 09:29
Hallo Claudia

Ganz viele Fragen,
für die ich sehr viel Zeit bräuchte alle zu beantworten - viele Antworten finden sich aber auf meiner Internetseite: marco-buelow.de (habe dort gerade in letzter Zeit viele PM geschrieben, die auf viele Ihrer Fragen eingeht.

Aber hier wenigstens zwei Punkte:
Der finanzielle Aspekt. Es gibt einen riesigen Unterschied von Atom zu den EE. Bei Atom hat nicht nur keine Entlastung der Verbraucher stattgefunden, sondern die Subventionen finden auch heute noch statt. Die Steuerzahler müssen die Asse bezahlen, die Endlagersuche, die Castortransporte und werden auch zur Kasse gebeten, wenn was passiert - weil die Versicherungssummen bei AKW nur Bruchteile abdecken. Bei den EE, die immer effizienter werden und wo der Energierohstoff (Sonne, Wind, etc) umsonst ist, müssen die Preise mittelfristig runtergehen. Der Verbraucher wird dann was davon haben, wenn die EE nicht durch wenige Firmen beherrscht werden, wie das bei Atom der Fall ist. Noch sind vor allem mittelständische Firmen die Antreiber von EE. Die Politi muss dafür sorgen, dass es so bleibt.

Wir müssen bei weitem nicht alle AKW durch konventionelle Kraftwerke ersetzen. Wir besitzen Reservekapazitäten und einen rieigen Exportüberschuss. Im Augenblich stehen nicht nur die 7 AKW wegen des Moratoriums still, sondern 4 weitere AKW, die gewartet werden. Es sind also 11 AKW von 17 vom Netz und wir werden auch zu Spitzenzeiten immer noch mit Strom versorgt. Natürlich wird es darüberhinaus eng. Aber die weiteren AKW könnten alleine mkt dem Zubau von EE + Effizienz und höchstens 2 Gaskraftwerken ersetzt werden - wenn man nur wollte. Doch es befinden sich bereits einige (Kohle/Gas)Kraftwerke im Bau, die auch ohne Ausstieg ans Netz gegangen wären.

Dies auf die Schnelle

vg marco
iDog schrieb am 09.06.2011 um 17:55
Der schnellstmögliche Ausstieg ist ein Gebot der Vernunft und der verantwortlichen Weitsicht.

Die Realisation des Energieumbaus hätte praktisch sogar in einer ad hoc Abschaltung die effektivste Wirkung, da ein Zugzwang entstünde die Situation in den Griff zu bekommen. Eventuelle Engpässe sollten vertretbar sein. Man kann nicht alles haben. Ein Volk, das den Ausstieg will, wird bereit sein dafür auch Opfer zu bringen. Das Problem scheint da eher die durchaus unvernünftige , ja dummgebliebene Investorinnenelite, die ihre Büttel in der Politik dazu nötigen, ihnen jede Profiteinbuße zu ersparen. Man fragt sich aber sicher zu Recht, was es da auf finanzieller Ebene überhaupt noch zu verhandeln geben kann. Ist die Kuh nicht längst trockengemolken worden?

Meiner Meinung nach sollte also nicht nur nicht möglich sein, dass die Atomwirtschaft Regressansprüche wegen der Abschaltung stellen kann, sondern sie sollte im Gegenteil geradezu in die Pflicht genommen werden können den Energieumbau finanziell wesentlich mit zu tragen, ergibt sich doch die akute Notwendigkeit der Abschaltung logisch aus einer verantwortungslosen Wirtschaft dieser Branche. Das Verursacherprinzip
bei Schäden kann und muss auch hier nicht länger übersehen werden, denn den Schaden hat unter dem Strich nicht die Nuklearwirtschaft sondern die Gesellschaft. Nach Fukuschima als eindeutiger Endpunkt einer jahrzehntelangen, arroganten Desinformationsdebatte und - Kampagne sollten nun Schritte unternommen werden, die selbst eine Kriminalisierung der Verantwortlichen ermöglicht. Wo sind die Opfer, die die Nuklearwirtschaft global als schleichenden Genozid seit 65 Jahren produziert? Wann werden diese die Möglichkeit haben, die Nuklearbranche entsprechend zu verklagen?

Die Nuklearwirtschaft hat es geschafft, die Erde innerhalb von besagten 65 Jahren in ein "Endlager" zu verwandeln. Würde man den Fall kriminalistisch aufrollen, gäbe es wohl nach genauer Indizienbesichtigung kaum Zweifel, wie es zu einer angeblichen Zustimmung der Bevölkerungen zur nuklearen Energiegewinnung kommen konnte. Betrügerische Erpressung und Vertragsbruch mit Hilfe von propagandistischen Mitteln zur Ausserkraftsetzung oder Umgehung demokratischer Grundrechte durch politisch Mandatsträger sowie durch nicht transparenten und undemokratischen Lobbyismus bezüglich gesellschaftlich relevanten Strukturen wäre da nur eine sanfte Annäherung an den Sachverhalt. Die Privatisierung der nuklearen Energieerzeugung selbst ist sicher schon als krimineller Tatbestand, zumindest als Gefährdung der öffentlichen Sicherheit zu betrachten. Auch hier gilt es zumindest ein aufklärerisches Fazit zu ziehen.

Man fragt sich allen Ernstes, was mit irgendeiner privatwirtschaftlichen industriellen Anlage geschehen würde, wenn diese nachweislich ein hohes Gesundheits- und Sicherheitsrisiko für die Bevölkerung darstellen würde.
... und wir sollten doch nun eigentlich von aller dümmlichen oder naiven Gläubigkeit was die Gefahren der Nuklearwirtschaft angehen geheilt sein.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 09.06.2011 um 18:21
Wegen der ziemlich hohen Subventionen, die Siemens und die KWU vor etlichen Jahren aus Steuergeldern erhalten hatten, - nur um den Firmensitz dann vom steuer-begünstigenden Luxemburg aus die Kernkraftwerke dann wieder an die Betreiber zu verleasen MÜSSEN nun auch genau die Empfänger dieser Subventionen endlich einmal ihre Anleger und Investoren vergessen um die entstandenen, und vor allem die mit dem Abbau verbunden Kosten nicht auch noch wieder aus Steuergeldern finanziert zu bekommen.

in diesem Sinn hat idog vollkommen recht wenn er fordert: "...dass die Atomwirtschaft Regressansprüche wegen der Abschaltung stellen kann, sondern sie sollte im Gegenteil geradezu in die Pflicht genommen werden können den Energieumbau finanziell wesentlich mit zu tragen, ergibt sich doch die akute Notwendigkeit der Abschaltung logisch aus einer verantwortungslosen Wirtschaft dieser Branche." Denn wenn die Atomwirtschaft den Staat erpresst beweist sie nur ein weiteres Mal ihre Ignoranz und Verantwortung.
iDog schrieb am 09.06.2011 um 20:08
"...dass die Atomwirtschaft KEINE Regressansprüche wegen der Abschaltung stellen kann, ...." lieber Sachichma.

... und, ich denke, nicht die Atombranche erpresst den Staat, sondern deren politische Lobby in der Regierung den Bürger im Auftrag der Atombranche. Der Bürger müsste ja eventuelle Regressansprüche stemmen. Und das sollte man sich bitte auf der Zunge zergehen lassen: die Bevölkerung wird von der eigenen Regierung, hier in der Rolle eines Kalfaktors dafür zur Kasse gebeten, dass sie nicht mehr so radikal wie vorher zur Kasse "gebeten" werden kann !

Das ist comedy pur kinders ...

Ich bitte euch, da mach ich mir doch lieber 'ne Kerze an.
claudia schrieb am 10.06.2011 um 06:26
>>…die durchaus unvernünftige , ja dummgebliebene Investorinnenelite, die ihre Büttel in der Politik dazu nötigen, ihnen jede Profiteinbuße zu ersparen.>>
Die Endlosschleife: "Geld muss Geld bringen und mehr Geld muss noch mehr Geld bringen“ kann von aussen betrachtet für dumm halten.
Von innen gesehen ist sie der der einzige Daseinszweck von Völkern und Staaten. Wie man sie am Laufen hält, wird an Universitäten gelehrt. Eine personalstarke Priesterschaft, zu der nicht nur Werbeagenturen, sondern auch die kapitalistischen Massenmedien gehören, hält den Volksglauben daran wach, dass es für den Untertanen nichts Seligeres geben kann als ihr zu dienen.
Millionen Menschen halten die „Investor/innen-Elite“, ihre Büttel, ihre BWL/VWL-Professoren und Priester nicht für dumm, sondern für göttlich.
Wir sollten es als unsere vorrangige Aufgabe ansehen, die Zweifel am Rechten Glauben zu nähren…
iDog schrieb am 10.06.2011 um 12:03
liebe Claudia, das "unvernünftig, ja dumm blieben" einer Investorinnenelite, da haben sie Recht, bezog sich hier nicht auf das kapitalistische Paradigma selbst, das man freilich ebenso betiteln kann wenn es auch eine Sache des Blickwinkels sein mag. Was an wirtschaftswissenschaftlichen Instituten und Fakultäten dazu gelehrt wird, hat in dem Sinne trotzdem nicht viel mit der Realität zu tun, sondern ist pure Ideologie. Simpel ausgedrückt ist monopolisierende Akkumulation von Vermögen über ein proprietäres Geldsystem bei angenommenem Endloswachstum ein irrationales, kontraproduktives und zerstörerisches Modell, bei dem nicht gesellschaftliche, sondern aussschießlich individuelle Interessen zum Maß aller Dinge erklärt werden. Nun wem sag ich das?

In sofern bezieht sich das Unvernünftigsein und Dummgebliebensein der Verdächtigen in diesem Kontext vor allem auf die Nuklearwirtschaft, welche hier eben unvernünftigerweise nicht von beliebig anderer vielleicht auch gefährlicher, aber dennoch unverhältnißmäßig weniger gefährlichen unterschieden werden kann. Eine strickt kapitalistische Instrumentalisierung mit all ihren paradigmatischen Parametern kann bei der Nuklearwirtschaft nur nach hinten losgehen.
Der global entstehende Schaden kann durch keine noch so grosse Profitmaximierung gerechtfertigt werden, da die Investorinneneliet zum Schluss ja selber im radioaktiven Fallout ihres ökonomischen "Erfolgs" sitzt. Gegen Radioaktivität in der Nahrungskette kann man sich dann selbst mit allergrösstem Reichtum nicht schützen.

Hier bedarf es im Grunde keines Zynismus, denn bereits von Einstein gibt es den passenden Kommentar dazu: “The splitting of the atom changed everything, save man’s mode of thinking. Thus we drift towards unparalleled catastrophe”
Columbus schrieb am 10.06.2011 um 00:24
Lieber Marco Bülow,

Ich habe es zuletzt verpasst, Ihnen noch einmal in ihrem Blog für die Offenheit zu danken, über die relative Machtlosigkeit und die Lobbyanfälligkeit der Parlamentarier Auskunft zu geben.

Sehr positiv auch, dass bei ihrer Kritik die Federführung der SPD dies kontinuierlich auch so einzurichten, nicht ausgeklammert wurde. Das war in der Vergangenheit so und ist es noch immer im großen Stile, denn personell sind jene noch stark, die letztlich auch mit Rot-Schwarz gut können. - Sie werden bei ihren Parteigenossen und Freunden oberflächlich freundliche Worte hören, auch zu ihrem guten Buch, aber hinterher und hinter vorgehaltener Hand wird man sich überlegen, wie man Sie bald los wird oder geschickt kalt stellt.

Die SPD hat darin Übung, exponierte,vorwärts denkende, aber mißliebige Leute weg zu scheuchen. Z.B. schon direkt nach Einführung des Grundgesetzes, meierte man Elisabeth Selbert, die die Gleichberechtigung der Frau ins GG brachte, zur Landtagsabgeordneten ab und schaffte es nicht einmal, sie später zur Verfassungsrichterin zu machen.

Sie hatte den ersten Basiswiderstand mit tausenden Bürgerinnen im Schlepp organisiert, um eine reine Formel zu Gleichberechtigung in der Politik in ein durchgreifendes Grundrecht zu verwandeln, und wurde dann entsprechend dafür von ihrer Partei, der SPD, "belohnt".

Die SPD entpuppt sich, je mehr ich mich mit ihr befasse, als eine sehr konservative, ja, strukturkonservative, sehr bürokratische und gremienfixierte Partei, die vor allem alles Besondere weg schneidet und weg beißt.

Den Rest an Glaubwürdigkeit verspielt sie gerade, in dem die Parteiführung versucht, u.U. auch wieder mit der CDU/CSU koalitionsfähig sein zu können. Nichts gelernt, sage ich.

Beispiele gefällig: Die SPD denkt zur BW- Reform nicht prinzipiell anders als die Union. Alles geht nach Weise. Ihre Experten in öffentlich beachteten Runden (Medien) könnten, was die Positionen angeht, genau so aus der CDU/CSU kommen (Atom, Verteidigung).

Sie sind zwar Sprecher der Fraktion in dieser Frage und hielten dazu auch eine gute Rede, aber z.B. in der Ethik-Ko. führte Dohnanyi das Wort. Er trat als Bremser auf und übertraf darin sogar konservativere Mitglieder des Kreises. Der ist 10fach bekannter als Sie. Von Herrn Hauff sah und hörte man leider nichts.

In der Weise- Kommission saß Herr Klose und der ließ zu, dass der Schlussbericht in etwa auf dem Niveau liegt, den weiland Präsident Eisenhower in seiner letzten großen Staatrede 1961 als die politische Schaffung eines "militärisch-industriellen Komplexes" geißelte. Von Herrn Klose kein scharfes Wort, keine Replik, keine Medieninformation. Der findet das alles nämlich passend und ist geschmeichelt, einmal wieder dabei zu sein.

Die regenerativen Energien zu fördern, das war einmal Herrn Scheers Anliegen und sicher auch der wenigen, die sich in ihrem neuen Netzwerk ISM organisieren. - Ein Tipp dazu: Versuchen Sie ein paar mehr Naturwissenschaftler, Ingenieure und Techniker zu gewinnen. Ich habe mir die Webseiten angesehen und dort bemerkenswert gut informierte und gut ausgebildete und glaubwürdige Persönlichkeiten gefunden, aber doch zu wenige aus dem naturwissenschaftlichen Kreis!

Kurz davor erschrak mich diese müde, träge und formale, zutiefst als "Business as usual" erscheinende Reaktion der Partei auf den Tod Herrn Scheers.

Gerade die Windanlagen an Land, kleine Wasserkraftturbinen, Solar, in kommunaler und regionaler Verantwortung, müssten im Mittelpunkt mehrere schnell herbeigeführter Gesetze stehen. Das Wissen ist lang schon vorhanden, aber die bisherigen Gesetze so kompliziert, dass die Monopole bevorzugt werden und weiterhin die Kontrolle über die Hauptstrommengen und die Netz-Wege behalten.

Ihnen wünsche ich alles Gute und trotzdem viel "Energie", weiter aktiv und widerständig zu bleiben.

Grüße
Christoph Leusch
claudia schrieb am 10.06.2011 um 07:17
>>Gerade die Windanlagen an Land, kleine Wasserkraftturbinen, Solar, in kommunaler und regionaler Verantwortung, müssten im Mittelpunkt mehrere schnell herbeigeführter Gesetze stehen.<<
Solange das Dogma, Erzeugungs- und Verbrauchsseite hätten nichts miteinander zu tun, nicht entsorgt wird, wird es auch bei technischen Fehlentscheidungen bleiben.
Qualitative Fortschritte auf der Verbrauchsseite verändern die "alternativlose" Notwendigkeit, unter immensen Kosten für die Privathaushalte die Erzeugerseite umzubauen: Sie kann reduziert werden.
Dabie geht es nicht darum, vom Volk "Opfer" zu fordern, sondern um rationellen Umgang mit Ressourcen.
Solange wir das nicht akzeptieren, werden wir die Probleme nicht lösen können.
Symtomatisch finde ich z.B. den Windkraft-Hype: Erst wird nur davon gesprochen, dass Windkraft die Kernkarft und möglichst auch Kohle ersetzen soll. Dann wird nachgeschoben, dass die für Windkraft erforderliche höhere Speicherkapazität im Netz fehlt und für den schnellen Ausbau wiederum "Opfer" zu bringen sind.
Auch ein gehyptes "Nebenbeithema", der Elektro-PKW, schlägt in dieses Fach: Es wird verkündet, dass Käufern eines rollenden Blechkäfigs mit Elektromotor die KFZ-Steuer erlassen werden soll und 5000 € aus Steuermitteln dazugeschenkt.
Wenn das mal am Laufen ist, wird keine Regierung es mehr abschaffen können, weil die Autoindustrie dann die Arbeitsplatzkeule schwingt.
Das läuft darauf hinaus, dass die Infrastrukturkosten für den Strassenverkehr dauerhaft aus anderen Steuertöpfen subventioniert werden müssen: Die Einnahmen aus KFZ- und Treibstoffsteuer sind rückläufig und werden irgendwann ganz wegfallen.
Der Staat wird die dann Zinsen für die nötigen neuen Kredite zur Finanzierung von Bau und Erhalt der Strassen, polizeiliche Verkehrsüberwachung usw. nur über eine deftige Mehrwertsteuererhöhung aufbringen können.

Der langen Schreibe kurzer Sinn: Statt hektischen Hypes in Detailfragen brauchen wir mehr rationelle Überlegungen für den langzeitig ressourcen- umwelt- und gesundheitsverträglichen Umbau der gesamten Industrie und Infrastruktur. Und die volkswirtschaftliche Verträglichkeit der Umbaumethoden.

Dabei können die Artikel 14/15 GG nicht länger ignoriert werden.
Marco Bülow
"Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer." (Antoine de Saint-Exupéry)
Ort:
Dortmund
Mitglied seit:
1 Jahr 47 Wochen
Zuletzt aktiv:
27.04.2012
Status:
Autor
Aktivität:
Beiträge: 25
Kommentare: 88
Mein Projekt:
Logbuch
07:53
doimlinque hat gerade einen Kommentar geschrieben.
07:51
doimlinque hat gerade einen Kommentar geschrieben.
07:47
doimlinque hat gerade einen Kommentar geschrieben.
07:14
doimlinque hat gerade einen Blogbeitrag erstellt.
07:03
lothar.ackermann hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Augstein und Blome

portlet_Phoenix-12.png

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG